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Top 10: Bestes Tablet im Test – Samsung Testsieger vor Apple und Lenovo
Blackview Mega 12
Ein wasserdichtes 12-Zoll-Tablet mit 120 Hz, langer Akkulaufzeit und Kunstlederrückseite für 312 Euro. Ob sich das Blackview Mega 12 lohnt, zeigt der Test.
- wasserdicht nach IP69K
- Fingerabdrucksensor
- ordentliche Akkulaufzeit
- gute Kamera
- zu dunkles Display
- mäßiger Sound
- kaum Software-Updates
- Stylus wenig präzise
Blackview Mega 12 im Test: Wasserdichtes Android-Tablet mit 5G, Stift & Tastatur
Ein wasserdichtes 12-Zoll-Tablet mit 120 Hz, langer Akkulaufzeit und Kunstlederrückseite für 312 Euro. Ob sich das Blackview Mega 12 lohnt, zeigt der Test.
Blackview ist nicht nur für robuste Outdoor-Handys (Bestenlisten) bekannt, sondern auch für preiswerte Tablets für den Medienkonsum. Mit dem Mega 12 präsentiert der Hersteller aus Hongkong nun sein neues Tablet-Flaggschiff. Das 12,2-Zoll-Modell ist wasserdicht, bietet viel Speicher, ein LCD mit 120 Hz sowie eine erstaunlich hochwertige Verarbeitung. Auch Features wie ein Fingerabdrucksensor, die bisher vor allem hochpreisigen Modellen vorbehalten waren, sind an Bord. Doch gibt es einen Haken?
Das Testgerät wurde uns von Banggood kostenlos und ohne Vergütung zur Verfügung gestellt. Dort ist das Mega 12 derzeit mit dem Code BG901208 für 312 Euro erhältlich.
Design & Verarbeitung: Wasserdicht nach IP69K
Die Verarbeitung des Blackview Mega 12 ist erstaunlich hochwertig. Die Rückseite aus Kunstleder verleiht dem günstigen Tablet einen edlen Look und eine angenehme Haptik. Das Gehäuse selbst ist komplett aus Metall – Spaltmaße oder wacklige Komponenten sucht man vergebens. Auch der Druckpunkt der Tasten überzeugt. Diese sitzen allerdings allesamt auf der langen Oberseite, sodass man schon mal versehentlich die Power-Taste statt der Lautstärkewippe erwischt.
Auffällig ist das Kameramodul auf der Rückseite: Ein kreisrundes Metallelement mit zwei Objektiven geht in ein ellipsenförmiges Plättchen mit Blitz und einer weiteren vermeintlichen Linse über. Tatsächlich nutzbar ist jedoch nur ein Objektiv. Die zweite Linse ist ein Hilfssensor, der Tiefeninformationen für den Bokeh-Effekt bei Porträtaufnahmen liefert. Das dritte Objektiv dient lediglich der Zierde.
Mit Abmessungen von 280,2 × 194,2 × 8,2 mm ist das Mega 12 etwas kleiner als ein DIN-A4-Blatt. Mit 712 Gramm ist es allerdings spürbar schwer. Dafür punktet das 3:2-Format: Es eignet sich gut zum Arbeiten und Lesen von Webseiten und lässt sich – anders als die meisten Tablets – auch sinnvoll im Hochformat nutzen.
Die größte Besonderheit ist der Schutz nach IP69K: Das Tablet ist nicht nur staubdicht, sondern hält auch Hochdruck- und Heißwasserstrahlen stand – ein Schutzgrad, der sonst eher bei Industriegeräten oder Outdoor-Handys zu finden ist.
