Künstliche Intelligenz
Plattner zum BSI-Portal: Werden nicht die ganze Republik retten können
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat sein neues „BSI-Portal“ gestartet, das nun als zentraler Anlaufpunkt für Betroffene von IT-Sicherheitsvorschriften des Bundes etabliert werden soll. Die Präsidentin der Bundesbehörde, Claudia Plattner, hofft dabei auf deutliche Effekte durch das deutsche Umsetzungsgesetz zur Netzwerk- und Informationssicherheitsrichtlinie der EU, mit dem das BSI-Gesetz geändert und der Kreis der Betroffenen deutlich ausgeweitet wurde. „NIS2 ist trotz Regierungswechsel vergleichsweise schnell umgesetzt worden und wir sind bereit. „Von uns aus kann es losgehen“, sagt Plattner gegenüber heise online. Die Überarbeitung der alten NIS-Richtlinie und ihre deutsche Umsetzung hatten zuvor Jahre gedauert.
Weiterlesen nach der Anzeige
Mit der Website sollen nun Verpflichtete, also nach bisherigen Schätzungen knapp 30.000 Unternehmen, Behörden und andere Institutionen, die als kritisch im Sinne des Gesetzes gelten, künftig mit dem BSI-Portal nur noch eine Anlaufstelle benötigen, einen sogenannten „One-Stop-Shop“. Neben der gesetzlich verpflichtenden Registrierung sollen dort relevante Informationen zu den anwendbaren Cybersicherheitspflichten auffindbar sein. In den kommenden Monaten sollen dann weitere funktionale Features ergänzt werden. Vor allem der Austausch von Echtzeitdaten soll künftig das Bewusstsein für akute Vorfälle erhöhen, aber auch die Reaktionszeiten verringern. Bislang gibt es kein zentrales Meldeportal in standardisiertem Format, aus dem sich strukturiert Auffälligkeiten ablesen lassen würden.
BSI setzt bei Portal auf AWS
Für Stirnrunzeln und Kritik dürfte die Wahl des Anbieters sorgen, auf den das BSI dabei für sein Portal setzt: Amazons Web Services. „AWS bietet hierfür eine passende Infrastruktur mit Sicherheitseigenschaften nach dem Stand der Technik, auf die wir aufgesetzt haben“, sagt die BSI-Präsidentin auf Nachfrage von heise online. Das BSI-Portal soll auch anonyme Meldungen von Cybersicherheitsvorfällen und Schwachstellen ermöglichen – diese beiden Features sollen auch ohne Registrierung nutzbar sein.
Dass es nun ein zentrales BSI-Portal für die NIS2-Betroffenen gibt, will BSI-Präsidentin Claudia Plattner jedoch auf keinen Fall missverstanden wissen. Das BSI könne nicht überall sein. „Werden wir die ganze Republik retten können? Nein, das nicht“, sagt sie im Gespräch mit heise online. „Auch wenn wir Hilfestellungen leisten können: Am Ende des Tages müssen sich die Firmen anschauen, wie ihre IT aussieht, wie ihre Backups gemacht werden.“ Sie müssten selbst die Ärmel hochkrempeln, meint Plattner.
Die NIS2-Richtlinie und die jetzt in das BSI-Gesetz überführten Regelungen sehen eine Vielzahl an Pflichten für die Betreiber kritischer Infrastrukturen vor, vom Internetprovider über Energienetzbetreiber bis hin zu Gesundheitsversorgern, Wasserwerken, Lebensmittelherstellern oder anderen relevanten Unternehmen, aber auch Behörden. Dabei wird nicht exakt aufgeführt, was genau getan werden muss. „NIS2 sagt nicht, dass man einen gepatchten Exchange-Server haben muss“, erklärt Plattner. Pflicht sei vielmehr ein Risikomanagement, das zeige, ob dies ein Problem für die Cybersicherheit des eigenen Unternehmens ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein ungepatchter Exchangeserver ein Problem sei, sei hoch, erklärt die BSI-Präsidentin. Aber das heiße nicht, dass ein solcher Patch genau das eine sei, was zu tun ist. Mit der NIS2 kommen aber auch überarbeitete Meldepflichten für IT-Sicherheitsvorfälle – auch hierbei soll das neue Portal nun eine Hilfestellung leisten.
