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Outlook für Windows 11: Offline-Funktion bleibt weit hinter klassischer Version zurück


Microsoft baut die Offline-Funktionen des neuen Outlook für Windows 11 weiter aus, kämpft jedoch weiterhin mit den Folgen des Web-basierten Ansatzes. Die jüngste Version ermöglicht nun erstmals das Anhängen von Dateien ohne Internetverbindung, bleibt in vielen Bereichen aber weiterhin hinter dem klassischen Outlook zurück.

Outlook erhält endlich grundlegende Funktion

Nachdem Microsoft die Funktion bereits seit Oktober vergangenen Jahres getestet hatte, unterstützt das neue Outlook nun auch Dateianhänge im Offline-Betrieb. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Konzern die Nutzung von E-Mails und Kalenderfunktionen ohne aktive Internetverbindung ermöglicht. Nutzer können nun Nachrichten samt Anhang offline erstellen, die automatisch versendet werden, sobald wieder eine Verbindung besteht. Voraussetzung ist, dass die Option unter „Einstellungen → Allgemein → Offline → Dateianhänge einschließen“ aktiviert wurde.

Zwar erweitert Microsoft den Funktionsumfang des E-Mail-Clients damit kontinuierlich, die Verarbeitung von Dateianhängen ohne Internetverbindung darf jedoch durchaus als Standardfunktion gelten, die bereits zum Start hätte vorhanden sein müssen. Das klassische Outlook beherrscht diese Funktion bereits seit Jahren.

Weitere Verbesserungen in der Pipeline

Darüber hinaus arbeitet Microsoft an einer Erweiterung der Offline-Synchronisation. Bislang können maximal 180 Tage an E-Mails lokal gespeichert werden, künftig sollen ein oder sogar zwei Jahre unterstützt werden. Die entsprechende Einstellung findet sich im Offline-Bereich unter „Days of email to save“. Zudem testen die Entwickler einen gemeinsamen Posteingang für mehrere Konten sowie Funktionen zum Zusammenführen von E-Mail-Konversationen.

Web-Ansatz soll Grund für viele Probleme sein

Viele der bestehenden Probleme lassen sich auf den webbasierten Aufbau des neuen Outlook zurückführen. Anders als klassische Desktop-Anwendungen läuft das Programm als WebView2-Anwendung in einem Container. Dieser Ansatz bringt zwar auch Vorteile mit sich, da unter anderem dieselben Technologien wie im Edge-Browser genutzt werden, darunter Service Worker und WebGPU. Der erweiterte Funktionsumfang geht jedoch häufig zulasten der Leistung.

So berichtete Windows Latest vor wenigen Tagen, dass das neue Outlook für zahlreiche Aktionen deutlich mehr Zeit benötige als die klassische Variante. Teilweise sollen Aufrufe bis zu 10 Sekunden länger dauern.

Auch die neue Offline-Funktion soll unter den Nachteilen des Web-Ansatzes leiden. So benötigt das Speichern von Dateianhängen offenbar deutlich mehr Speicherplatz als beim klassischen Outlook, zudem erfolgt die lokale Ablage über Browser-Daten und Datenbanken im User Data Folder.

Immer noch geringe Nutzung

Trotz der kontinuierlichen Weiterentwicklung hat das neue Outlook weiterhin mit einer geringen Akzeptanz zu kämpfen. Viele Nutzer setzen nach wie vor auf die klassische Variante, die schneller startet und bis heute einen größeren Funktionsumfang bietet.

Nach Ansicht von Kritikern verdeutlicht die langsame Einführung grundlegender Funktionen wie Offline-Anhängen die Grenzen des Web-App-Konzepts. Gerade im Unternehmensumfeld sollen die Nachteile gegenüber klassischen Desktop-Anwendungen besonders deutlich zutage treten.



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