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Künstliche Intelligenz

Redmagic Astra Gaming-Tablet im Test: Snapdragon 8 Elite & 165-Hz-OLED-Display


Das Nubia Redmagic Astra überzeugt mit geballter Power dank Snapdragon 8 Elite. Zur hochwertigen Grafik trägt auch das 165-Hz-OLED-Display bei.

Mit dem Redmagic Astra liefert Hersteller Nubia ein ansprechendes Gaming-Tablet, das sich in Sachen Leistung nicht verstecken braucht. Mit bis zu 24 GB RAM und dem Snapdragon 8 Elite ist es bestens ausgestattet, um auch die anspruchsvollsten Games im Google Play Store abzuspielen. Wie es sich in der Praxis schlägt, zeigen wir im Test.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design

Das Gehäuse des Redmagic Astra überzeugt durch eine makellose Verarbeitung. Das Gaming-Tablet mit Vollaluminium-Gehäuse misst 9 Zoll (134,2 × 207 × 6,9 mm). Mit 370 g liegt es angenehm in der Hand und lässt sich sowohl einhändig hochkant als auch horizontal mit beiden Händen längere Zeit bequem verwenden.

Auf der Rückseite prangt das ins Gehäuse gefräste Redmagic-Logo. Wie es sich für ein Gaming-Gerät gehört, darf beim Redmagic Astra die bunte RGB-Beleuchtung nicht fehlen. Diese ist aber nur für die Augen der Mitmenschen bestimmt, da sie sich gänzlich auf der Rückseite des handlichen Tablets abspielt. Dank des eingelassenen Glasstreifens erhält man so Einblick auf das Gebläse, welches beim Zocken fröhlich vor sich hinleuchtet. Auch der Redmagic-Schriftzug blinkt wahlweise farblich auf.

Display

Das OLED-Display löst mit 2400 × 1504 Pixeln auf und hat eine Bildwiederholrate von stolzen 165 Hz, welche sich bei Bedarf auf 60 Hz herunterschrauben lässt. Ein Bildformat von 16:10 und eine Screen-to-Body-Ratio von 90 Prozent sorgen für wenig verschwendete Fläche. Das OLED-Display besticht zudem mit kräftigen Farben und einer Pixeldichte von knapp 313 PPI. Letztere macht sich vor allem beim Zocken und beim Schauen von Videos bemerkbar. Bilder wirken gestochen scharf, sodass man beispielsweise von der höheren Auflösung auf Youtube Gebrauch machen kann.

Die 165-Hz-Bildwiederholrate sorgt für flüssigere Animationen beim Spielen oder beim Navigieren des Tablets. Besonders bei actionreichen Spielen wie FPS bemerkt man hier schnell den Unterschied.

Mit 1100 Nits bietet das OLED-Display ausreichend Helligkeit, um auch außerhalb der eigenen vier Wände problemlos in den mobilen Gaming-Genuss kommen zu können. Dank Widevine-L1-Zertifizierung streamt man über den Bildschirm bei Anbietern wie Netflix mit Full-HD oder 4K. Nach IP54 ist das Display gegen Staub und Spritzwasser geschützt und daher problemlos unterwegs verwendbar.

Kamera

Die Kameras des Gaming-Tablets sind wie zu erwarten mehr als schmückendes Beiwerk zu verstehen. Die 9-MP-Frontkamera kann man durchaus für Videocalls verwenden, Selfies werden aber tagsüber schon bei leicht trübem Wetter super krisselig. Mit der 13-MP-Rückkamera ist es nicht viel besser. Sie bietet verwaschene Farben und Pixel, die man fast schon mit bloßem Auge zählen kann. Hier erwarten wir aber auch nicht mehr. Für das Abfotografieren von Dokumenten ist sie vollkommen in Ordnung.

