Datenschutz & Sicherheit

Sparkassen stellen Passwort-Manager S-Trust ein


Der Passwort- und Dokumenten-Manager S-Trust der Sparkassen wird in Kürze Geschichte sein. Zum 31. März 2026 endet das Angebot. Es hat nicht die erhoffte Marktdurchdringung erreicht.

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Das kündigen die Sparkassen jetzt auf der S-Trust-Webseite an. Zu den Hintergründen findet man etwa bei der Sparkasse Hannover etwas mehr Informationen: „Trotz aller gemeinsamen Anstrengungen konnte sich S-Trust in einem stark umkämpften Markt mit internationalen Wettbewerbern nicht dauerhaft durchsetzen. Ein wirtschaftlich tragfähiger Weiterbetrieb ist leider nicht möglich.“

Wer das Angebot nutzt, könne zum Anbieter der originalen Software wechseln – SecureSafe des schweizerischen Unternehmens DSwiss AG. „Nutzende können ihre Daten über eine von DSwiss bereitgestellte technische Transfermöglichkeit zu SecureSafe übertragen, sofern sie sich eigenständig für diesen Dienst entscheiden“, erklärt die Sparkasse. Dafür seien Nutzerinnen und Nutzer verantwortlich, das Angebot stehe ausschließlich bei DSwiss selbst zur Verfügung. Die Hannoveraner Sparkasse liefert in ihrer oben verlinkten Ankündigung die Anleitung zum Wechsel gleich mit.

Wer auf gänzlich andere Anbieter wechseln möchte, findet ebenfalls Hilfestellung dafür. Das ist möglicherweise eine gute Idee: Bei der Prüfung von Passwort-Managern durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im Dezember vergangenen Jahres kam die IT-Sicherheitsbehörde zu dem Ergebnis, dass der Hersteller theoretisch auf die Daten zugreifen könne, da bei SecureSafe lediglich serverseitig ver- und entschlüsselt wird. Laut BSI muss man dem Hersteller daher vertrauen, dass die „kompensatorischen Maßnahmen“ effektiv derartige Zugriffe unterbinden. Hinter dem S-Trust Password Manager verbirgt sich die SecureSafe-App, lediglich mit Sparkassen-Logo versehen, sodass das auch beim Sparkassen-Abkömmling gilt.

Verknüpfungen mit dem elektronischen Postfach der Sparkassen müssen Nutzer auflösen und zuvor etwaige bei S-Trust gelagerte Dokumente ins Postfach zurückverschieben. Auch andere mit der Dokumentenverwaltung aufbewahrte Dokumente sollten Nutzerinnen und Nutzer woanders speichern, um den Zugriff nicht zu verlieren.

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An S-Trust nehmen etwa 80 Prozent der Sparkassen teil. Darunter auch die großen wie Haspa oder die Berliner Sparkasse.


(dmk)



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