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Künstliche Intelligenz

Software ist ein Werkzeug, kein Selbstzweck: Plädoyer für mehr Fachlichkeit


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This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Wir entwickeln Software nicht, weil es so schön ist. Wir entwickeln sie, um fachliche Probleme zu lösen. Diese Unterscheidung klingt banal, aber sie geht in der täglichen Arbeit vieler Teams verloren. Ich beobachte seit Jahren, wie Diskussionen in Entwicklungsteams ablaufen: Es geht um Frameworks, um Architekturstile, um die neueste Technologie. Es geht darum, ob man besser auf Microservices oder auf einen Modulithen setzt, ob man dieses oder jenes Tool verwendet, ob die Code-Coverage hoch genug ist. Worüber erstaunlich selten gesprochen wird: das fachliche Problem, das die Software eigentlich lösen soll.

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the next big thing – Golo Roden

the next big thing – Golo Roden

Golo Roden ist Gründer und CTO von the native web GmbH. Er beschäftigt sich mit der Konzeption und Entwicklung von Web- und Cloud-Anwendungen sowie -APIs, mit einem Schwerpunkt auf Event-getriebenen und Service-basierten verteilten Architekturen. Sein Leitsatz lautet, dass Softwareentwicklung kein Selbstzweck ist, sondern immer einer zugrundeliegenden Fachlichkeit folgen muss.

Das ist kein Zufall und keine Nachlässigkeit. Es ist ein strukturelles Problem unserer Branche. Wir haben uns so sehr an technische Debatten gewöhnt, dass wir gar nicht mehr merken, wie weit wir uns von der eigentlichen Aufgabe entfernt haben. Dieser Artikel ist ein Versuch, das sichtbar zu machen – und ein Plädoyer dafür, den Blick wieder auf das Wesentliche zu richten.

Warum reden wir lieber über Technologie als über Fachlichkeit? Die Antwort ist unbequem, aber nachvollziehbar: Technologie ist greifbar. Sie lässt sich vergleichen, messen, bewerten. Man kann Benchmarks lesen, Dokumentationen studieren, Tutorials durcharbeiten. All das passiert in einer Welt, die Entwicklerinnen und Entwickler kennen und kontrollieren.

Fachliche Probleme sind anders. Sie sind oft vage formuliert, widersprüchlich, und sie erfordern Gespräche mit Menschen, die eine andere Sprache sprechen – nicht im linguistischen Sinne, sondern im Sinne von Denkweisen und Prioritäten. Eine Fachexpertin interessiert sich nicht dafür, ob das System auf Kubernetes läuft. Sie will wissen, ob es ihre Arbeit erleichtert. Das sind verschiedene Welten, und die Brücke zwischen ihnen zu bauen, ist anstrengend.

Hinzu kommt ein strukturelles Problem: Die Branche belohnt technische Expertise stärker als Domänenwissen. Wer sich mit der neuesten Technologie auskennt, gilt als kompetent. Wer die Fachdomäne einer Versicherung oder eines Logistikunternehmens versteht, wird selten auf Konferenzen eingeladen. Das prägt, worauf Entwicklerinnen und Entwickler ihre Energie richten. Und so entstehen Teams, die technisch auf der Höhe der Zeit sind, aber nicht wirklich verstehen, welches Problem sie lösen.

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Nirgends zeigt sich der Technologie-Tunnelblick deutlicher als in der Debatte um Architekturstile. Nehmen Sie die Diskussion um Microservices versus Monolith. In den 2010er-Jahren galt es fast als Naturgesetz, dass Microservices die bessere Wahl sind. Wer einen Monolithen baute, musste sich rechtfertigen. Wer Microservices einsetzte, galt als modern.

Aber was ist eigentlich die fachliche Begründung für Microservices? Im Kern geht es darum, Teile eines Systems unabhängig voneinander entwickeln, deployen und skalieren zu können. Das ist sinnvoll, wenn unterschiedliche Teams an verschiedenen Teilen arbeiten, wenn diese Teile unterschiedliche Lebenszyklen haben, wenn sie unterschiedlich stark genutzt werden. Es ist weniger sinnvoll, wenn ein kleines Team ein überschaubares System baut, bei dem alles zusammenhängt.

