Datenschutz & Sicherheit
SystemRescue 13.00: Neue Tools für Datenrettung und Analyse
SystemRescue 13.00 ist da und bringt einen neuen LTS-Kernel, aktualisierte Dateisystem-Tools und mehr Werkzeuge für Administratoren. Bei dem Projekt handelt es sich um eine bootfähige Linux-Live-Distribution vor allem für die Datenrettung, Systemreparaturen und forensische Analysen – etwa wenn ein installiertes System nicht mehr startet oder ein Datenträger separat untersucht werden muss.
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Mit dem LTS-Kernel 6.18.20 springt das Projekt von der bisherigen 6.12-Serie (Stand Dezember 2025) auf eine deutlich neuere Basis. Neben Sicherheitskorrekturen bringt der neue Kernel vor allem Unterstützung für aktuelle Hardware mit. Auch das noch junge Dateisystem bcachefs erhält ein Update: Tools und Kernel-Modul liegen nun in Version 1.37.3 vor. Eingeführt wurde es in SystemRescue 12.00.
Aktualisierte und neue Tools
GParted wurde auf Version 1.8.1 aktualisiert. Das grafische Partitionierungswerkzeug gehört zu den zentralen Komponenten von SystemRescue und deckt Standardaufgaben wie das Verschieben oder Vergrößern von Partitionen ab. Neu im Werkzeugkasten ist yq, ein Kommandozeilentool für strukturierte Datenformate wie YAML, XML und TOML. Gerade im Umfeld von Kubernetes, Infrastructure-as-Code und CI/CD ist das nützlich: Administratoren können damit direkt im Live-System Konfigurationsdateien auswerten, um zum Beispiel Container-Images aus Deployment-Dateien zu extrahieren.
Das bisher Python-basierte iotop weicht der C-Implementierung iotop-c. Sie arbeitet ressourcenschonender und läuft robuster in minimalen Umgebungen wie SystemRescue. Mit fatsort kommt ein Spezialwerkzeug für FAT-Dateisysteme hinzu, das die physische Reihenfolge von Dateien auf Datenträgern optimiert – relevant etwa für bestimmte Embedded- oder Boot-Szenarien. Ebenfalls neu ist nss-mdns für die Namensauflösung über Multicast DNS. Damit lassen sich Systeme im lokalen Netz direkt über Hostnamen wie server.local ansprechen, ohne einen DNS-Server zu benötigen.
Auf hochauflösenden Displays verbessert sich die Lesbarkeit: Das System nutzt nun eine geeignete Standard-Schrift aus dem Kernel, statt der bisher oft zu kleinen Darstellung. Ein neues Skript passt zudem den Skalierungsfaktor an die jeweilige Konfiguration an, was vor allem auf 4K-Displays die Bedienbarkeit spürbar erhöht. Außerdem behebt die neue Version Fehler im Skript yay-prepare, das beim Vorbereiten von Paketen zum Einsatz kommt und zuvor in bestimmten Fällen abbrach.
Alle Informationen zum neuen Release finden sich auf der Webseite des Projekts.
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Siehe auch:
(fo)