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Router und Netzwerke: Fritz! und Partner wollen digitale Souveränität Europas stärken


Router und Netzwerke: Fritz! und Partner wollen digitale Souveränität Europas stärken

Bild: SAFENet

Fritz!, devolo, Lancom und TDT, vier europäische Hersteller von Netzwerktechnologie, haben SAFENet gegründet, die „Sovereignty Alliance for European Network Technology“. Ihr Ziel: Europa muss die Kontrolle über seine Netze und digitale Infrastruktur behalten und braucht digitale Unabhängigkeit bei Netzen und Routern.

Stärkerer Schutz bei Routern und Netzwerk­komponenten

Die vier Unternehmen möchten sich für die digitale Unabhängigkeit Europas einsetzen und fordern eine stärkere Berücksichtigung von Routern und Netzwerkgeräten in der europäischen Technologiepolitik. SAFENet wurde ins Leben gerufen, um die wachsende Abhängigkeit von nicht-europäischen Anbietern im Bereich der Netzwerktechnologie zu verringern, so Fritz! (ehemals AVM). Router, als zentrale Schnittstelle für über 90 Prozent des europäischen Internetverkehrs, sind ein kritischer Baustein der digitalen Infrastruktur. Die Allianz verfolgt das Ziel, durch Transparenz, gezielte Beschaffung und die Entwicklung einer europäischen „Router and Network Technology-Security-Toolbox“, die digitale Souveränität Europas zu stärken.

Vorbild 5G-Netze

Einhergehend damit soll der Markt für nicht-europäische Hersteller geschlossen werden. Vorbild soll das europäische Vorgehen bei 5G-Netzen sein. Und während die EU auch bei Cloud und Halbleitern aktiv gegensteuert, sieht die Allianz die zentrale Hardware-Schnittstelle, den Router, als blinden Fleck in den politischen Bemühungen.

Nach Ansicht der Unternehmen wird bei der digitalen Souveränität nämlich meist dieser zentrale Baustein vergessen, der Router im Heimnetz oder im Büro, durch den schlussendlich aber fast alle Daten fließen. Fritz! ist deshalb der Ansicht, dass die Europäische Union die Unabhängigkeit von Netzwerkkomponenten wie Routern sicherstellen und entsprechende regulatorische Rahmenbedingungen schaffen muss. Die Allianz soll europäischen Herstellern eine Plattform bieten, um ihre vertrauenswürdigen Technologielösungen zu präsentieren und einen Beitrag zur langfristigen Sicherung der digitalen Infrastruktur Europas zu leisten.

Im Dialog mit der europäischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft möchte die Allianz deutlich machen, dass Routern und Netzwerktechnologie eine Schlüsselrolle bei der Sicherung digitaler und technologischer Souveränität Europas zukommen.

Drei Forderungen an die Politik

SAFENet hat drei Kernforderungen an die europäischen und nationalen Entscheidungsträger aufgestellt:

  • Transparenz für Nutzerinnen und Nutzer: Hersteller und Internetanbieter müssen ausweisen, wo Hardware, Firmware und Updates tatsächlich hergestellt bzw. entwickelt werden – auch bei White-Label- und Provider-Produkten.
  • Beschaffung: Behörden, KRITIS-Betreiber und öffentlich finanzierte Einrichtungen sollen auf vertrauenswürdige europäische Netzwerktechnologie setzen – flankiert durch Austausch-Incentives und -programme für Hochrisiko-Hardware.
  • Priorität und Risikobewertung: Router und Netzwerktechnologie müssen in der aktuellen Diskussion um mehr Souveränität und Sicherheit des digitalen Ökosystems als prioritärer Sektor anerkannt werden. Europa braucht – analog zur EU Toolbox for 5G Security – eine
    „Router and Network Technology-Security-Toolbox“ mit einheitlicher Risikobewertung und Hochrisiko-Einstufung.

Die zunächst von vier Unternehmen gegründete Allianz SAFENet steht weiteren europäischen Herstellern offen.



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