Ausstattung

In Sachen Performance tischt das Redmagic Astra ordentlich auf: Mit 16 GB LP5DDRT RAM in unserem Testgerät (bis zu 24 GB sind möglich) und dem Qualcomm Snapdragon 8 Elite ist das Gaming-Tablet perfekt ausgestattet, um auch grafisch aufwendige Mobile Games zu spielen. Die CPU erbringt dabei eine Leistung von maximal 4,32 GHz. Unterstützt wird der Prozessor vom Redcore-R3-Pro-Gaming-Chip, der vor allem während des Zockens zum Einsatz kommt. Unter Last wird das Tablet trotz versprochener Non-plus-ultra-Kühlung ganz schön warm und der Lüfter surrt hörbar vor sich her. Beim Zocken hört man diesen nicht, in einer ruhigeren Umgebung (wenn man etwa ohne Sound spielt) macht er sich dann doch bemerkbar.

Die geballte Leistung des Gaming-Tablets spiegelt sich auch in unseren Benchmarks wider (Modell 16/512 GB): In PCMark Work 3.0 Performance erzielt das Astra 28.830 Punkte und kommt damit mit so ziemlich allen alltäglichen Aufgaben wie im Internet surfen, Texte schreiben, Videokonferenzen und Fotos bearbeiten problemlos klar. Beim Gaming-zentrierten Benchmark-Programm 3DMark erzielt das Tablet ebenfalls Top-Werte. Hier lassen wir Wildlife Extreme laufen, in welchem es insgesamt 6874 Punkte erzielt. In beiden Benchmarks ist es das leistungsstärkste von uns bisher getestete Tablet.

Für das Redmagic Astra stehen drei Varianten in zwei verschiedenen Farben zur Auswahl, wobei sich hier immer nur die Anzahl an RAM (12 GB, 16 GB oder 24 GB) und Speicherplatz (256 GB, 512 GB oder 1 TB) ändert. Der Prozessor bleibt bei allen Varianten der gleiche.

Der USB 3.2 Gen 2 Anschluss hat eine zeitgemäße Übertragungsgeschwindigkeit von 10 GB/s sowie Displayport-Unterstützung. Für die drahtlose Verbindung stehen Bluetooth 5.4 und Wi-Fi 6 zur Verfügung. Die Möglichkeit, das Gerät mit einer SIM-Karte zu betreiben, gibt es nicht.

Die zwei Stereo-Lautsprecher mit DTS:X-Unterstützung erzeugen einen ordentlichen, klaren Klang, der beim Videostreaming und Zocken überzeugt.

Software

Das Redmagic Astra kommt mit dem Redmagic 10 OS, basierend auf Android 15 und einem Update-Support von fünf Jahren. Ein Update von Android 15 auf 16 ist also zu erwarten. Zum Testzeitpunkt Anfang Januar 2026 läuft es jedoch noch unter Android 15.

Die Benutzeroberfläche ist nahe an Stock-Android und navigiert flüssig. Einen App-Drawer gibt es ebenfalls. Zu den vorinstallierten Apps zählen Booking.com, die Google Suite, Tiktok, Private Space, WPS Office, Inspired Wallpaper, Facebook, ein eigener Browser und Phone Switch. Hinter Private Space verbirgt sich ein Verschlüsselungsprogramm, um sensible Daten und Dateien zu sichern. Goper ist indes ein Tool, um Nubia-spezifische (Hersteller des Redmagic Astra) Peripherien mit dem Gaming-Tablet zu verbinden oder den Bildschirm des Astra auf ein anderes Endgerät zu casten.

Die App Gaming-Space aktiviert man hingegen über den roten Schalter, getauft Magic Key, oben auf dem Tablet. Im Gaming-Space konfiguriert man unter anderem die Leistung des Tablets pro Spiel. Bei rechenintensiven Spielen kann es sich beispielsweise lohnen, die Performance des Prozessors manuell auf das Maximum zu setzen, wenn man Performance-Einbrüche feststellt. Gleiches gilt für die Stärke des Lüfters. Eine komplett unerwartete Funktion ist das Anime-Maskottchen, welches man ebenfalls hier aktiviert. Nach der Aktivierung macht es sich die Dame im Schulmädchen-Outfit prompt auf der Benutzeroberfläche bequem und lässt immer mal wieder einen Kommentar raus. Wer es mag.

