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Reddit-Werbung wie bei Google | OnlineMarketing.de


Das neue Ad Buying Tool Max Campaign von Reddit erinnert nicht nur dem Namen nach an Google, sondern kann die Ad Performance nachweislich und KI-gestützt optimieren, die Ad-Erstellung vereinfachen und die Marketing Black Box öffnen.

Reddit ist eine Go-to-Plattform für hunderte Millionen User. Viele wollen in der Community für Communities über Nischenthemen diskutieren, es geht aber auch um große Trends, brandaktuelle News und knifflige Fragen vom Gaming übers Heimwerken bis zum Dating. Deshalb ist die Plattform für die Tech-Welt so relevant, Google und OpenAI haben Deals mit Reddit, um deren User Content für das KI-Training nutzen zu können. Reddit selbst baut das eigene KI-Ökosystem sowie die Werbeoptionen seit Jahren massiv aus, um nach dem Börsengang das Umsatzwachstum anzukurbeln. Mit Erfolg: Im dritten Quartal 2025 verzeichnete das Unternehmen 585 Millionen US-Dollar, Umsatz ein Plus von 68 Prozent im Vorjahresvergleich. Auch die Zahl der täglich aktiven User wuchs deutlich, auf 116 Millionen.

Die Werbung soll – insbesondere angesichts eines Pushs für die KI-Suche auf der Plattform – künftig zum zentralen Baustein werden, um Reddit noch mehr Umsatz zu bescheren. Dabei unterstützt künftig die KI mehr denn je.


Reddit startet interaktive Ads im Feed:
„Running Man“ Game als Top of Funnel Experience

© Reddit

Reddits KI Buying Tool Max Campaign im Überblick

Werbung nimmt auf Reddit einen immer größeren Raum ein. Daher läuft die Plattform aber auch Gefahr, eine gewisse Werbemüdigkeit bei den Usern hervorzurufen. Das ist schließlich für die Advertiser problematisch, die auf möglichst starke Performance für ihre Kampagnen bauen. Deshalb hat Reddit Max Campaign eingeführt. Das KI-Tool soll sowohl das Targeting und die Budgetallokation als auch die Platzierung, Rotation und Creative-Auswahl der Ads automatisch steuern. Zunächst hat das Unternehmen die Option, die bereits an Optionen wie Advantage+ von Meta und Performance Max von Google erinnert, mit 600 Advertisern getestet. In einer Kampagne über 21 Tage sah ein Seller bei der Ad für einen neuen Schuh dank des Tools einen 37-prozentigen Abstieg des Cost per Click und insgesamt 27 Prozent mehr Klicks – ohne manuell auf die Kampagne zuzugreifen.

Bei allen Tests konnte Reddit einen Reduzierung des CPA um 17 Prozent und ein Plus von 27 Prozent bei den Conversions feststellen. Dabei ging es um 17 Split-Tests im Zeitraum von Juni bis August 2025, die klassische Kampagnen auf Reddit mit Max Campaign-Kampagnen verglichen. Jyoti Vaidee, VP of Ads Product bei Reddit, freut sich über die Neuerung und sagt:

New advertisers are coming to Reddit each day. Our goal is to make their experience as simple and insightful as possible. Max campaigns empower advertisers to launch high-performing ads in the right places on Reddit, while giving them insight into the audiences they’re reaching. We’re not just making ad management faster – we’re making it smarter and tailored to our community.

Mit Max Campaign können die Advertiser von der KI Vorschläge für ready-made Assets und Titel (inklusive Reddit-Sprache) erhalten – und das in weniger Schritten als je zuvor. Außerdem soll es bald noch AI-basiertes Video-Cropping für bessere Bewegtbild-Ads geben. Um eine Max Campaign zu erstellen, müssen Advertiser dasTraffic oder Conversions Objective auswählen, wenn sie eine Advanced Create-Kampagne nutzen.

Top Audience Personas als Alleinstellungsmerkmal

Max Campaign bietet Advertisern mit Top Audience Personas ein Unikat. Nur bei Reddit gibt es diese. Das Tool clustert die Audience in Personas und zeigt den Werbenden an, welche Gruppen mit ihren Ads interagieren und Interesse zeigen. Dafür greift Reddit auf die Insights aus der Kampagne und die Reddit Community Intelligence zurück, welche auf Basis von über 23 Milliarden Posts und Kommentaren Signale erstellt. Hier zeigt sich, wofür Reddit die User-Daten beim KI-Training einsetzt und als Monaterisierungsgrundlage fruchtbar macht.