Plattner hofft auf Geschäftsführerhaftung
Weiterlesen nach der Anzeige
Halten sich Anbieter nicht an die Regeln, wären nach § 65 BSI-Gesetz inzwischen bis zu 10 Millionen Euro oder zwei Prozent des Jahresumsatzes als Bußgeld möglich. „Die Menschen müssen sich darauf verlassen können: Eine gewisse Quote wird angeschaut – und irgendwann trifft es dann eben jeden mal“, erklärt Plattner den Ansatz ihrer Behörde.
Dabei spielen die unter dem NIS2-Regime möglichen Strafen nach Ansicht der seit Mitte 2023 amtierenden BSI-Präsidentin aber gar nicht die größte Rolle. „Der große Hebel sind nicht wir“, sagt Plattner. Sie erwartet eine Nebenwirkung der NIS2-Regelungen auf die sogenannten Directors-and-Officers-Versicherungen (D&O). „Der große Hebel sind die Organhaftungen der Geschäftsführer, Vorstände und Aufsichtsräte“, sagt die BSI-Präsidentin, die zumindest einen Großteil ihres Berufswegs selbst in der Wirtschaft verbracht hat. „Wenn die ihren Versicherungen nicht nachweisen können, dass sie sich zumindest um die Basics gekümmert haben, dann können sich je nach Sachlage sogar persönliche Haftungsfragen stellen, die nicht abgedeckt sind.“
BSI-Präsidentin hofft auf Schub für IT-Sicherheitsbranche
Inwieweit die vom Bundesgesetzgeber am Ende getroffenen Formulierungen im jetzigen §38 BSI-Gesetz tatsächlich wirken, bleibt abzuwarten. Bereits heute zeichnet sich aber ab, dass der Markt für Risikomanagement- und IT-Sicherheitsschulungen Fahrt aufnimmt. Geht es nach der BSI-Präsidentin, soll das nicht der einzige Effekt der NIS2 bleiben. „Ich habe die Hoffnung und auch die Erwartung, dass wir durch NIS2 einen ordentlichen Ruck hineinbekommen und auch hierzulande alles rund um IT-Sicherheits-Services wächst“, unterstreicht Plattner gegenüber heise online. „Auch einfach deshalb, weil es lukrativ ist.“
(mack)
Künstliche Intelligenz
Starker Mini-PC mit Ryzen 7, 32 GB RAM & USB4: GMKtec Nucbox K12 im Test
Gute Ausstattung mit Ryzen 7, USB4 und Oculink zum fairen Preis: Das bietet der Mini-PC Nucbox K12 von GMKtec – die Barebone-Version gibt es schon ab 279 Euro.
GMKtec ist ein aufstrebender Hersteller aus Fernost, der im Mini-PC-Nischenmarkt zu den größeren Marken gehört. Die Systeme, die wir zuvor getestet haben, überzeugten insbesondere mit einem Kampfpreis, hatten aber auch einige Schwächen.
Während es sich dabei meist um Mittelklasse-Rechner handelte, testen wir mit der Nucbox K12 nun einen Rechner, der der Oberklasse zuzuordnen ist. Dieser Mini-PC bietet ein interessantes Gesamtpaket zum fairen Preis: Mit einem Ryzen 7 255 H, 32 GB RAM und 1 TB Speicher kostet das System etwa 580 Euro. Zudem bietet es USB4, Oculink und Platz für insgesamt drei SSDs. Auch eine Barebone-Variante ist für attraktive 279 Euro zu haben.
Im Test haben wir das System bei Leistung, Kühlung und Stabilität auf den Prüfstand gestellt und zeigen, wie es sich geschlagen hat. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Ausstattung: Welche Hardware bietet der GMKtec Nucbox K12?
