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Retro-Konsole: Start von Anbernic RG477V soll kurz bevorstehen


Einem bisher noch unbestätigten Datenblatt zufolge könnte der Marktstart des RG477V durch Anbernic kurz bevorstehen, welchen der Spezialist für Retro-Gaming dem Anschein nach als Ergänzung zum beliebten RG477M positioniert. Obwohl es diesem in vielen technischen Punkten ähnelt, erhält der Neuling einen vertikalen Formfaktor.

Genügend Leistung für viele klassische Konsolen

So soll die neue Retro-Konsole in zwei Speicher-Varianten erscheinen: Mit 8 GB RAM und 128 GB Langzeitspeicher für eigene Inhalte sowie mit 12 GB RAM und 256 GB. Der Speicher lässt sich zudem über SD-Karten erweitern. Befeuert wird der RG477V voraussichtlich von einem Dimensity 8300 aus dem Hause MediaTek. Dessen acht Kerne verteilen sich auf drei Cluster: einen Cortex-A78 mit bis zu 3,1 GHz Taktrate, drei weitere Cortex-A78 mit einem leicht geringeren Takt von 3,0 GHz sowie vier Cortex-A55 mit 2,0 GHz. Damit dürfte der Handheld genügend Leistung bieten, um Spiele von Gamecube, Dreamcast, PSP bis hin zur PlayStation 2 flüssig zu emulieren. Der Akku soll mit 5.300 mAh identisch zum RG477M ausfallen. Zur Ausstattung zählen außerdem Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.3, ein Kopfhörer-Ausgang sowie ein USB-C-Anschluss.

Bekanntes Display mit 120 Hz

Das verbaute Display soll 4,7 Zoll groß sein und mit 1.280 × 960 Bildpunkten auflösen, darüber hinaus soll es eine Bildwiederholrate von 120 Hz sowie Unterstützung für BFI- und CRT-Beam-Simulation bieten. Das 4:3-Format unterstreicht zudem die Fokussierung auf klassische Titel. Auf den bisher gezeigten Bildern scheint die Front vollständig mit Glas bedeckt zu sein, was das Gerät einerseits hochwertig erscheinen lässt, es andererseits aber anfälliger für Brüche oder sichtbare Beschädigungen macht.

So soll der neue RG477V von Anbernic aussehen
So soll der neue RG477V von Anbernic aussehen (Bild: retrohandhelds.gg)

Die Steuerung erfolgt wie gewohnt über zwei analoge Joysticks, ein klassisches Steuerkreuz und die in Raute-Form angeordneten Funktionstasten. Auch vier rückwärtige Schultertasten sind vorhanden. Insgesamt orientiert sich der chinesische Hersteller damit offenbar an der bekannten Anordnung der RG4-Serie.

Voraussichtlich ab Anfang des nächsten Jahres erhältlich

Der Verkaufsstart wird den ersten Informationen zufolge aktuell für das erste Quartal 2026 erwartet. Dann soll der RG477V voraussichtlich für 229 US-Dollar erhältlich sein.



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BGM-G31-GPU: „Big Battlemage“ kommt, aber nicht als Arc für Spieler?


BGM-G31-GPU: „Big Battlemage“ kommt, aber nicht als Arc für Spieler?

Anfang 2025 schon tot geglaubt, schien Intel die Entwicklung einer Grafikkarte mit der großen Battlemage-GPU „BMG-G31“ im weiteren Jahresverlauf wieder aufgenommen zu haben – und kokettierte im September auf Social Media selbst mit einer „Arc B770“. Den Auftakt könnte jetzt aber B70 Pro und B65 Pro machen. Und dann?

Hinweise auf B70 Pro und B65 Pro

Leaker Jayhihn hat auf X die Bezeichnung „B70 Pro“ fallen lassen. Von VideoCardz darauf angesprochen, ob die „G31“-GPU dahinter steckt, lautete seine Antwort „ja“. 32 GB Speicher soll die Grafikkarte bieten.

Der ebenfalls für seine Leak bekannte Account Haze ergänzte: Eine B65 Pro kommt auch.