Trotzdem entscheiden sich Teams für Microservices, ohne diese Fragen zu stellen. Die Entscheidung fällt nicht auf Basis der Domäne, sondern auf Basis dessen, was gerade als Best Practice gilt. Das Ergebnis sind verteilte Systeme mit all ihrer Komplexität (Netzwerkkommunikation, Eventual-Consistency, Debugging über Servicegrenzen hinweg, …), ohne dass diese Komplexität durch einen fachlichen Nutzen gerechtfertigt wäre.

Die Architektur sollte aus der Domäne folgen, nicht umgekehrt. Wenn das fachliche Problem eine klare Trennung von Verantwortlichkeiten nahelegt, können Microservices die richtige Antwort sein. Wenn das Problem überschaubar ist und die Teile eng zusammenhängen, ist ein gut strukturierter Monolith oft die bessere Wahl. Aber diese Abwägung findet zu selten statt. Stattdessen wird der Architekturstil zur Glaubensfrage, losgelöst von der Realität des Problems.

Ähnlich verhält es sich mit Design-Prinzipien. DRY, SOLID, Clean-Code: Diese Begriffe kennt jede Entwicklerin und jeder Entwickler. Sie werden in Büchern gelehrt, in Code-Reviews eingefordert, in Vorstellungsgesprächen abgefragt. Aber sie werden oft so behandelt, als wären sie universelle Gesetze, die immer und überall gelten.

Nehmen Sie DRY (Don’t Repeat Yourself). Das Prinzip besagt, dass jede Information im System nur einmal repräsentiert sein sollte. Das klingt einleuchtend. Duplikation führt zu Inkonsistenzen, erschwert Änderungen, erhöht die Fehleranfälligkeit. Soweit die Theorie.

In der Praxis führt die dogmatische Anwendung von DRY oft zu einem anderen Problem: falschen Abstraktionen. Zwei Stellen im Code sehen ähnlich aus, also werden sie zusammengefasst. Aber allzu oft sehen sie nur zufällig ähnlich aus, fachlich haben sie nichts miteinander zu tun. Doch nun sind sie gekoppelt, und wenn sich eine Stelle ändern muss, muss die Abstraktion angepasst werden, die auch die andere Stelle betrifft. Die vermeintliche Vereinfachung wird zur Komplexitätsfalle.

Die Frage, ob Duplikation akzeptabel ist, lässt sich nicht ohne fachlichen Kontext beantworten. Wenn zwei Codestellen dasselbe fachliche Konzept repräsentieren, sollten sie zusammengeführt werden. Wenn sie verschiedene Konzepte repräsentieren, die nur zufällig gleich implementiert sind, sollten sie getrennt bleiben. Aber diese Unterscheidung erfordert ein Verständnis der Domäne – und genau das fehlt oft.

Dasselbe gilt für SOLID, für Clean-Code-Regeln, für jedes Prinzip. Sie sind Heuristiken, keine Gesetze. Ihr Nutzen hängt vom Kontext ab. Eine Klasse mit mehr als 200 Zeilen ist nicht automatisch schlecht. Eine Methode mit drei Parametern ist nicht automatisch besser als eine mit fünf. Es kommt darauf an, was die Klasse oder Methode tut, welches fachliche Konzept sie repräsentiert, wie sie verwendet wird. Wer Prinzipien ohne Kontext anwendet, optimiert für technische Metriken statt für fachliche Klarheit.

Apropos Metriken: Auch bei der Qualitätsmessung zeigt sich der Technologie-Tunnelblick. Test-Coverage ist das prominenteste Beispiel. Eine hohe Coverage gilt als Zeichen guter Qualität. Teams setzen sich Ziele: 80 Prozent, 90 Prozent, manchmal 100 Prozent. Tools visualisieren die Abdeckung, Dashboards zeigen Trends, Code-Reviews fordern Tests für jede neue Zeile.

Aber was misst Test-Coverage eigentlich? Sie misst, wie viel Code von Tests ausgeführt wird. Sie misst nicht, ob die richtigen Dinge getestet werden. Sie misst nicht, ob die Tests sinnvolle Szenarien abdecken. Und sie misst schon gar nicht, ob die Software das fachliche Problem löst.