Blackview Mega 12 – Bilder
Display: LCD mit hoher Auflösung und 120 Hz
Als Panel kommt IPS-Technologie zum Einsatz, die für stabile Blickwinkel und kräftige Farben sorgt – insgesamt bietet die Anzeige eine überzeugende Bildqualität. Über drei Voreinstellungen lässt sich die Intensität der Farbdarstellung an die eigenen Vorlieben anpassen. Bedingt durch die LCD-Technologie zeigt die Anzeige jedoch leichte Schwächen bei der Schwarzdarstellung – gerade im Vergleich zu OLED-Panels fällt das bei dunklen Filmszenen auf.
Die Auflösung fällt mit 2400 × 1600 Pixeln im 3:2-Format hoch aus: Einzelne Bildpunkte sind mit bloßem Auge nicht mehr zu erkennen. Zudem erreicht das Display eine Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz, was sich vor allem beim Scrollen und bei flüssigen Animationen positiv bemerkbar macht.
Die einzige echte Schwäche ist die Helligkeit: Wir konnten lediglich rund 355 cd/m² messen – bei aktivierter automatischer Helligkeitsanpassung. Für die Nutzung im Freien, etwa auf dem Balkon, ist das zu wenig. Vor allem die starken Spiegelungen stören in solchen Situationen deutlich. Dank Widevine Level 1 ist die Wiedergabe von Inhalten aus Streaming-Plattformen wie Netflix, Disney+, Prime Video oder Apple TV+ in Full-HD problemlos möglich.
Kamera: 50-Megapixel-Sensor
Der Kamera messen wir bei einem Tablet grundsätzlich weniger Bedeutung zu – diese ist beim Blackview Mega 12 aber sogar erfreulich gut: Das 50-Megapixel-Hauptobjektiv liefert bei Tag detailreiche Aufnahmen mit guter Bilddynamik, dank Hilfslinse gelingen auch Porträts mit Bokeh-Effekt ordentlich. Selbst bei zweifachem Zoom bleiben die Bilder solide. Mangels optischer Bildstabilisierung sollte man das Tablet beim Auslösen jedoch ruhig halten, um die Bildschärfe nicht zu beeinträchtigen.
Für Selfies und Videochats steht eine 13-Megapixel-Frontkamera bereit, die auch im Porträtmodus überzeugt. Bei Videos reagiert sie allerdings etwas empfindlich auf Gegenlicht. Videos nimmt die Frontkamera in Full-HD – für Videochats mehr als ausreichend. Die Hauptkamera filmt in maximal QHD mit 30 FPS oder Full-HD mit 60 FPS bei guter Bildqualität.
Blackview Mega 12 – Originalaufnahmen
Ausstattung: Solide Performance & viel Speicher
Als Antrieb dient mit dem MediaTek Dimensity 7200 ein solider Mittelklasse-Chip. Damit ist das Mega 12 für alle gängigen Aufgaben und zur Unterhaltung gut gerüstet. Lediglich für Hardcore-Gamer dürfte die Leistung nicht ausreichen – für Casual Games hingegen allemal.
Im PCMark erreichten wir einen guten Wert von 10.500 Punkten, was leicht unter dem Niveau eines unteren Mittelklasse-Smartphones liegt. Die Grafikleistung fällt etwas geringer aus, ist für ein Tablet dieser Preisklasse aber mehr als solide: 1200 Punkte bei 3DMark Wild Life Extreme sowie 4400 Punkte bei 3DMark Wild Life.
Üppig fällt die Speicherausstattung aus: 256 GB interner Speicher, dazu kommen 12 GB RAM für ein stabiles System. Falls das nicht reicht, lässt sich der Speicher per microSD-Karte erweitern – allerdings zulasten des zweiten SIM-Karten-Slots. Im heimischen Netzwerk surft man per Wi-Fi 6E, mobil ist bei Nutzung einer SIM-Karte samt Datenoption auch 5G möglich. Auch Dual-SIM wird unterstützt, eSIM hingegen nicht.
