Apps & Mobile Entwicklung
SpruceOS 4.4.1: Update bringt große Hardware-Offensive für Retro-Handhelds
Mit SpruceOS 4.4.1 weiten die Entwickler die alternative Firmware auf die H700-basierten RG-XX-Handhelds von Anbernic sowie den Powkiddy RGB30 aus. Darüber hinaus bringt das Update zahlreiche Verbesserungen für Emulatoren, PortMaster, inkrementelle OTA-Updates sowie eine umfangreichere Hardware-Unterstützung.
SpruceOS für weitere Handhelds verfügbar
Bei Anbernic werden fortan die H700-basierte RG-XX-Familie vom RG28XX über die RG34XX-, RG35XX- und RG40XX-Modelle bis hin zu RG CubeXX und RG SP von dem Custom-ROM unterstützt. Als Voraussetzung für die Installation nennen die Entwickler BaseOS auf der ersten microSD-Karte TF1. Nutzer, die unter SpruceOS 4.3.4 weiterhin die bereitgestellten modifizierten Stock-Firmware-Images verwendet haben, müssen TF1 mit BaseOS neu flashen. Die zweite Speicherkarte enthält hingegen weiterhin die reguläre SpruceOS-Installation und kann wie gewohnt zwischen unterstützten Geräten gewechselt werden. Da BaseOS mittlerweile die einzige unterstützte Basis für diese Anbernic-Modelle darstellt, wurden frühere Kompatibilitätsprüfungen für das Stock-OS entfernt.
Anpassungen an zahlreichen Komponenten
Damit die alternative Firmware auf den genannten Geräten lauffähig ist, mussten die Entwickler zahlreiche Komponenten anpassen. SpruceOS 4.4.1 verwendet daher native 64- und 32-Bit-RetroArch-Builds für H700 anstelle der universellen Binärdateien und bringt einen eigenen Bestand an 32-Bit-Bibliotheken mit. Aufgrund fehlender libdrm- und libgbm-Bibliotheken in BaseOS kommt zudem eine Mali-fbdev-Version von SDL2 zum Einsatz. Für Geräte mit zwei Analogsticks, lediglich einem Stick oder ausschließlich Steuertasten existieren getrennte Plattformkonfigurationen, sodass Emulatoren feste, auf das jeweilige Tastenlayout abgestimmte Belegungen erhalten. PPSSPP, PICO-8 samt Splore, Dateimanager, E-Reader, Galerie, Songo#5, AdvanceMAME und die Rumble-Unterstützung wurden für den Port ebenfalls einzeln angepasst. Hinzu kommen Bootlogos, First-Boot-Funktionen, ein eigener SSH-Zugang über Port 22 sowie ein korrektes Herunterfahren mit vorherigem Aushängen der Speicherkarte.
Der RGB30 von Powkiddy setzt stattdessen dArkMoss auf TF1 voraus, während sich auch hier auf TF2 eine reguläre und austauschbare SpruceOS-Installation befindet. Damit SpruceOS auf dem Handheld wie gewohnt seinen Dienst verrichtet, musste ebenfalls ein erheblicher Teil der Plattformintegration neu entwickelt werden. Standalone-Emulatoren, eine eigene PPSSPP-Version und mupen64plus mit angepasster Controllerbelegung wurden ebenfalls integriert. RetroArch greift dabei auf Vulkan zurück, da dieser Weg derzeit mit dem eingesetzten Mali-Treiber funktioniert; der OpenGL-Pfad wurde darüber hinaus separat repariert.
Um die Installation zu vereinfachen, lassen sich BaseOS und dArkMoss nun nicht nur separat herunterladen. Über den für Windows, macOS und Linux erhältlichen Spruce-Installer können die entsprechenden Images in eigenen Bereichen auch automatisch heruntergeladen und installiert werden.
