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Künstliche Intelligenz

OpenAI-Agenten haben auf mehr als 10 weiteren Websites unerlaubt kommuniziert


KI-Agenten, die von OpenAI lediglich mit Internetrecherchen beauftragt und denen das Veröffentlichen eigener Beiträge untersagt war, haben weit mehr als nur eine Website zur Diskussion genutzt. Verschiedene unabhängige Sicherheitsforscher haben die ausgebrochenen OpenAI-Agenten auf mehr als zehn weiteren Webseiten gefunden. Dort haben diese größtenteils Wiki-Bereiche zum unerlaubten Austausch von Nachrichten verwendet. Damit ist das Ausmaß eigenmächtig handelnder KI-Agenten deutlich größer als bislang angenommen.

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Ende letzter Woche wurde bekannt, dass OpenAI-Agenten in einem unheimlichen Schwarmverhalten auf einem deutschen Wiki kollaborierten. Ein Forscherteam berichtete, dass tausende OpenAI-Agenten über Wochen eigenmächtig eine weitgehend unbekannte deutsche Plattform nutzten, um Sicherheitsbeschränkungen zu umgehen, Antworten auszutauschen und systematisch zu spicken. Rund 18.000 Beiträge hinterließen die virtuellen Akteure ab Mai auf der lange Zeit frei bearbeitbaren Website DSEwiki, einer Website für deutschsprachige Software-Entwickler.

Dabei durften die Agenten lediglich Webinhalte lesen, sollten aber keinesfalls eigene Daten auf externen Servern veröffentlichen oder mit der Außenwelt interagieren. Die Sandbox sollte die KI-Modelle rigoros isolieren. Doch die Agenten fanden einen Weg, ihre Lese-Zugriffsrechte so umzufunktionieren, dass sie trotz der Beschränkungen Inhalte auf das deutsche Wiki schreiben konnten. Die Agenten haben sich aber offenbar nicht auf DSEwiki beschränkt, sondern auch andere Wiki-Seiten zur Kommunikation genutzt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Demnach haben Sicherheitsforscher die KI-Agenten auch anderswo gefunden, indem sie die bei DSEwiki hinterlassenen Daten mit anderen Webseiten verglichen haben. Zudem haben die Agenten in weiteren Wiki-Bereichen identische Nutzernamen verwendet oder reagierten auf dieselben speziellen demografischen Fragen, wie die Krebshäufigkeit in einem bestimmten US-Bundesstaat. Auch konnten die Spurensucher die Agententätigkeit auf IP-Adressen einer Microsoft-Cloud zurückführen, die OpenAI manchmal verwendet.

Verschiedene Sicherheitsforscher haben dabei unterschiedliche Zahlen betroffener Websites ermittelt. Software-Entwickler Kenneth Russell DeGraff, der in der Vergangenheit auch US-Politiker beraten hat, schreibt von mindestens 10 zuvor unentdeckten Webseiten, die die OpenAI-Agenten zum Austausch verwendet haben. „Wenn diese Modelle die Anweisung erhielten, nur zu lesen, mussten sie sich etwas Cleveres einfallen lassen, um Informationen zu hinterlassen“, erklärt er.

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Das Forscherteam um Sydney Von Arx, das die Agententätigkeit bei DSEwiki entdeckt hatte, hat mittlerweile mehr als 23 weitere Websites gefunden, die von den OpenAI-Agenten benutzt wurden. Doch die Sicherheitsforscherin warnt, dass die bisherigen Erkenntnisse über das Ausmaß unerlaubter Agententätigkeit unvollständig sind. „Wir haben keine Ahnung, wie viel es da draußen gibt“, fügte sie hinzu.

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Diese Ansicht teilt auch Andrew Yoon, Forscher der unabhängigen, gemeinnützigen US-Organisation CivAI. Der Umfang unerlaubter Kommunikation von KI-Agenten ist „etwas größer, als wir dachten“, erklärt er laut Reuters. Er hat 18 zusätzliche Internet-Plattformen gefunden, die die Agenten von Mai bis Juli für ihre Zwecke genutzt haben. Aber das sei erst der Anfang: „Es ist so gut wie sicher, dass hier mehr vor sich geht, von dem wir einfach nichts wissen“.

OpenAI hat anlässlich des DSEwiki-Vorfalls bereits bestätigt, dass die auf dem Wiki aktiven Agenten aus eigenen Versuchen stammten. Dabei hätten die KI-Agenten die Wiki-Software nicht missbraucht, es seien nur vorhandene Schreibrechte ausgenutzt worden. In einem Beitrag auf X kündigte OpenAI an, die eigenen Verfahren zur Offenlegung dieser Fälle zu erweitern. Zudem müsse die KI-Branche als Ganzes Standards für Meldungen solcher Agentenausbrüche entwickeln. OpenAI arbeitet demnach an einem entsprechenden Rahmenkonzept, das sie in den kommenden Wochen vorstellen werden.


