Künstliche Intelligenz
Tabwee T60 Pro im Test: 13,4-Zoll-Tablet kostet zum Black Friday nur 200 Euro
Wenn es auf die Größe ankommt – nur nicht beim Preis: Das Tabwee T60 Pro bietet als Android-Tablet ein riesiges Display für vergleichsweise wenig Geld.
Mit einem 13,4-Zoll-Display ist das Tabwee T60 Pro ein Gigant unter den Tablets. Der Preis fällt zur Black Week mit 200 Euro dagegen erstaunlich klein aus – so ein großes, aber günstiges Tablet hatten wir noch nie im Test. Zum Lieferumfang gehören sogar eine Schutzhülle, eine Bluetooth-Tastatur, eine Maus und ein Stift – wenn auch nur ein passiver.
Die Marke Tabwee gehört zu Blackview und bietet Geräte abermals unterhalb des Preisniveaus des Hongkonger Unternehmens an. Ob das Gerät damit tatsächlich ein echtes Schnäppchen darstellt und wo der Haken ist, klären wir in diesem Testbericht.
Design
Das T60 Pro ist ein echtes Ungetüm: Mit Abmessungen von 30,9 × 20,1 × 0,8 cm ist es nur geringfügig kleiner als das Samsung Galaxy Tab S11 Ultra. Damit übertrifft es ein Blatt im DIN-A4-Format leicht und ist nur etwas kompakter als ein 14-Zoll-Laptop. In eine kleinere Tasche passt es daher kaum noch.
Zum Lieferumfang gehört eine Schutzhülle, die das Display abdeckt und sich umgeklappt als Aufsteller verwenden lässt. Der Mechanismus ist allerdings nicht besonders stabil – wackelt der Untergrund, klappt das Tablet schnell wieder zusammen.
Das Gehäuse besteht vollständig aus Kunststoff und wirkt entsprechend einfach verarbeitet. Die meisten günstigen Tablets bieten mittlerweile ein Metallgehäuse. Die Tasten für Lautstärke und Power fühlen sich in der Hülle zudem etwas schwammig an. Aufgrund der Größe und des hohen Gewichts von über 750 g kann man es kaum für längere Zeit einhändig halten.
Zum üppigen Zubehör zählen ein Schutzglas zum Aufkleben, eine kleine Bluetooth-Tastatur, eine Bluetooth-Maus, ein passiver Eingabestift sowie kabelgebundene Ohrhörer. Der beiliegende passive Stift mit abgerundeter, relativ stumpfer Spitze bietet kaum mehr Komfort als die Bedienung mit dem Finger.
Maus und Tastatur sind schlicht verarbeitet, erfüllen aber ihren Zweck und lassen sich problemlos per Bluetooth verbinden – das Keyboard bietet allerdings ein US-Layout. Für längere Schreibarbeiten ist sie kaum geeignet, für eine kurze Mail oder eine Notiz reicht sie jedoch aus.
Display
Mit einer Diagonale von 13,4 Zoll bietet das Tabwee T60 Pro für seine Preisklasse einen außergewöhnlich großen Bildschirm. In unseren jüngeren Tests waren nur das Samsung Galaxy Tab S11 Ultra und S10 Ultra noch größer. Damit liefert das Gerät reichlich Fläche für Filme, Serien und andere Medien – auf dem Schoß aufgestellt, wirkt das Tablet fast wie ein kleiner Fernseher.
Allerdings hat der Hersteller an einigen Stellen gespart: Das IPS-Panel bietet keine herausragende Bildqualität, geht aber angesichts des niedrigen Preises in Ordnung. Es fehlt etwas an Leuchtkraft und die Farben wirken ziemlich kraftlos. Auch die Kontraste sind nicht sehr ausgeprägt. Die Blickwinkelstabilität ist jedoch solide. Außerdem bietet der Bildschirm eine beeindruckende Bildwiederholrate von 120 Hz.
Die Auflösung von 2000 × 1200 Pixeln (Full-HD) klingt auf dem Papier ordentlich, wirkt bei dieser Display-Größe aber gering. Damit kommt man auf etwa 168 PPI, hält man also das Tablet sehr nah ans Gesicht, sind einzelne Bildpunkte erkennbar.