Startet „Big Battlemage“ also mit den bei Battlemage erst mit deutlicher Verzögerung nachgeschobenen Pro-Modellen?

Kommt Gaming überhaupt noch?

Dass die beiden Pro-Modelle jetzt den Anfang in der Gerüchteküche machen, muss nicht bedeuten, dass Intel mit größeren Arc-B-Series-Grafikkarten erst später oder gar nicht mehr plant. Doch mit Blick auf die explodierenden Speicherpreise dürfte sich die für Intel ohnehin schon komplizierte Platzierung größerer Gaming-Grafikkarten noch weiter verkompliziert haben: Viel Speicher für relativ wenig Geld, so wie es Arc bisher geliefert hat, werden von Tag zu Tag utopischer. Zur CES waren neue Desktop-Grafikkarten – egal ob Pro oder Gaming – kein Thema.

Auf einer Intel Arc Pro für professionelle (KI-)Anwendungen sind die höheren Kosten für viel Speicher hingegen besser zu verstecken respektive auf das Preisschild draufzuschlagen.

Glaubst du, dass „Big Battlemage“ für Gaming-Grafikkarte noch kommt?
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Schenker/XMG: Panther Lake ist fast kein Thema wegen großem LPDDR5X


Schenker/XMG: Panther Lake ist fast kein Thema wegen großem LPDDR5X

Bild: Schenker

Beim Notebook-Hersteller Schenker, der auch unter der Marke XMG agiert, spielt Intel Panther Lake nach Angaben eines Support-Mitarbeiters vorerst keine große Rolle. Nur einzelne Modelle kämen in Frage, ein breiter Einsatz sei aber nicht geplant. Der Grund dafür sei der große On-Board-RAM in Zeiten der DRAM-Knappheit.

Das erklärte Schenker über den offiziellen Support-Account von XMG/Schenker im ComputerBase-Forum, angeregt durch Fragen aus der Community. „Wir prüfen Panther Lake aktuell nur für einzelne neue Modelle (1-2 Ultrabooks, ggf. auch ein einzelner Gaming-Laptop mit RTX 50). Ein breiter Einsatz ist nicht geplant – die meisten Modelle bleiben vorerst auf den bekannten Plattformen“, heißt es dort.

Kein Modell mit Intels stärkster GPU

In der Reihe XMG Evo sei aktuell gar kein Modell mit Intel Panther Lake geplant. Generell bestehe auch keine Absicht, überhaupt Modelle mit der „12Xe“-Variante der neuen CPU-Familie herauszubringen. Gemeint sind Modelle mit der stärksten Grafikeinheit Arc B390 (Test), die über 12 Xe-Kerne verfügen. Diese Core Ultra X gibt es ausschließlich mit verlötetem LPDDR5X-Speicher, der einen hohen Durchsatz für die iGPU leistet.

Doch genau das ist augenscheinlich das Problem, denn wie der Support-Mitarbeiter ausführt, erschwere der aktuell herrschende Engpass bei DRAM die Einführung neuer Modelle mit großem On-Board-Speicher. Die DRAM-Variante LPDDR5X wird aber sowohl für die besagten Core Ultra X wie auch AMDs APU-Serie Strix Halo zwingend vorausgesetzt.

Panther Lake gibt es aber auch mit DDR5-Modulen

Das erklärt allerdings nicht, warum Schenker allgemein kaum Intel Panther Lake anbieten will. Neben den drei Core Ultra X mit Arc B390 und immer LPDDR5X gibt es ja noch zehn Modelle, die auch mit DDR5-Modulen arbeiten, was zugleich Flexibilität bei der Speichermenge schafft. Hier könnten also Speicherriegel aus dem Vorrat zum Einsatz kommen und müssten nicht zu aktuell horrenden Preisen zugekauft werden.

Allerdings wird Panther Lake im besten Fall mit DDR5 7.200 MT/s kombiniert. Diese schnellen Module sind vielleicht dann doch noch nicht so verbreitet auf Lager wie die langsameren Chips mit 6.400 MT/s, die der Vorgänger maximal unterstützt. Für Panther Lake mit maximal 55 Watt Turbo Power gilt aber weiterhin DDR5-6400 als Maximum, sodass auch dieses Argument gegen die neue Plattform nicht vollumfänglich zählt.