Es ist möglich, 100 Prozent Coverage zu erreichen und trotzdem eine Software zu haben, die am Bedarf vorbeigeht. Die Tests prüfen, dass der Code macht, was er macht, aber niemand hat jemals geprüft, ob das, was er macht, auch das Richtige ist. Die Anforderungen waren missverstanden, die Domäne war nicht durchdrungen, die Gespräche mit den Fachexpertinnen und Fachexperten haben nicht stattgefunden. Der Code ist technisch einwandfrei und fachlich wertlos.

Ähnlich verhält es sich mit statischen Analysen, Linting-Regeln, Komplexitätsmetriken. Sie alle messen technische Eigenschaften des Codes. Sie können helfen, bestimmte Probleme zu vermeiden. Aber sie können nicht messen, was wirklich zählt: ob die Software das richtige Problem auf die richtige Weise löst. Wer sich auf diese Metriken verlässt, verwechselt technische Sauberkeit mit fachlicher Qualität.

Wie lässt sich der Fokus verschieben? Es gibt Ansätze, die dabei helfen können: Domain-Driven Design (DDD), Event-Storming, Domain-Storytelling & Co. Sie alle haben gemeinsam, dass sie die Fachlichkeit in den Mittelpunkt stellen. Sie fordern, dass Entwicklerinnen und Entwickler mit Fachexpertinnen und Fachexperten sprechen, dass der Code die Sprache der Domäne spricht, dass Architekturentscheidungen aus dem fachlichen Kontext abgeleitet werden.

Aber hier lauert eine Falle: Auch diese Ansätze können zum Selbstzweck werden. Ich habe kürzlich darüber geschrieben, wie Domain-Driven Design dieses Schicksal ereilt hat. Die Kernbeobachtung: DDD wurde akademisiert. Was als einfache Idee begann („verstehe die Domäne und sprich die Sprache des Business“) ist zu einem Katalog von Patterns geworden, über den Entwicklerinnen und Entwickler diskutieren, statt mit Fachexpertinnen und Fachexperten zu reden.

Das ist bezeichnend. Selbst ein Ansatz, der explizit den Fachfokus propagiert, wurde von uns als Branche in etwas Technisches verwandelt. Wir diskutieren, ob etwas ein Aggregat oder eine Entity ist, statt zu fragen, wie die Fachleute das Konzept nennen. Wir zeichnen Bounded-Context-Diagramme, statt die Grenzen aus der Domäne abzuleiten. Wir lernen die Patterns auswendig, statt die Domäne zu verstehen. Der Sog der Technologie ist so stark, dass er selbst Ansätze vereinnahmt, die gegen ihn gerichtet sind.

Die Lösung liegt nicht in neuen Methoden oder besseren Tools. Sie liegt in einer Haltungsänderung. Wir müssen akzeptieren, dass die schwierige Arbeit, also die Gespräche mit Fachexpertinnen und Fachexperten, das Ringen um Verständnis, das Aushalten von Unsicherheit, nicht durch Technik ersetzt werden kann. Wir müssen den Mut aufbringen, weniger über Frameworks zu reden und mehr über Probleme. Wir müssen uns eingestehen, dass technische Eleganz kein Wert an sich ist, wenn sie nicht im Dienst der Fachlichkeit steht.

Softwareentwicklung ist angewandte Problemlösung. Wir werden nicht dafür bezahlt, schönen Code zu schreiben. Wir werden dafür bezahlt, Probleme zu lösen. Das klingt banal, aber es hat weitreichende Konsequenzen.

Es bedeutet, dass die beste Architektur nicht die eleganteste ist, sondern die, die das fachliche Problem am besten adressiert. Es bedeutet, dass Prinzipien und Patterns Werkzeuge sind, keine Ziele. Es bedeutet, dass technische Schulden manchmal akzeptabel sind, wenn sie die schnellere Lösung eines dringenden fachlichen Problems ermöglichen. Es bedeutet, dass wir unseren Erfolg nicht an Coverage-Zahlen oder Clean-Code-Metriken messen sollten, sondern daran, ob die Software ihren Zweck erfüllt.

