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Entwicklung & Code

Open-Source-Entwickler fordern Gleichstellung mit Vereinsarbeit


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Der Open-Source-Entwickler Boris Hinzer hat eine Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht, die freiwillige Arbeit an Open-Source-Projekten als gemeinwohlorientiertes Ehrenamt anerkennen lassen will. Konkret geht es darum, die steuer- und förderrechtliche Gleichstellung mit klassischen Ehrenämtern wie Vereinsarbeit, Jugendbetreuung oder Rettungsdiensten zu erreichen.

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Aktuell fallen Code-Beiträge, Dokumentation, Bugfixes oder Community-Management für Open-Source-Projekte nicht in die rechtlichen Kategorien, die der Staat bei der Förderung freiwilligen Engagements berücksichtigt. Wer sich im Sportverein oder bei der Feuerwehr engagiert, kann von Regelungen wie der Ehrenamtspauschale oder der Übungsleiterpauschale profitieren – Open-Source-Entwickler allerdings nicht.

Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung bezeichnet Open-Source-Software zwar als elementaren Baustein für digitale Souveränität – die Arbeit tausender Freiwilliger, die diese Software entwickeln und pflegen, wird jedoch rechtlich nicht entsprechend behandelt. Das führt laut Petition zu einem Ungleichgewicht zwischen gesellschaftlicher Bedeutung und fehlender Anerkennung.

Die Begründung der Petition verweist auf die praktische Bedeutung von Open Source für kritische Infrastrukturen: Internet-Protokolle, Sicherheitsbibliotheken, Gesundheits-IT, KI-Frameworks oder Verwaltungssoftware basieren häufig auf freiwilligen Beiträgen. Sicherheitslücken wie Heartbleed oder Log4Shell haben gezeigt, wie stark Staat, Wirtschaft und Verwaltung von der Arbeit einzelner Maintainer abhängen.

Eine rechtliche Anerkennung als Ehrenamt würde mehrere praktische Konsequenzen haben: Aufwandsentschädigungen könnten steuerfrei nach der Ehrenamtspauschale (840 Euro jährlich) oder der Übungsleiterpauschale (3.000 Euro jährlich) gewährt werden. Open-Source-Projekte hätten es leichter, als gemeinnützig nach Paragraf 52 Abgabenordnung eingestuft zu werden, was Spendenquittungen und Zuwendungen erleichtert.

Bei Haftungsfragen könnten Entwickler ähnlich wie Vereinsvorstände nach Paragraf 31a BGB besser gestellt werden. Projekte könnten Kosten rechtssicher erstatten, ohne dass diese als steuerpflichtiges Einkommen gelten. Die Petition argumentiert, dass dies Transparenz, Rechtssicherheit und Nachhaltigkeit im digitalen Ehrenamt schaffen würde.

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Die Petition verweist darauf, dass andere Staaten Open-Source-Engagement bereits durch steuerliche Begünstigungen, institutionelle Förderung oder Anerkennung gemeinnütziger Softwareentwicklung unterstützen. Deutschland riskiere, im globalen Wettbewerb zurückzufallen, wenn Freiwilligenarbeit im digitalen Raum strukturell benachteiligt bleibe.

Der Staat investiere Milliarden in Digitalisierung, ignoriere aber die Menschen, die die technologische Basis freiwillig pflegen, heißt es in der Begründung. Eine Anerkennung als Ehrenamt wäre ein kosteneffizienter Beitrag zur digitalen Souveränität, da Freiwillige Arbeit leisten, die Unternehmen sonst für hohe Stundensätze einkaufen müssten.

Die Petition richtet sich an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags. Interessierte können die Petition auf der Plattform OpenPetition mitzeichnen.


(fo)



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Entwicklung & Code

Hallo Developer, hallo heise, hallo C++


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Ich bin Andreas Fertig. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit der Programmiersprache C++. Mein Wissen teile ich im Rahmen von Trainings, Vorträgen und auch Artikeln wie in der iX oder meinem privaten Blog. Dort veröffentliche ich pro Monat einen Artikel zu C++ auf Englisch.


