Künstliche Intelligenz

Qwen-Robot Suite: Alibabas neue KI lässt Roboter simulieren, bevor sie handeln


Im Februar 2026 hatte Alibaba mit Rynnbrain ein KI-Modell für Roboter vorgestellt, das diesen ein besseres Verständnis für ihre Umgebung sowie ein Erinnerungsvermögen geben soll. Jetzt folgen mit der Qwen-Robot Suite gleich drei KI-Modelle für den Bereich „Embodied AI“, also KI-Systeme, die mit einem physischen Körper in der realen Welt handeln können.

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Wie Alibaba mitteilt, besteht die Qwen-Robot Suite aus den Foundation-Modellen Qwen-Robot-Nav, Qwen-Robot-Manip und Qwen-Robot-World. Ziel ist es laut dem chinesischen Tech-Konzern, die Lücke zwischen reinen sprachlichen Anweisungen und der Erzeugung physikalischer Aktionen zu überbrücken. Letztlich also die Welt der großen Sprachmodelle mit der Robotik-KI zu verbinden.

Qwen-Robot-Nav soll den Robotern helfen, physische Räume zu verstehen und sich in ihnen zu bewegen. Qwen-Robot-World, eine Art Video-Weltmodell, soll es dann ermöglichen, dass Roboter vorhersagen oder vorab simulieren können, wie eine Handlung auf physischer Ebene abläuft, bevor sie diese dann in Angriff nehmen.

Für Qwen-Robot-Manip haben die Alibaba-Entwickler über 38.000 Stunden an Trainingsdaten aus Roboterdatensätzen und menschlichen Videos verwendet. Dieses KI-Modell soll dafür sorgen, dass unterschiedliche Arten von Robotern Greif- oder Manipulationsaufgaben, etwa Sortieren, Transportieren oder Zusammenbauen, mit Armen oder Händen durchführen können.

Noch steckt die KI-Robotik laut Alibaba in den Kinderschuhen. Aber das Ziel ist es, dass ein physischer KI-Agent überall hingehen, alles machen und vorhersehen kann, was als Nächstes kommt. Die Qwen-Robot Suite, so der Konzern, sei der erste Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel.

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Neben Alibaba arbeiten freilich weitere Konzerne daran, ähnliche Modelle und Roboter zu entwickeln, wie die South China Morning Post schreibt. Aktuell werden demnach Milliarden in den Sektor gepumpt. Zu den US-Konzernen mit großen KI-Robotik-Ambitionen gehören etwa Nvidia mit seinen KI-Plattformen Cosmos, Isaac und Groot und Google Deepmind mit dem Gemini-Robotcos-Projekt. Darüber hinaus gibt es etwa mit Physical Intelligence, Skild AI und Figure AI eine Reihe von Start-ups. In Deutschland gilt Neura Robotics als Vorreiter. Das Unternehmen ist unter anderem an einem Roboter-Trainingszentrum am Münchener Flughafen beteiligt.

Wann Alibaba die von seiner Forschungseinheit Tongyi Lab entwickelte Qwen-Robot Suite Entwicklern verfügbar macht, hat das Unternehmen nicht bekannt gegeben. Aktuell werden Pilottests mit ausgewählten Firmenkunden von Alibaba Cloud durchgeführt.

Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de erschienen.


(jle)



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