Für kabellose Endgeräte steht Bluetooth 5.2 bereit. Zum Anschluss externer Geräte gibt es USB-C, eine 3,5-mm-Klinke sowie Pogo-Pins für Tastaturen. Zur Ortung nutzt das Tablet GPS, Glonass, Beidou, Galileo und QZSS – mit einer sehr hohen Genauigkeit von rund zwei Metern laut GPS-Test.
Im Alltag praktisch ist der Fingerabdrucksensor im Einschaltknopf, der ein flottes Entsperren ohne PIN oder Muster ermöglicht. Weniger überzeugend sind die Quad-Speaker: Hier haben Tablets von Xiaomi oder Samsung klar die Nase vorn. Zum Streamen von Serien oder Youtube-Clips reicht der Klang aber allemal.
Zubehör: Tastatur-Hülle, Maus und Stylus im Bundle
Die uns von Banggood gelieferte Ausführung enthält eine Schutzhülle mit Tastatur. Im Bundle liegen außerdem ein Stylus und eine Maus.
Die Tastatur dockt hinten am Gehäuse sowie unten an den Pogo-Pins magnetisch an und wird automatisch vom System erkannt – fertig ist der mobile Laptop-Ersatz. Auf der Tastatur tippt es sich ordentlich, auch wenn der Tastenhub etwas flach ausfällt. Für Mails und Recherchen im Netz reicht sie allemal, an den Komfort einer Laptop-Tastatur kommt sie aber nicht heran.
Weniger gelungen ist der Faltmechanismus: Der hintere Teil der Hülle muss von oben nach unten gefaltet werden, um einen Aufsteller zu formen – das erschließt sich nicht auf den ersten Blick und wirkt zudem etwas wackelig.
Die Maus arbeitet mit integriertem Akku statt Batterien. Für den Betrieb an einem Windows-PC liegt ein USB-Dongle bei, per Schalter lässt sich aber auch direkt auf Bluetooth umstellen – die richtige Wahl für den Einsatz mit dem Tablet.
Der Stylus wird per USB-C geladen und haftet nicht magnetisch am Tablet. Vier LEDs zeigen den Ladestand an. Die Einrichtung verlief im Test etwas holprig: Zunächst reagierte der Stift nicht, bevor er schließlich wie von Geisterhand funktionierte. An die Präzision dedizierter Eingabestifte von Apple oder Samsung reicht er nicht heran, Schnelltasten fehlen ebenfalls.
Software: Android 16
Das Blackview Mega 12 wird mit Android 16 ausgeliefert. Zum Einsatz kommt die Bedienoberfläche Doke Pad OS 5.0, die stark an Stock-Android erinnert. Mit Bloatware hält sich Blackview angenehm zurück – ebenso allerdings mit Updates, denn der Sicherheits-Patch stammt aus dem November 2025.
Zwar versorgt der Hersteller seine Smartphones mittlerweile mit bis zu drei Jahren an Updates, doch wir befürchten, dass dies nicht für die Tablet-Sparte gilt. Daher rechnen wir hier weder mit einem Versions-Upgrade noch mit regelmäßigen Patches. Deutlich besser machen das Samsung oder Xiaomi.
Akku: Lange Laufzeit & Laden mit 55 W
Der Akku des Mega 12 kommt auf eine Kapazität von 10.000 mAh. Beim Battery Test von PCMark erreichten wir im simulierten Dauerbetrieb bei einer mittleren Helligkeit von 200 cd/m² einen Wert von rund 10,5 Stunden – damit liegt das Blackview-Tablet im oberen Mittelfeld unseres Testfelds. Einen Tag Dauernutzung sollte das Mega 12 also problemlos schaffen.
Geladen wird das Tablet mit 55 Watt – für ein Tablet erstaunlich schnell, zumindest in der Theorie. Das passende Netzteil liegt bei. Von 20 auf 40 Prozent kamen wir in unter 30 Minuten, anschließend drosselt das Gerät den Ladevorgang jedoch spürbar. So dauert es dennoch fast drei Stunden, bis der große Akku von 20 auf 100 Prozent vollgeladen ist. Kabelloses Laden wird nicht unterstützt.