Akku

Der 8200-mAh-Akku erzielt im Benchmark Work 3.0 Battery Life von PCMark etwas mehr als sechs Stunden. Im Alltag kommt man damit locker über einen Tag, bis zu einer Woche sogar bei sehr geringer Nutzung. Beim Zocken entleert sich der Akku dann doch etwas schneller. Je nachdem, wie anspruchsvoll das Spiel ist, kommt man so auf eine Spielzeit zwischen vier und fünf Stunden. Mit ausgeschalteter RGB-Beleuchtung und gedrosselter Leistung über den Gaming-Space lässt sich so sicherlich noch etwas mehr aus dem Akku herausholen. Geladen wird mit bis zu 80 Watt, ein Netzteil ist jedoch nicht inkludiert. Mit einem 15-Watt-Netzteil laden wir das Redmagic Astra in etwas über einer Stunde von 60 auf 100 Prozent.

Preis

In den Farbvarianten Starfrost und Eclipse mit 16/512 GB kostet das Nubia Redmagic Astra 659 Euro. Für 519 Euro bekommt man das Redmagic Astra mit 12/256 GB in Starfrost. Für 819 Euro bekommt man das Gaming-Tablet hingegen mit 24 GB RAM und 1 TB Speicherplatz.

Fazit

Mit dem Nubia Redmagic Astra für 659 Euro bekommt man ein starkes Gaming-Tablet, das nicht nur ordentlich Leistung erbringt, sondern auch schick und hochwertig aussieht. Das OLED-Display mit 165 Hz liefert kräftige und kristallklare Bilder, während der Snapdragon 8 Elite sowohl mit modernen und anspruchsvollen FPS als auch mit MMOs problemlos klarkommt. Der Gaming-Space ermöglicht eine flexible, auf das Spiel angepasste Konfiguration der Prozessorleistung. Weitere Features wie die RGB-Beleuchtung sind nette Spielereien, können aber ausgeschaltet werden, was vor allem dem 8200-mAh-Akku zugutekommen dürfte. Dieser liefert bei alltäglichen Aufgaben eine gute Performance, hält unter Last allerdings nur zwischen 4 und 5 Stunden durch.

Wer bereit ist, die 659 Euro auszugeben, bekommt ein super performantes und hochwertiges Gaming-Tablet, auf dem es sich auch prima im Alltag surft und streamt.



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Missing Link: Digitaler Neustart des Sozialstaats soll Zettelwirtschaft beenden


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Deutschland leistet sich einen der umfassendsten Sozialstaaten der Welt. Doch das System droht unter seiner eigenen Last zu erstarren. Viele Bürger blicken kaum noch durch, welche Leistungen ihnen in welcher Lebenslage zustehen; die Sachbearbeiter in den Behörden arbeiten an der Grenze ihrer Belastbarkeit. Das Sozialstaatsgebilde ist über Jahrzehnte organisch gewachsen und hat dabei eine Komplexität erreicht, die nicht nur für die Betroffenen frustrierend ist, sondern auch zu massiven Effizienzverlusten führt. In dieser angespannten, durch den Fachkräftemangel in der Verwaltung verschärften Lage hat die im September 2025 eingesetzte Kommission zur Sozialstaatsreform (KSR) vor Kurzem ihren Abschlussbericht vorgelegt.

