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Künstliche Intelligenz

Top 10: Das beste günstige Tablet im Test – Honor vor Xiaomi und Samsung


Amazon Fire Max 11 im Test

Amazons Fire Max 11 soll mit dem schnelleren Octa-Core-Prozessor und dem verfügbaren Zubehör endlich auch Kunden aus dem Produktivitätsbereich ansprechen. Wie gut das gelingt, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • Insgesamt gute Performance
  • schönes, großes Display
  • Tastaturhülle und Eingabestift an sich gelungen

NACHTEILE

  • Fire-OS-Nutzeroberfläche nicht zum Arbeiten geeignet
  • fehlende Produktivitäts-Apps
  • wenig Arbeitsspeicher

Amazons Fire Max 11 soll mit dem schnelleren Octa-Core-Prozessor und dem verfügbaren Zubehör endlich auch Kunden aus dem Produktivitätsbereich ansprechen. Wie gut das gelingt, zeigt unser Test.

Nun wagt der US-amerikanische Versandhandel mit dem Fire Max 11 einen ersten ernsthaften Versuch, ein Tablet zu erschaffen, das ausdrücklich nicht nur zum Unterhalten, sondern auch zum Arbeiten gedacht ist. Dafür verleiht der Hersteller dem Tablet ein größeres Display, einen schnelleren Prozessor und bietet passendes Zubehör an – nämlich einen Eingabestift und eine Tastaturhülle. Im Test zeigt sich jedoch: Während das Tablet an der einen Stelle an den Einsatz auf der Arbeit angepasst wird, gibt es an vielen anderen Stellen Lücken. Welche das sind und welches Fazit wir beim Amazon Fire Max 11 ziehen, klärt unser Test.

Direkt nach dem Auspacken des Tablets aus der bunt beschrifteten, aber ansonsten eher unscheinbaren Pappverpackung werden wir von einem insgesamt sehr gut gelungenen Design des Tablets begrüßt. Das Tablet ist auf der Rückseite, die aus Aluminium besteht, in mattem Grau gehalten – es gibt keine auffälligen Muster, wie es beispielsweise beim Amazon Fire HD 8 Plus der Fall war. Die Ecken sind angenehm abgerundet, in der Mitte befindet sich in einem anderen Grauton abgesetzt das Amazon-Logo.

Die Kamera ist leider nicht mehr eben mit dem Rest des Gehäuses, wie es noch beim Fire HD 8 Plus der Fall war. Auf der kürzeren Kante, die sich rechts von der Frontkamera befindet, befinden sich alle Tasten – also die Lautstärkewippe sowie der Power-Button mit Fingerabdrucksensor – zudem der USB-C-Port, der Slot für die SD-Karte und ein Mikrofon. Diese Anordnung ist im Vergleich etwas ungewöhnlich, aber das fanden wir nicht weiter schlimm. Auf der unteren Kante befindet sich ein magnetischer Anschluss für die Tastatur sowie zwei Aussparungen zur Positionierung. Hier könnte sich Schmutz sammeln.

Der Bildschirm auf der Front hat abgerundete Ecken und vergleichsweise schmale Ränder, allerdings nicht ganz so schmal, wie es bei den neuen iPad-Modellen von Apple der Fall ist. Dennoch fanden wir die Front insgesamt sehr ansprechend – Amazon hat sich hier sichtlich Mühe gegeben, ein Tablet anzubieten, dessen Design dem Preis entspricht. Es ist hochwertig verarbeitet, fühlt sich robust an und liegt richtig gut in den Händen. Nichts knarzt oder quietscht. Das Gewicht ist mit rund 490 g im Vergleich zu anderen 11-Zoll-Modellen allerdings etwas hoch bemessen – die Konkurrenz bringt hier meistens um die 450 g auf die Waage. Die Maße des Tablets betragen 259,1 × 163,7 mm. Mit nur 7,5 mm ist das Tablet angenehm dünn – das rundet den insgesamt guten ersten Eindruck passend ab.

