Künstliche Intelligenz
RAM: Plastik- statt Pappverpackung soll vor Betrug schützen
Der DRAM-Riegelhersteller Corsair tauscht bei einigen Arbeitsspeicher-Kits die Verpackung aus. Statt in einer Pappschachtel kommen sie künftig in durchsichtigem Kunststoff. Corsair reagiert damit auf Betrugsmaschen, die aufgrund der aktuellen Speicherkrise besonders lukrativ sind.
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Die neue Verpackung des Herstellers Corsair (unten vorn) im Vergleich mit der alten (oben hinten).
(Bild: Corsair)
Im Idealfall sehen Interessierte schon bei einem Kauf vor Ort, dass sich originale Riegel in der Verpackung befinden. Beim gängigeren Onlinekauf soll die Bauchbinde dagegen besser vor einer der gängigsten Betrugspraktiken schützen: Betrüger bestellen den Speicher, tauschen die Riegel aus und schicken das Päckchen dann wieder retour. Manche Händler prüfen Rücksendungen nur unzureichend und verkaufen sie anschließend erneut. Bisher hatten Corsair-Kits nur einen durchsichtigen runden Aufkleber, um eine Verpackung zu verschließen. Diese ließ sich öffnen, ohne den Aufkleber zu beschädigen. Die Bauchbinde reißt dagegen auf.
Vengeance macht den Start
Corsair stellt die Verpackungen laut Ankündigung bei allen Varianten seines DDR5-Arbeitsspeichers aus der Vengeance-Serie mit zwei Modulen um, einschließlich der normalen Versionen und der RGB-Varianten. Um den Umwelteinfluss etwas aufzufangen, betont der Hersteller die Verwendung von recyceltem Kunststoff.
Bis alle alten Kits mit der Pappverpackung abverkauft sind, könnte noch einige Zeit vergehen. Wer aktuell Corsair-Speicher bestellt, könnte noch die alte Ausführung erhalten.
Generell gilt gerade mehr denn je: Käufer sollten Speicherriegel genau inspizieren und nach dem Einbau die Spezifikationen auslesen. Das gängige Auslese-Tool CPU-Z zeigt im Reiter Memory die wichtigsten Daten an, darunter die Kapazität und die im BIOS eingestellten Frequenzen sowie Timings.
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(mma)