Preis: Ab 312 Euro bei Banggood
Bei Banggood ist das Blackview Mega 12 derzeit reduziert zu haben. Mit dem Code BG901208 kostet es zeitlich begrenzt nur 312 Euro statt 340 Euro. Andere Händler verlangen hierzulande 100 Euro mehr. Blackview bezeichnet die Farbe des von uns getesteten Modells als Gold – tatsächlich ist die Rückseite aus Kunstleder jedoch in Orange gehalten, während der Rahmen leicht goldlich schimmert. Alternativ ist das Gerät auch in Dunkelgrau erhältlich.
Fazit
Das Blackview Mega 12 bietet viel fürs Geld – auch wenn es das bislang teuerste Tablet des Herstellers ist. Die Performance reicht für alle gängigen Aufgaben und zur Unterhaltung problemlos aus. Die Verarbeitung ist überraschend hochwertig, und die Rückseite aus Kunstleder sieht richtig schick aus. Hinzu kommt ein Schutz vor Staub und Wasser nach IP69K, eine üppige Speicherausstattung sowie ein Display mit hoher Auflösung, guter Bildqualität und 120 Hz. Selbst die Kamera ist für ein Tablet erstaunlich gut.
Schwächen zeigen sich bei der Display-Helligkeit, die nicht gerade üppig ausfällt – für den Einsatz im Freien ist sie zu gering. Schade, denn dank 5G wäre das Mega 12 auch unterwegs gut nutzbar. Die Software verschont einen zwar mit Bloatware, der Sicherheits-Patch war zum Testzeitpunkt jedoch veraltet – mit regelmäßigen Updates rechnen wir nicht. Das mitgelieferte Zubehör ist reichhaltig und außergewöhnlich, im Detail schwächelt aber der Stift bei der Haptik.
Das Mega 12 ist eine interessante Alternative zu Tablets von Lenovo und Samsung – vor allem für alle, die mehr suchen als ein reines Streaming-Gerät für die Couch. Wer dafür mit mäßigem Software-Support leben kann, bekommt ein vielseitiges Tablet zum fairen Preis.
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Jetzt sind auch die Schrauben vergoldet: Neue Sony-Walkmans für bis zu 5000 Euro
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Sony hat neue portable Musikplayer seiner Signature-Luxusreihe vorgestellt, die Walkmans kosten bis zu 5000 Euro und sollen im November in den Handel kommen. Die digitalen Medienplayer sollen Musik in besonders guter Qualität wiedergeben können und folgen auf ähnlich teure Vorgänger, die es seit vier Jahren gibt. Die neuen Modelle tragen die nicht sehr eingängigen Bezeichnungen NW-WM1ZM3, NW-WM1AM3 und NW-ZX900, wobei im deutschen Sony-Store lediglich die ersten beiden angeboten werden – für 5000 beziehungsweise 2500 Euro. Dafür gibt es unter anderem 256 beziehungsweise 128 GByte an internem Speicher, ein großes Display und unterschiedlich große Mengen an sauerstofffreiem Kupfer (OFC) mit Goldüberzug.
Technische Daten nur leicht verbessert
Die WM-Serie vereine „die fortschrittlichsten Audiotechnologien von Sony“ und soll für eine „kompromisslose Audioqualität“ sorgen. Damit gebe man die ursprüngliche Intention der Künstlerinnen und Künstler wider, mit einem „detailreichen, hochauflösenden Klang“. Beim NW-WM1ZM3 sollen zudem vergoldete Schrauben für einen besonders guten Sound sorgen. Wie genau das funktionieren soll, lässt Sony offen. Weiterhin bewirbt Sony handgelötete OFC-Verkabelungen, „die für kraftvolle Bässe, außergewöhnliche Klarheit und eine weite, mitreißende Soundstage sorgen“. Beim NW-WM1AM3 ist das Hauptgehäuse dagegen aus Aluminium und lediglich die Rückseite besteht aus dem sauerstofffreien Kupfer.
