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Stranger Things: Alle Staffeln im Ranking
Es war irgendwie von der ersten Sekunde an magisch. Als ich in der ersten Folge der ersten Staffel „Stranger Things“ Bekanntschaft mit dem Ort Hawkins machte, war das wie eine kleine Zeitreise. Plötzlich war ich wieder ein kleiner Junge – genau wie unsere Protagonisten Mike, Dustin, Lucas und Will. Von diesem Ort ging direkt dieser Zauber aus, den ich damals in den Achtzigern auch an ähnlich ikonischen Orten verspürte. Ich fühlte mich so, als ich dabei zusah, wie die Goonies in Astoria ein unglaubliches Abenteuer erlebten, oder die Gremlins Kingston Falls unsicher machten. Und mich erfasste ebenso Heimweh nach einem Ort, an dem ich noch niemals gewesen war, wie es mir mit Hill Valley erging, wo Marty McFly lebte.
Stranger Things: Riecht Ihr die Achtziger?
Das, was die Duffer-Brüder mit dieser ersten Staffel 2016 ablieferten, atmete in jeder Sekunde diesen Vibe der Achtziger und löste einen besonderen Hype um dieses Jahrzehnt aus. Es fühlte sich alles an wie damals, als ich Zurück in die Zukunft, E.T., die Goonies und jeden verfügbaren John-Hughes-Film sah. Nur mit dem Unterschied, dass ich 2016 schon 45 Jahre alt war. Jetzt bin ich greise 54 und Stranger Things ist mit Staffel 5 zu Ende gegangen.
Alle bisherigen Staffeln gerankt – von der schlechtesten bis zur besten
Das war Grund genug für mich, mich jetzt noch einmal durch alle Staffeln zu wühlen und sie zu ranken. Hier kommt jetzt meine Bewertung der fünf Seasons, von der schlechtesten bis zur besten. Das ist natürlich sensationell subjektiv, aber hey – Ihr müsst einfach darauf vertrauen, dass mein Seriengeschmack einfach über jeden Zweifel erhaben ist. Wird es hier zu Spoilern kommen? Aber sicher! Anschnallen, es geht los!
Der letzte Platz in meinem Ranking: Stranger Things, Staffel 3
Staffel 3 markiert den wohl gewagtesten Stilbruch der Serie und polarisiert die Fangemeinde bis heute, wenn Ihr mich fragt. Der subtile Horror der Vorgänger wurde gegen eine grelle, sommerliche Action-Atmosphäre im Stil eines 80er-Jahre-B-Movies eingetauscht. Der Sommer 1985 in Hawkins ist geprägt von Neonlichtern, aufkeimenden Teenager-Romanzen und dem neuen Herzstück der Stadt: der Starcourt Mall. Diese stilistische Neuausrichtung stieß sowohl auf Begeisterung als auch auf Kritik.
Zusammenfassung: Ein Sommer der Liebe und des Schreckens
Die Starcourt Mall ist nicht nur ein Konsumtempel, sondern verbirgt auch ein dunkles Geheimnis: Im Untergrund betreiben sowjetische Wissenschaftler eine riesige Maschine, um ein Tor zum Upside Down zu öffnen. Dies ermöglicht es dem Mind Flayer, nach Hawkins zurückzukehren. Er findet in Billy Hargrove einen neuen, menschlichen Wirt und erschafft eine Armee aus „Infizierten“. Während unsere Helden durch ihre aufkeimenden Romanzen auseinanderzudriften drohen, decken Dustin, Steve, seine Kollegin Robin und Lucas‘ Schwester Erica die russische Verschwörung auf, was zu einem explosiven Showdown in der Mall führt.
Nostalgie am Rande der Absurdität
Die Platzierung spiegelt die Zerrissenheit dieser Staffel wider – zwischen brillantem Spaß einerseits, aber auch erzählerischen Schwächen andererseits. Vor allem spiegelt sie aber auch wider, wie diese Folgen bei mir persönlich hängengeblieben sind.
Ich mag die Staffel auch gar nicht zerreißen, denn so viel ist mal klar: Es gibt KEINE wirklich schlechte Staffel von Stranger Things. Wenn ich mich hier also beschwere, dann auf hohem Niveau. Denn auch in dieser Season gibt es natürlich absolute Highlight-Momente, die ich auch heute noch feiere. Unvergessen ist Dustins zuckersüßes Duett mit Suzie:
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Auch Robin und Steve, die mit dieser Staffel eingeführt wurden, haben mir großartig gefallen. Dennoch hab ich hier ein paar negative Schwingungen verspürt, die ich in den anderen Staffeln nicht so wahrgenommen habe.