Insights zu einer Kampagne im Max Campaign-Kontext, mit Top Audience Personas, © Reddit
Insights zu einer Kampagne im Max Campaign-Kontext, mit Top Audience Personas, © Reddit

Das Ad Buying Tool Max Campaigns wird derzeit für ausgewählte Advertiser ausgerollt. Die Reporting-Option für Top Audience Personas kommt in den nächsten Wochen dazu. Weitere Werbetreibende sollen in den kommenden Monaten ebenfalls Zugriff auf die Funktion erhalten. Dann kann Reddit das Umsatzwachstum noch stärker fokussieren. Aktuell hat die Plattform zumindest Momentum, denn viele User agieren auf der Plattform, teilweise auch, um dort menschliche Interaktionen zu finden, die auf vielen Social-Media-Plattformen mit KI-generierten Inhalte vermengt werden.


Warum Reddit TikTok überholt

– und die Gen Z wieder Menschen fragt

Reddit-Logo und -Schriftzug rot an Wand im Office
© Reddit, Inc. 2024





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E-Commerce: Wie KI-Agenten ab 2026 den Onlinehandel verändern werden


KI-Agenten, wie sie beispielsweise bei Amazon bereits im Einsatz sind, werden den E-Commerce in den nächsten Jahren laut Experteneinschätzungen prägen

Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz erreicht eine neue Stufe: KI-Agenten handeln nahezu autonom. 2026 werden die Verbraucher dem voraussichtlich erstmals begegnen: beim Einkauf.

Auf Europas Verbraucherinnen und Verbraucher kommt im Online-Handel 2026 eine größere Neuerung zu: Die Einführung von KI-Agenten, die weitgehend selbstständig Einkaufsaufträge, Urlaubsbuchungen und dergleichen erledigen können. „Wir werden nächstes Jahr den ersten Piloten sehen“, sagt Pascal Beij, Chief Commercial Officer beim Zahlungsdienstleiter Unzer. Vorbereitungen treffen unter anderem KI-Anbieter, große US-Technologiekonzerne, Kreditkartenunternehmen, aber auch Reise- und sonstige Online-Portale. „Das wird auf jeden Fall kommen.“

In der Tech-Branche wird die Weiterentwicklung „agentische KI“ genannt. Doch worin unterscheidet sich diese von der bisher üblichen generativen KI? Derzeit beantworten ChatGPT und andere KI-Modelle Fragen und erzeugen auf Anweisung ihrer Nutzer Text, Bild und Ton. Im Online-Einkauf sind die Funktionen bislang weitgehend auf die Beantwortung von Fragen und Hilfe bei der Produktsuche beschränkt.

KI-Agenten können nahezu autonom einkaufen

KI-Einkaufsagenten hingegen werden auch bestellen und bezahlen können, einschließlich zeitraubender Aufgaben. Ein Beispiel: die Planung eines Familienurlaubs mit Buchung von Flügen, Hotels und Zugfahrkarten. „Technisch wird das so funktionieren, dass der Nutzer seine Zahlungsdaten bei dem jeweiligen Unternehmen hinterlegen, aber immer das letzte „Go“ für die Freigabe der Zahlung geben muss“, sagt Beij.

GfK-Umfrage

KI-Agenten sind die Zukunft beim Einkaufen

Das Einkaufen wird sich noch stärker in Richtung innovativer Technologien und Künstlicher Intelligenz (KI) entwickeln. Das zeigt eine repräsentative Verbraucherumfrage des Marktforschungsunternehmens GfK im Auftrag des Kreditkartenanbieters Mastercard. Die Ergebnisse im Einzelnen.

Agentische KI könnte im Online-Handel demnach in drei bis fünf Jahren bereits einen Marktanteil von 20 bis 30 Prozent haben. „Ob und wer am Ende dominant wird, ist völlig unklar“, meint Beij. Ein Unternehmen, das seine Vorbereitungen abgeschlossen hat, ist eine internationale Großmacht in der Zahlungstechnologie: der vor allem als Herausgeber von Kreditkarten bekannte US-Konzern Visa. „In den USA haben wir bereits hunderte Transaktionen durchgeführt. In Deutschland und Europa wird das im Laufe des nächsten Jahres kommen“, sagt Deutschlandchef Tobias Czekalla.