Portrait von Andreas Fertig

Portrait von Andreas Fertig

Andreas Fertig ist erfahrener C++-Trainer und Berater, der weltweit Präsenz- sowie Remote-Kurse anbietet. Er engagiert sich im C++-Standardisierungskomitee und spricht regelmäßig auf internationalen Konferenzen. Mit C++ Insights ( hat er ein international anerkanntes Tool entwickelt, das C++-Programmierenden hilft, C++ noch besser zu verstehen.

Die Neuerung für (C++)2026 ist, dass ihr diese Artikel ab sofort auch hier bei heise Developer und auf Deutsch lesen könnt.

Mir ist bewusst, dass ich mit dem Blog in die Fußstapfen von Rainer Grimm trete, den ich sehr geschätzt habe und der leider viel zu früh von uns gegangen ist. Uns beiden lagen C++ und Wissen teilen sehr am Herzen. Mit meinem Blog möchte ich das Thema C++ hier bei heise Developer weiterführen.

Wie der Name des Blogs (der Titel „C++ Werkbank“ verzichtet bewusst auf den Bindestrich) verrät, werde ich mich mit C++-Themen beschäftigen, die dir helfen sollen, deine C++-Kenntnisse zu verbessern und mit einem neuen Werkstück aus jedem Post zu gehen.

Da ich mich viel im Umfeld eingebetteter Systeme bewege, haben meine Artikel häufig einen Fokus auf Effizienz und Performance. Auch Aspekte wie Softwaredesign werden gelegentlich ein Thema sein. Wie in meinen Trainings werde ich auch immer wieder auf Fallstricke wie undefiniertes Verhalten hinweisen. Mein Ziel ist es immer selbst robusten Code zu schreiben, der lange leben kann, und genau das vermittle ich auch in meinen Beiträgen.

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Als Mitglied im C++-Standardisierungskomitee werde ich gelegentlich auch über Neuerungen für den nächsten C++-Standard berichten.

Gerne kannst du mich auch schon vor dem ersten C++-Beitrag kennenlernen. Eine Übersicht meiner Social Media findest du hier.

Du bist an einem C++-Training für deine Firma interessiert? Hier findest du meine Trainings, welche selbstverständlich auf die Anforderungen deiner Firma und deines Teams angepasst werden können.

Andreas


(rme)



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programmier.bar: Entwicklung von Headless Apps mit Rust


In dieser Podcastfolge der programmier.bar blicken Joachim Böhmer und Dennis Becker gemeinsam mit Marcel Koch, Softwareberater, Coach und Rust-Autor, über den Tellerrand klassischer Cross-Platform-Frameworks. Im Mittelpunkt steht das Konzept sogenannter Headless Apps und die Frage, wie sich Anwendungslogik unabhängig von konkreten UI-Technologien umsetzen lässt.

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Die drei diskutieren, wie sich die Business-Logik einer Anwendung vollständig in Rust kapseln lässt, um sie plattformübergreifend einzusetzen – unabhängig davon, ob die Benutzeroberfläche mit Flutter, SwiftUI oder Jetpack Compose umgesetzt wird. Auch der Einsatz im Web über WebAssembly (Wasm) sowie auf Mikrocontrollern ist Teil der Betrachtung. Es geht um die Trennung von Core-Logik und UI für die Reduktion technologischer Abhängigkeiten.

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In dieser Folge gibt es außerdem einen Architektur-Deep-Dive zu Headless Apps sowie zur Rolle von Rust in diesem Kontext, insbesondere mit Blick auf Performance, Memory Safety und Portabilität. Zudem stellt Marcel Koch das Crux-Framework von Red Badger vor, das den Datenaustausch zwischen dem Rust-Core und den jeweiligen UI-Shells automatisiert. Abschließend diskutieren die drei, in welchen Fällen sich der Mehraufwand einer Headless-Architektur lohnt und wann klassische Lösungen wie Flutter oder Kotlin Multiplatform die sinnvollere Wahl sind.