Neue Emulatoren ebenfalls Teil des Updates
Darüber hinaus hält mit dem Update der optionale Nintendo-DS-Emulator DSperate in Version 1.15.1 Einzug. Die neue Version bringt jeweils eigene Konfigurationen und Steuerungsschemata für Geräte mit zwei Sticks, einem Stick, ohne Stick sowie für den A30 mit. Neu unterstützt werden außerdem Auto-Resume, Integer Scaling, Video-Effekte und ein dezenter Rastereffekt, die sich über das Menü der Spieleliste konfigurieren lassen. Dreamcast, NAOMI und Atomiswave erhalten ebenfalls größere technische Aktualisierungen. Der bisherige Flycast-Libretro-Core wurde durch einen Build auf Grundlage der Upstream-Version 2.6 ersetzt und dessen Vulkan-Renderer aktiviert. Neu hinzugekommen sind hingegen Atari Jaguar und Tandy CoCo. Jaguar wird über virtualjaguar-Cores unterstützt; für den A30 und die Miyoo-Mini-Familie steht zudem ein leistungsoptimierter Core bereit. Darüber hinaus gibt es eine erste Integration des Standalone-Emulators BigPEmu. Tandy CoCo wird hingegen über xroar emuliert. Weitere Arbeiten an den Emulatoren betreffen unter anderem Standalone-Versionen von ScummVM, YabaSanshiro und mupen64plus für die Anbernic-XX-Serie.
Updates nun auch inkrementell möglich
Eine grundlegende Neuerung stellen die inkrementellen OTA-Updates dar, durch die Aktualisierungen künftig nicht mehr zwangsläufig als vollständiges Karten-Image heruntergeladen werden müssen. Release- und Nightly-Prozesse erzeugen dafür neben dem vollständigen Archiv entsprechende Diffs. Downloader und Updater verfügen über getrennte Abläufe für vollständige und inkrementelle Aktualisierungen. Bevor Änderungen an der Speicherkarte vorgenommen werden, überprüft das System zudem Prüfsummen und die korrekte Ausgangsversion der Update-Kette. Auch Nightly-zu-Nightly-Aktualisierungen auf Grundlage einer gemeinsamen stabilen Basis sind vorgesehen.
Weitere Verbesserungen und Änderungen finden sich unter anderem bei WLAN, Schlafmodus, Stromversorgung, Weckalarm und dem Herunterfahren des Handhelds.
Ab sofort verfügbar
Das Update auf SpruceOS 4.4.1 steht ab sofort auf der Projektseite auf GitHub zum Download bereit. Weitere Informationen zu Änderungen und Neuerungen halten die dieses Mal sehr ausführlichen Release Notes bereit.
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Fliegender Sportwagen: Tesla zeigt neuen Roadster mit Raketendüsen
Fast neun Jahre nach der ersten Vorstellung des neuen Roadsters hat Tesla nun ein neues Modell vorgestellt und dessen Flugfähigkeit demonstriert. Ein Prototyp fuhr an einer Rampe kopfüber und sprang anschließend mit einer vollen Schraube über fünf Fahrzeuge. Die dafür erforderlichen Kaltgasdüsen hatte Elon Musk 2018 angekündigt.
Kopfüber fahren und durch die Lüfte springen
Mit einer spektakulären Präsentation hat Tesla am 15. Oktober auf dem SpaceX-Versuchsgelände in McGregor (Texas) die zweite Generation eines neuen Roadsters vorgestellt. Das Modell von 2008 war das erste Serienfahrzeug von Tesla, eine im November 2017 vorgestellte zweite Generation, die sich grundlegend von dem jetzt vorgestellten Modell unterscheidet, kam hingegen nie auf den Markt.
Die aktuelle Generation des weißen Elektro-Sportflitzers fuhr zunächst eine steil aufragende, nach innen gekrümmte Schanze hinauf und blieb selbst kopfüber an ihr haften. Anschließend löste sich das Fahrzeug von dem Gerüst, drehte sich in der Luft und landete wieder auf seinen vier Rädern.
Bei einem zweiten Manöver übersprang der Roadster gleich fünf geparkte Autos: ein Cybercab, einen Cybertruck, einen Tesla Semi sowie ein Model Y und Model 3. Auch hier vollführte der Sportwagen eine volle Schraube, also eine vollständige 360-Grad-Rolle um die eigene Längsachse, bevor er wieder aufsetzte.
Das Event fand vor Zuschauern statt und wurde live übertragen.
Gebläse und Schubdüsen machen es möglich
Dass der Roadster selbst kopfüber nicht von der Rampe fällt, verdankt er leistungsstarken Gebläsen an der Unterseite. Sie saugen Luft unter dem Fahrzeug ab und erzeugen einen Sog, der den Sportwagen an die Fahrbahn presst. Laut Tesla entspricht die zusätzliche Anpresskraft bis zum Zweifachen der Gewichtskraft des Fahrzeugs. Das Verfahren soll auch bei gewöhnlichen Fahrsituationen für eine signifikant höhere Straßenhaftung sorgen. Vergleichbare Konzepte nutzen auch der McMurtry Spéirling oder der GMA T.50.