Die nächste Revolution?

Er vergleicht die Neuerung mit dem Start des E-Commerce in den 1990er Jahren. „Jetzt stehen wir an der Schwelle der nächsten Revolution“, meint der Manager. „Das ist das erste Mal in der Geschichte, dass Maschinen für Menschen einkaufen.“ Der Mensch hat allerdings immer das letzte Wort: „Ist beispielsweise ein Zugticket oder ein Hotel plötzlich teurer geworden, werden die Kunden noch einmal darauf aufmerksam gemacht.“

Die Kundschaft ist skeptisch

In Umfragen sind viele Verbraucherinnen und Verbraucher jedoch bislang mehr als nur skeptisch. So sagten in einer Umfrage des Handelsforschungsinstituts IFH zwar 60 Prozent der Befragten, dass sie sich beim Einkaufen Unterstützung durch einen KI-Shoppingagenten vorstellen könnten. Nur neun Prozent würden der KI jedoch die komplette Kaufabwicklung inklusive Bezahlung überlassen.

Wollen Handel und Finanzbranche den KI-Einkaufsagenten zum Durchbruch verhelfen, müssen sie diese ablehnende Haltung überwinden. „Der Kernpunkt ist Vertrauen“, sagt Visa-Deutschlandchef Czekalla. „Die Kunden müssen wissen, dass das einfach, sicher und zuverlässig funktioniert.“

Vorbeugung gegen Manipulation

Dementsprechend treffen Visa und andere Anbieter umfangreiche sicherheitstechnische Vorkehrungen. Sowohl Verbraucher als auch Händler wollen überzeugt werden, dass die KI keinen Schindluder treibt. Visa etwa überprüft jeden KI-Agenten, wie Czekalla sagt. Und die Betreiber von Onlineshops und -portalen wollen sichergehen, dass hinter dem einkaufenden KI-Agenten wirklich ein Mensch steckt. „Durch den Austausch kryptografischer Schlüssel stellen wir sicher, dass keine bösartigen Bots am Werk sind.“

Der Einsatz agentischer KI wird naturgemäß nicht auf Einzelhandel oder Tourismus beschränkt bleiben. „Das eignet sich natürlich nicht nur für Privatkunden, sondern auch für das B2B-Geschäft von Unternehmen“, sagt Czekalla. In der IT-Fachwelt gilt als ausgemacht, dass KI-Agenten in Zukunft eine Fülle von Aufgaben auch in ganz anderen Branchen übernehmen werden, von der Produktionsplanung einer Fabrik bis zum Wertpapierhandel.

Eine Chance für den Mittelstand

Im Einzelhandel werden von der Entwicklung nach Einschätzung des Zahlungsdienstleisters Unzer keineswegs nur Großkonzerne profitieren. „Der Einsatz von Agentic KI bietet Mittelständlern die große Chance, ohne riesiges Werbebudget im Online-Handel gesehen zu werden“, sagt Beij.

„Dafür muss aber die Webseite für AI-getriebene Suchmaschinen optimiert werden: Die Produktbeschreibungen sollten sehr genau und detailliert sein. Je besser die Produktbeschreibung, desto leichter wird man gefunden.“ Auch die Bewertungen und die Beiträge auf Diskussionsforen wie Reddit flössen ein- „Objektivität wird eine größere Rolle spielen. KI kann damit im Einkauf wie eine Art Trust Pilot funktionieren.“

Zögerliche Händler könnten unter die Räder kommen

Die Entwicklung werde sowohl die Kunden- als auch die Handelsseite verändern, meint Bernd Ohlmann, Sprecher des Handelsverbands Bayern in München. „KI ist eine mega Chance, und zwar für kleine und auch große Unternehmen.“ Allerdings handelt es sich nach Ohlmanns Einschätzung um eine Chance, die besser nicht verpasst werden sollte: „Wer nicht auf den Zug aufspringt, der kann schnell unter die Räder kommen und Kunden und damit Umsätze verlieren.“

Schon jetzt hat Künstliche Intelligenz das Einkaufsverhalten verändert, Vergleichsportale und Suchmaschinen verlieren an Bedeutung. Die Umfrage des Handelsforschungsinstituts IFH Köln zeigt: Rund zwei Drittel der Verbraucher sehen Vorteile wie Zeitersparnis und bessere Empfehlungen in der Nutzung von KI-Chatbots. Knapp die Hälfte ist überzeugt, auf diesem Weg bessere Preise und Angebote zu finden.