Eine automatische Helligkeitsanpassung gibt es leider nicht – die Beleuchtung muss stets manuell geregelt werden. Die maximale Helligkeit ist für ein günstiges Gerät jedoch ordentlich: Bis zu 430 Nits konnten wir als Spitzenwert messen. Für den Einsatz im Freien ist das viel zu wenig, in Innenräumen reicht es dagegen meistens aus. Die stark spiegelnde Display-Oberfläche sorgt allerdings dafür, dass Lichtquellen im Hintergrund schnell stören können.
Tabwee T60 Pro – Bilder
Kamera
Die Hauptkamera ist für ein so günstiges Gerät mit 16 Megapixeln überraschend hoch aufgelöst. Die Frontkamera kommt auf 8 Megapixel. Für Schnappschüsse, das Ablichten von Dokumenten oder kurze Videochats reicht das aus. Insgesamt spielt die Kamera bei einem Tablet zwar eine geringere Rolle als bei einem Smartphone, doch für ein preiswertes Modell liefert sie ein solides Ergebnis.
Ausstattung
Angetrieben von einem Unisoc T7280 (ehemals T620, nahezu identisch zum T619) arbeitet das Tablet erwartungsgemäß eher gemächlich, ohne aber mit übermäßiger Langsamkeit zu nerven. Die rund 10.000 Punkte im PCMark-Benchmark gehen in Ordnung. Vor zwei Jahren lagen die meisten Geräte dieser Preisklasse noch deutlich darunter.
Für Surfen, Streaming und einfache Alltagsaufgaben reicht die Leistung aus. Bei grafisch aufwendigeren Spielen stößt das T60 Pro allerdings schnell an seine Grenzen. Einfache Titel wie Angry Birds laufen dagegen weitgehend ruckelfrei.
Das T60 Pro verfügt über 8 GB RAM. Zusätzlich lässt sich der Arbeitsspeicher virtuell um bis zu 16 GB aus dem 256 GB großen internen Speicher erweitern, was jedoch spürbar langsamer arbeitet als echter RAM. Eine Speichererweiterung per microSD-Karte ist ebenfalls möglich. Mit Wi-Fi 5 und Bluetooth 5.0 sind für Funkverbindungen ebenfalls nur ältere Standards an Bord. Einen Fingerabdrucksensor bietet das Gerät nicht.
Es gibt sogar einen 3,5-mm-Klinkenanschluss – ein kabelgebundener Kopfhörer liegt dem Tablet sogar bei. Dieser dient dann als Antenne für das integrierte UKW-Radio. Zusätzlich gibt es einen USB-C-Port, der allerdings nur nach dem langsameren USB-2.0-Standard arbeitet. Die Lautsprecher liefern immerhin Stereo-Sound, neigen bei höherer Lautstärke jedoch zu einem etwas scheppernden Klang.
Software
Das Tabwee T60 Pro läuft immerhin mit Android 15. Die Bedienoberfläche ist schlicht gehalten und orientiert sich am puren Android-Look. Mit Bloatware hält sich der Hersteller angenehm zurück. Der Sicherheitspatch ist allerdings veraltet und stammt noch aus dem Juni 2025. Regelmäßige Software‑Updates sollte man beim T60 Pro nicht erwarten – Angaben dazu macht der Hersteller keine.
Viel wichtiger: Ein Zertifikat für Widevine Level 1 ist vorhanden – das erlaubt die Wiedergabe von Inhalten bei Streaming-Anbietern wie Netflix oder Disney+ in Full-HD. An diesem Punkt sparen die Hersteller günstiger Tablets meist, was beim Streaming nur niedrigere Auflösungen zur Folge hat – nicht so beim Tabwee.
Akku
Der Akku hat eine Kapazität von etwa 10.000 mAh. Im Batterietest erreichten wir bei einer Helligkeit von 200 Nits eine simulierte Laufzeit von rund neun Stunden. Das ist ganz ordentlich für ein Tablet dieser Größe, wenn auch nicht übermäßig lang. Der Hersteller selbst ist da pessimistischer und gibt nur rund fünf Stunden für die Videowiedergabe an. Mehrere Stunden am Stück hielt das Gerät im Test jedoch problemlos durch.