So hat man für mein Empfinden zu viel auf den Nostalgie-Faktor gesetzt. Ich liebe die Achtziger und ich liebe es auch, wenn sich Filme und Serien damit auseinandersetzen. Aber hier wirkte es ein wenig so, als habe man einfach versucht, so viele Referenzen wie möglich in den Plot zu streuen, um genau diesen Nostalgie-Faktor zu bedienen.
Außerdem war mir das – gerade zum Finale der Staffel hin – zu pompös inszeniert. Wo war noch das Mysteriöse, der Zauber der ersten Staffel? Hier gab es fette CGI-Schlachten, die zumindest auf mich etwas zu lieblos aufbereitet wirkten und auf Effekthascherei bedacht. Meinetwegen hätte man sich die ganze Russen-Verschwörung eigentlich auch sparen können, wobei das staffelübergreifend gilt.
Platz 4 geht an Staffel 2: Das vermaledeite zweite Album
Die zweite Staffel krankt für meinen Geschmack am gleichen Symptom wie die zweiten Alben von Bands. Da hat man sein ganzes Leben Zeit, um sein Debütalbum zu schreiben – und soll plötzlich in nur einem Jahr einen Nachfolger präsentieren, der idealerweise sogar noch besser ist. Ebenso ging es mir mit Staffel 2, die mir aber dennoch sagenhaft gut gefallen hat.
Zusammenfassung: Düsteres Halloween in Hawkins
Die Handlung setzt ein Jahr nach Wills Rettung aus dem Upside Down ein. Es ist mittlerweile Herbst 1984 (wieso ist eigentlich People are People nicht im Soundtrack?!), und eine düstere Halloween-Atmosphäre legt sich über Hawkins. Doch die Normalität ist trügerisch. Will wird von Visionen eines gigantischen Schattenmonsters geplagt, dem Mind Flayer, der bald Besitz von ihm ergreift. Währenddessen findet Elfi bei Polizeichef Hopper Unterschlupf, leidet aber unter der strengen Isolation. Die Freundesgruppe wird durch die coole Skaterin Max und ihren aggressiven Stiefbruder Billy aufgemischt, was vor allem die Dynamik zwischen Dustin und Lucas verändert.
Der fatale Ausflug nach Chicago
Zwei Hauptgründe sind in meiner natürlich ziemlich subjektiven Empfindung für die Platzierung dieser ansonsten starken Staffel verantwortlich:
- Der „Lost Sister“-Ausreißer: Die fast einhellige Meinung der Kritiker und Fans ist, dass die siebte Episode, „Die verschwundene Schwester“, der größte Schwachpunkt der gesamten Serie ist. In diesem Exkurs reist Elfi nach Chicago und trifft auf Kali (Nummer Acht) und ihre Bande von kriminellen Außenseitern. Die Folge ist irgendwie merkwürdig und reißt mich abrupt aus der dichten, sorgfältig aufgebauten Atmosphäre von Hawkins heraus. So fühlt sie sich thematisch wie ein Fremdkörper an.
- Repetitive Bedrohung: Man musste nach einer für mich perfekt wirkenden ersten Season jetzt nachlegen. Alles ein bisschen größer, ein bisschen besser. Die Folgen dieser Staffel machen das zumeist gut, aber es wirkt eben manchmal etwas zu wenig ambitioniert, ohne die Messlatte höherzulegen. Die Einführung des neuen Bad Ass in Town – dem Mind Flayer – ist noch zu sehr im Hintergrund, sodass sich Staffel 2 wie eine Art Neuaufguss von Staffel 1 anfühlt.
Trotz dieser Schwächen hat Staffel 2 unbestreitbare Stärken. Die Einführung von Max und Billy bereichert die Besetzung nachhaltig. Irgendwie hat man die Teenager in Hawkins nach dieser Staffel besser verstanden. Außerdem wurden durch die Bank die Charaktere schön weitergezeichnet, man verstand ihren jeweiligen Antrieb besser.
Platz 3: Alles andere als ein versautes Finale!
