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Redmagic Astra Gaming-Tablet im Test: Snapdragon 8 Elite & 165-Hz-OLED-Display


Das Nubia Redmagic Astra überzeugt mit geballter Power dank Snapdragon 8 Elite. Zur hochwertigen Grafik trägt auch das 165-Hz-OLED-Display bei.

Mit dem Redmagic Astra liefert Hersteller Nubia ein ansprechendes Gaming-Tablet, das sich in Sachen Leistung nicht verstecken braucht. Mit bis zu 24 GB RAM und dem Snapdragon 8 Elite ist es bestens ausgestattet, um auch die anspruchsvollsten Games im Google Play Store abzuspielen. Wie es sich in der Praxis schlägt, zeigen wir im Test.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design

Das Gehäuse des Redmagic Astra überzeugt durch eine makellose Verarbeitung. Das Gaming-Tablet mit Vollaluminium-Gehäuse misst 9 Zoll (134,2 × 207 × 6,9 mm). Mit 370 g liegt es angenehm in der Hand und lässt sich sowohl einhändig hochkant als auch horizontal mit beiden Händen längere Zeit bequem verwenden.

Auf der Rückseite prangt das ins Gehäuse gefräste Redmagic-Logo. Wie es sich für ein Gaming-Gerät gehört, darf beim Redmagic Astra die bunte RGB-Beleuchtung nicht fehlen. Diese ist aber nur für die Augen der Mitmenschen bestimmt, da sie sich gänzlich auf der Rückseite des handlichen Tablets abspielt. Dank des eingelassenen Glasstreifens erhält man so Einblick auf das Gebläse, welches beim Zocken fröhlich vor sich hinleuchtet. Auch der Redmagic-Schriftzug blinkt wahlweise farblich auf.

Display

Das OLED-Display löst mit 2400 × 1504 Pixeln auf und hat eine Bildwiederholrate von stolzen 165 Hz, welche sich bei Bedarf auf 60 Hz herunterschrauben lässt. Ein Bildformat von 16:10 und eine Screen-to-Body-Ratio von 90 Prozent sorgen für wenig verschwendete Fläche. Das OLED-Display besticht zudem mit kräftigen Farben und einer Pixeldichte von knapp 313 PPI. Letztere macht sich vor allem beim Zocken und beim Schauen von Videos bemerkbar. Bilder wirken gestochen scharf, sodass man beispielsweise von der höheren Auflösung auf Youtube Gebrauch machen kann.

Die 165-Hz-Bildwiederholrate sorgt für flüssigere Animationen beim Spielen oder beim Navigieren des Tablets. Besonders bei actionreichen Spielen wie FPS bemerkt man hier schnell den Unterschied.

Mit 1100 Nits bietet das OLED-Display ausreichend Helligkeit, um auch außerhalb der eigenen vier Wände problemlos in den mobilen Gaming-Genuss kommen zu können. Dank Widevine-L1-Zertifizierung streamt man über den Bildschirm bei Anbietern wie Netflix mit Full-HD oder 4K. Nach IP54 ist das Display gegen Staub und Spritzwasser geschützt und daher problemlos unterwegs verwendbar.

Kamera

Die Kameras des Gaming-Tablets sind wie zu erwarten mehr als schmückendes Beiwerk zu verstehen. Die 9-MP-Frontkamera kann man durchaus für Videocalls verwenden, Selfies werden aber tagsüber schon bei leicht trübem Wetter super krisselig. Mit der 13-MP-Rückkamera ist es nicht viel besser. Sie bietet verwaschene Farben und Pixel, die man fast schon mit bloßem Auge zählen kann. Hier erwarten wir aber auch nicht mehr. Für das Abfotografieren von Dokumenten ist sie vollkommen in Ordnung.

Ausstattung

In Sachen Performance tischt das Redmagic Astra ordentlich auf: Mit 16 GB LP5DDRT RAM in unserem Testgerät (bis zu 24 GB sind möglich) und dem Qualcomm Snapdragon 8 Elite ist das Gaming-Tablet perfekt ausgestattet, um auch grafisch aufwendige Mobile Games zu spielen. Die CPU erbringt dabei eine Leistung von maximal 4,32 GHz. Unterstützt wird der Prozessor vom Redcore-R3-Pro-Gaming-Chip, der vor allem während des Zockens zum Einsatz kommt. Unter Last wird das Tablet trotz versprochener Non-plus-ultra-Kühlung ganz schön warm und der Lüfter surrt hörbar vor sich her. Beim Zocken hört man diesen nicht, in einer ruhigeren Umgebung (wenn man etwa ohne Sound spielt) macht er sich dann doch bemerkbar.

Die geballte Leistung des Gaming-Tablets spiegelt sich auch in unseren Benchmarks wider (Modell 16/512 GB): In PCMark Work 3.0 Performance erzielt das Astra 28.830 Punkte und kommt damit mit so ziemlich allen alltäglichen Aufgaben wie im Internet surfen, Texte schreiben, Videokonferenzen und Fotos bearbeiten problemlos klar. Beim Gaming-zentrierten Benchmark-Programm 3DMark erzielt das Tablet ebenfalls Top-Werte. Hier lassen wir Wildlife Extreme laufen, in welchem es insgesamt 6874 Punkte erzielt. In beiden Benchmarks ist es das leistungsstärkste von uns bisher getestete Tablet.