Display

Das im Amazon Fire Max 11 verbaute Display ist, wie der Name schon verrät, 11 Zoll groß und löst mit 2000 × 1200 Pixel auf – also etwas mehr, als Full-HD+. Das ergibt heruntergerechnet eine Pixeldichte von rund 212 ppi. Überragend ist das zwar nicht, aber auch nicht schlecht und sorgt in jedem Fall dafür, dass der Bildschirm ein insgesamt scharfes Bild hergibt. Es handelt sich um ein LCD-Panel, was in dieser Preisklasse zu erwarten ist. Im Test war das Display definitiv ausreichend hell, um auch draußen genutzt zu werden, laut Herstellerangaben wird eine Helligkeit von rund 500 cd/m² erreicht. Das ist für Tablets ein solider Wert.

Auch sonst ist das Display des Amazon Fire Max 11 wirklich gut. Die Farbdarstellung ist ziemlich akkurat, hat sich gegenüber den Vorgängern deutlich verbessert und macht das Streamen von Filmen oder Schauen von Videos angenehm. Die Blickwinkel sind gut, der Schatten, der bei LCDs an den Rändern auftritt, nicht allzu penetrant. In einem abgedunkelten Raum ist die Helligkeit auf der niedrigsten Stufe ausreichend dunkel, dass die Augen nicht wehtun. Hier hat Amazon alles richtig gemacht.

Kamera

Am meisten überrascht hat uns beim Testen des Amazon Fire Max 11 die Kamera. Insbesondere bei der Hauptkamera auf der Rückseite sparen Hersteller von günstigen Tablets oft, damit sie es an anderen Stellen, wichtiger erscheinenden Stellen nicht müssen. Das ist hier eindeutig nicht der Fall – die Hauptkamera macht bei Tageslicht wirklich schöne Fotos mit einem guten Dynamikumfang. Die Farben sind nicht übersättigt, kein Bildbereich ist über- oder unterbelichtet. Dadurch, dass die Kamera nur mit 8 Megapixel auflöst, sind die entstehenden Aufnahmen nicht außerordentlich scharf, aber das wird durch die in anderen Bereichen gute Bildqualität kompensiert.

Die Frontkamera ist auch ganz brauchbar, besonders für Videotelefonie und Ähnliches dürften viele Menschen sich mit der 8-Megapixel-Linse zufriedengeben. Videoaufnahmen sind höchstens in 1080p mit 60 fps möglich. Auch das ist in diesem Preissegment üblich. Insgesamt sehen wir bei den Kameras eine deutliche Verbesserung zu den Vorgängermodellen – da liegen wirklich Welten dazwischen.

Ausstattung

Amazon legt bei diesem Tablet einen Schwerpunkt auf die Leistung. Das kommuniziert das Unternehmen nicht nur im Werbematerial für das Fire Max 11, sondern setzt es auch um. Im Gerät ist ein neuer MediaTek-Prozessor mit acht Kernen, einer Frequenz von bis zu 2,2 GHz und der Modellbezeichnung Mediatek MT8188J. Der Chip scheint ganz neu herausgekommen zu sein und wurde bisher nur in diesem Tablet verbaut. Und er liefert gleich eine ordentliche Leistung: Nicht nur beim Work-3.0-Benchmark von PCmark macht sich der stärkere Prozessor bemerkbar, wo das Tablet mit 7100 Punkten beinahe 50 Prozent mehr Leistung liefert als das Fire HD 8 Plus. Auch im täglichen Betrieb macht sich der schnellere Chip dadurch bemerkbar, dass jegliche Vorgänge und Aktionen wesentlich flüssiger ablaufen als beim Fire HD 8 Plus.

