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Phanteks Evolv X2 & XT View: Matrix-Gehäuse setzen auf Grobpixel-Retro-Display

Displays im Gehäuse sind bei Phanteks angekommen. Die Midi-Tower Evolv X2 und XT View verfügen in der neuen Matrix-Version über eine riesige Pixel-Anzeige, die Systemdaten und Bilder anzeigen kann. Der Stil: Retro-Gaming. Wer mag, kann das Matrix-Display auch einzeln kaufen und nachrüsten.
Die beiden Mittelklasse-Tower Evolv X2 (Test) und das darunter angesiedelte XT View unterscheiden sich dabei in der Art des Displays. Beim teureren Evolv X2 kommt eine Variante mit 900 LEDs zum Einsatz, die rund um den Netzteil-Shroud gelegt wird und sich auch auf die Vorderseite erstreckt. Beim XT View beschränkt sich die Anzeige rein auf die Seite des Gehäuses und auf lediglich 600 einzeln ansteuerbare LEDs beziehungsweise Pixel, denn das Modell besitzt an der Front kein Sichtfenster.
Dadurch bewegt sich Phanteks diametral zum aktuellen Trend zu immer höher aufgelösten Bildschirmen, der Stil ist explizit Retro, das zeigen auch die Produktbilder mit Gaming-Ikonographie der 1990er-Jahre. Abgedeckt werden die LEDs der Anzeige zudem mit Stoff. Dies solle „sanfte Beleuchtung“ mit minimalistischem Erscheinungsbild kombinieren.
Das über ein SATA-Kabel und einen USB-Header angeschlossene Display wird dabei über die Nexlinq-App angesteuert. Sie benötige laut Herstellerangaben weniger als 3 Prozent Rechenleistung des Prozessors in jeglicher Situation. Angezeigt werden können Echtzeit-Informationen zum System wie die CPU-Auslastung, Animationen, Beleuchtungseffekte oder Pixel-Bilder, die sich mit einem Editor selbst erstellen lassen.
Nachrüst-Option für mehrere Chassis
Einzeln angeboten wird nur die kleinere Anzeige mit 600 LEDs, die seitlich am Gehäuse verbaut wird. Das Matrix-600-Screen-Upgrade-Kit gibt es in Schwarz oder Weiß passend zu Phanteks-Farben und kann sowohl in das XT View als auch das auf der Computex 2024 vorgestellte Eclipse G400A eingesetzt werden.
Wo das Display noch nachgerüstet werden kann ist unklar, Phanteks spricht von „kompatiblen Chassis“ und nennt die genannten Tower als Beispiele. Ausgehend von den Bildern und den Gemeinsamkeiten der genannten Gehäuse dürfte ein separates unteres Abteil mit Mesh-Fläche Voraussetzung sein – oder wie beim Evolv X2 ein zurückgesetztes Netzteil-Versteck.
Preise und Verfügbarkeit
Preise für das Evolv X2 Matrix in Schwarz oder Weiß liegen bei rund 200 Euro und damit gut 50 Euro über dem Marktpreis der Standardversion. Für das XT View Matrix nennt Phanteks hingegen eine Preisempfehlung von rund 120 Euro. Das Matrix-600-Screen-Upgrade-Kit soll im Handel gut 50 Euro kosten. Zur Markteinführung hat Phanteks noch keine Angaben gemacht, sie ist in den kommenden Monaten zu erwarten.