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Postcode Lotterie bekommt neues Logo – Design Tagebuch


Die Postcode Lotterie hat seit Jahresanfang ein neues Logo. Für die im Jahr 1989 ursprünglich in den Niederlanden gegründete Lotterie ist es das erste grundlegende Rebranding in ihrer Geschichte.

Die erste Postcode Lotterie wurde 1989 in den Niederlanden ins Leben gerufen. 2005 wurde die Lotterie auch in Schweden (Svenska Postkodlotteriet) und in Großbritannien (People’s Postcode Lottery) eingeführt. Die Deutsche Postcode Lotterie ging 2016 deutschlandweit an den Start. 2018 folgte schließlich die Norsk Postkodelotteri in Norwegen. Zusammen bilden Novamedia BV und die sechs von ihr verwalteten Lotterien – darunter auch die niederländische VriendenLoterij – die internationale Postcode Lottery Group.

Das Logo und der Markenauftritt der Postcode Lotterie wurde nun erstmals grundlegend erneuert. Die neue Markenidentität spiegelten den Geist, den Zweck und die Ambitionen der Postcode Lotterie wider, heute und in Zukunft, so der offizielle Pressetext. Die Anpassung erfolge mit dem Ziel, das Format der Postcode Lotterie in neue Märkte zu tragen und die Bedürfnisse der Millionen von Spielern in einer zunehmend digitalisierten Welt erfolgreich zu erfüllen.

Auszug der Pressemeldung

„Dies ist eine natürliche Weiterentwicklung der Marke Postcode Lotterie. Viele Spieler und unsere Partnerorganisationen sprechen bereits von Postcode Lotterie, wenn sie über Gewinne, unsere Arbeit und unsere Wirkung sprechen. Die neue Identität vereinfacht und modernisiert unser Auftreten und vereint alle Märkte unter einer starken, unverwechselbaren Marke. Sie ist zeitgemäß und bleibt gleichzeitig dem Zweck und der Herzlichkeit treu, die die Postcode Lotterie seit über drei Jahrzehnten prägen“, so Imme Rog, Vorstandsmitglied und CMO.

Postcode Lotterie Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Postcode Lotterie, Bildmontage: dt
Postcode Lotterie Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Postcode Lotterie, Bildmontage: dt

Im Zentrum des Logos stehen zwei Formen, die Mensch und Planet symbolisieren sollen – sinnbildlich für gemeinsames Gewinnen, Teilen und die Verbreitung von Freude sowie für nachhaltige positive Veränderungen und Wirkung, so die Erklärung. Die abgerundeten, Herzform-ähnlichen Formen stellen gleichzeitig zwei stark vereinfachte Großbuchstaben P und L dar.

Die neue Marke wird bereits in den Niederlanden und Schweden verwendet und soll in den kommenden Monaten schrittweise in den anderen Märkten der Postcode Lotterie eingeführt werden.

Entwickelt wurde der neue Markenauftritt, wie das Unternehmen mitteilt, von hauseigenen Kreativen.

Kommentar

Das bisherige Markendesign der Postcode Lotterie zielt wohl darauf ab, so liest sich das Design, Party-Atmosphäre und eine gewisse Festlichkeit zu transportieren. Das in Grundfarben Gelb, Blau, Grün und Rot gehaltene, in Kombination mit Goldglanz-, Schatten- und 3D-Effekten und mit einem Logo in Papier-Girlanden-Farbgebung ausgestattete Design wirkt indifferent, teils schreierisch, wie die Ästhetik einer Billig-Möbelhauskette. Ein für eine Lottomarke wesentlicher und wichtiger Aspekt bleibt dabei auf der Strecke: Seriosität.

Persönlichkeiten wie Toni Kroos, Kai Pflaume und Katharina Witt, die in Deutschland als Markenbotschafter Postcode Lotterie auftreten, sollen eben jene Seriosität vermitteln, und müssen gewissermaßen kompensieren, was über die Gestaltung bisher unzureichend transportiert wird. Doch auch nach der Umstellung des Markendesigns wirkt postcodeloterij.nl wie der Webauftritt einer Billig-Möbelhauskette. Auch das schlichte, einfarbig weiße Logo auf rotem Grund im Stile einer Destinationsmarke (in Polen, Österreich oder Peru) kann diesen Eindruck nicht entkräften. Im direkten Vergleich wirkt der gemeinsame Markenauftritt der 16 Landeslotteriegesellschaften in Deutschland aufgrund des hohen/höheren Weißanteils sachlicher, seriöser.

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»KI-Systeme fördern stereotypische Schönheitsideale von gestern« › PAGE online


Wie künstliche Intelligenz Design und Marketing neu herausfordert, Diversität visuell sichtbar zu machen, beleuchtet unser Gespräch mit Alissa Martens und Claudia Graf.