Mit dieser Staffel wurde nun also Stranger Things auserzählt. Ist sie perfekt? Nein, beileibe nicht – aber sie stinkt auch nicht ab und findet sich somit fast zwangsläufig irgendwie in der Mitte meines Rankings wieder.
Zusammenfassung: Das letzte Gefecht
Im Herbst 1987 steht Hawkins unter militärischer Quarantäne, während die Risse zum Upside Down die Stadt langsam verzehren. Vecna, geschwächt, aber nicht besiegt, initiiert die finale Phase seines Plans: Er entführt gezielt Kinder – darunter Mikes kleine Schwester Holly –, um ihre psychische Energie für eine permanente Verschmelzung der Welten zu nutzen.
Während Elfi vom Militär unter der skrupellosen Dr. Kay gejagt wird, muss sie sich mit alten Verbündeten wie Kali zusammenschließen, um ihre Kräfte für den entscheidenden Schlag zu maximieren. Will, dessen Verbindung zu Vecna stärker denn je ist, wird zum Schlüssel im Kampf gegen den Mind Flayer. In einem gewaltigen Finale, das sich über beide Dimensionen erstreckt, bringt die Gruppe Vecna zu Fall und Elfi bringt ein scheinbar ultimatives Opfer, um das Upside Down endgültig zu zerstören und Hawkins eine Zukunft zu schenken.
Ein Abschied für immer?
Puh, diese letzte Staffel hat mich wirklich zerrissen. Auf eine Art, als wäre ein guter Freund für immer gegangen. Ein bisschen war es ja auch so. Lest in meiner Review des Finales und der anderen beiden Staffel-Abschnitte, wie ich die komplette Staffel beurteile:
In den verlinkten Beiträgen lasse ich mich gründlich dazu aus, was mir nicht gefallen hat. Bei aller Liebe zur Serie, zu den Machern und zu allen Helden waren da eben ein paar Sachen, die nicht passten. Es waren zu viele Protagonisten, was mitunter dazu führte, dass Personen die Sätze der anderen beendeten. Es gab Pacing-Schwierigkeiten, die sich auf die Spannung auswirkten. Wieder einmal gab es auch akute Fälle von Plot Armor.
Aber geschenkt! Unterm Strich haben die Duffer-Brüder die Geschichte mehr als souverän zu Ende erzählt, ohne zu viele Handlungsstränge unter den Tisch fallen zu lassen. Das offene Ende um Elfi mag ich aufrichtig und offen gestanden fand ich es auch schön, dass der Endkampf ein ziemlich komprimierter war. Auch, wenn der Sieg dann ein wenig zu leicht davongetragen wurde, wenn Ihr mich fragt. Der ellenlange Epilog erzählt schön die Geschichten unserer Helden weiter und ist für mich echtes Serien-Gold.
Für mich endet die Serie damit genau richtig: mit einem Drahtseilakt zwischen beseelt und trauernd. Nicht die beste Staffel, aber allemal gut genug, um damit abschließen zu können.
Platz 2: Zurück zu alter Stärke mit Staffel 4
Die vierte Staffel hat mein Herz geheilt. Ich befürchtete, dass es mit Staffel 3 jetzt wirklich bergab geht und ich wieder mal meinen Fernseher anschreien muss: „Wieso habt Ihr nicht nach Staffel 1 aufgehört, Ihr Dilettanten?“ Stattdessen erholte sich die Serie und lieferte eine fantastische Story, neue Helden und Unholde, die richtige Dosis Eighties und viel Action und Drama.
Zusammenfassung: Die Ankunft von Vecna
Die Handlung ist komplex und auf mehrere Schauplätze verteilt. In Hawkins erschüttert eine Reihe grausamer Morde die Stadt, hinter denen ein neues, albtraumhaftes Wesen aus dem Upside Down steckt: Vecna. In Kalifornien versucht Elfi, ihre verlorenen Kräfte wiederzuerlangen, und wird dafür mit ihrer traumatischen Vergangenheit im Hawkins Lab konfrontiert.
Weit entfernt kämpft Hopper in einem russischen Gulag ums Überleben. Alle Handlungsstränge laufen auf den unausweichlichen Kampf gegen Vecna hinaus, der sich als der wahre Drahtzieher hinter dem Unheil in Hawkins entpuppt.
