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Steam Machine: „Red Line of Death“ kein Hardware-, sondern ein BIOS-Thema

Ein Reddit-Nutzer berichtete kürzlich von einer Steam Machine, die eine sogenannte „Red Line of Death“ als Hinweis auf einen GPU-Fehler anzeigte. Doch allein das Trennen des Wohnzimmer-PC vom Strom über Nacht ließ die PC-Konsole auferstehen. Valve hat sich inzwischen ebenfalls zu Wort gemeldet und empfiehlt einen CMOS-Reset.
Vor einigen Tagen tauchte der erste Bericht einer Steam Machine mit einem mutmaßlichen GPU-Fehler auf Reddit auf, was durch eine über eine rot pulsierende Linie über die vermeintlich rechte Hälfte der LED-Leiste angezeigt werden soll. Das Problem trat nach dem Spielen von No Man’s Sky für einige Minuten auf, gefolgt vom Einspielen eines nicht näher bezeichneten Updates, wahrscheinlich eines BIOS-Updates.
Kein Hardwarefehler trotz „Red Line of Death“?
Bereits in der Originalmeldung auf ComputerBase wiesen wir darauf hin, dass es sich hierbei um einen Anwenderbericht handelt, der zum Zeitpunkt der Artikelerstellung noch nicht offiziell von Valve bestätigt wurde. Aber jetzt hat sich der Reddit-User „me_hill“, der von der „Red Line of Death“ seiner Steam Machine berichtete, erneut zurückgemeldet: Er konnte das Problem lösen und die Steam Machine startet nun wieder ohne Einschränkungen. Dass er sich in der vergangenen Woche quasi überhastete zu Wort gemeldet hatte, tut ihm rückwirkend leid.
Eine Nacht stromlos half aus
Zuerst hatte der Nutzer nach dem Absenden seines Postings die Steam Machine zunächst für eine halbe Stunde vom Strom getrennt, was jedoch nicht zum Erfolg führte. Auch das Trennen vom Strom für mehrere Stunden sorgte nicht dafür, dass die „Red Line of Death“ verschwand. Doch als der Reddit-Nutzer seine Steam Machine erneut für eine Nacht vom Stromnetz trennte, startete die Steam Machine endlich wieder.
Valve-Mitarbeiter mit offizieller Problemlösung
Auch ein Valve-Mitarbeiter hat sich inzwischen über den Reddit-Account „SteamHWFeedback“ zu der „Red Line of Death“ zurückgemeldet und gibt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Problemlösung an die Hand:
- Zunächst muss die Steam Machine vom Stromnetz getrennt werden, woraufhin der Anschaltknopf auf der rechten unteren Seite an der Front mehrfach gedrückt werden muss. Anschließend muss das Stromkabel wieder angeschlossen werden.
- Wenn die LED des Anschaltknopfes danach weiß-pulsierend leuchtet, soll laut dem Valve-Mitarbeiter ein Support-Ticket auf Steam dazu angelegt werden oder der Mitarbeiter direkt angeschrieben werden.
- Anschließend muss der Anschaltknopf zunächst für ungefähr 6 Sekunden lang gedrückt und danach wieder losgelassen werden. Dabei sollte die LED des Power-Buttons kurz aufleuchten.
- Nun gilt es, einen CMOS-Reset durchzuführen: Nach den zuvor durchgeführten Schritten sollte die LED des Anschaltknopfes mehrere Farben im Wechsel anzeigen. Sobald die LED in grüner Farbe leuchtet, muss der Power-Button kurz gedrückt werden.
- Jetzt sollte die Steam Machine wieder statt der „Red Line of Death“ wieder regulär blau leuchten.
LED-Leuchtleiste in Steam Machine falsch eingebaut
Der Valve-Mitarbeiter merkt an, dass die Leuchtleiste der Steam Machine fälschlicherweise um 180 Grad gedreht eingebaut wurde. Somit handelte es sich bei dem ersten Bericht der „Red Line of Death“ gar nicht um einen GPU-Fehler, sondern um einen Fehler des Speichertrainings. Dieser Fehler wird nämlich durch eine rot-pulsierende Linie in der linken Hälfte der LED-Leiste signalisiert.
Demnach scheint beim betroffenen Reddit-Nutzer „me_hill“ ein BIOS-Update nicht vollständig durchgelaufen zu sein, was wiederum einen Fehler des Speichertrainings zur Folge hatte. Wird jedoch ein CMOS-Reset durchgeführt, stößt dies ein erneutes Durchlaufen des Speichertrainings an, was den Fehler der „Red Line of Death“ behebt.