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Das Gremium, das mit Vertretern der Bundesressorts, Länder und kommunalen Spitzenverbände besetzt ist, verstand seinen Auftrag als Weckruf für einen „digitalen Neustart“. Es geht also nicht nur ums Nachjustieren an bestehenden Gesetzen, sondern um eine fundamentale Neuausrichtung.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) fasst die Ambition so zusammen: „Unser Sozialstaat muss gerechter, einfacher und digitaler werden. Dafür hat die Sozialstaatskommission ein ambitioniertes Paket an Empfehlungen vorgelegt, um die Sozialverwaltung und das Sozialrecht bürgerfreundlicher zu gestalten.“ Ziel ist es, den Sozialstaat als handlungsfähige Institution erlebbar zu machen, die Menschen im Alltag unterstützt, statt sie durch bürokratische Hürden zu entmutigen.

Bisher galt Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung oft als ein nachgelagertes Projekt, eine Art Sahnehäubchen auf bestehenden analogen Prozessen. Die KSR bricht mit dieser Logik und widmet der digitalen Organisation in dem Report ein eigenes, zentrales Kapitel. Sie sieht digitale Verfahren nicht mehr als ergänzendes Modernisierungsprojekt, sondern als Bedingung für effizientere Abläufe. Ohne einen technologischen Sprung wird das soziale Schutzniveau angesichts schrumpfender personeller Ressourcen in den Behörden schlicht nicht zu halten sein.

Das Herzstück der skizzierten Transformation ist die konsequente „Ende-zu-Ende-Digitalisierung“ der Antrags- und Verwaltungsverfahren. Aktuell ist die Sozialverwaltung durch eine stark fragmentierte IT-Landschaft mit zahllosen Fachverfahren geprägt, die kaum miteinander kommunizieren.

Um dieses Manko zu beseitigen, schlägt die Kommission den Einsatz des auch anderweitig bereits viel diskutierten Deutschland-Stack vor: einer technisch souveränen Technologieplattform, die einheitliche Standards und Schnittstellen für alle staatlichen Anwendungen vorgibt. Sie soll modulare Basisdienste wie Cloudleistungen, Authentifizierungsdienste und eine bidirektionale Postfachfunktion bereitstellen. Diese müssten Bund, Länder und Kommunen gleichermaßen verwenden.

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Für die Bürger soll sich der Zugang zum Sozialstaat radikal vereinfachen. Anstatt sich durch einen Dschungel aus verschiedenen Ämtern und Webseiten zu kämpfen, wird dem Bericht nach ein einziges digitales Zugangsportal zur wesentlichen Anlaufstelle. Über dieses Portal sollen sämtliche Interaktionen abgewickelt werden – von der Information über mögliche Ansprüche über die Antragstellung bis zum Abruf von Bescheiden. Perspektivisch könnten darüber sogar Leistungen ausgezahlt werden. Dieses One-Stop-Shop-Prinzip soll durch eine Anschluss- und Nutzungspflicht für alle föderalen Ebenen verbindlich abgesichert werden.

Dabei geht es um mehr als eine schicke Benutzeroberfläche. Die Kommission fordert die Umsetzung des Once-only-Prinzip. Das bedeutet: Wenn Daten einmal bei einer Behörde hinterlegt sind, müssen sie nicht bei jedem Folgeantrag erneut eingereicht werden. Nicht die Bürger sollen laufen, sondern die Bits und Bytes: die Behörden tauschen die benötigten Informationen im Hintergrund untereinander aus.

Ein zentraler Hebel dafür ist die Nutzung der steuerlichen Identifikationsnummer (Steuer-ID) als registerübergreifendes Identitätsmerkmal. Nur damit lässt sich laut der KSR sicherstellen, dass Personen über verschiedene Systeme hinweg eindeutig zugeordnet werden können. Das sei die Basis für automatisierte Prozesse.

Doch ein solcher Ansatz ist für Datenschützer seit Langem ein rotes Tuch. Bereits mit dem Registermodernisierungsgesetz sei die Steuer-ID zu einer Identifikations- und Bürgernummer für allgemeine Zwecke außerhalb der Finanzverwaltung geworden, monierte etwa der damalige Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber 2023. Schon dies komme der Einführung eines bereichsübergreifenden Personenkennzeichens gleich, was das Bilden von Profilen „übermäßig“ erleichtere und so „den besonders geschützten geistigen Innenraum“ der Bürger gefährde. Es gebe keine hinreichenden Hürden, um Missbrauch effektiv zu verhindern.