Gipfel des Schreckens und der Emotionen
Staffel 4 verdient den zweiten Platz in meinem Ranking aus mehreren überzeugenden Gründen. Da sind einmal die emotionale Tiefe und die sensationelle Charakterzeichnung. Gänsehaut, Tränen, Jubel – alles war dabei. Als Max zu den Klängen von „Running Up That Hill“ in die Luft schwebte, war das nicht nur ein Serienmoment – es war ein kulturelles Erdbeben, das uns alle daran erinnerte, welche Macht Musik und Freundschaft haben können. Ihr Charakterbogen ist herausragend.
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Gleichzeitig wurde mit dem liebenswerten Metal-Fan und D&D-Meister Eddie Munson ein neuer Fan-Liebling eingeführt, dessen Schicksal sicher nicht nur mich tief berührte. Unvergessen ist sein Gitarrensolo zu Metallicas „Master of Puppets“. Ich mag auch die doppelte Bedeutung, wenn wir hier nämlich Vecna als eine Art Puppenspieler einordnen.
Hatte die Serie horrortechnisch vorher eher was von „Monster of the Week“, so begaben wir uns hier auf eine Ebene des psychologischen Horrors. Das verdanken wir Vecna, weil es nicht einfach nur „noch ein Monster“ ist, sondern echtes Albtraum-Material darstellt.
Persönlich liebe ich die Staffel auch deswegen, weil man mich wieder fangen konnte. Die Serie stabilisierte sich nicht nur, sondern tauchte in neue Sphären auf und liefert so den Grund dafür, wieso ich überhaupt wieder so viel Bock hatte, zu sehen, wie die Geschichte mit Staffel 5 zu Ende erzählt wird. Staffel 4 ist für mich ein Meisterstück, das die Mythologie der Serie entscheidend vertieft, ihre Charaktere an ihre emotionalen Grenzen bringt und den perfekten Grundstein für das große Finale legt.
Meine Nummer 1: Die Premieren-Staffel, mit der alles begann
Trotz des Lobs für Staffel 4 ist mir die erste Season noch mehr ans Herz gewachsen. Die Staffel, mit der alles begann! All das, was ich schon eingangs schrieb, nahm da seinen Anfang. Es war nicht einfach nur „noch irgendeine Mystery-Serie“. Es war die Geburt eines globalen Phänomens. Hätte ich mir eine Serie bauen dürfen, ich hätte genau diese gebaut: einen perfekten Mix aus 80s-Nostalgie (inklusive Verneigung vor den Altmeistern wie Spielberg), Mystery, Science-Fiction und Coming-of-Age.
Zusammenfassung: Das Verschwinden des Will Byers
Am 6. November 1983 verschwindet der junge Will Byers in der Kleinstadt Hawkins spurlos. Während seine verzweifelte Mutter Joyce und der desillusionierte Polizeichef Hopper die Ermittlungen aufnehmen, machen sich Wills beste Freunde Mike, Dustin und Lucas selbst auf die Suche. Dabei treffen sie auf ein mysteriöses Mädchen mit kahlgeschorenem Kopf und übernatürlichen Fähigkeiten, das sie Elfi (nach ihrem Labornamen „11“) nennen. Ihre Suche führt sie zu geheimen Regierungsexperimenten, einer düsteren Paralleldimension namens Upside Down und einem furchterregenden Monster, dem Demogorgon.
Ein Meisterwerk für sich
Ganz ehrlich? Meinetwegen hätte irgendwie auch schon nach Staffel 1 Schluss sein dürfen! Es ist dieser Zwiespalt zwischen „Wow, das ist die perfekte Staffel“ und dem frommen Wunsch „Diese Serie darf niemals aufhören“. Das ist jetzt meine Empfindung, aber erfreulicherweise verehren außer mir ja noch ein paar Leute mehr diese erste Season. Die Gründe dafür sind vielschichtig, lassen sich aber auf zwei Kernpunkte reduzieren:
- Die Geburtsstunde des Phänomens: Staffel 1 funktionierte als perfekter Köder. Sie schuf eine einzigartige und faszinierende Welt, indem sie 80er-Jahre-Nostalgie meisterhaft mit unheimlichen Sci-Fi-Konzepten und echtem Horror verband. Die Charaktere waren von der ersten Minute an liebenswert, die Handlung fokussiert und das Mysterium fesselnd.