KI-Anbieter als Einkaufsportale?

„Mit ChatGPT und Co. entstehen neue Wettbewerber, die die Produktsuche an sich ziehen und direkt in den Kauf umwandeln wollen“, sagt IFH-Fachmann Ralf Deckers. „Onlineshops geraten dadurch in die Rolle von Regalflächen, die auf der Suche nach Produkten lediglich abgeschritten werden.“ Die größte Hürde sieht Deckers im Hinterlegen der Zahlungsdaten: „Viele wollen der KI nicht das Portemonnaie in die Hand drücken, sondern die finale Kauf-Entscheidung selbst treffen.“ Die junge Generation ist nach einer Umfrage des Digitalindustrieverbands Bitkom jedoch weniger skeptisch: Demnach würden 43 Prozent der 16- bis 29-Jährigen die KI Einkäufe alleine erledigen lassen.



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Neuauflage eines Werbeklassikers: Rügenwalder macht Wilson Gonzalez Ochsenknecht zum neuen Wurst-Cowboy


Neben Wilson Gonzalez Ochsenknecht spielt Nura die zweite Hauptrolle in dem Rügenwalder-Film

Ein verwegener Cowboy, der in der Fleischerei alle Rügenwalder-Produkte aufkauft – damit schrieb Rügenwalder Mühle vor 30 Jahren Werbegeschichte. Zum Jubiläum interpretiert die Marke ihren Werbeklassiker gleich mit fünf Promis neu. Die veganen Produkte spielen dabei – trotz Veganuary – allerdings nur eine Nebenrolle.

Für Werbefans ist es ein ganz spezieller Genuss, den Original-Werbespot von 1996 mit der Neuinterpretation (Produktion: Kleine Brüder Filmproduktion) zu vergleichen. Kam damals der Rügenwalder-Cowboy noch mit dem Pferd zur Metzgerei geritten, um „alle“ (!) Rügenwalder-Produkte zu kaufen, ist es heute Wilson Gonzalez Ochsenknecht, der auf der E-Schwalbe vorfährt, um die kompletten Rügenwalder-Vorräte eines Späti zu plündern. Die Stullen-Party startet auch nicht mehr vor der ikonischen roten Mühle, sondern vor der neuen Rügenwalder-Kneipe. Und auch der Medienwandel hat seine Spuren hinterlassen: Das Kampagnen-Revival wird nicht im TV, sondern in Social Media gefeiert.

Auch nach 30 Jahren ist der klassische Spot für die Marke immer noch relevant, sagt Steffen Zeller, Chief Marketing Officer der Rügenwalder Mühle: „Der Reiter-Spot war damals ein bewusstes Investment in die Marke. Der Reiter hat die Rügenwalder Mühle nachhaltig geprägt. Pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum ist der Moment perfekt für die Rückkehr und zeigt: Wir kennen unsere Geschichte und gehen verantwortungsvoll, aber auch mit einem gewissen Augenzwinkern damit um.“

Tatsächlich sorgt gerade die Meme-Fähigkeit des Spots für die dauerhafte Relevanz der alten Kampagne auf Plattformen wie Tiktok, Reddit und Youtube. Der Original-Spot ist so über drei Generationen hinweg präsent – die Gen X kennt ihn aus dem Fernsehen, Millennials von Youtube-Compilations und Twitter-Memes, die Gen Z von Tiktok-Snippets. Zeller: „Jetzt geben wir dieser organischen Sehnsucht eine Antwort: das Revival, von dem niemand wusste, dass er oder sie darauf gewartet hat.“

Die Antwort erfolgt allerdings im Rahmen der breiter angelegten „Feierabend“-Kampagne, die mit der Reaktivierung des historischen „Feierabend“-Songs ebenfalls auf Werbenostalgie setzt. Während die TV-Kampagne nach wie vor die gewohnte ländliche Markenästhetik bedient, geht der neu interpretierte Reiter-Spot auch im Casting und im Look neue Wege.