2021 waren etwa auch Forscher, Sachverständige und Bürgerrechtler gegen die Registerreform Sturm gelaufen. Mit dem KSR-Vorstoß könnte diese an sich schon verfassungsrechtlich kritische Situation deutlich verschärft werden.

Ein anderer kontroverser Punkt ist der empfohlene verstärkte Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Automatisierung in der Verwaltung. Die KSR rät, rein regelgebundene Prozesse ohne Ermessensspielraum weitestgehend automatisiert ablaufen zu lassen.

Was soll da schon schiefgehen? Die niederländischen Behörden wollten mit einem System zur automatisierten Risikoerkennung schon einmal herausfinden, ob und welche Bürger den Staat möglicherweise betrügen, indem sie zu Unrecht Wohngeld, Arbeitslosengeld oder sonstige Sozialleistungen beziehen, Steuerbetrug begehen oder schwarzarbeiten. Mit dieser „System Risk Indication (SyRI)“ errichteten die Niederlande nach Ansicht des UN-Sonderbeauftragten für extreme Armut und Menschenrechte, Philip Alston, einen „Überwachungsstaat für die Armen“. Er unterstützte daher eine Klage von Menschenrechtsgruppen und betroffener Bürger gegen dieses gesellschaftliche Scoring-Verfahren.

In komplexeren Fällen, in denen Ermessensentscheidungen zu treffen sind, soll KI die Sachbearbeiter laut der KSR daher nur unterstützen. Die endgültige Entscheidung müsse hier stets in menschlicher Hand verbleiben, verlangt sie. Dies würde Kapazitäten freisetzen, damit sich die Beschäftigten in den Behörden wieder intensiver um die individuelle Beratung und Begleitung kümmern könnten.

Ein weiterer wichtiger Baustein in der technologischen Vision der Kommission ist die Integration der European Digital Identity Wallet (EUDI), die ab 2027 europaweit zur Verfügung stehen soll. Diese digitale Brieftasche auf dem Smartphone soll weit mehr sein als ein bloßer Ersatz für den Personalausweis. Die Kommission pocht darauf, zentrale Nachweise systematisch für die Bereitstellung über die EUDI-Wallet aufzubereiten, um Identifikation und Nachweiserbringung zu einem integrierten Bestandteil staatlicher Verfahren zu machen.

Als konkreten ersten Schritt schlagen die Experten vor, den Schwerbehindertenausweis zu digitalisieren und so zu gestalten, dass er den EUDI-Anforderungen entspricht. Dafür soll der Bund zeitnah eine rechtliche Grundlage schaffen. Aus technischer Sicht bietet die EUDI-Wallet die Chance, das Once-only-Prinzip auf ein neues Level zu heben. Anstatt Dokumente einzuscannen oder mühsam per Post zu versenden, könnten Bürger benötigte Nachweise direkt aus ihrer Wallet gesichert an die Sozialbehörden übermitteln.

Doch hier droht Widerstand von Bürgerrechtsorganisationen. Die American Civil Liberties Union (ACLU), der Electronic Frontier Foundation (EFF) und Epicenter.works erheben schon jetzt schwere Vorwürfe gegen die geplante EUDI-Implementierung. Sie befürchten, dass ausstellende Behörden prinzipiell in der Lage sein könnten, jede Nutzung der digitalen Identität nachzuverfolgen. Eine solche „Phone-Home-Funktion“ müsse zwingend ausgeschlossen werden, unterstreichen die Vertreter der Zivilgesellschaft. Es dürfe keinen Akteur geben, der Interaktionen zentral beobachten und Informationen aus E-Government, Bankgeschäften oder Logins bei sozialen Netzwerken verknüpfen könne.

