September ist traditionell nicht nur iPhone-Zeit, sondern auch der Monat, in dem Apple die großen Betriebssystem-Updates veröffentlicht. Mit iOS 27 soll der Fokus in diesem Jahr jedoch weniger auf spektakulären Neuerungen liegen. Stattdessen deutet vieles auf ein Wartungs-Update hin. Laut dem Bloomberg-Reporter Mark Gurman plant Apple, das System grundlegend zu optimieren – mit einem klaren Schwerpunkt auf Stabilität und Effizienz.
iOS 27: Aufräumen und nicht mit neuen Features protzen
Bereits vor Monaten schrieb Gurman, dass Apple bei iOS 27 stärker auf interne Optimierungen setzt. In diesem Zusammenhang fällt immer wieder der Vergleich mit Mac OS X 10.6 Snow Leopard aus dem Jahr 2009. Damals verzichtete Apple weitgehend auf neue Funktionen und konzentrierte sich stattdessen auf Performance, Bugfixes und Code-Bereinigung.
Ein ähnlicher Ansatz scheint nun auch für 2026 geplant zu sein. Demnach will Apple überflüssigen Code entfernen, bestehende Funktionen überarbeiten und existierende Apps modernisieren. Ziel ist ein reaktionsschnelleres Betriebssystem mit spürbar flüssigerer Performance.
Auch das sogenannte „Liquid Glass“-Design will Apple weiter optimieren. Nach der teils gemischten Resonanz auf frühere Designanpassungen könnte Apple hier Feintuning betreiben. iPhone- und Mac-Nutzer haben die Option in den vergangenen Monaten immer wieder kritisiert.
Ein konkretes Ergebnis dieser internen Überarbeitungen soll laut Gurman eine verbesserte Akkulaufzeit sein. Durch effizienteren Code und strukturelle Anpassungen am System erhofft sich Apple offenbar einen geringeren Stromverbrauch. Ob Apple diese Optimierungen explizit vermarkten wird, bleibt allerdings offen.
Ganz ohne neue Funktionen geht es aber nicht
Trotz des klaren Optimierungsfokus wird iOS 27 nicht komplett ohne neue Funktionen erscheinen. Insbesondere im Bereich künstliche Intelligenz steht Apple unter Zugzwang.
Nach den mehrfach verschobenen KI-Plänen rund um Siri wird erwartet, dass das Herbst-Update hier liefern muss. Diskutiert wird unter anderem eine tiefgreifende Modernisierung von Siri – inklusive stärkerer Personalisierung durch den Zugriff auf lokale Nutzerdaten.
Mit dazu gehört zudem die engere Kooperation mit Google und dessen KI-Technologie Gemini. Sollte sich der Assistent tatsächlich stärker in Richtung Chatbot entwickeln, wäre das eine der sichtbarsten Neuerungen von iOS 27 – auch wenn der eigentliche Schwerpunkt des Updates klar auf technischer Optimierung liegen dürfte.