- Eigenständige Perfektion: Eine der größten Stärken dieser Staffel ist, dass sie für sich allein als abgeschlossene Miniserie stehen könnte. Die Handlung ist so perfekt und in sich geschlossen, dass sie auch ohne Fortsetzungen ein Meisterwerk wäre. Alles, was Stranger Things ausmacht, wurde hier etabliert.
Für unzählige Fans ist und bleibt die erste Staffel der unantastbare Goldstandard. Ich kenne aber auch genügend Menschen, die Staffel 4 sogar als noch stärker empfinden. Hier habe ich Euch dargelegt, wieso ich mich für die Reihenfolge entschieden habe, und hoffe, Ihr könnt damit leben. Und ja, der Abstand zu Staffel 4 ist ein hauchzarter.
Hättet Ihr Euch anders entschieden? Und wenn ja, nennt mir doch mal Eure Reihenfolgen und begründet sie gern in den Kommentaren. Verratet mir auch gern, wie gut oder schlecht Ihr mit dem Ende leben könnt.
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So holst du trotzdem Strom vom Balkon
Kalte Tage, wenig Sonne und trotzdem Solarstrom vom Balkon? Ein Balkonkraftwerk macht auch im Winter keine Pause. Wer weiß, worauf es jetzt ankommt, kann selbst in der dunklen Jahreszeit überraschend solide Erträge erzielen.
Wenn die Tage kürzer werden und der Himmel meist grau bleibt, denken viele automatisch: Jetzt lohnt sich Solar doch kaum noch. Genau hier liegt der Denkfehler. Denn ein Balkonkraftwerk ist kein Schönwetter-Spielzeug, sondern für den Ganzjahresbetrieb gemacht. Im Winter ändern sich die Spielregeln – aber nicht zu Eurem Nachteil, wenn Ihr sie kennt.
Warum Solarmodule Kälte besser mögen als Hitze
Was viele überrascht: Solarmodule arbeiten bei niedrigen Temperaturen effizienter als bei Sommerhitze. Der Grund liegt in der Physik. Sinkende Temperaturen reduzieren elektrische Verluste in den Zellen. Trifft Licht auf das Modul, wird es sauberer in Strom umgewandelt.
Natürlich steht die Sonne im Winter kürzer am Himmel. Doch moderne Module sind längst nicht mehr auf direkte Sommersonne angewiesen. Selbst diffuses Licht an bewölkten Tagen reicht aus, um messbare Erträge zu liefern. Euer Balkonkraftwerk läuft also weiter – vielleicht weniger spektakulär, aber zuverlässig. Gerade in klaren Frostperioden mit tief stehender Sonne kann die Leistung überraschend gut ausfallen.
Schnee auf den Modulen: Problem mit Nebenwirkung
Schnee wirkt zunächst wie der natürliche Feind jeder Solaranlage. Liegt er direkt auf den Modulen, blockiert er fast das gesamte Licht. Dann kommt aus dem Wechselrichter entsprechend wenig bis nichts. Die Lösung ist simpel, aber wichtig: kontrollieren und vorsichtig reinigen.
Ein weicher Handbesen oder eine Gummilippe reichen vollkommen aus. Harte Werkzeuge, heißes Wasser oder Gewalt solltet Ihr vermeiden – sie können das Glas beschädigen oder Spannungen erzeugen. Festsitzendes Eis lasst Ihr besser von selbst auftauen.
Der oft unterschätzte Effekt: Schnee reflektiert Licht. Sind die Module frei und liegt davor oder darunter eine helle Schneefläche, kann das den Lichteinfall sogar leicht verstärken. Schnee ist also nicht nur Strombremse, sondern unter den richtigen Bedingungen auch ein kleiner Helfer.
Saubere Module sind im Winter besonders entscheidend
Im Winter sammeln sich Schmutz und Ablagerungen schneller, als viele denken. Feuchtigkeit bindet Staub, Laub bleibt liegen, Abgase setzen sich fest. Schon eine dünne Schicht kann die Lichtdurchlässigkeit spürbar reduzieren – und damit den Ertrag.
Reinigt Eure Module daher regelmäßig, aber schonend. Lauwarmes Wasser und ein weiches Tuch oder Schwamm sind völlig ausreichend. Ideal sind bedeckte Tage oder die Morgenstunden, um Temperaturschocks zu vermeiden. Aggressive Reinigungsmittel oder Glasreiniger gehören nicht aufs Modul.