Beim Laden ist allerdings Geduld gefragt: Mit dem 18-W-Netzteil dauert der Ladevorgang gefühlt ewig – rund fünf Stunden hat es gedauert, das Gerät von 20 auf 100 Prozent zu bringen.
Preis
Laut Amazon hat das Tabwee T60 Pro eine unverbindliche Preisempfehlung (UVP) von 400 Euro – das wäre schon recht hoch. Überprüfen können wir das allerdings nicht, da das Produkt in unserem Preisvergleich nicht über einen längeren Zeitraum erfasst wird. Wir halten die angegebene UVP daher für zweifelhaft – aber der aktuelle Preis von rund 200 Euro bei Amazon im Rahmen der Black-Friday-Angebote ist in jedem Fall ein echtes Schnäppchen.
Fazit
Das Tabwee T60 Pro bietet im wahrsten Sinne des Wortes sehr viel Tablet für wenig Geld. In dieser Preisklasse ist uns bislang noch kein so großes Gerät begegnet. Immerhin läuft es bereits mit Android 15 und kommt mit umfangreichem Zubehör wie einer Funk-Tastatur, Maus, Kopfhörern und einem passiven Stylus.
Die Helligkeit des Displays ist zwar nicht übermäßig hoch, aber mit rund 430 Nits dennoch akzeptabel. Allerdings hat die Bildqualität noch Luft nach oben – Kontraste und Farben wirken etwas blass. Auch die Performance ist nicht besonders hoch, zum Surfen und Streaming aber mehr als ausreichend. Eine automatische Helligkeitsanpassung gibt es leider nicht.
Wer also möglichst viel Bildschirmfläche für wenig Geld haben möchte, ist beim Tabwee T60 Pro gut aufgehoben – wenn man dafür bereit ist, Abstriche bei Software-Support, Verarbeitung und hochwertiger Ausstattung zu machen.
Künstliche Intelligenz
Schnelle Evolution: Neue Spezies erscheinen 2000 Jahre nach Chicxulub-Einschlag
Vor etwa 66 Millionen Jahren schlug ein Asteroid auf der Erde ein und löschte fast alles Leben aus, allen voran die Dinosaurier, die damals beherrschende Spezies. Danach hat sich das Leben wieder entwickelt – und zwar in atemberaubendem Tempo, wie Wissenschaftler herausgefunden haben.
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Der Asteroid hatte einen Durchmesser von 10 bis 15 Kilometern. Er schlug auf der heutigen Halbinsel Yucatan in Mexiko ein – damals war dort Wasser – und hinterließ einen der größten Einschlagkrater auf der Erde, mit einem Durchmesser von 180 Kilometern und einer Tiefe von 30 Kilometern. Dabei wurden immense Mengen Erdreich in die Luft geschleudert, wodurch sich das Klima extrem veränderte. Innerhalb kürzester Zeit starben 75 Prozent aller Arten aus. Es war das größte Massensterben der Erdgeschichte.
Dass sich das Leben wieder entwickelt hat, sehen wir heute. Der Neuanfang vollzog sich dabei in erdgeschichtlich sehr kurzer Zeit: Bereits nach weniger als 2000 Jahren seien neue Planktonarten aufgetaucht, berichtet ein Team des Instituts für Geophysik der University of Texas in der Fachzeitschrift Geology über seine Forschungen am Chicxulub-Krater in Mexiko. „Das ist unglaublich schnell“, sagte Chris Lowery. Normalerweise entwickeln sich neue Spezies über einen Zeitraum von etwa einer Million Jahre.
Wann kamen die Arten zurück?
Lowerys Team hat jedoch schon früher an dem Einschlagskrater geforscht und herausgefunden, dass sich das Leben rasch nach der Katastrophe wieder erholte. Dennoch ging die Forschung davon aus, dass es mehrere Zehntausend Jahre dauerte, bis neue Arten auftauchten.
