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SK Hynix verfünffacht Gewinn in der Speicherkrise
Das Ringen um den ersten Platz der weltweit größten Speicherhersteller geht in eine neue Runde. SK Hynix legt mit seinem vierten Rekordquartal in Folge vor: 52,6 Billionen koreanische Won (KRW) hat die Firma im ersten Quartal umgesetzt. In nur drei Monaten steigt der Umsatz somit um 60 Prozent. Im Jahresvergleich sind es 200 Prozent. SK Hynix‘ größter Konkurrent Samsung veröffentlicht seine Zahlen kommende Woche.
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52,6 Billionen KRW entsprechen nach aktuellem Umrechnungskurs 30,5 Milliarden Euro. Noch stärker steigen der Betriebs- und Nettogewinn auf umgerechnet 21,8 Milliarden beziehungsweise 23,4 Milliarden Euro. Im Jahresvergleich entspricht das jeweils einer Verfünffachung.
Weil Cloud-Hyperscaler seit Monaten allen Speicher kaufen, können Hersteller die Preise erheblich anheben. Infolgedessen explodieren die Geschäftszahlen förmlich.
SK Hynix‘ Bruttomarge liegt inzwischen bei 79 Prozent, die Operativmarge bei 72 Prozent. Damit übertrifft der Hersteller sogar Nvidias Bruttomarge, die mit 75 Prozent bereits enorm ist. Andere Chipfirmen können von solchen Werten nur träumen. Zum Vergleich: Intel liegt unter 40 Prozent.
Das meiste Geld macht SK Hynix mit DRAM, etwa für DDR5-Arbeitsspeicher, LPDDR5X und High-Bandwidth Memory (HBM). 78 Prozent des Umsatzes kommen von dem Speichertyp. 21 Prozent stammen von NAND-Flash, primär für SSDs.
Umsatzverteilung bei SK Hynix. DRAM macht den größten Anteil aus.
(Bild: SK Hynix)
Papiergewinne an der Börse
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Finanzgewinne hieven SK Hynix‘ Nettogewinn über den Betriebsgewinn: Umgerechnet mehr als acht Milliarden Euro nicht operativen Gewinn hat die Firma gemacht. Der größte Batzen von mehr als sieben Milliarden entspricht Papierplus in Form von „Bewertungsgewinnen aus Anlagevermögen“. Fast eine weitere Milliarde kommt aus Währungseffekten zugunsten von SK Hynix. Den Rest führt der Speicherhersteller nicht aus. Umgerechnet rund 6,5 Milliarden Euro hat SK Hynix an Steuern gezahlt.
Das Anlagevermögen dürfte maßgeblich der japanische NAND-Flash-Hersteller Kioxia (früher Toshiba Memory) hochgetrieben haben. Dessen Börsenwert hat sich seit Jahresbeginn mehr als verdreifacht. SK Hynix ist über eine Investorengruppe seit 2018 beteiligt; rund zehn Prozent Anteil könnte die Firma heute besitzen.
SK Hynix veranschaulicht selbst, wie der Nettogewinn höher sein kann als der Operativgewinn.
(Bild: SK Hynix)
Preise steigen erheblich
SK Hynix hat die Produktion im ersten Quartal nicht erhöht. Im Gegenteil: Bei NAND-Flash ging die Produktionsmenge sogar um zehn Prozent zurück, vermutlich aufgrund von Produktionsumstellungen, die Wochen in Anspruch nehmen. Der durchschnittliche DRAM-Verkaufspreis ist bei SK Hynix verglichen mit Ende 2025 um 60 Prozent gestiegen, der durchschnittliche NAND-Flash-Preis um 70 Prozent.
SK Hynix will 2026 mehr Geld in die eigenen Halbleiterwerke investieren als 2025, ohne ins Detail zu gehen. Wie oft bei asiatischen Firmen gibt es auch keinen konkreten Ausblick auf das jetzt laufende zweite Quartal.
Die an westlichen Börsen gehandelten Global Depository Receipts (GDR) von SK Hynix sind seit Bekanntgabe der Geschäftszahlen rund zwei Prozent im Plus. Die koreanische Aktie stagniert. Seit Jahresbeginn ist SK Hynix an der Börse allerdings schon über 75 Prozent im Plus.
(mma)