In der GMKtec Nucbox K12 sitzt ein Ryzen 7 H 255, der im August 2025 vorgestellt wurde und nur in China erhältlich ist. Das kennen wir so schon vom Ryzen 7 8745H, den wir etwa im Minisforum UM870 Slim (Testbericht) getestet haben. Dieser ist zum H 255 nahezu identisch, beide verfügen über acht Kerne bei 16 Threads sowie Taktraten zwischen 3,8 GHz und 4,9 GHz. Beide Chips entspringen der Hawk-Point-H-Serie mit Zen-4-Architektur und sind in 4 nm gefertigt. Die TDP (Thermal Design Power) liegt bei 45 W, die maximale Betriebstemperatur bei 100 Grad Celsius.
Als integrierte Grafikeinheit geht die uns bereits gut bekannte Radeon 780M ans Werk, die über 12 CUs (Compute Units), 768 Shader-Einheiten und einen Takt von bis zu 2600 MHz verfügt. Diese hat in vergangenen Tests häufig sogar das Spielen von aufwendigeren Spielen in Full-HD erlaubt – doch ob sie das auch in diesem System schafft, dazu später mehr. Eine NPU (Neural Processing Unit) für KI-Beschleunigung ist nicht vorhanden oder aktiviert.
An RAM bietet der Hersteller die Nucbox K12 mit 32 GB oder 64 GB sowie als speicherlose Barebone-Variante an. Wir haben das Gerät mit 32 GB vorliegen, welche in zwei 16 GB großen SO-DIMM-Modulen mit 5600 MT/s aufgeteilt sind. Diese stammen vom chinesischen Hersteller TWSC (Shenzen Techwinsemi), hierzulande unbekannt und vor allem in günstigen Mini-PCs aus China zu finden.
Als SSD kommt eine CT1000E100SSD8 im Format M.2-2280 zum Einsatz, die sich nach kurzer Recherche als Crucial E100 herausstellt. Diese ist 1 TB (1000 GB; sichtbar im Produktnamen) groß und arbeitet über PCIe 4.0. Ausweislich Crystaldiskmark schreibt sie mit 4406 MB/s und liest mit 4402 MB/s. Das sind solide Werte, aber unter der Maximalangabe des Herstellers „bis 5.000 MB/s“. Daneben gibt es noch zwei weitere, freie SSD-Slots, die sich jeweils mit 8 TB bestücken lassen, sodass das System maximal 24 TB Speicher erreichen kann.
Bei den Anschlüssen zeigt sich die Nucbox K12 stark aufgestellt. Für die Bildausgabe stehen HDMI 2.1 und Displayport 1.4 zur Verfügung sowie USB-C auf der Vorderseite und USB4 auf der Rückseite. Letzterer kann sogar die Eingangsstromversorgung des Mini-PCs herstellen, womit sich der K12 auch über entsprechend starke USB-C-Netzteile (Bestenliste) betreiben lässt. Das ist löblich und bisweilen noch selten unter Mini-PCs, obwohl es bei Laptops bereits seit vielen Jahren üblich ist. Ansonsten kann man den PC auch über das beiliegende, angenehm kompakte 120-W-Netzteil mit Rundhohlstecker betreiben.
Weiterhin bietet die Nucbox K12 noch fünf USB-A-Buchsen (3x USB 3.2 Gen2, 2x USB 2.0) sowie zwei LAN-Buchsen mit 2,5 GBit/s. Überdies gibt es eine OcuLink-Schnittstelle (Optical Copper Link), die über PCIe 4×4 angebunden ist und somit etwa den Anschluss externer Grafikkarten unterstützt.
Drahtlos bietet das System Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.2, wobei als Chipsatz der Mediatek MT7922 (AMD RZ616) eingesetzt wird. Für die LAN-Schnittstelle nutzt das System den Realtek 8125BG.