»KI-Systeme fördern stereotypische Schönheitsideale von gestern« › PAGE online
Claudia Graf, Brand und Marketing Strategist bei Edelmann

Auf TikTok trenden Skinny Girls, bei Germanys Next Topmodel wird eine schlanke, hellblonde Kandidatin mit makellosem Gesicht von Heidi Klum zur Siegerin gekürt. Kurven, Dellen, Kanten? Nicht zu sehen! Gleichzeitig gewinnt beim größten internationalen Kreativfestival in Cannes die Marke Dove gleich zwei Grand Prix für ihre Bemühungen gegen stereotype Schönheitsideale: einen für die bereits seit 20 Jahren aktive Kampagne »Real Beauty« und einen dafür, dass sie KI dazu bringen will, ein breiteres Spektrum an Schönheit zu zeigen.

Wie passt das zusammen? Was können Kampagnen wie die von Dove bewirken? Und wie weit sind wir als Branche wirklich, wenn es darum geht, Schönheitsideale aufzubrechen?

Porträt Alissa Martens
Alissa Martens, Dove Masterbrand Lead EU bei Unilever

 

Wir haben mit Alissa Martens, Masterbrand Lead EU bei Dove, und mit Claudia Graf, Managing Director Brand bei der Kommunikations- und Beratungsagentur Edelman gesprochen, die für den Beautykonzern zuletzt die Aktion »Share the first« umsetzte. Die Idee: Frauen dazu zu ermutigen, in den Socials auch mal ein weniger perfektes Bild von sich zu posten.

PAGE: 20 Jahre »Real Beauty«: 20 Jahre Werbung mit Frauen jenseits des stereotypen Schönheitsideals – dafür wurde Dove zuletzt bei den Cannes Lions ausgezeichnet. Was bedeutet Ihnen dieser Preis?

Alissa Martens: Die Auszeichnung bei den Cannes Lions war für uns alle super besonders! Nicht nur, weil sie von einem der wichtigsten Kreativfestivals der Welt kommt – sondern weil sie zeigt, dass unsere Mission auch nach 20 Jahren immer noch trifft, bewegt und gebraucht wird. Mit der Real Beauty Kampagne haben wir 2004 etwas angestoßen, das über Werbung hinausgeht: Wir haben erstmalig Frauen gezeigt, wie sie im wirklichen Leben aussehen – mit Makeln, in unterschiedlichsten Körperformen, einfach echt. Dass dieser Ansatz heute, im Zeitalter von algorithmisch verstärkten Trends, KI-Filtern und -Models, immer noch (und wieder) relevant ist, spüren wir jeden Tag. Deshalb motiviert uns der Preis auch einmal mehr! Wir wollen genau da weitermachen und gegen toxische Schönheitsideale und Einheitsbilder, für mehr Echtheit und Repräsentation in unseren Feeds eintreten.



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Ein Apothekenmagazin wie kein anderes! › PAGE online


Dass eine Apotheke weit mehr sein kann als ein Ort, an dem Medikamente über die Theke gehen, das hat – wild, frech und in mitreißendem Design – das Gesundheitsmagazin Hä! gezeigt. Und weil es so unglaublich war, ist eine Compilation erschienen.

Ein Apothekenmagazin wie kein anderes! › PAGE online

Wie haben bereits über die erste Ausgabe von Hä! berichtet. Als sie 2012 erschien und wir unseren Augen nicht trauten. Das sollte ein Apothekenmagazin sein? Und dann auch noch ein Schweizer dazu?

Rough und im Stil der Punk-Zines der 70er- und 80er-Jahre, mit denen jeder sich verwirklichen konnte, seine Ideen ausdrücken, persönlich und laut gleichzeitig sein konnte und erzählen, was einen bewegt.

Und das mit Collagen, mit ausgerissenen Schnipseln, fotokopiert und handgeschrieben, mit fetten, selbst gezogenen Balken, rauem Papier und ganz eigenem Editorial Design.

An dieser Ästhetik hat das Zürcher Studio Markus Kraft sich orientiert, als es Hä! 2012 nicht nur konzipierte, sondern auch gestaltete: ganz ohne Grit und meilenweit entfernt von dem berühmten Schweizer Stil.

Auf Tuchfühlung – und ohne Tabus

Als Gesundheitsmagazin für junge Leser:innen zwischen 16 und 25 Jahren hat Hä! gezeigt, wie man darüber auch sprechen kann. Dass man dafür kein medizinisch cleanes Design braucht und keinen glossy Style. Ganz im Gegenteil.

Denn Hä! erreichte seine Leder:innen mit einer Gestaltung, die zugänglich und vertrauenswürdig war, nah an ihnen dran und vertrauenswürdig. Und mit Texten des Journalisten und Texters Rainer Brenner, der die Leser:innen direkt ansprach und das mit gut recherchierten Texten und ohne Tabus.