Dazu kommt der Vorwurf von Epicenter.works, die EU-Kommission versuche eine lebenslange Personenkennziffer „durch die Hintertür“ einzuführen. Obwohl sich der Gesetzgeber eigentlich gegen eine „eindeutige und dauerhafte Kennung“ bei Online-Brieftaschen entschieden hatte, scheine die Brüsseler Regierungsinstitution diesen Ansatz bei der Umsetzung der Verordnung immer wieder aufzugreifen.



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#TGIQF: Das Quiz rund um die MIR


Vor 40 Jahren begann der Aufbau der Mir: die sowjetische Raumstation, die als direkter Vorgänger der ISS gilt. Zwar hatten die Sowjets sowie die Amerikaner bereits vorher Erfahrungen im Hinblick auf Raumstationen gesammelt, aber die Mir war im Vergleich zu den Vorgängerprojekten die mit Abstand größte und langlebigste Raumstation.

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In ihren 15 Jahren Betriebszeit war die Mir unverzichtbar für die Weltraumforschung, außerdem wurde ihr Erhalt ein Projekt des Glasnost. Als die Sowjetunion zusammenbrach, rauften sich einstige Feinde zusammen: Der Betrieb wurde mit Geldern der USA aufrechterhalten.


#TGIQF: Das heise-online-Quiz

#TGIQF: Das heise-online-Quiz

„Thank God It’s Quiz Friday!“ Jeden Freitag gibts ein neues Quiz aus den Themenbereichen IT, Technik, Entertainment oder Nerd-Wissen:

Ohne die Mir wäre die ISS in der heutigen Form nicht möglich gewesen. Die Langzeitstation brachte viele Erkenntnisse, die man mit temporären Stationen nicht hätte sammeln können. So stellte sich heraus, dass Stellen, die man nicht genug reinigen kann und die auch kein Luftzug erreicht, Nester für Bakterien werden, die die meisten Materialien angreifen und die letzten Jahre die Mir äußerst störanfällig machten. Im Bau der ISS berücksichtigte man diese Bakterienherde, indem man antibakterielle Stoffe einsetzte und für mehr Luftbewegung sorgte.

Zudem war die Mir auch nicht auf 15 Jahre ausgelegt. Wie lange sollte sie denn im All bleiben? Das wollen wir von Ihnen wissen in unserem Raumstationen-Quiz mit Schwerpunkt Mir. Ein paar geschichtliche Fragen zu Raumstationen sind auch noch dabei.

In dieser Woche stellte Moderatorin Anna Bicker in der Langzeitbesatzung der #heiseshow drei Fragen vorab: Dr. Volker Zota und Malte Kirchner waren vergnügt, aber nicht orbitfest in den nicht tippfehlersicheren Antworten. 

Sie können in Ruhe in 10 Fragen maximal 100 Punkte erreichen. Die Punktzahl kann gern im Forum mit anderen Mitspielern verglichen werden. Halten Sie sich dabei aber bitte mit Spoilern zurück, um anderen Teilnehmern nicht die Freude am Quiz zu verhageln. Lob und Kritik sind wie immer gern gelesen.

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Bleiben Sie zudem auf dem Laufenden und erfahren Sie das Neueste aus der IT-Welt: Folgen Sie uns bei Mastodon, auf Facebook oder Instagram. Und schauen Sie auch gern beim Redaktionsbot Botti vorbei.

Und falls Sie Ideen für eigene Quizze haben, schreiben Sie einfach eine Mail an den Quizmaster, aka Herr der fiesen Fragen.


