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Taskleiste, weniger KI, schnellerer Explorer: Wie Microsoft Windows 11 wieder reparieren will
Aufgrund von Design-Mängeln, KI-Experimenten und Bugs ist der Ruf von Windows 11 lädiert, Microsoft hat daher bereits im Winter Abhilfe versprochen. Nun hat der Konzern die Maßnahmen angekündigt, die das Betriebssystem wieder auf die Spur bringen sollen.
Die Liste der Neuerungen für Windows 11 umfasst:
- Bewegbare Taskleiste: Die Taskleiste ist nicht mehr am unteren Bildschirmrand fixiert, sondern lässt sich – wie früher üblich – nach links, rechts oder oben verschieben.
- Optimierter Copilot: Die KI-Integration in Windows 11 zählte zu den zentralen Kritikpunkten. Nun will Microsoft wie angekündigt die Copilot-Verbreitung reduzieren. Streichen will man die Schaltflächen zuerst in Apps wie Snipping Tool, Fotos, Widgets und dem Editor.
- Schnellerer Datei-Explorer: Der Datei-Explorer soll künftig flüssiger und zuverlässiger laufen, indem dieser schneller startet, Hänger reduziert werden und sich die Navigation geschmeidiger anfühlt.
- Widgets und Discover-Feed: Die Widgets sollen künftig weniger aufdringlich sein, sodass sie Nutzer tatsächlich unterstützen und nicht ablenken. Ebenso verspricht Microsoft einen personalisierteren Discover-Feed.
Mehr Kontrolle und eine straffere Benutzerführung sind also Kernthemen, an denen Microsoft arbeitet.
Mehr Kontrolle bei Windows-Updates
Eine bemerkenswerte Änderung ist zudem der Kurswechsel bei den Windows-Updates. Microsoft verspricht mehr Kontrolle, indem Nutzer künftig die Möglichkeit haben, Updates während des Setups zu überspringen, um schneller auf den Desktop zu gelangen. Künftig soll es auch möglich sein, ein Gerät neu zu starten oder herunterzufahren, ohne ein anstehendes Update zu installieren.
Mehr Planbarkeit will man erreichen, indem sich die Installation von Updates je nach Bedarf für längere Zeit pausieren lässt. All das soll mit weniger Neustarts und weniger Benachrichtigungen einhergehen, sodass Nutzer von weniger Hinweisen gestört werden. Konkret spricht Microsoft von „update noise“, den man reduzieren will.
Im Windows Insider Program sollen Neuerungen im März und April erscheinen
Verteilt werden die Neuerungen zuerst im Windows Insider Program. Tester sollen diese noch im März und im April erhalten. Ein Start für die Allgemeinheit im Verlauf des Sommers ist also ein realistischer Zeitraum.
Für das Windows Insider Program kündigt man ebenfalls Neuerungen an, es soll einfacher und verständlicher werden. Nutzer sollen also eher verstehen können, was sie in einem bestimmten Kanal erwartet und welche neuen Funktionen sie erhalten. Überarbeitet hat Microsoft zudem den Feedback Hub, sodass Insider einfacher Rückmeldungen geben können.
Den Ruf von Windows 11 retten
Der Ruf von Windows 11 hatte im Winter ein Allzeittief erreicht, vor allem in den Reihen der Enthusiast-Nutzer wurden zahlreiche Entwicklungen kritisiert. Neben der Copilot-Integration zählte dazu etwa die Anbindung an das Microsoft-365-Ökosystem sowie Design-Mängel und die generelle Behäbigkeit des Betriebssystems.
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An einigen der Kritikpunkte setzt Microsoft nun tatsächlich an. Dass Nutzer mehr Kontrolle in Bereichen wie Updates erhalten und die KI-Welle reduziert wird, könnte einige der Ärgernisse beseitigen, die Nutzer im Alltag nerven.
Zusätzlich arbeitet der Konzern noch an weiteren Bereichen. Optimiert werden soll etwa die Gaming-Leistung. Auf der Agenda stehen aber weiterhin auch Punkte wie der Umbau von Windows 11 zu einem „agentischen Betriebssystem“.