Das erfordert ein Umdenken. Es erfordert, dass wir unsere Komfortzone verlassen und uns auf das einlassen, was unbequem ist: die Kommunikation mit Menschen, die anders denken als wir. Es erfordert Demut, also die Einsicht, dass wir als Entwicklerinnen und Entwickler nicht die Expertinnen und Experten für die Domäne sind, auch wenn wir gerne so tun. Es erfordert Pragmatismus, also die Bereitschaft, technisch suboptimale Lösungen zu akzeptieren, wenn sie fachlich besser passen.

Ich plädiere nicht dafür, technische Qualität zu ignorieren. Guter Code ist wichtig. Saubere Architektur ist wichtig. Tests sind wichtig. Aber all das ist Mittel zum Zweck, nicht Selbstzweck. Wenn wir das vergessen, bauen wir technisch ausgefeilte Systeme, die niemand benötigt. Wir optimieren für Metriken, die nichts aussagen. Wir führen Debatten, die nichts bringen.

Die Frage, die wir uns in jedem Projekt, bei jeder Entscheidung stellen sollten, ist einfach: Hilft das, das fachliche Problem besser zu lösen? Wenn ja, machen wir weiter. Wenn nein, sollten wir innehalten und uns fragen, ob wir gerade der Technologie dienen oder der Fachlichkeit. Die Antwort darauf bestimmt, ob wir Softwareentwicklung als Handwerk betreiben oder als Selbstzweck.


(rme)



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BMW und Viasat zeigen Satelliten-Direktfunk im Auto


Was Smartphones schon können, soll künftig auch in Autos funktionieren: die Kommunikation über Satelliten statt über Mobilfunk. Neuere Handys von Apple, Google und Samsung greifen bereits auf Satellitenkommunikation zurück, wenn kein klassischer Mobilfunkempfang besteht. Die Technik erlaubt Anwendungsfälle, wie das Verschicken von Nachrichten oder des Standorts. In Notsituationen kann das Leben retten.

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Seit einiger Zeit zeigt auch die Automobilbranche Interesse an der Technik. Nach einem Unfall in abgelegenen Regionen ohne Mobilfunkempfang könnte ein Auto mit Satellitenkommunikation selbstständig einen Notruf absetzen. Das brächte einen Sicherheitsgewinn gegenüber Smartphones mit Satellitenkommunikation: Die Insassen könnten nach einem Unfall nicht mehr bei Bewusstsein sein oder innerhalb des Fahrzeugs erst gar keinen Satellitenempfang haben. Das Auto hat hingegen seine Antennen außen angebracht, kennt seinen Standort und weiß über die Airbagsteuerung und andere Sensoren, wie schwer der Unfall war und wie viele Personen an Bord sind.

Um Kommunikationsdienste ins Auto zu bringen, haben namhafte PKW- und Chiphersteller wie unter anderem BMW und Qualcomm schon vor rund zehn Jahren die 5G Automotive Association (5GAA) gegründet, die in Sacramento, Kalifornien, die Konferenz „Advancing Connected Mobility“ ausgerichtet hat. Dort zeigte BMW in dieser Woche zusammen mit dem Satellitenbetreiber Viasat eine Demonstration einer Satellitenkommunikation, bei der ein Sprachanruf über Satellit getätigt wurde. In fernerer Zukunft wären neben Telefonie auch noch andere Anwendungen denkbar, etwa eine Mauterfassung oder Warnungen in Echtzeit vor Gefahren auf der Route. Hierzu hatte die 5GAA bereits vergangenes Jahr in Paris demonstriert, wie die „Vehicle-to-Everything“-Kommunikation beziehungsweise „Car-to-Car Communication“ (C2X) satellitengestützt funktionieren könnte.


(spo)



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Bebauungsplan für NTT-Rechenzentrum in Nierstein steht


Das Projekt des geplanten großen Rechenzentrums in Nierstein nimmt Form an. Inzwischen ist die planungsrechtliche Grundlage für die Entwicklung des Campus geschaffen, wie der japanische Telekommunikationskonzern Nippon Telegraph and Telephone Global Data Centers (NTT) auf Anfrage in Frankfurt mitteilte.