Ein zusätzlicher Tipp: Wenn möglich, nutzt destilliertes Wasser. Gerade in Regionen mit hartem Leitungswasser verhindert Ihr so Kalkränder, die sich sonst wie ein dauerhafter Schleier auf das Glas legen können.

Neigungswinkel und Ausrichtung neu denken
Im Winter steht die Sonne deutlich tiefer als im Sommer. Flach montierte Module verschenken dann Potenzial. Ein steilerer Neigungswinkel zwischen 30 und 40 Grad fängt das flache Licht besser ein und sorgt gleichzeitig dafür, dass Schnee schneller abrutscht.
Ist Euer Balkonkraftwerk verstellbar, lohnt sich diese Anpassung. Die Ausrichtung bleibt grundsätzlich gleich: Süden liefert die besten Erträge, Ost und West funktionieren ebenfalls, fallen aber etwas schwächer aus. Entscheidend ist im Winter vor allem, Verschattungen zu vermeiden. Geländer, Mauern oder Nachbarbalkone können bei tief stehender Sonne schnell zum Problem werden.
Speicher: Mehr Komfort, aber keine Pflicht
Im Winter kommt Solarstrom oft in kurzen, unregelmäßigen Phasen. Ohne Speicher nutzt Ihr ihn direkt, solange die Sonne scheint. Mit Speicher könnt Ihr diese Energie zwischenspeichern und später abrufen – etwa abends oder nachts.
Das erhöht den Eigenverbrauch und macht Euch unabhängiger vom Netz, ist aber kein Muss. Auch ohne Batterie senkt Euer Balkonkraftwerk tagsüber zuverlässig den Strombezug. Ein Speicher ist daher eher ein Komfort-Upgrade, das sich besonders lohnt, wenn Euer System größer dimensioniert ist oder Ihr langfristig ausbauen wollt.
Technik, Befestigung und Sicherheit nicht vergessen
Winter bedeutet zusätzliche Belastung. Schnee, Wind und Frost wirken stärker, als man denkt. Prüft regelmäßig Halterungen, Schrauben und Unterkonstruktionen. Auch Kabel und Steckverbindungen verdienen Aufmerksamkeit – Feuchtigkeit und Frost sind keine gute Kombination.
Der Wechselrichter sollte geschützt montiert sein, gut belüftet und nicht dauerhaft im Schnee oder Regen stehen. Wer sein System erweitern möchte, sollte außerdem die technischen und rechtlichen Grenzen beachten. Gerade bei hoher Modulleistung spielen Normen und Anschlussarten eine wichtige Rolle.
Fazit: Euer Balkonkraftwerk kennt keinen Winterschlaf
Ein Balkonkraftwerk ist kein Sommer-Gadget. Mit sauberem Glas, sinnvoller Neigung und etwas Pflege arbeitet es auch im Winter zuverlässig weiter. Die Erträge sind kleiner als im Juli – aber sie sind da. Und jede erzeugte Kilowattstunde senkt Eure Stromrechnung. Vielleicht zeigt Euch gerade der Winter, dass auf Eurem Balkon noch mehr Potenzial steckt, als Ihr bisher gedacht habt.
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Sparsamer Phison E37T: PCIe-5.0-SSDs sollen mit diesem Chip günstiger werden

Schon wieder präsentiert Phison einen neuen SSD-Controller mit PCIe 5.0. Der E37T soll beim Preis-Leistungsverhältnis und der Effizienz neue Maßstäbe in der PCIe-5.0-Familie setzen. Mit nur 2,3 Watt Leistungsaufnahme sei er ideal für Notebooks und andere Mobilgeräte geeignet. Dennoch schafft er über 14 GB/s.
Der Phison E37T im Detail
Phison will nach eigenen Angaben die Nachfrage nach „kosteneffizienten Lösungen“ mit dem E37T bedienen. PCIe-5.0-SSDs mit diesem Chip sollen also günstiger werden, während sie bislang noch deutlich teurer als Modelle mit PCIe 4.0 sind.
Mit seinem 4-Kanal-Design ohne eigenen DRAM-Cache (stattdessen HMB) ist er ein deutlich kleinerer Chip als das Flaggschiff E28, das ebenfalls auf der CES 2026 gezeigt wird. Letzterer Chip ist aber keine Neuheit mehr, denn SSDs wie die Corsair MP700 Pro XT (Test) haben bereits den Handel erreicht.