Sobald der Roadster die Verbindung zur Rampe verliert, kommen die in Kooperation mit SpaceX entwickelten Kaltgasdüsen zum Einsatz. Sie stoßen unter hohem Druck gespeicherte Luft aus und erzeugen dadurch Vortrieb. Anders als bei einem klassischen Raketentriebwerk findet dabei keine Verbrennung statt. Die Druckluft wird in kohlenstofffaserverstärkten Tanks gespeichert, die Tesla in verschiedenen Freiräumen der Karosserie untergebracht hat.
Für die flugfähige Ausführung sind insgesamt zehn Düsen und ein Druckspeicher mit rund 600 Litern Rauminhalt vorgesehen. Damit lassen sich kurze Sprünge und kontrollierte Rotationen in der Luft durchführen.
Von 0 auf ~100 km/h in 0,81 Sekunden
Auch bei der Beschleunigung setzt Tesla auf die zusätzliche Antriebskraft der Düsen. Bei der Vorführung absolvierte ein Roadster den Spurt von 0 auf 60 mph (rund 97 km/h) nach Angaben des Herstellers in lediglich 0,81 Sekunden.
Als Spitzentempo stellt Tesla mehr als 230 mph (rund 370 km/h) in Aussicht. Die Reichweite soll bei über 300 Meilen (rund 480 Kilometern) liegen. Das ist deutlich weniger als die rund 1.000 Kilometer, die Tesla bei der ersten Präsentation im Jahr 2017 angekündigt hatte.
Drei Ausführungen, Fertigungsbeginn 2028
Künftig soll der Roadster in drei Varianten angeboten werden. Den Auftakt bildet der zweisitzige Performance mit aktiver Strömungsführung und Ansaugsystem, aber ohne Kaltgasdüsen. Der ebenfalls zweisitzige Thrust erhält zusätzliche Düsen am Hinterteil, die insbesondere bei der Beschleunigung helfen sollen.
Für Flugmanöver ist dagegen die Rocket-Version vorgesehen. Sie bietet nur noch einen Sitzplatz und erhält zehn rund um das Fahrzeug angeordnete Kaltgasdüsen. Tesla sieht für diese Variante keine reguläre Zulassung vor. Kaufinteressenten können sie zudem nur auf Einladung erwerben.
Die Massenfertigung soll nach Aussagen von Elon Musk 2028 anlaufen. Ursprünglich hatte Tesla den neuen Roadster bereits 2017 vorgestellt und eine Markteinführung für 2020 angekündigt.
Endgültige Verkaufspreise gibt es erstmal noch nicht. Auf der Roadster-Homepage werden für die Performance-Version 50.000 US-Dollar und für den Thrust 250.000 US-Dollar als Reservierungsanzahlungen verlangt. Mit den späteren Verkaufspreisen sind diese Beträge nicht gleichzusetzen.
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Nvidia ist tabu: TikTok-Mutter will maßgeschneiderte KI-Chips von MediaTek

Der Mutterkonzern von TikTok, ByteDance, soll kurz vor einer Vereinbarung mit MediaTek über maßgeschneiderte KI-Chips für seine Rechenzentren stehen, wie Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet. Eine endgültige Einigung soll aber noch nicht erzielt sein.
ASICs für ByteDances Rechenzentren
MediaTek soll sogenannte ASICs (Application-Specific Integrated Circuits) an ByteDance liefern, die speziell an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst sind. Um welche Größenordnungen es sich dabei handeln soll, ist bislang allerdings nicht bekannt. Die mögliche Kooperation könnte ByteDance im derzeit stark nachgefragten Markt aber zusätzliche Chips für den Ausbau seiner KI-Infrastruktur sichern und MediaTek dabei helfen, über sein Geschäft mit Mobilprozessoren hinauszuwachsen. Falls die Vereinbarung zustande kommt, wäre der Mutterkonzern von TikTok nach Google der zweite große Kunde, für den MediaTek solche ASICs fertigt.
ByteDance kann nicht auf Nvidia zurückgreifen
ByteDance muss sich nach Alternativen zu Nvidia umsehen, da die geltenden US-Exportbeschränkungen den Zugang chinesischer Unternehmen wie Alibaba und Tencent zu den neuesten KI-Beschleunigern erheblich einschränken.