Erste Listungen im Handel

Bereits einige der im Rahmen der CES angekündigten Panther-Lake-Notebooks werden im Preisvergleich aufgeführt. Darunter sind Modelle der Hersteller Acer, Asus, Lenovo und MSI. Bei diesen sind die LPDDR5X-Versionen aber ganz klar in der Überzahl mit derzeit 13 von insgesamt 15 Modellen.

Ab Ende Januar wird die allgemeine Verfügbarkeit erwartet, sodass sich im Februar ein genaueres Bild abzeichnen dürfte.



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Weg von X: Europa sucht verstärkt nach Alternativen zu Musks sozialem Netz


Nach dem Skandal um sexualisierte Inhalte von Frauen und Minderjährigen, die mit dem KI-Bot Grok auf der Social-Media-Plattform X erstellt wurden und weiter werden, ist das Verlangen nach Alternativen wieder größer. Ein offener Brief an die Präsidentin der EU-Kommission verlangt nach Unterstützung für eine europäische Plattform.

Elon Musk, Multimilliardär und Besitzer des sozialen Netzwerks X, zeigt sich zunächst unbeeindruckt von den Beschwerden, dass mit dem dazugehörigen KI-System Grok sexualisierte Inhalte von Frauen und sogar Minderjährigen erstellt und verbreitet wurden. Zwar wurden Gegenmaßnahmen angekündigt, doch laut jüngsten Berichten können mit Grok weiterhin Personen „digital ausgezogen“ werden.

Ein offener Brief an die EU-Präsidentin

Mit deutlichen Worten, die in Form eines offenen Briefs an die Präsidentin der EU-Kommission Ursula von der Leyen gerichtet sind, fordern Vertreter diverser EU-Fraktionen nun Unterstützung für eine europäische Alternative zu X. Der Brief trägt den provokanten Titel: „Musk hält uns auf einer Seite voller illegaler Deepfake-Pornos als Geiseln. Wir müssen jetzt europäische soziale Medien aufbauen“.

Damit wird der Umstand verdeutlicht, dass es bisher keine klare Alternative zu X gibt. Eine solche müsse aber geschaffen werden, da man den besagten Grok-Skandal nicht einfach dulden könne.

Die konkrete Forderung lautet, dass die EU-Kommission und Regierungen der Mitgliedsländer bei der Schaffung „europäischer Alternativen zu den dominanten Social-Media-Plattformen“ unterstützend mitwirken, indem sie „private Initiativen finanziell fördern, die Innovationen im europäischen Social-Media-Bereich anregen“. Zudem müsse dafür gesorgt werden, dass Nutzer ihre Daten und Inhalte „problemlos auf eine andere Plattform übertragen können und nie wieder an eine einzige Plattform gebunden und somit gefährdet sind“.

Da die Erstellung kinderpornografischen Materials, wie es mit der Bildgenerierung von Grok geschehen ist, eine Straftat darstellt, müsse geltendes Recht konsequent durchgesetzt werden.

X ähnelt laut den Antragstellern mittlerweile „einer Deepfake-Pornografie-Website und einem einseitigen Übertragungssystem für Musk selbst“. Regierungen wie auch die EU dürften X daher nicht selbst zur öffentlichen Kommunikation nutzen. Allein daher sei eine Alternative zwingend nötig.

Die Hoffnung liegt auf Eurosky und W

Welche europäischen Alternativen bereits im Ansatz bestehen und Unterstützung erhalten sollten, geht aus dem Schreiben allerdings nicht hervor. Ganz aktuell sind aber Projekte wie Eurosky, das auf das Bluesky-Protokoll setzt und im Januar starten soll.

Noch ferner in der Zukunft liegt das Projekt W Social, das ebenso eine unabhängige Alternative zum US-Unternehmen X darstellen soll und den Einsatz von Bots gänzlich ausschließen will.

Mastodon stammt ebenfalls aus Europa. Bislang schafft es die dezentral strukturierte Plattform aber nicht, über einzelne Milieus hinaus an Reichweite zu gewinnen.



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