Performance: Wie schnell ist der GMKtec Nucbox K12?
Der Ryzen 7 8745H hatte in der Vergangenheit bereits recht gut überzeugen können. Entsprechend gehen wir beim Ryzen 7 255 H von einem ähnlich positiven Ergebnis aus. Bevor wir mit den konkreten Benchmarks beginnen, ein kurzer Hinweis vorweg: Zuletzt gab es bei unserem Standard-Benchmark PCMark 10 ein größeres Update mit einem Versionssprung von Workflow 1.x zu 2.x. Entwickler UL Solutions wies dabei in den Changelogs explizit darauf hin, dass die Ergebnisse der beiden Versionen nicht mehr miteinander vergleichbar sind. Aus diesem Grund führen wir bis auf Weiteres Tests mit beiden Workflows durch und geben beide Ergebnisse an, um die Vergleichbarkeit zu allen zuvor getesteten Mini-PCs aufrechtzuerhalten.
Mit dem Workflow der Version 1.x erreicht die Nucbox K12 im Schnitt 7136 Punkte, mit Spitzen bei 6919 und 7225 Punkten. Damit liegt sie 344 Punkte unter dem Minisforum UM870 Slim. Beim Workflow von Version 2.x ist es dann eine deutlich höhere Punktzahl: 8082 Punkte sind es im Schnitt, mit Spitzen bei 8347 und 7499 Punkten. Der Gaming-Benchmark 3DMark Time Spy attestiert dem System ein Gesamtergebnis von 3264 Punkten, das sich aus 2906 Grafik-Punkten und 10.844 CPU-Punkten zusammensetzt. Auch dieses liegt damit etwas unter dem 870 Slim (Gesamt: 3365; GPU: 2997; CPU: 11.075).
Bei Cinebench R24 erreicht die Nucbox K12 101 Single-Core-Punkte und 928 Multi-Core-Punkte. Beim Cross-Plattform-Benchmark Geekbench 6 sind es 2567 (Single-Core) und 12.874 Punkte (Multi-Core). Im OpenCL-Grafiktest erzielt die 780M 30.110 Punkte.
GMKtec Nucbox K12 – Bilderstrecke
Kommen wir noch zu den Tests mit richtigen Spielen. Wir setzen hierbei auf Full-HD-Auflösung und versuchen die Games Anno 1800, Counter Strike 2, Cities Skylines 2 sowie The Witcher 3: Wild Life.
Bei Anno 1800 können wir das Spiel selbst in hohen Presets mit FSR-Upsampler (AMD Fidelity FX Super Resolution) auf Leistung mit stabilen 30 FPS spielen. Im mittleren Preset sind es meist 60 FPS. Das ist ein gutes Ergebnis. Weiter zu Counter Strike 2: Dieses können wir selbst in hohen Settings mit stabilen 60 FPS spielen, im Preset mittel sind es dann bis zu 117 FPS. Damit ist der Ego-Shooter absolut flüssig spielbar. Auch The Witcher 3 läuft überzeugend auf dem K12 mit 59 FPS im hohen Preset. Cities Skylines 2 hingegen ist unspielbar, das Spiel läuft selbst in niedrigen Optionen nur mit 17 FPS, bei mittel sind es 7 bis 14 FPS. Damit zeigt sich die Nucbox K12 erstaunlich potent und vielseitig für Spiele.
Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des GMKtec Nucbox K12?
Der Verbrauch des Mini-PCs liegt im Idle ohne Last bei 11 bis 13 W. Im normalen Alltag, etwa bei der Verwendung des Browsers, verbraucht er etwa 21 bis 41 W. Stellen wir das System unter Volllast durch den Stresstest von Aida64, bezieht der K12 in der Spitze 84 W.
Unter Last erreicht das System maximal 83 Grad und taktet in der Spitze mit 4,9 GHz. Im weiteren Verlauf pendelt sich der Rechner bei einem über dreißigminütigen Stresstest bei durchschnittlich 3,5 GHz und 60 Grad ein.