Die aktuelle Ausgabe des Podcasts steht auch im Blog der programmier.bar bereit: „Headless Apps mit Marcel Koch“. Fragen und Anregungen gerne per Mail oder via Mastodon, Bluesky, LinkedIn oder Instagram.

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(mdo)





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KI-Video- und -Bild-Ersteller Amuse am Ende, ComfyUI als Ersatz


Wer mit dem KI-Tool Amuse Bilder und Videos generiert, könnte sich über ausbleibende Aktualisierungen wundern. Das Projekt liegt offenbar auf Eis, ist aber seit Dezember als Open Source verfügbar. Als Alternative bietet sich ComfyUI an.

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Genaue Hintergründe sind unbekannt, jedoch hat sich der Hauptentwickler hinter Amuse zurückgezogen. Die ursprünglich genutzte Domain amuse.ai steht inzwischen zum Verkauf. Der Quellcode ist unter Apache-2.0-Lizenz auf Github verfügbar. Allerdings sind zwei externe Abhängigkeiten vorhanden, für die Interessierte offenbar Lizenzen erstehen müssen. Die Entwicklung ist damit faktisch zum Erliegen gekommen.

Der bisherige Stand lässt sich weiterhin nutzen. Jedoch sind die Fähigkeiten der verfügbaren KI-Modelle rasch veraltet, aktuelle Modelle liefern etwa mehr, korrektere und natürlichere Details. Amuse hat die Bedienung massiv vereinfacht und auch Hardware-Beschleunigung auf Prozessoren mit ausreichend potenter GPU oder NPU angeboten.

AMD wirbt inzwischen nicht mehr für Amuse, sondern prescht aktuell mit einer besseren Integration mit AMD ROCm 7.1.1 in ComfyUI vor. Dafür empfiehlt AMD etwa ein Ryzen AI Max+-System mit 128 GByte Speicher oder eine Radeon AI Pro R9700 in Verbindung mit 64 GByte RAM „für eine optimale Erfahrung“.

Die Alternative ComfyUI gibt es als Download für Windows, macOS oder als manuelle Installation über Github – die liefert auch die größte Unterstützung etwa für Nvidia, AMD, Intel, Apple Silicon oder Ascend mit. Auf der Release-Webseite von ComfyUI gibt es aber auch Portable-Versionen mit Optimierungen für AMD oder Nvidia, die keine Installation benötigen.

Das Web-Interface von ComfyUI ist für Umsteiger erst einmal gewöhnungsbedürftig, lässt sich jedoch nach kurzer Zeit ebenfalls einfach nutzen. Es stehen viel mehr Modelle als in Amuse zur Auswahl, insbesondere zahlreiche Videogeneratoren. Aber auch zur Klangerzeugung und zur Erstellung von KI-Bildern sind zahlreiche Modelle vorhanden. Die Installation etwa in der portablen Version ist ebenfalls ungewohnt. Fehlen Dateien für ein Modell, erscheint ein Dialog mit Schaltflächen zum Herunterladen. Davor steht in dem Dialog dann das Verzeichnis, in das die Datei unter dem „models“-Ordner des ComfyUI-Verzeichnisses gehört; dahin muss die jeweilige Datei einfach gespeichert werden.

Im Graphen auf dem Web-Interface kann man etwa den Prompt und Ausgabegröße in den einzelnen Elementen anpassen und dann die KI ihr Werk vollbringen lassen. Allerdings gelingt das etwa mit AMD Ryzen 7840HS/7640HS-Prozessoren mit ihren mit rund 10 TOPS „schnellen“ NPUs nicht, was unter Amuse kein Problem war. Allerdings waren die Prozessoren auch unter Amuse nicht offiziell unterstützt. Für die älteren Prozessoren bleibt also lediglich, bei Bedarf die ältere Software mit den veraltenden Modellen zu nutzen.

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(dmk)



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