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Spieleentwicklung mit KI: Valve konkretisiert Richtlinien für KI-Kennzeichnung

Der Einsatz von KI für die Entwicklung von Videospielen ist umstritten. Valve hat die Richtlinien nun ein wenig gelockert. Studios müssen den Einsatz von KI nicht mehr generell, sondern nur dann kenntlich machen, wenn generative Modelle für konkrete Inhalte eingesetzt werden. Das ist auch im Sinne der Spieler.
Spieler wollen (noch) keine Gen-AI-Artworks
Generative KI in Spielen, die beispielsweise für die Erstellung von Artworks eingesetzt wird, stößt bei Spielern auf Ablehnung, so etwa bei Call of Duty: Black Ops 7. Diese Haltung fand Wiederhall bei den letztjährigen Indie Game Awards. Dort wurde das gelungene Rollenspiel Clair Obscur: Expedition 33 aufgrund des Einsatzes von generativer KI nachträglich disqualifiziert. Kunst muss von Hand gemacht werden, so könnte man die vorherrschende Meinung grob zusammenfassen. Und Valve will auch, dass dieser Einsatz weiterhin gekennzeichnet wird.
Valve ändert Richtlinien
Mit den neuen Richtlinien legt Valve jetzt aber fest, dass KI-gestützte Werkzeuge, die etwa beim Programmieren selbst unterstützen, keinerlei Kennzeichnung benötigen, schreibt Simon Carless von GameDiscoverCo auf LinkedIn. Laut Valve müssten „Effizienzsteigerungen“, die durch Entwicklerwerkzeuge mit KI-Element entstehen, nicht angegeben werden.
Bisher war dies unklar, da nicht zwischen der Art des KI-Einsatzes unterschieden wurde, der Schritt zudem nötig, da immer mehr Programme – wie aktuell alles – in irgendeiner Form auf KI setzen.
Was jedoch weiterhin transparent offengelegt werden muss, ist, wenn Entwickler KI nutzen um Inhalte für ihre Spiele zu erzeugen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um das Spiel selbst oder Dinge wie die Shopseite oder Marketing-Materialien handelt. Darüber hinaus wird nun abgefragt, ob KI genutzt wird um während des Spielens Dinge zu erzeugen.
Valve macht grundsätzlich klar, dass die Angaben nicht überprüft werden können und warnt zugleich, dass Steam-Nutzer Werkzeuge zum Melden von Verstößen sowie unangemessenem und urheberrechtsverletzenden Inhalten an die Hand bekommen werden.
Aktuelle Entwicklungen berücksichtigt
Grundsätzlich müssen Richtlinien dabei flexibel bleiben, weil sich auch der Einsatz von KI stetig ändert. Die jüngsten Entwicklungen werden aktuell berücksichtigt. Ubisoft arbeitet etwa daran, generative KI für das Verhalten von NPCs zu nutzen. Sie sollen damit wie Schauspieler dynamischer und interaktiver, letztlich improvisierend auf Spieler reagieren können.