(fds)



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Künstliche Intelligenz

Jetzt sind auch die Schrauben vergoldet: Neue Sony-Walkmans für bis zu 5000 Euro


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Sony hat neue portable Musikplayer seiner Signature-Luxusreihe vorgestellt, die Walkmans kosten bis zu 5000 Euro und sollen im November in den Handel kommen. Die digitalen Medienplayer sollen Musik in besonders guter Qualität wiedergeben können und folgen auf ähnlich teure Vorgänger, die es seit vier Jahren gibt. Die neuen Modelle tragen die nicht sehr eingängigen Bezeichnungen NW-WM1ZM3, NW-WM1AM3 und NW-ZX900, wobei im deutschen Sony-Store lediglich die ersten beiden angeboten werden – für 5000 beziehungsweise 2500 Euro. Dafür gibt es unter anderem 256 beziehungsweise 128 GByte an internem Speicher, ein großes Display und unterschiedlich große Mengen an sauerstofffreiem Kupfer (OFC) mit Goldüberzug.

Die WM-Serie vereine „die fortschrittlichsten Audiotechnologien von Sony“ und soll für eine „kompromisslose Audioqualität“ sorgen. Damit gebe man die ursprüngliche Intention der Künstlerinnen und Künstler wider, mit einem „detailreichen, hochauflösenden Klang“. Beim NW-WM1ZM3 sollen zudem vergoldete Schrauben für einen besonders guten Sound sorgen. Wie genau das funktionieren soll, lässt Sony offen. Weiterhin bewirbt Sony handgelötete OFC-Verkabelungen, „die für kraftvolle Bässe, außergewöhnliche Klarheit und eine weite, mitreißende Soundstage sorgen“. Beim NW-WM1AM3 ist das Hauptgehäuse dagegen aus Aluminium und lediglich die Rückseite besteht aus dem sauerstofffreien Kupfer.

Die Software der neuen Walkmans basiert laut Sony auf Googles Android in der Version 16, sie spielen Musik aus Streaming- und Musik-Apps sowie aus der eigenen Musiksammlung ab. Kopfhörer können per Klinkenanschluss oder Bluetooth verbunden werden. Steuern lassen sich die Musikplayer über ein 5,5 Zoll großes Display, das jetzt eine Full-HD-Auflösung unterstützt. Die Akkulaufzeiten sollen je nach Wiedergabeart zwischen etwa 30 und 40 Stunden liegen, für eine Komplettladung des Akkus soll man 4 Stunden einplanen. Wie ihre Vorgänger setzen die neuen Modelle auf Sonys Digitalverstärker S-Master HX. In der Stromversorgung baut Sony jetzt aber zwei große Hochpolymer-Kondensatoren statt eines einzelnen ein.


Update

16.10.2026,

11:19

Uhr

Die in der EU verkauften Geräte haben wie ihre Vorgänger eine hardwareseitige Lautstärkebegrenzung, die sich auch nicht einfach abschalten lässt.


(mho)



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Künstliche Intelligenz

Deutsch-französische Initiative soll Autoindustrie stärken


Deutschland und Frankreich bereiten nach Angaben von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil einen Vorstoß zur Unterstützung der europäischen Autoindustrie vor. Man sei dazu „auf den Schlussmetern einer Einigung“, was er mit vorantreibe und auch sehr begrüße, sagte der SPD-Chef auf eine entsprechende Frage am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Bangkok. Was aber auch dazugehöre, wenn man die Rahmenbedingungen für die europäischen Automobilkonzerne verbessere, sei, „dass es dann klare Zusagen gibt für Standortinvestitionen und auch für die Beschäftigten“.

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Klingbeil sagte, dazu liefen noch Gespräche. Er nannte als Aspekte des Pakets unter anderem „Schutzmechanismen im Umgang mit China“ und Kaufanreize für Elektroautos mit einem Fokus auf europäische Hersteller. Nach einem Bericht des Handelsblatts wollen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron außerdem das EU-weite Verbot von Verbrennungsmotoren noch stärker lockern als bisher geplant.

Die EU-Kommission hatte im Dezember 2025 vorgeschlagen, auch nach 2035 in der EU Autos mit Verbrennungsmotor neu zuzulassen – eine Abkehr vom eigentlich ausgehandelten Verbrenner-Aus. Dafür hatte sich Deutschland eingesetzt. Ein deutsch-französisches Papier sieht laut „Handelsblatt“ jetzt unter anderem vor, dass die Hersteller ihre durchschnittlichen Emissionen ab 2035 nur noch um 90 Prozent reduzieren müssten, ohne die restlichen 10 Prozent kompensieren zu müssen. So könnten sie weiter neue Benzin- und Dieselfahrzeuge verkaufen, solange ihre Neuwagenflotte den Grenzwert einhält.