In jeder Ausgabe wurde ein menschlicher Körperteil beleuchtet – und das im weitesten Sinne.

Apotheken, die sich was trauen

»Let’s talk about Sex!« hieß gleich die erste Ausgabe, andere fragten »Bin ich schön?«, dann um »Tattoos + Piercings«, um »Boobs« und den Penis, Rauchen, Drogen, Alkohol oder es wurde gefragt »Do you feel it?«

Auf den Weg gebracht haben Hä! die Rotpunkt Apotheken, ein Zusammenschluss unabhängiger Schweizer Apotheken, in deren Filialen es erhältlich war. 52 Ausgaben lang (2012-2024) haben sie unterstrichen, dass die Apotheke ein Ort für Gesundheit ist, niedrigschwellig, kompetent und für alle Fragen offen.

Und weil dieses Magazin so eine große Freude war, ist es als »Hä? Magazine – The Complete Collection« in Buchform erschienen. 1000 Seiten dick und in einer kleinen Auflage – und war sofort vergriffen.

Hier aber ein Einblick:

 

 

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Die 22. Pictoplasma kommt! › PAGE online


Im Mai findet die 22. Pictoplasma statt – mit spannenden Illustrator:innen, Artists, Designenden, mit Animations-Künstler:innen und vielen anderen Kreativen. Das Festival hat diesmal das Storytelling fest im Blick und wie immer auch die Community.

Die 22. Pictoplasma kommt! › PAGE online

Mehr als 20 Speaker, die ihre Arbeiten vorstellen, davon erzählen, was sie antreibt und inspiriert, dazu gibt es Panels und Diskussionen, Workshops, Jam-Sessions, Portfolio-Reviews mit Vertreter:innen wichtiger Studios und ein Podium, auf dem die Festival-Besucher:innen ihre Arbeit vorstellen können.

Dazu gibt es Partys, Come-Togethers und persönliche Round Tables – und über 100 Kurzfilme in sieben Screenings und mit Q&As der anwesenden Regisseur:innen und Animationsartists.

Das ist die 22. Pictoplasma Berlin, International Conference on Character Creativity.

Zohar Dvir: Butterfly Kiss

Coole Artists – und viel Storytelling

Ein Schwerpunkt ist in diesem Jahr das Storytelling, das Geschichten erzählen und welche Rolle Characters dabei spielen, aber auch, welche Geschichten sie selbst in sich tragen: als Ausdruck unserer Zeit und ihrer Paradigmen, Tools und Technologien.

Vom 7.-10. Mai 2026 findet das Festival erneut im Silent Green im Berliner Wedding statt, führt Illustration und Grafikdesign, Animation, Kunst, 3D-Design, Branding und Game-Design zusammen.

Auf der Konferenzbühne wechseln sich drei Tage lang spannende internationale Artists ab. Dazu gehört die mexikanische  Künstlerin Ilse Valfré und ihre unique »indie feminist«-Art, die französische Illustratorin Marylou Faure, die für Nike, Netflix, Apple, Coca-Cola und andere Brands mit ihren bolden und selbstbewussten Figuren überzeugt. Jun Ioneda, ein Brasilianer mit seinem Studio in Barcelona, lässt in seinem ganz eigenen Stil Science-Fiction, Queerness und japanische Einflüsse zusammenfließen, während die preisgekrönte Zohar Dvir in ihren Animationen immer wieder in andere Welten führt.

Auch bereits bekannte Gesichter sind dabei. Die Illustratorin und Cartoonistin Gemma Correll wird ein Update ihre Arbeit geben, in der sie mit einfachen Strichzeichnungen Situationen umwerfend komisch auf den Punkt bringt. Und auch Jack Sachs, Illustrator und 3D-Artist, der mit der Kombination aus Zeichnung und CGI eine ganz eigene Sprache entwickelt hat, die er beständig mit neuen Tools, mit Video, AR, Photogrammetrie oder Skulpturen erweitert.

Helga Stentzel: Laundrodog

Konferenz mit eigenem Market

Und darüber hinaus, wenn alle Talks gehört wurden und alle Diskussionen beendet sind, öffnet die Pictoplasma am Sonntag, den 10. Mai 2026 ihre Türen mit einem Character Market, auf dem Konferenzteilnehmer:innen und lokale Artists ihre Werke anbieten, Drucke und Keramik, Zines, Pins, Shirts, Gedrucktes und anderweitig hergestelltes.

Gleichzeitig ist die Pictoplasma-Ausstellung mit den Arbeiten ausgewählter Artists geöffnet und zudem wird das Animationsprogramm wiederholt.

Hier geht es zum Programm der Pictoplasma.

Ilse Valfré: Contecion

 



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