Die von der Agentur Elbdudler kreierte Social-Media-Kampagne will nicht nur eine nostalgische Kopie, sondern eine selbstironische Neuinterpretation liefern, in der jedes Detail des Originals eine moderne Übersetzung findet. Juliana Buhse, Director Strategy bei Elbdudler: „Den Reiter-Spot in dieser Art neu zu inszenieren bedeutet: Nostalgie trifft Neuzeit und Vertical Storytelling trifft echte Markenarbeit. Kurz gesagt: Diese Kampagne ist aus der Community gedacht, aber für die Marke gemacht.“

„Feierabend, wie das duftet …“

Rügenwalder bringt Kult-Werbesong in neuer Markenkampagne zurück

Mit dem „Feierabend“-Lied hat die Rügenwalder Mühle in den 1990er Jahren deutsche Werbegeschichte geschrieben und für einen Dauer-Ohrwurm gesorgt. Nach über zehn Jahren steht das Lied jetzt erstmals wieder im Zentrum einer neuen Markenkampagne des Familienunternehmens.

Der Multi-Community-Cast rund um Wilson Gonzalez Ochsenknecht als Großstadtcowboy und Rapperin Nura soll Mainstream-Bekanntheit, Hip-Hop-Kredibilität und Social-Media-Reichweite verbinden: Neben Wilson Gonzalez Ochsenknecht und Nura sind die Content-Creator Carlo Sommer, Ben Bernschneider und Gio1Neun zu sehen.
Die kommunikative Strategie der Kampagne gliedert sich in drei Phasen: eine Teaser-Phase, die Veröffentlichung des Spots auf Instagram, Tiktok und Youtube sowie eine Content-Phase, in der die Mitglieder das Casts in ihren eigenen Communitys Inhalte produzieren. Gleichzeitig wird die reguläre Social-Media-Kommunikation während der Kampagne zurückgefahren, um die Aufmerksamkeit auf den neuen Reiter-Spot zu fokussieren. Neben der medialen Aktivierung setzt die Aktivierung auch auf Gewinnspiele am Point of Sale (POS). So können die Kunden und Kundinnen Feierabend-Merchandise gewinnen, das Wilson Gonzalez Ochsenknecht und Nura im Spot tragen.

Auffällig ist, dass die im Veganuary platzierte Kampagne komplett auf eine explizite Thematisierung der veganen Produkte verzichtet. Ochsenknecht nimmt zwar ausschließlich nur pflanzliche Produkte aus dem Späti mit, doch der Schwerpunkt der Kampagne liegt klar auf der Gemeinsamkeit der Freunde beim Genuss der Produkte. Das spiegelt zumindest teilweise die Entwicklung des veganen Gesamtmarkts in Deutschland wider, der 2025 schrumpfende Umsatzzahlen verdauen musste. Die alleinige Präsentation von veganen Produkten zum Veganuary ist 2026 offensichtlich nicht mehr ausreichend als Kaufargument.

Die Kampagne illustriert auch in anderer Hinsicht die Evolution des Unternehmens. Konnte Rügenwalder in der Vergangenheit sein Sortiment ausschließlich über die Fleischabteilungen des Lebensmittelhandels vertreiben, hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren stark in die Snacking-Kategorie investiert, um auch im Out-of-Home-Verzehr zu wachsen. Der Rügenwalder-Kauf spät abends im Kiosk ist für die Gen Z als Kernzielgruppe der Kampagne ein durchaus naheliegender Touchpoint zur Marke.

Für die Kampagne verantwortlich ist Hanna Biesemann, Digital & Social Media Managerin bei der Rügenwalder Mühle. Der Spot wurde zusammen mit den Agenturen Elbdudler (Konzept, Kreation und Social Media), PION3ERS (Media-Planung und -Strategie) sowie Serviceplan Neo (Influencer Management) und Serviceplan Culture (Brand & Culture-Kommunikation) realisiert.



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Dry January: Von der Enthemmung zur Ermächtigung


GenZ / Party / Feier / Getränke / IMAGO

Warum der Dry January mehr über unsere Gesellschaft verrät als über Alkohol und wie Marken das neue Bewusstsein der Konsumenten für sich nutzen können, erklärt Fridtjof Nicklas, Senior Research Lead und Stratege bei September Strategie & Forschung in seinem Gastbeitrag.



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