Als Indikator dafür gelten Sedimentansammlungen, also Lockermaterialien, die teilweise organischen Ursprungs sind. Die Annahme war, dass sich Sedimente nach dem Einschlag im gleichen Maß ansammelten wie vorher. Darauf basierten die Altersbestimmungen kleiner Fossilien in der Schicht, die als Kreide-Paläogen-Grenze (K/Pg-Grenze) bezeichnet wird.
Lowerys Team geht davon aus, dass Massensterben an Land und im Meer die Sedimentationsrate an der K/Pg-Grenze änderte. Es nutzte für die Datierung Helium-3 als Marker. Das Helium-Isotop lagert sich mit einer konstanten Geschwindigkeit im Sediment auf dem Meeresgrund ab. Lagert sich das Sediment langsam ab, ist darin viel Helium-3 enthalten. Lagert es sich hingegen schnell ab, ist der Helium-3-Gehalt entsprechend geringer.
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Das Team bestimmte anhand des Helium-3-Gehalts die Sedimentationsraten an sechs Fundorten der K/Pg-Grenze in Europa, Nordafrika und im Golf von Mexiko. Diese Daten nutzte es dann, um das Alter von Sedimenten zu bestimmen, in denen Parvularugoglobigerina eugubina auftritt. Das Vorkommen dieser Planktonart gilt als Hinweis auf eine Erholung nach dem Massensterben.
Neue Planktonspezies nach 2000 Jahren
Parvularugoglobigerina eugubina tauchte im Zeitraum 3500 und 11000 Jahren nach dem Chicxulub-Einschlag auf – der genaue Zeitpunkt ist nach Standort unterschiedlich. Allerdings fanden die Forscher auch einige Planktonarten, die weniger als 2.000 Jahre nach dem Chicxulub-Einschlag auftraten und eine Erholung der Artenvielfalt einleiteten, die sich über 10 Millionen Jahre fortsetzte.
„Die Geschwindigkeit der Erholung zeigt, wie widerstandsfähig die Natur ist. Dass sich nach erdgeschichtlichem Maßstab in einem Herzschlag komplexes Leben wiederherstellt, ist wirklich erstaunlich“, sagte Timothy Bralower, einer der Autoren der Studie. „Angesichts der Bedrohung durch die anthropogene Zerstörung von Lebensräumen ist dies möglicherweise auch beruhigend für die Widerstandsfähigkeit moderner Arten.“
(wpl)
Künstliche Intelligenz
OnePlus dementiert Gerüchte über das Aus des Unternehmens
Beim Smartphone-Hersteller OnePlus scheint es drunter und drüber zu gehen. Das Unternehmen dementiert zwar einen Bericht über das Ende der Marke, jedoch scheint die Konzernmutter Oppo Umstrukturierungen vorzunehmen, die auch OnePlus betreffen. Konkrete Fragen dazu beantwortet OnePlus bisher nicht.
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OnePlus ist ein Unternehmen der chinesischen BBK-Gruppe, das im Jahr 2021 von der BBK-Marke Oppo übernommen wurde. Laut einem Bericht des Magazins Android Headlines plant Oppo jetzt, die Marke OnePlus abzuwickeln. OnePlus kämpfe seit Jahren um Marktanteile und auch eine Ende 2022 angekündigte Finanzspritze von Oppo in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar (knapp 1,2 Milliarden Euro) habe nicht zu erhofften Verbesserungen geführt.
Nach enttäuschenden Ergebnissen in Indien und China versuche die Muttergesellschaft nun offenbar, die Verluste zu begrenzen, heißt es weiter. Marktzahlen von Omdia zufolge verlor OnePlus zwischen 2023 und 2024 mehr als 20 Prozent an Absatz, während Oppo selbst zulegen konnte. Ferner kursieren Gerüchte über die Einstellung des OnePlus 15s und des Foldables OnePlus Open 2 – angeblich Anzeichen dafür, dass OnePlus den Smartphone-Markt aufgeben könnte.
Vage Aussagen aus Europa
Eine erste Reaktion seitens OnePlus kam aus Indien, einem der wichtigsten Märkte der Marke: Robin Liu, CEO von OnePlus in Indien, wies die „Fehlinformationen“ in einem Beitrag auf X entschieden zurück und sagte, dass das Unternehmen nicht geschlossen werde. Zudem forderte er in seinem Beitrag „alle Beteiligten dringend auf, Informationen anhand offizieller Quellen zu überprüfen, bevor sie unbegründete Behauptungen weitergeben“.