Lüfter: Wie laut ist der GMKtec Nucbox K12?
Mini-PCs von GMKtec überzeugten in der Vergangenheit nicht immer mit der leisesten Kühlung, sondern setzten gerne mal Lautstärke-Rekorde. Bei der Nucbox K12 hat der Hersteller die Hardware aber gut abgestimmt und das System kommt selbst unter Volllast nicht über 36 dB(A). Ohne Last läuft der Lüfter meist bei 28 bis 32 dB(A). Einstellmöglichkeiten gibt es keine, über den Button „Fan-Mode“ auf dem Gehäuse lässt sich lediglich die Lüfterfarbe verstellen.
Software: Welches Betriebssystem ist auf dem GMKtec Nucbox K12 installiert?
Auf der GMKtec Nucbox K12 läuft Windows 11, zusätzliche Bloatware ist nicht vorinstalliert und unser routinemäßiger Systemscan mit Windows Defender findet keine Viren. Windows ist mit einer digitalen Lizenz aktiviert.
Auch der Betrieb von Linux auf dem System ist möglich. Ein Blick ins AMI-BIOS zeigt, dass Secure Boot bereits ab Werk deaktiviert ist. In der Bootauswahl wird unser USB-Stick zudem direkt priorisiert ausgewählt. Über Ventoy starten wir in das auf Ubuntu basierende Tuxedo OS und können dort WLAN, Bluetooth und Audio verwenden. Auch die Auflösung wird richtig erkannt und der PC lässt sich ohne Probleme aus dem Stand-by-Modus aufwecken.
Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des GMKtec Nucbox K12?
Das Gehäuse der GMKtec Nucbox K12 besteht aus zwei Teilen: einem durchgehenden Basisgehäuse aus Kunststoff und einer übergeschobenen Aluminiumblende. Diese hat allerdings mehr optische Relevanz. Die Verarbeitung des dunkelgrauen Kunststoff-Cases ist ordentlich, wenn auch nicht überwältigend gut. Einzelne Übergänge könnten schöner ausgefräst sein. Die Aluminiumblende, die links, rückseitig und vorn zu sehen ist, verleiht dem PC ein insgesamt ansprechendes, schlichtes Design. Der Powerbutton auf der Vorderseite ist in einem für GMKtec charakteristischen Grünton gehalten.
Das Gehäuse lässt sich nach dem Entfernen von sechs Schrauben öffnen. Zwei davon befinden sich an der rechten Seite, vier zur Unterseite hin. Letztere fungieren gleichzeitig auch als Standfüße. Danach kann man zunächst die Aluminiumblende abnehmen und danach den Lüfter vorsichtig vom unteren Gehäuseteil abheben. Dabei sollte man auf das recht kurze Lüfterkabel achten, das man am Mainboard ausstecken kann. Bei unserem Testgerät hatte sich eine Schraube am Mainboard gelöst, die wir vor dem ersten Start zunächst wieder festgeschraubt haben – vermutlich ein Montagsgerät.
Die Maße des PCs betragen 154 × 151 × 73,6 mm, das Gewicht liegt bei 920 g.
Preis: Was kostet der GMKtec Nucbox K12?
Aktuell bekommt man die GMKtec Nucbox K12 mit 32/1000 GB für 580 Euro direkt beim Hersteller. Für die Variante mit 64 GB RAM und 1 TB Speicher werden mit dem Code K12deal0210 850 Euro fällig.
Als Barebone ohne Speicher, RAM und Windows bekommt man das System ab 279 Euro bei Aliexpress, beim Hersteller sind es 330 Euro.
Fazit
Die GMKtec Nucbox K12 bietet ein breites Gesamtpaket. Positiv gefallen die ordentliche Oberklasse-Leistung des ungewöhnlichen Prozessors, die breite Anschlussauswahl mit Highlights wie Oculink und USB4 mit PD-in sowie der faire Preis. Auch der Platz für insgesamt drei SSDs ist ordentlich und kann sich sehen lassen. Während die bereits integrierte SSD immerhin von Markenhersteller Crucial stammt, kommt der RAM vom hierzulande unbekannten Unternehmen TWSC.