Vielmehr tritt der E37T in die Fußstapfen des E31T, liefert aber mit bis zu 14,7 GB/s beim Lesen und 13 GB/s beim Schreiben viel mehr Durchsatz, der sich auch kaum vor den Flaggschiffen verstecken muss. Ebenso beachtlich sind die bis zu 2 Millionen IOPS. Die höhere Leistung kommt zum einen durch „Verfeinerungen“ an der Architektur, aber auch durch die Unterstützung von schnelleren Speicherchips mit bis zu 4.800 MT/s zustande.
Nur 2,3 Watt im aktiven Betrieb
Phison wirbt zudem mit der „klassenbesten Effizienz“. Daran bestehen bei einer genannten Leistungsaufnahme von lediglich 2,3 Watt kaum Zweifel. Mit der geringen Leistungsaufnahme gehen in der Regel auch niedrige Temperaturen einher und so soll sich der Phison E37T insbesondere für den Einsatz in kompakten Systemen wie Notebooks und Gaming-Handhelds anbieten, sofern diese schon von PCIe 5.0 profitieren. Auch winzige SSDs im M.2-2230-Format seien mit diesem Chip machbar.
Noch keine Infos zum Marktstart
Bisher liegen noch keine Informationen zur Verfügbarkeit von SSDs mit dem neuen Phison E37T-Controller vor. Sofern sich nicht in den nächsten Tagen erste Partner-Designs zeigen, dürfte der Marktstart aber noch eine ganze Weile auf sich warten lassen. Die erste SSD mit dem Vorgänger E31T ist auch gerade erst gut ein Jahr alt und die Konkurrenz in Form des SM2504XT von Silicon Motion lässt weiter auf sich warten.
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Hisense 65E7NQ zum Tiefpreis: Amazon startet Ausverkauf
Ein 65-Zoll-Fernseher zum absoluten Sparpreis gefällig? Dann solltet Ihr schnell bei Amazon vorbeischauen. Der Versandriese bietet aktuell ein starkes QLED-Modell für weniger als 450 Euro an. Ob sich der Deal lohnt oder Ihr unnötig draufzahlt, erfahrt Ihr in diesem Artikel.
Amazon verkauft mit dem Hisense E7NQ einen 65-Zoll (ca. 165 cm) großen 4K-Fernseher, der einiges auf dem Kasten hat. Neben einem starken QLED-Display erwarten Euch hier auch Dolby Vision, HDR10 und drei HDMI-2.1-Ports. Für kurze Zeit gibt’s den Smart-TV um 32 Prozent reduziert, wodurch Ihr weniger als 450 Euro zahlt.
Hisense E7NQ: Darum lohnt sich der Amazon-Deal
Der Hisense zählt zu den Mittelklasse-Fernsehern. Grund ist dafür jedoch nicht die Ausstattung oder eine schwächelnde Leistung. Im Gegenteil: Diese sind beim E7NQ mehr als gut. Ein Hauptgrund für diese Kategorisierung liegt im Panel. Es handelt sich zwar um ein QLED-Panel mit 4K-Auflösung (3.840 × 2.160 Pixel), allerdings bietet dieses „nur“ 60 Hz. Dadurch sind Filme und Serien zwar noch immer richtig schön anzusehen, Gamer dürften hiermit allerdings weniger zufrieden sein. Immerhin könnt Ihr die Bildqualität dank Dolby Vision und HDR10 noch einmal verbessern und den Fernseher sogar via Sprachbefehl fernsteuern.
Preislich kann sich dieser Deal definitiv sehen lassen. Ihr bekommt hier ein modernes Modell aus 2024 geboten. Dafür zahlt Ihr laut unverbindlicher Preisempfehlung normalerweise 649 Euro. Amazon reduziert den Hisense 65E7NQ jetzt allerdings auf 439,99 Euro. Damit sinkt der Preis auf ein neues Tief. Noch im Dezember waren Preise über 590 Euro keine Seltenheit. Haltet Ihr nach einem zuverlässigen Gerät Ausschau, das über eine gute Bildqualität verfügt und zockt nicht unbedingt in 4K@120Hz, solltet Ihr Euch den Hisense 65E7NQ unbedingt näher anschauen.
Was haltet Ihr von dem Deal? Habt Ihr bereits Erfahrungen mit Hisense gemacht? Teilt sie uns doch in den Kommentaren mit!
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