Auch OnePlus Nordamerika veröffentlichte eine Stellungnahme, die einen weniger überzeugenden Tonfall hat: „OnePlus North America setzt seinen Betrieb fort und garantiert seinen Nutzern weiterhin umfassenden Kundendienst, Software-Updates und die Einhaltung ihrer Rechte.“
Eine ähnlich klingende Stellungnahme wurde uns auf Nachfrage von der europäischen Dependance des Unternehmens zugeschickt: „Die bestehenden Geschäftsaktivitäten von OnePlus Europa laufen weiterhin wie gewohnt weiter. Der Kundendienst, Software-Updates und Rechteverpflichtungen aller Nutzer sind vollständig gewährleistet.“
Auf eine weitere Nachfrage, ob man von OnePlus in Europa neue Produkte erwarten könnte, erhielten wir keine Antwort. Stattdessen betonte OnePlus abermals, dass „alle vorhandenen Geräte weiterhin Software-Updates und Kundendienstleistungen erhalten“ werden. „Derzeit können wir nur die oben genannte Erklärung abgeben.“
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Gerade der letzte Satz deutet an, dass OnePlus derzeit dabei sein könnte, sich umzustrukturieren, aber noch nicht bereit ist, es zu kommunizieren. Allerdings scheint es im Hinblick auf die Stellungnahme des Indienchefs nicht zu einem kompletten Aus der Marke zu kommen. Jedoch wäre es möglich, dass OnePlus seine Aktivitäten in einigen Regionen reduzieren oder einstellen könnte.
Umstrukturierungen
Dass Oppo beziehungsweise BBK seine Smartphonesparten neu aufstellt, zeigte sich schon Anfang des Jahres: Die eigenständige Smartphone-Marke Realme, die unter anderem in Indien, Südostasien und Europa aktiv ist, ist zu einer Untermarke von Oppo geworden. Wie Reuters berichtet, sollen die Ressourcen der beiden Unternehmen gebündelt werden, um Kosten zu senken.
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Ein weiterer Hinweis auf Änderungen der Markenausrichtungen zeigte sich bei der Vorstellung der Topsmartphones von Oppo und OnePlus: Auf dem High-End-Gerät Oppo Find X9 Pro prangte plötzlich ein Hasselblad-Logo, während dieses auf dem OnePlus 15 fehlte. Dabei hatte OnePlus mit dem OnePlus 9 und 9 Pro den schwedischen Kameraspezialisten erst in den Smartphonemarkt geholt. Zudem gelten die Kameras des aktuellen OnePlus-Topmodells als weniger gut als beim Oppo-Flaggschiff.
Bis Klarheit über die Zukunft von OnePlus herrscht, dürfte noch eine Weile vergehen. Die besten Zeiten könnte der Hersteller zumindest in Europa hinter sich haben. Schon seit der Rückkehr auf den hiesigen Markt nach einer mehrjährigen Zwangspause wegen Patentstreitigkeiten mit Nokia ist OnePlus nicht wieder mit voller Kraft nach Deutschland zurückgekehrt.
(afl)
Künstliche Intelligenz
OpenAI und Gates Foundation: KI für den afrikanischen Gesundheitssektor
Die Gates Foundation und OpenAI gehen eine Partnerschaft ein, um den Zugang zu medizinischer Versorgung in afrikanischen Ländern mittels KI zu verbessern. Das geht aus Blogbeiträgen auf der Website von Bill Gates und OpenAI hervor. Im Rahmen des Projekts Horizon 1000 sollen gemeinsam 50 Millionen US-Dollar an Finanzmitteln, Technologie und technischem Support bereitgestellt werden.
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KI könne insbesondere in ärmeren Ländern eine entscheidende Rolle dabei spielen, den Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Versorgung zu gewährleisten, erklärte Microsoft-Co-Gründer und Vorsitzender der Stiftung Bill Gates in einem Blogbeitrag zum Start der Initiative. Ziel von Horizon 1000 sei deshalb die Unterstützung mehrerer afrikanischer Länder bei der Integration von Künstlicher Intelligenz in die Systeme des Gesundheitssektors.