Die Kühlung hat GMKtec im Vergleich zu früheren Systemen deutlich besser im Griff. Leider kann man den Lüfter aber – wie bei vielen Mini-PCs – nicht frei einstellen. Die Verarbeitung dürfte an einigen Stellen gerne noch etwas besser sein, zumal manche Hersteller deutlich günstigerer Systeme unter 300 Euro schon Vollaluminiumgehäuse verwenden. Insgesamt macht die Nucbox K12 aber sehr viel richtig und auch die Spieleleistung gefällt. Von uns erhält das System insgesamt viereinhalb von fünf Sternen.
Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.
Künstliche Intelligenz
Dell-PC mit verriegeltem 12V-2×6-Stecker für die Grafikkarte
Die japanische Webseite Chimolog hat einen aktuellen Komplett-PC von Dell getestet. Beim Zerlegen des Rechners fand sich an der Grafikkarte vom Typ RTX 5070 Ti ein interessantes Detail: Das Adapterkabel von einer 12V-2×6-Buchse auf zwei PCIe-8-Pin-Buchsen weist eine mechanische Verriegelung auf.
Weiterlesen nach der Anzeige
Dabei scheint es sich um eine Eigenkonstruktion zu handeln. Dem ausführlich bebilderten Bericht zufolge stammt sie von dem großen Zulieferer Amphenol. Dessen Logo ist auch auf dem Stecker angebracht. Amphenol hat auf seinen Webseiten zwar einige 12V-2×6-Komponenten, einen Stecker wie den im Dell-PC konnten wir dort jedoch nicht finden. Für große Hersteller wie Dell ist es nicht unüblich, bei Zulieferern eigene Designs zu bestellen. Laut Chimolog sitzt der Stecker bombenfest und lässt sich kaum bewegen. Bei herkömmlichen Verbindern der Bauform ist das nicht so.
Einzelne Adern und seitliche Kabelführung
Der Amphenol-Adapter verfügt nicht nur über eine mechanische Verriegelung, die sich mit Druck auf eine große Lasche wieder lösen lässt – das sieht deutlich zuverlässiger aus, als die bisher üblichen Stecker. Die zwölf Adern für den Strom sind auch einzeln zur Seite geführt, sodass sich die als eine Fehlerquelle identifizierten großen Biegeradien wie bei starren Kabelbündeln gar nicht ergeben. Etwas unverständlich ist, warum Dell weiterhin auf einen Adapter für die alten PCIe-Verbinder setzt, und nicht gleich ein Kabel mit zwei 12V-2×6-Steckern bestellt hat. Vermutlich soll das genutzte Bauteil auch für ältere Netzteile in verschiedenen PC-Serien genutzt werden. Den von Chimolog getesteten Rechner mit der Modellnummer EBT2250 gibt es auch bei Dell Deutschland. Ob er auch dort diesen Adapter besitzt, verrät Dells Angebot nicht.
Eine ordentliche Verriegelung eines Kabels kann nicht nur für weniger Schäden beim Transport sorgen. Die Hardwarebranche hatte schon beim ersten 12VHPWR-Stecker und dann auch beim überarbeiteten 12V-2×6 darauf hingewiesen, dass die von Nutzern gemeldeten Defekte bis zum Brand von Grafikkarten durch deren eigene Schuld verursacht sein können. Die filigranen Stecker lassen sich auch ohne große Fahrlässigkeit so einstecken, dass das System zwar funktioniert, aber kein voller Kontakt an allen Pins hergestellt ist. Dann können über die besser verbundenen Pins hohe Ströme fließen, sodass diese und die Plastikgehäuse der Stecker und Buchsen überhitzen.