Seiten in Apps und im Web laden schneller, das Scrollen durch Menüs wird nicht mehr von einem plagenden Ruckeln begleitet und Anwendungen öffnen schneller. Das ist ein großer Vorteil des Tablets. Klar – das rund 270 Euro teure Gerät ist bei der Leistung kein Überflieger, in einigen Bereichen sind kurze Denkpausen weiterhin Programm. Die Performance ist allerdings auf einem Niveau, das viele Nutzer zufriedenstellen wird. Für Spiele reicht der verbaute Mali-G57 M2 allerdings noch nicht ganz, außer bei Titeln wie Minecraft, Angry Birds oder Candy Crush. Ein kleines Manko bei der Performance ist, dass der Arbeitsspeicher mit 4 GByte weiterhin recht knapp bemessen ist. Dadurch schließen Apps im Hintergrund schneller. Mit einem Upgrade in diesem Bereich hätte das Tablet eine noch bessere Leistung abliefern können.

Und sonst? Das Tablet unterstützt lobenswerterweise Wi-Fi 6 (IEEE 802.11ax) mit bis zu 600 Mbit/s. Unterstützung für Mobilfunk ist leider in keinem Modell gegeben. Dafür gibt es einen Slot für Speicherkarten, mit dem der 64 oder 128 Gigabyte große interne Speicher zusätzlich erweitert werden kann – das ist gut. Außerdem erhaltet ihr mit diesem Gerät Support für Bluetooth 5.2 mit Low Energy und A2DP. Der USB-C-Anschluss ist ungünstigerweise nur ein USB-2.0-Port, was schnellere Übertragungsgeschwindigkeiten ausschließt. Unterstützung für einen Eingabestift (Stylus) ist gegeben, dafür gibt es Magnete zum Festhalten auf der linken Seite. Möchte man mit dem Fire Max 11 herausfinden, wo man sich befindet, so steht GPS mit GLONASS zur Verfügung.

Zufriedenstellend sind die im Tablet verbauten Lautsprecher: Sie bieten einen recht sauberen, raumfüllenden Klang, der sich für Serien, Filme oder andere Videos hervorragend eignet. Es handelt sich um Stereo-Lautsprecher. Die Sprachqualität mit den verbauten Mikrofonen ist bei Internet-Telefonaten gut.

Software & Updates

Ein in unseren Augen recht großer Nachteil aller Amazon-Tablets ist die Bedienoberfläche Fire OS, die wir bereits an vielen Stellen bemängelt haben. Das zugrunde liegende Betriebssystem ist zwar Android, und an einigen Stellen sickert das Design des Google-Betriebssystems durch. Insgesamt sind aber viele Features, die andere Android-Tablets bieten, hier nicht vorhanden. Allen voran der Google Play Store: Er fehlt bei allen Amazon-Geräten und wird durch einen hauseigenen App Store ersetzt, in dem viele wichtige und beliebte Apps, wie der DB Navigator, fehlen. Diese müssen mühsam mit den APK-Dateien nachinstalliert werden.

Genereller gefasst ist Fire OS ein Betriebssystem, das zwar klar darauf aus ist, so einfach bedienbar zu sein wie möglich, das dabei aber einiges an Funktionalität abgeben muss. Die Bedienoberfläche fühlt sich in vielen Hinsichten an, als wäre sie mit Werbung vollgepackt oder als würde Amazon immerzu versuchen wollen, uns etwas zu verkaufen. Viele wichtige Apps, die in Zusammenspiel mit dem erhältlichen Zubehör Sinn ergeben würden, wie eine Notiz-App für den Stylus, sind nicht vorinstalliert. Insgesamt ist das Betriebssystem nicht dafür gemacht, dass damit gearbeitet wird. Auch bei dem auf Produktivität fokussierten Fire Max 11 steht beim Betriebssystem die Unterhaltung im Vordergrund.

Die installierte Fire-OS-8-Version basiert auf Android 11 mit einem Sicherheitspatch von April 2023, was gerade noch als aktuell genug bezeichnet werden kann. Sicherheitsupdates soll es laut Amazon mindestens drei Jahre lang geben.