Die Software der neuen Walkmans basiert laut Sony auf Googles Android in der Version 16, sie spielen Musik aus Streaming- und Musik-Apps sowie aus der eigenen Musiksammlung ab. Kopfhörer können per Klinkenanschluss oder Bluetooth verbunden werden. Steuern lassen sich die Musikplayer über ein 5,5 Zoll großes Display, das jetzt eine Full-HD-Auflösung unterstützt. Die Akkulaufzeiten sollen je nach Wiedergabeart zwischen etwa 30 und 40 Stunden liegen, für eine Komplettladung des Akkus soll man 4 Stunden einplanen. Wie ihre Vorgänger setzen die neuen Modelle auf Sonys Digitalverstärker S-Master HX. In der Stromversorgung baut Sony jetzt aber zwei große Hochpolymer-Kondensatoren statt eines einzelnen ein.
Update
16.10.2026,
11:19
Uhr
Die in der EU verkauften Geräte haben wie ihre Vorgänger eine hardwareseitige Lautstärkebegrenzung, die sich auch nicht einfach abschalten lässt.
(mho)
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Deutsch-französische Initiative soll Autoindustrie stärken
Deutschland und Frankreich bereiten nach Angaben von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil einen Vorstoß zur Unterstützung der europäischen Autoindustrie vor. Man sei dazu „auf den Schlussmetern einer Einigung“, was er mit vorantreibe und auch sehr begrüße, sagte der SPD-Chef auf eine entsprechende Frage am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Bangkok. Was aber auch dazugehöre, wenn man die Rahmenbedingungen für die europäischen Automobilkonzerne verbessere, sei, „dass es dann klare Zusagen gibt für Standortinvestitionen und auch für die Beschäftigten“.
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„Schutzmechanismen im Umgang mit China“
Klingbeil sagte, dazu liefen noch Gespräche. Er nannte als Aspekte des Pakets unter anderem „Schutzmechanismen im Umgang mit China“ und Kaufanreize für Elektroautos mit einem Fokus auf europäische Hersteller. Nach einem Bericht des Handelsblatts wollen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron außerdem das EU-weite Verbot von Verbrennungsmotoren noch stärker lockern als bisher geplant.
Die EU-Kommission hatte im Dezember 2025 vorgeschlagen, auch nach 2035 in der EU Autos mit Verbrennungsmotor neu zuzulassen – eine Abkehr vom eigentlich ausgehandelten Verbrenner-Aus. Dafür hatte sich Deutschland eingesetzt. Ein deutsch-französisches Papier sieht laut „Handelsblatt“ jetzt unter anderem vor, dass die Hersteller ihre durchschnittlichen Emissionen ab 2035 nur noch um 90 Prozent reduzieren müssten, ohne die restlichen 10 Prozent kompensieren zu müssen. So könnten sie weiter neue Benzin- und Dieselfahrzeuge verkaufen, solange ihre Neuwagenflotte den Grenzwert einhält.
Harsche Kritik aus der Grünen-Fraktion
Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge verurteilt eine geplante deutsch-französische Vereinbarung zur Stützung der heimischen Autoindustrie als kontraproduktiv. „Bundeskanzler Friedrich Merz schafft mit dem Verbrenner-Deal einen zusätzlichen Bremsklotz für die deutschen Automobil-Standorte“, sagte sie der dpa in Berlin.