(mawi)





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KI in Unternehmen: Tausende Chefs sehen noch keinen Effekt


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Zahlreiche Führungskräfte sehen nach wie vor keine messbaren Auswirkungen durch den Einsatz von KI in ihren Unternehmen, wie aus einer Studie der wirtschaftswissenschaftlichen Nonprofit-Forschungseinrichtung National Bureau of Economic Research (NBER) aus den USA hervorgeht. Demnach hätten befragte Unternehmen von geringen Auswirkungen der KI in den letzten drei Jahren berichtet – und über 80 Prozent hätten gar keine Auswirkungen auf die Beschäftigung oder Produktivität festgestellt.

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Dennoch bleibt die Erwartung, dass sich das Investment in KI lohnt: Im Schnitt erwarteten die Befragten, dass der KI-Einsatz in den nächsten drei Jahren einen Produktivitätsgewinn von 1,4 Prozent bringen dürfte. Maßstab für Produktivität ist dabei der Umsatz pro Mitarbeiter. Ebenso gehen sie in davon aus, weniger Beschäftigte zu brauchen – die Mitarbeiterzahl solle um rund 0,7 Prozent sinken. Das entspreche in Summe der in der Umfrage erfassten Firmen rund 1,75 Millionen weniger Stellen. Befragt wurden für die Studie rund 6000 CEOs, Finanzchefs und weitere Führungskräfte aus den USA, Großbritannien, Deutschland und Australien.

Bei der Frage, wie sich KI auf die Jobs auswirkt, habe sich auch eine deutliche Diskrepanz gezeigt. Befragungen mit Mitarbeitern hätten ergeben, dass diese wegen KI eher einen Anstieg der Beschäftigung erwarten – um rund 0,5 Prozent in den nächsten Jahren.

Im Schnitt komme KI in 70 Prozent der Unternehmen bereits zum Einsatz. Dabei lagen die USA mit 78 Prozent vorn, danach Großbritannien mit 71 Prozent, Deutschland mit 65 Prozent und Australien mit 59 Prozent. Von den befragten Führungskräften nutzten etwas mehr als zwei Drittel regelmäßig KI, im Schnitt 1,5 Stunden pro Woche. Ein Viertel gab an, KI überhaupt nicht zu nutzen. Häufigstes Anwendungsszenario sind Sprachmodelle für die Texterstellung (41 Prozent). Darauf folgen für 30 Prozent die Datenverarbeitung via Machine Learning oder die Erstellung visueller Inhalte.

Zuletzt hatte eine ganze Reihe von Studien ähnlich ernüchternde Ergebnisse vorgelegt. Messbarer Wert durch die KI-Einführung sei bei der Mehrheit der Unternehmen bislang noch nicht angekommen, wie Analysen von Deloitte, PwC und BCG ergeben hatten. Rund 12 Prozent der befragten Unternehmen hätten bislang Kosteneinsparungen und Wertzuwachs damit erzielt, stellte etwa PwC fest.

Es gibt allerdings auch andere Stimmen. Ein Arbeitspapier der Europäischen Investitionsbank (EIB) legt etwa nahe, dass die Nutzung von künstlicher Intelligenz die Produktivität von Unternehmen in der EU um rund vier Prozent steigert. Vor allem profitierten große Firmen davon.

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Auf Seiten der KI-Anbieter scheint man nach wie vor zuversichtlich, eine große Revolution der Arbeitswelt anzuführen. Microsofts KI-Chef Mustafa Suleyman zum Beispiel wagte kürzlich in einem Interview die Prognose, dass in 18 Monaten ein Großteil der Bürojobs durch KI ersetzt sein werde. Ob das eintrifft, bleibt abzuwarten. Sicher ist aber, dass die großen Techkonzerne hochfliegende Narrative brauchen, um ihre auf mehrere hundert Milliarden US-Dollar geschätzten Investitionen in KI-Rechenzentren auch rechtfertigen zu können. Zuletzt hatte die Börsen jedenfalls relativ nervös auf die Ankündigung großer Ausgaben reagiert.


Update

20.02.2026,

16:11

Uhr

Quellenangabe für Arbeitspapier der EIB präzisiert.


(axk)



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