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge verurteilt eine geplante deutsch-französische Vereinbarung zur Stützung der heimischen Autoindustrie als kontraproduktiv. „Bundeskanzler Friedrich Merz schafft mit dem Verbrenner-Deal einen zusätzlichen Bremsklotz für die deutschen Automobil-Standorte“, sagte sie der dpa in Berlin.

„Wir müssen nun mit voller Kraft in das E-Auto investieren, in Zukunftstechnologien, wie Batterietechnik, verbraucherfreundliches Laden, E-Autos als Speicher für unser Energiesystem oder autonomes Fahren“, argumentierte Dröge. Der deutsche Standort könne weiter mitspielen, wenn Merz aber so weitermache, entstünden die guten Jobs für Batteriezellen und Elektroautos anderswo. „Gerade einmal zehn Wochen nach dem heißesten Sommer und den größten Waldbränden in Europa opfern Merz und Macron die Klimaschutzziele im Verkehr.“

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(mfz)



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Straßen aus Asphalt mit recyceltem Kunststoff können länger halten


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Forscher der Pennsylvania State University (Penn State) haben herausgefunden, dass Asphalt, dem recycelter Kunststoff beigemischt ist, als Straßenbelag länger hält als herkömmlicher Asphalt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der haltbarere Belag über die Nutzungsdauer enthaltende Kunststoffpartikel als Mikroplastik weniger stark freigibt.

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Die Forscher der Penn State versetzten Asphalt mit Polyethylen mit geringer Dichte (Low-density Polyethylene – LDPE), indem sie Kunststoff mit Gesteinskörnung, wiederverwertetes Asphaltmaterial (Ausbauasphalt) zusammen mit einem Bindemittel zum Zusammenhalt des Materials mischten. Die grundlegende Idee dahinter ist, Kunststoffe im großen Stil wiederzuverwenden und von Mülldeponien fernzuhalten. Außerdem könne der Kunststoff die Eigenschaften des Asphalts verbessern, wie die Wissenschaftler in der Studie „Microplastics release from recycled plastic modified asphalt: Detection, characterization, and environmental implications“ schreiben, die im Journal of Cleaner Production erschienen ist.

Im Labor führten die Forscher zwei Tests mit dem neuen Asphalt im Labor durch, um festzustellen, wie haltbar er bei einer andauernden Verkehrsbelastung ist. Ausprobiert haben die Forscher auch, inwieweit die Witterung dem Material zusetzt und ob die Plastikpartikel über die Nutzungsdauer als gesundheitsschädliches Mikroplastik wieder freigegeben werden. In dem „Hamburg Wheel Tracking Test“ rollen Stahlräder über Asphaltproben, die in heißem Wasser liegen. Damit soll eine Verkehrsbelastung zusammen mit Hitze und Feuchtigkeit nachgeahmt werden. In dem „Moisture-Induced Stress Tester“ wurde der Asphalt hoher Hitze, Feuchtigkeit und immer wieder hydrostatischem Wasserdruck ausgesetzt. Nach den Tests sammelten die Wissenschaftler die durch die Einwirkungen freigesetzten Partikel ein und untersuchten sie auf ihren Kunststoffgehalt.

Das dabei angewendete Untersuchungsverfahren ist aufwendig. Zunächst erstellten die Forscher aus den chemischen Signaturen der ursprünglichen Asphaltbestandteile eine Referenzbibliothek. Die Größe der Partikel des Abriebs vermaßen sie mithilfe von Infrarot-Bildgebungsverfahren und verglichen die Partikel mit den chemischen Referenzmaterialien. Das Team konnte so Partikel identifizieren, die dem im urspünglichen Asphalt enthaltenen LDPE ähnelten. Um die Proben miteinander vergleichen zu können, setzten die Wissenschaftler die Gesamtfläche der identifizierten, LDPE-ähnlichen Partikel ins Verhältnis zum Gewicht des untersuchten Asphalts.

Die Forscher der Penn State fanden heraus, dass der mit recyceltem Kunststoff versetzte Asphalt besser hielt und insgesamt weniger Abrieb erzeugte als gleicher Asphalt ohne LDPE. Die Wissenschaftler schließen aus dieser Eigenschaft, das auch grundsätzlich nur wenig Mikroplastik unter Belastung abgegeben wird. Die Forscher sehen allerdings die Notwendigkeit, eine Feldstudie mit Belastungstests unter realen Bedingungen durchzuführen, um genaue Aussagen treffen zu können. Ausschließen, dass doch mehr LDPE-Kunststoff in Form von Mikroplastik freigesetzt wird, können die Forscher deshalb bisher nicht.


(olb)



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