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Der Bebauungsplan für das Areal einer früheren US-Kaserne in der rheinhessischen Gemeinde sei am 28. Januar in Kraft getreten, die für das Vorhaben nötige Änderung des Flächennutzungsplans schon eine Woche vorher. Die Pläne seien rechtsverbindlich und bildeten die Basis für die weiteren Genehmigungs- und Umsetzungsmaßnahmen, heißt es von NTT weiter. Im Verlauf des Frühjahrs will das Unternehmen den Bauantrag einreichen. Rund ein Jahr später sei mit einer Baugenehmigung zu rechnen.

Der Stadtrat des rheinhessischen Nierstein hatte den Bebauungsplan im Dezember einstimmig beschlossen, im selben Monat gab es vom Verbandsgemeinderat der Verbandsgemeinde Rhein-Selz grünes Licht für den Flächennutzungsplan. Niersteins Stadtbürgermeister Jochen Schmitt (FWG) hatte im Dezember betont, das Projekt auf einer bislang ungenutzten Konversionsfläche eröffne der gesamten Region neue Perspektiven.

NTT plant bei dem Rechenzentrum eine Leistungsaufnahme von rund 482 Megawatt. Durch das Projekt würde Nierstein einer der größten Rechenzentrum-Standorte in Europa, es könnten rund 400 neue Arbeitsplätze bei NTT Data entstehen. Auf dem Gelände in Nierstein sollen auch eine Photovoltaik-Anlage und ein Windpark gebaut werden. NTT will die gesamte Energie für die Anlage aus erneuerbaren Quellen beziehen, auch durch Power Purchasing Agreements (PPAs). Die Kommunen wollen die Abwärme des Rechenzentrums ihrerseits nutzen.

Zur Nutzung der Anlage machte NTT Data bisher keine Angaben. Aufgrund der hohen Leistungsaufnahme ist zu vermuten, dass mit „Frankfurt 6“ vor allem KI-Dienstleistungen erbracht werden sollen. Das neue Rechenzentrum wäre nach Fertigstellung das drittgrößte in Europa, hinter Start Campus Sines DC in Portugal (1,2 GW) und einem in Stockholm von Brookfield geplanten Rechenzentrum (750 MW). Zum Vergleich: Das in dieser Woche eingeweihte Rechenzentrum „KI-Fabrik“ der Telekom in München kommt derzeit auf 12 Megawatt, ein Ausbau auf 20 Megawatt ist geplant.

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Aufgrund der Größe des Projekts wird sich die komplette Entwicklung des Campus über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren erstrecken, der Bau soll 2027 begonnen werden und der erste Teilbetrieb 2029. NTT Data gilt als einer der großen Anbieter von Rechenzentren und kommt auf weltweit mehr als 150 Zentren. In Deutschland hat das japanische Unternehmen Rechenzentren im Raum Frankfurt, wo mit De-Cix einer der weltweit größten Internetknotenpunkte ist, in Berlin, München, Hamburg und Bonn. Der NTT-Konzern hat nach eigenen Angaben weltweit mehr als 330.000 Mitarbeiter.


(nie)



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Warme Töne im Winter: Die Bilder der Woche 6


Diese Woche kommt etwas Feuer in die sonst winterlichen Motive. Ein Fuchs im Schnee, der statt einer Tarnung alle Blicke auf sich zieht, eine Bergkette mit warm beleuchtetem Wolkendach oder gleich zwei knallrote Sonnenschirme, die nur einen schmalen Blick auf Rapunzel-Türme im Hintergrund erlauben. Wir laden Sie ein, durch unsere Favoriten zu stöbern. Es wird wieder bunter!

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Das Titelbild der Ausgabe 01 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

Das Titelbild der Ausgabe 01 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie


Die Berge von Mordor

Die Berge von Mordor

(Bild: dave-derbis)

Cadini di Misurina: Zerklüftete Gipfel ragen scharf in den Himmel, während warmes Abendlicht auf die kühlen Felsflächen fällt. Die tief hängenden Wolken glühen in Orange und Rosa. Der Himmel öffnet sich nur stellenweise und lenkt den Blick auf die Bergspitzen. Die Komposition lebt dabei von klaren Ebenen. Die dunklen Felsen als Basis, die gezackte Bergkette in der Bildmitte und die Wolken am oberen Rand. Die Landschaft erinnert an eine Fantasiewelt, in der die Natur wild und ungezähmt erscheint.