Für das Redmagic Astra stehen drei Varianten in zwei verschiedenen Farben zur Auswahl, wobei sich hier immer nur die Anzahl an RAM (12 GB, 16 GB oder 24 GB) und Speicherplatz (256 GB, 512 GB oder 1 TB) ändert. Der Prozessor bleibt bei allen Varianten der gleiche.

Der USB 3.2 Gen 2 Anschluss hat eine zeitgemäße Übertragungsgeschwindigkeit von 10 GB/s sowie Displayport-Unterstützung. Für die drahtlose Verbindung stehen Bluetooth 5.4 und Wi-Fi 6 zur Verfügung. Die Möglichkeit, das Gerät mit einer SIM-Karte zu betreiben, gibt es nicht.

Die zwei Stereo-Lautsprecher mit DTS:X-Unterstützung erzeugen einen ordentlichen, klaren Klang, der beim Videostreaming und Zocken überzeugt.

Software

Das Redmagic Astra kommt mit dem Redmagic 10 OS, basierend auf Android 15 und einem Update-Support von fünf Jahren. Ein Update von Android 15 auf 16 ist also zu erwarten. Zum Testzeitpunkt Anfang Januar 2026 läuft es jedoch noch unter Android 15.

Die Benutzeroberfläche ist nahe an Stock-Android und navigiert flüssig. Einen App-Drawer gibt es ebenfalls. Zu den vorinstallierten Apps zählen Booking.com, die Google Suite, Tiktok, Private Space, WPS Office, Inspired Wallpaper, Facebook, ein eigener Browser und Phone Switch. Hinter Private Space verbirgt sich ein Verschlüsselungsprogramm, um sensible Daten und Dateien zu sichern. Goper ist indes ein Tool, um Nubia-spezifische (Hersteller des Redmagic Astra) Peripherien mit dem Gaming-Tablet zu verbinden oder den Bildschirm des Astra auf ein anderes Endgerät zu casten.

Die App Gaming-Space aktiviert man hingegen über den roten Schalter, getauft Magic Key, oben auf dem Tablet. Im Gaming-Space konfiguriert man unter anderem die Leistung des Tablets pro Spiel. Bei rechenintensiven Spielen kann es sich beispielsweise lohnen, die Performance des Prozessors manuell auf das Maximum zu setzen, wenn man Performance-Einbrüche feststellt. Gleiches gilt für die Stärke des Lüfters. Eine komplett unerwartete Funktion ist das Anime-Maskottchen, welches man ebenfalls hier aktiviert. Nach der Aktivierung macht es sich die Dame im Schulmädchen-Outfit prompt auf der Benutzeroberfläche bequem und lässt immer mal wieder einen Kommentar raus. Wer es mag.

Akku

Der 8200-mAh-Akku erzielt im Benchmark Work 3.0 Battery Life von PCMark etwas mehr als sechs Stunden. Im Alltag kommt man damit locker über einen Tag, bis zu einer Woche sogar bei sehr geringer Nutzung. Beim Zocken entleert sich der Akku dann doch etwas schneller. Je nachdem, wie anspruchsvoll das Spiel ist, kommt man so auf eine Spielzeit zwischen vier und fünf Stunden. Mit ausgeschalteter RGB-Beleuchtung und gedrosselter Leistung über den Gaming-Space lässt sich so sicherlich noch etwas mehr aus dem Akku herausholen. Geladen wird mit bis zu 80 Watt, ein Netzteil ist jedoch nicht inkludiert. Mit einem 15-Watt-Netzteil laden wir das Redmagic Astra in etwas über einer Stunde von 60 auf 100 Prozent.

Preis

In den Farbvarianten Starfrost und Eclipse mit 16/512 GB kostet das Nubia Redmagic Astra 659 Euro. Für 519 Euro bekommt man das Redmagic Astra mit 12/256 GB in Starfrost. Für 819 Euro bekommt man das Gaming-Tablet hingegen mit 24 GB RAM und 1 TB Speicherplatz.

Fazit

Mit dem Nubia Redmagic Astra für 659 Euro bekommt man ein starkes Gaming-Tablet, das nicht nur ordentlich Leistung erbringt, sondern auch schick und hochwertig aussieht. Das OLED-Display mit 165 Hz liefert kräftige und kristallklare Bilder, während der Snapdragon 8 Elite sowohl mit modernen und anspruchsvollen FPS als auch mit MMOs problemlos klarkommt. Der Gaming-Space ermöglicht eine flexible, auf das Spiel angepasste Konfiguration der Prozessorleistung. Weitere Features wie die RGB-Beleuchtung sind nette Spielereien, können aber ausgeschaltet werden, was vor allem dem 8200-mAh-Akku zugutekommen dürfte. Dieser liefert bei alltäglichen Aufgaben eine gute Performance, hält unter Last allerdings nur zwischen 4 und 5 Stunden durch.

Wer bereit ist, die 659 Euro auszugeben, bekommt ein super performantes und hochwertiges Gaming-Tablet, auf dem es sich auch prima im Alltag surft und streamt.



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