Gates zufolge soll der Einsatz von KI vor allem die gravierenden Mängel an medizinischem Fachpersonal in afrikanischen Ländern abfedern, aber auch die Gesundheitsinfrastruktur insgesamt verbessern. Allein im Bereich südlich der Sahara mangelt es an rund 5,6 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen. Das schreibt der US-Konzern OpenAI zum Start von Horizon 1000 auf seiner Website. In der Praxis sollen KI-Anwendungen vor allem helfen, den Verwaltungsaufwand zu reduzieren und dem medizinischen Personal mehr Zeit für die Patientenversorgung zu ermöglichen.
Start der Initiative in Ruanda geplant
Laut Gates wird Ruanda als erstes Land Unterstützung im Rahmen von Horizon 1000 erhalten. In Ruanda komme derzeit nur eine medizinische Fachkraft auf 1000 Einwohner, was weit unter der Empfehlung von etwa vier Fachkräften liege, schreibt der Vorsitzende der Gates Foundation auf seinem Blog. Der ruandische Gesundheitsminister Dr. Sabin Nsanzimana habe deshalb ein KI-gestütztes Gesundheitszentrum für die Hauptstadt Kigali angekündigt, mittels dessen die begrenzten Ressourcen so effizient wie möglich verteilt werden sollen.
Derartige Projekte sollen im Rahmen von Horizon 1000 zukünftig unterstützt werden. Konkret geht es Gates zufolge vor allem um die Einführung von KI-Systemen in medizinische Einrichtungen wie Krankenhäusern und Arztpraxen, aber auch in Gemeinden und Privathaushalten. KI-Tools sollen medizinisches Personal jedoch nur unterstützen und nicht ersetzen, betonte der US-Multimilliardär.
Dennoch habe KI das Potenzial, das internationale Gesundheitswesen nach den massiven Kürzungen der internationalen Entwicklungshilfe im vergangenen Jahr wieder auf Kurs zu bringen. Das erklärte Gates der Nachrichtenagentur Reuters am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. „Mithilfe von Innovationen und KI können wir wieder auf den richtigen Weg kommen“, sagte er am Mittwoch in Davos. Die Technologie werde das Gesundheitswesen revolutionieren und sei insbesondere für die von den Kürzungen betroffenen Länder wertvoll.
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KI-Unternehmen drängen in den Gesundheitssektor
Große KI-Konzerne drängen vermehrt in den Gesundheitssektor vor. Nachdem OpenAI mit ChatGPT Health bereits einen KI-Gesundheitsassistenten eingeführt hatte, zog auch das US-Unternehmen Anthropic nach und veröffentlichte mit Claude for Healthcare einen eigenen KI-gestützten Gesundheitsassistenten.
Für die KI-Branche verspricht der Gesundheitssektor, lukrativ zu sein. Kritiker warnen allerdings vor möglichen Folgen des Einsatzes von KI im Gesundheitswesen. Systeme wie ChatGPT seien nicht als Medizinprodukte zugelassen und dürften daher nicht zur Behandlungsunterstützung eingesetzt werden, erklärte Jürgen Schröder, Leiter des Bereichs Vertragsarztrecht bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).
Außerdem verweisen Experten wie Manuel Hofmann von der Deutschen Aidshilfe auf die Diskrepanz zwischen Zukunftsfantasien und den herrschenden Realitäten von Gesundheitssystemen. Dass administrative Aufgaben wegfallen und mehr Zeit für die persönliche Betreuung bleibe, sei in Gesundheitssystemen, die auf veraltete Technik wie Faxgeräte angewiesen seien, eine Illusion. Am Beispiel der Krankheit HIV und angesichts des Rückzugs der USA aus internationalen HIV-Programmen zeige sich vor allem, woran es wirklich mangelt. Menschen würden an einer gut behandelbaren Krankheit sterben, weil ihnen die Medikamente fehlen, betonte Hofmann.
(rah)
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