Fuchs im Garten

Fuchs im Garten

Fuchs im Garten

(Bild: DiSe.fotografie)

Ein Rotfuchs steht im Schnee, den Kopf gesenkt, den Blick konzentriert, die Ohren aufgestellt. Sein dichtes Winterfell leuchtet warm vor dem hellen Untergrund. Die Farben setzen einen starken Kontrast zwischen Rotbraun und Weiß. Der Betrachter ist hier sehr nah am Tier, wodurch dessen Präsenz verstärkt wird. Der Hintergrund verschwimmt weich und lenkt den Fokus auf Kopf, Augen und Körperhaltung.

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Winterlandschaft

Winterlandschaft

Winterlandschaft

(Bild: dg9ncc)

Südlicher Steigerwald: Ein minimalistisches Bild, das gleichermaßen streng wie poetisch wirkt. Auf einem sanft gewellten Feld steht ein einzelner Baum. Die Landschaft erscheint zurückgenommen und ruhig. Dunst liegt in der Luft. Die tief stehende Wintersonne weicht die sonst harten Übergänge zwischen Hell und Dunkel auf. Die Komposition setzt auf klare Flächen, die durch horizontale Schichten gegliedert werden, und der leicht aus der Mitte versetzte Baum wird zum Ruhepol.


Rote Sonnenschirme

Rote Sonnenschirme

Abschirmdienst

(Bild: der Onkel Werner)

Rote Schirmflächen spannen sich diagonal über das Bild und lassen so nur einen schmalen Durchblick frei. Dazwischen tauchen die hellen, fast spielerisch wirkenden Zinnen mehrerer Türme auf. Das kräftige Rot dominiert das Bild und bildet einen starken Kontrast zum Himmel und zum hellen Mauerwerk. Die Komposition lebt von klaren Linien und Überlagerungen. Die Schirme schneiden den Raum in geometrische Flächen, während die Türme nur fragmentarisch erscheinen. Das Bild spielt mit Verbergen und Zeigen – und genau das weckt die Neugier.

NIKON D3300 | 17 mm | ISO 100 | f/6.3


Xiling Schlucht

Xiling Schlucht

Xiling Schlucht

(Bild: Thomas Becher)

Durch die Langzeitbelichtung wirkt das Wasser geglättet und das Bild strahlt eine Ruhe aus. Die Felsen bilden feste Ankerpunkte im Vordergrund und der Bach lenkt den Blick in die Tiefe.

Der Fotograf erklärt: „Das Foto entstand auf einer Reise durch China. Die Xiling Schlucht führt vom Jangtsekiang in die Berge hinein. Ich hatte mein Stativ dabei und konnte so etwas länger belichten. Aufgenommen mit einer Nikon Z5 und einem Nikkor 24–120/f4.“

Nikon Z5 | 80 mm | ISO 100 | f/8.0 | 2,5 s


Zwerg im Schnee

Zwerg im Schnee

Snow White and …

(Bild: Klicker3D)

Nahezu unberührter Schnee füllt das Bild und zieht sanfte weiße Wellen. Aus dem Schnee ragt lediglich die rote Zipfelmütze eines Gartenzwergs. Die Bildkomposition setzt konsequent auf Minimalismus. Die große weiße Fläche lenkt den Blick sofort auf den kleinen Farbkontrast, und die ruhigen Linien verleihen dem Motiv Balance sowie eine gewisse Tiefe. So entsteht ein leiser, humorvoller Wintermoment – reduziert, ruhig und mit einem Augenzwinkern.


Wasserspiele

Wasserspiele

Wasserspiele

(Bild: metapix)

Vertikal durch das Bild ziehen sich bunte Flächen und dunkle Linien. Die Farben Rot, Blau, Gelb und Weiß scheinen darin zu fließen. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass es sich um Spiegelungen im Wasser handelt. Die Architektur löst sich in Wellen auf. Die Komposition lebt vom Rhythmus, der durch die Wasserbewegung entsteht und so Dynamik erzeugt. Das Foto verwandelt die Wirklichkeit in eine Abstraktion, indem das Wasser zur Leinwand für Farbe und Bewegung wird.


(hoh)



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