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Peter Thiels Geheimgipfel aufgeflogen: Wo Mächtige über Sex & Krieg sprechen
Ein Leak enthüllt Teilnehmer und Programm von Peter Thiels geheimem Netzwerktreffen. Auf der Agenda: Weltkrieg, Dating, Philosophie.
Das Ambiente ist luxuriös. Die Öffentlichkeit ist ausgeschlossen. Peter Thiels Gruppe mit dem unscheinbaren Namen „Dialog“ traf sich in der Vergangenheit in venezianischen Palazzi und Luxushotels. Es geht um Netzwerke von politischen Amtsträgern und Tech-Bossen. Um Diskussionen über Weltkriege und exklusives Dating. Schon bald soll es wieder so weit sein. Diesmal allerdings ist es nicht so geheim.
Das US-Magazin Wired konnte Details und die Teilnehmenden des nächsten Treffens im August enthüllen. Auf der Liste stehen 222 Namen. Darunter:
- Ted Cruz, republikanischer Senator
- Scott Bessent, Finanzminister im Kabinett von Donald Trump
- Alexus Grynkewich, Europa-Chef der US-Armee
- Joe Lonsdale, Mitgründer von Palantir
- Dan Driscoll, bis April 26 hochrangiger Beamter im US-Verteidigungsministerium
Wired hat die Liste nicht vollständig veröffentlicht. Unter den Namen im Artikel sind keine Deutschen zu finden. In den sozialen Medien kursieren allerdings auch weitere Namen hierzulande bekannter Politiker. Wir haben sie dazu angefragt.
Was ist über das Treffen bekannt?
Die Dialog-Treffen sind eine Mischung aus Davos, Bilderberg und Burning Man. Das kann man sich aus den bisher durchgesickerten Infos zusammenreimen. So viel wie diesmal ist bisher nie durchgedrungen. Die nächste Ausgabe soll in der Nähe von Dublin, Irland, stattfinden. Termin: 12. bis 16. August.
Auf dem Programm stehen Themen wie „Eine Sekte aufbauen“, „Durch den 3. Weltkrieg navigieren“ und „Wie ist dein Sexleben?“
Überhaupt scheint man Privates nicht auszusparen. Bei der Registrierung konnten Teilnehmende angeben, ob sie „auf der Suche nach Liebe“ seien und Frauen, Männer oder „Andere“ kennenzulernen wünschen. Trump-Vertraute und Gendervielfalt, hier scheint sich das nicht auszuschließen.
Ausgeschlossen bleiben aber viele allein schon aus finanziellen Gründen. Von älteren Leaks ist bekannt, dass die Registrierungsgebühr 2022 bei 16.000 US-Dollar lag.
Woher kamen die Daten?
Auch politische Neigungen oder Buchtipps (Marc Aurel, Milan Kundera) konnten die Gäste eintragen. Freilich sollte das alles geheim bleiben. Dass dies nicht gelungen ist, dürfte dem elitären Techzirkel peinlich sein.
Immerhin ist Peter Thiels Firma Palantir eine Cybersicherheitsfirma. Während die Gästeliste von einer anonymen Quelle an Wired gegeben wurde, ist auch eine bekannte Hackerin an der Recherche beteiligt. Die Schweizerin „maia arson crimew“ hatte Auszüge aus dem Website-Code von Dialog aufgetrieben.
Besonders unangenehm: Die 27-Jährige sagte Forbes einmal, dass ihre Angriffe meist technisch nicht besonders anspruchsvoll seien.