Direkte Partnerschaften mit Chipherstellern sind nach den geltenden US-Exportbeschränkungen möglich, solange die KI-Rechenleistung einen bestimmten Grenzwert nicht überschreitet. Bereits Anfang des Jahres soll ByteDance laut Bloomberg eine ähnliche Vereinbarung mit Qualcomm getroffen haben, um Millionen von KI-Chips zu beschaffen.
Ausbau der Infrastruktur kostet Milliarden
ByteDance erwägt dem Bericht zufolge, seine Ausgaben für Rechenzentren und KI-Infrastruktur auf bis zu 70 Milliarden US-Dollar zu erhöhen. Das wäre mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Für 2027 könnten die Ausgaben 100 Milliarden US-Dollar erreichen. Im September hatte sich das Unternehmen ein Darlehen über 30 Milliarden US-Dollar gesichert, um stärker in KI zu investieren.
Für MediaTek wäre eine solche Vereinbarung wichtig, um sich unabhängiger von Smartphone-SoCs aufzustellen und mit Qualcomm und Broadcom bei ASICs zu konkurrieren. Für dieses Jahr rechnet das Unternehmen mit Umsätzen aus dem KI-Chip-Geschäft von rund zwei Milliarden US-Dollar. Im kommenden Jahr strebt MediaTek jedoch bereits einen Anteil von 15 Prozent am Markt mit einem geschätzten Volumen von 80 Milliarden US-Dollar an.
ByteDance und MediaTek haben die Gespräche bislang nicht offiziell bestätigt, sie sollen jedoch kurz vorm Abschluss stehen.
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iPad mini: Apple testet OLED-Display mit 120 Hz

Apple soll beim neuen iPad mini mit OLED neben einem 60-Hz-Display auch eine Displayvariante mit 120 Hertz testen. Der Konzern könnte das für Ende Oktober erwartete „ProMotion-iPad“ damit erstmals auch unterhalb der iPad-Pro-Modelle anbieten.
ProMotion noch unsicher
Nach Angaben von Bloomberg-Reporter Mark Gurman im Power-On-Podcast sei das Thema in der Gerüchteküche noch kontrovers: Gurman will gehört haben, dass ein ProMotion-Display mit 120 Hz getestet wird. Noch ist unklar, ob Apple das kleine iPad tatsächlich mit ProMotion ausstattet oder weiterhin auf ein 60-Hz-Display setzen wird. ProMotion nennt der Konzern bisher alle Displays mit einer Bildwiederholrate von 120 Hz.
This has been a bit of a controversial topic in the rumor mill. I have been told of iPad Mini units with 120 hertz ProMotion. But I’ve also been told of iPad mini units that cap at 60 hertz. So as of now, I would say it’s a coin flip.
Mark Gurman
Wie schätzt die Community die Lage ein? Wird Apple mit dem neuen iPad mini nicht nur OLED, sondern auch ein ProMotion-Display mit 120 Hertz einführen?
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Ja, ProMotion wird Teil des nächsten iPad mini
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Nein, Apple wird ProMotion erst in iPad-mini-Iterationen nach 2026 verbauen
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Nein, ProMotion wird auf absehbare Zeit ein Pro-Feature bleiben.
Neues iPad mini könnte teurer werden
Im Podcast greift Gurman auch sein am vergangenen Sonntag verbreitetes Gerücht auf, dass das iPad mini deutlich teurer werden könnte. In Anbetracht der neuen, weit höheren Preise für den Apple TV 4K der 4. Generation und den neuen HomePod mini 2 fühlt sich Gurman in seiner Vorhersage bestärkt, auch wenn er den genauen Betrag weiterhin nicht verifizieren kann. Sicher sei nur, dass es teurer werde.
Das neue iPad mini soll für den möglichen höheren Preis auf OLED setzen – hier sind sich die Gerüchte einig. Mit dem A20 Pro soll das kleine iPad auf den Chip der aktuellen (Pro-)iPhones wechseln, die Chip-Leistung könnte damit deutlich ansteigen, wie ein Vergleich über den Geekbench-7-Benchmark zeigt. Eine Vorstellung wird für Ende Oktober erwartet: Zum 28. Oktober lädt Apple Influencer erneut zu einer Launch Experience ein.
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