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Nvidia H200 nach China: Sicherheitsmaßnahmen, Vorab-Tests und weitere Auflagen

Nvidia darf H200-Produkte nach China ausliefern. Sicherheitsmaßnahmen, Testreihen von Drittanbietern und andere Dinge sollen den Missbrauch unter anderem durch das chinesische Militär verhindern. Wie realistisch dies letztlich aber wirklich ist, steht auf einem anderen Blatt. Chinas Offizielle wollen H200 derweil nicht.
Nvidia H200 darf unter Auflagen wieder verkauft werden
Es wurde stets als größte Sorge genannt und entsprechend vorgeschoben: Chinas Militär soll nicht an neueste AI-Beschleuniger kommen, um die eigenen Fähigkeiten auszubauen und diese in Zukunft eventuell auch einmal gegen die USA und ihre Verbündeten einzusetzen. Es ging dabei stets um das Thema nationale Sicherheit, das, wie zuletzt bereits dargelegt, gegen 25 Prozent Aufpreis nun aber nicht mehr ganz so wichtig erscheint.
Die Kritik am vergleichsweise günstigen Ausverkauf blieb letztlich nicht ungehört. Die Trump-Regierung hat in den Auflagen zu den Auslieferungen vermerkt, dass ein chinesischer Kunde von H200 „sufficient security procedures“, also ausreichende Sicherheitsverfahren, nachweisen muss, damit die Chips nicht an das Militär weitergeleitet werden. Genaue Details dazu gibt es jedoch nicht.
Zuvor sollen unabhängige Firmen die geplanten H200-Lieferungen auf ihre Funktionalität testen und den genauen Umfang überprüfen. Denn eine weitere Auflage sagt, dass nach China höchstens 50 Prozent der Menge an H200-Chips gehen können, die US-Kunden zur Verfügung stehen. Eine Ziffer wird nicht genannt, auch kein Zeitrahmen festgelegt.
Nvidia winkt dabei viel Geld zu, der Beschluss wird entsprechend wohlwollend aufgenommen und kommentiert. Zuletzt wurde vermutet, dass bis zu 2 Millionen H200 für China benötigt werden könnten und die Produktion dafür wieder hochgefahren werden muss.
We applaud President Trump’s decision to allow America’s chip industry to compete to support high paying jobs and manufacturing in America. Offering H200 to approved commercial customers, vetted by the Department of Commerce, strikes a thoughtful balance that is great for America. The administration’s critics are unintentionally promoting the interests of foreign competitors on U.S. entity lists – America should always want its industry to compete for vetted and approved commercial business, supporting real jobs for real Americans.
Nvidia
Chinas Offizielle wollen H200 nicht
Die offizielle Haltung in China zum H200 scheint sich indes zu verfestigen. Offiziell will man diese Chips nicht, die eigenen Produkte sollen weiter im Fokus stehen. Die Großkunden, die sich für H200 bereits in Stellung gebracht haben sollen, wurden laut Medienberichten von der Regierung dazu befragt und unter Druck gesetzt, H200 nur zu kaufen, „wenn es absolut nötig ist“. Faktisch komme dies einem Bann gleich, wird eine der Quellen zitiert, wenngleich sich dies in Zukunft ändern könne.