„Wir müssen nun mit voller Kraft in das E-Auto investieren, in Zukunftstechnologien, wie Batterietechnik, verbraucherfreundliches Laden, E-Autos als Speicher für unser Energiesystem oder autonomes Fahren“, argumentierte Dröge. Der deutsche Standort könne weiter mitspielen, wenn Merz aber so weitermache, entstünden die guten Jobs für Batteriezellen und Elektroautos anderswo. „Gerade einmal zehn Wochen nach dem heißesten Sommer und den größten Waldbränden in Europa opfern Merz und Macron die Klimaschutzziele im Verkehr.“
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(mfz)
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Straßen aus Asphalt mit recyceltem Kunststoff können länger halten
Forscher der Pennsylvania State University (Penn State) haben herausgefunden, dass Asphalt, dem recycelter Kunststoff beigemischt ist, als Straßenbelag länger hält als herkömmlicher Asphalt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der haltbarere Belag über die Nutzungsdauer enthaltende Kunststoffpartikel als Mikroplastik weniger stark freigibt.
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Die Forscher der Penn State versetzten Asphalt mit Polyethylen mit geringer Dichte (Low-density Polyethylene – LDPE), indem sie Kunststoff mit Gesteinskörnung, wiederverwertetes Asphaltmaterial (Ausbauasphalt) zusammen mit einem Bindemittel zum Zusammenhalt des Materials mischten. Die grundlegende Idee dahinter ist, Kunststoffe im großen Stil wiederzuverwenden und von Mülldeponien fernzuhalten. Außerdem könne der Kunststoff die Eigenschaften des Asphalts verbessern, wie die Wissenschaftler in der Studie „Microplastics release from recycled plastic modified asphalt: Detection, characterization, and environmental implications“ schreiben, die im Journal of Cleaner Production erschienen ist.
Belastungstests
Im Labor führten die Forscher zwei Tests mit dem neuen Asphalt im Labor durch, um festzustellen, wie haltbar er bei einer andauernden Verkehrsbelastung ist. Ausprobiert haben die Forscher auch, inwieweit die Witterung dem Material zusetzt und ob die Plastikpartikel über die Nutzungsdauer als gesundheitsschädliches Mikroplastik wieder freigegeben werden. In dem „Hamburg Wheel Tracking Test“ rollen Stahlräder über Asphaltproben, die in heißem Wasser liegen. Damit soll eine Verkehrsbelastung zusammen mit Hitze und Feuchtigkeit nachgeahmt werden. In dem „Moisture-Induced Stress Tester“ wurde der Asphalt hoher Hitze, Feuchtigkeit und immer wieder hydrostatischem Wasserdruck ausgesetzt. Nach den Tests sammelten die Wissenschaftler die durch die Einwirkungen freigesetzten Partikel ein und untersuchten sie auf ihren Kunststoffgehalt.
Das dabei angewendete Untersuchungsverfahren ist aufwendig. Zunächst erstellten die Forscher aus den chemischen Signaturen der ursprünglichen Asphaltbestandteile eine Referenzbibliothek. Die Größe der Partikel des Abriebs vermaßen sie mithilfe von Infrarot-Bildgebungsverfahren und verglichen die Partikel mit den chemischen Referenzmaterialien. Das Team konnte so Partikel identifizieren, die dem im urspünglichen Asphalt enthaltenen LDPE ähnelten. Um die Proben miteinander vergleichen zu können, setzten die Wissenschaftler die Gesamtfläche der identifizierten, LDPE-ähnlichen Partikel ins Verhältnis zum Gewicht des untersuchten Asphalts.
Die Forscher der Penn State fanden heraus, dass der mit recyceltem Kunststoff versetzte Asphalt besser hielt und insgesamt weniger Abrieb erzeugte als gleicher Asphalt ohne LDPE. Die Wissenschaftler schließen aus dieser Eigenschaft, das auch grundsätzlich nur wenig Mikroplastik unter Belastung abgegeben wird. Die Forscher sehen allerdings die Notwendigkeit, eine Feldstudie mit Belastungstests unter realen Bedingungen durchzuführen, um genaue Aussagen treffen zu können. Ausschließen, dass doch mehr LDPE-Kunststoff in Form von Mikroplastik freigesetzt wird, können die Forscher deshalb bisher nicht.
(olb)
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