Solche oft zitierten „Anwenderfehler“ könnten durch einen Stecker wie den von Amphenol reduziert werden. Nicht jeder solche Adapter löst die grundlegenden Probleme der filigranen PCIe-5-Stromstecker jedoch zuverlässig. Das eigentlich erfahrene Zubehörunternehmen Cablemod musste seine erste Version von gewinkelten 12VHPWR-Kabeln vor zwei Jahren zurückrufen.
Lesen Sie auch
(nie)
Künstliche Intelligenz
Apples KI-Accessoires sollen dem iPhone angeblich Augen verleihen
Im Zentrum von Apples geplanter KI-Hardware stehen ganz offensichtlich Kameras: Der Hersteller plant einem Bericht zufolge, die „Visuelle Intelligenz“ – eine KI-Analyse der physischen Umgebung des Nutzers – zum Hauptbestandteil der Produkte zu machen. Das berichtet der gewöhnlich intim mit Apples internen Plänen vertraute Mark Gurman in seinem Bloomberg-Newsletter.
Weiterlesen nach der Anzeige
Den Informationen zufolge arbeitet Apple aktuell an gleich drei KI-Accessoires: einer an Metas Ray-Ban-Sonnenbrille angelehnten smarten Brille (ohne Display), einem KI-Anhänger respektive Anstecker sowie einer AirPods-Variante mit integriertem Kamerasystem. Ein erstes dieser KI-Produkte könnte Ende des Jahres marktreif sein, hieß es.
Tim Cook stellt „Visuelle Intelligenz“ in den Mittelpunkt
Die Kameras könnten Funktionen wie eine Lebensmittelerkennung oder detailliertere Navigationsanweisungen ermöglichen, die sich auf die physische Umgebung beziehen, erläutert Gurman. Auch sei denkbar, dass die Technik Nutzer an etwas erinnert, sobald sie beispielsweise auf ein bestimmtes Objekt blicken.
Visuelle Intelligenz ist eine Nischenfunktion von Apple Intelligence, die ursprünglich nur auf dem iPhone 16 verfügbar war. Apple bewarb die Funktion anfangs damit, dass Nutzer etwa beim Spaziergang einen Hund fotografieren und so per KI dessen Rasse herausfinden können – statt einfach den irritiert danebenstehenden Hundebesitzer zu fragen. Mit iOS 26 kam die Funktion auf weitere iPhones und analysiert nicht nur das Live-Kamerabild, sondern wahlweise auch Screenshots und damit praktisch jeden Bildschirminhalt. Apple Intelligence steuert hier allerdings nur Basisfunktionen bei, die erweiterte Bildanalyse übernimmt stattdessen ChatGPT oder Googles Bildersuche. Installierte Dritt-Apps können darüber ebenfalls Suchdienste anbieten.
Apple Intelligence benötigt grundlegende Überarbeitung
Gegenüber Finanzanalysten verwies Apple-Chef Tim Cook jüngst direkt auf das Feature, es sei eine der populärsten Funktionen von Apple Intelligence, so Cook. Der CEO würde die Funktion wohl öffentlich nicht derart in den Vordergrund stellen, wenn an dieser nicht mit Hochdruck gearbeitet würde, glaubt Gurman. Nach viel Kritik und bislang nicht gelieferten Siri-Verbesserungen versucht Apple aktuell, seine KI auf neue Beine zu stellen. Google Gemini soll künftig eine solidere Basis für Apple Intelligence schaffen.
Weiterlesen nach der Anzeige
(lbe)
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Social Mediavor 2 WochenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenFast 5 GB pro mm²: Sandisk und Kioxia kommen mit höchster Bitdichte zum ISSCC
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenHuawei Mate 80 Pro Max: Tandem-OLED mit 8.000 cd/m² für das Flaggschiff-Smartphone
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Datenschutz & Sicherheitvor 3 MonatenSyncthing‑Fork unter fremder Kontrolle? Community schluckt das nicht
-
Social Mediavor 2 MonatenDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenGame Over: JetBrains beendet Fleet und startet mit KI‑Plattform neu