Zubehör

Das im Vorhinein angesprochene Zubehör, das dieses Tablet überhaupt erst zu einem Arbeitswerkzeug machen soll, besteht aus einer rund 90 Euro teuren Hülle mit Tastatur sowie einem 35 Euro teuren Eingabestift. Die Tastaturhülle ist zweiteilig: Der obere Teil hält sich magnetisch an der Rückseite des Tablets fest und besitzt einen stufenlos verstellbaren Standfuß, der ausreichend fest ist und sich überdurchschnittlich tief einstellen lässt. Die Tastatur hingegen hält sich direkt am Tablet magnetisch fest und wird über den fünfpoligen Anschluss einerseits mit Strom versorgt und tauscht andererseits Daten mit dem Tablet aus. Das bedeutet, dass ihr das Tablet mit der Hülle auf drei verschiedene Weisen nutzen könnt: ganz ohne Hülle, nur mit dem oberen Teil als Standfuß oder im Gesamtpaket mit der Tastatur.

Die Verarbeitung der Tastaturhülle ist für den Preis von 90 Euro ganz okay. Die Außenseiten bestehen aus weichem Stoff, dessen Nachteil allerdings die geringe Standfestigkeit ist – bei „aggressiverem“ Tippen kommt es schonmal vor, dass das Tablet auf dem Tisch hin und her rutscht. Zusammengeklappt sieht das Gesamtpaket aber ganz schick aus, und auch die Tastatur selbst muss sich vom Aussehen her nicht verstecken. Sie ist in einem schlichten Grau mit blauen Akzenten gehalten. Das Tippgefühl ist angenehm, die Tastenanschläge sind meist präzise. Eine Tastenbeleuchtung ist nicht vorhanden. Im Vergleich zum – zugegebenermaßen deutlich teureren – Apple Magic Keyboard liegen die Tasten allerdings im „ausgefahrenen“ Zustand etwas höher, was gewöhnungsbedürftig ist. Das Touchpad hat eine Plastikoberfläche, die nicht nur für Fingerabdrücke, sondern auch für Kratzer anfällig sein dürfte und nicht so gleitfreudig ist wie eine Oberfläche aus mattem Glas.

Der Stylus ist in derselben Farbe gehalten wie die Tastaturhülle und besitzt eine austauschbare Spitze, die mit dem mitgelieferten Zangenwerkzeug entfernt werden kann und 4096 verschiedene Druckpunkte besitzt. Je nach App ist das Zubehör auch neigungsempfindlich, sodass ihr in variablen Breiten zeichnen und skizzieren könnt. Es gibt keinen wiederaufladbaren Akku; stattdessen setzt Amazon auf eine AAAA-Batterie, die im Lieferumfang enthalten ist und eine Lebensdauer von bis zu sechs Monaten hat. Sie wird eingesetzt, indem man die obere Abdeckung abschraubt. Der Stift macht in der Benutzung ziemlich gut, das Zeichnen und Erstellen von Notizen ist damit problemlos möglich. Die Latenz kommt allerdings nicht ganz an andere Spitzenmodelle wie den Apple Pencil 2 heran. Auf der flachen Seite des Stifts befindet sich ein Knopf, der in manchen Apps eine Radierfunktion erfüllt, wenn er gedrückt wird.

Eine kurze Einordnung, ob das Zubehör bei diesem Tablet überhaupt Sinn ergibt: Es erscheint natürlich logisch, dass Amazon ein als Produktivitätswerkzeug beworbenes Tablet mit dem passenden Zubehör versorgen möchte. Allerdings fällt nach sehr kurzer Zeit auf, dass nur der Stylus bei diesem Gerät einen Sinn ergibt. Notizen damit machen geht immer. Man muss die Tastaturhülle allerdings nicht langen nutzen, um zu merken, dass das Betriebssystem Fire OS nicht auf die Bedienung mit einer Tastatur ausgelegt ist. Es gibt keine speziellen Gesten zum Navigieren in Apps und zwischen Fenstern, es fehlt die Unterstützung für essenzielle Office-Anwendungen von Microsoft und anderen Herstellern. Wer mit diesem Gerät ein Dokument verfassen möchte, muss wohl auf die Web-Version von Microsoft Office 365 oder auf Google Docs zurückgreifen (ebenfalls in der Web-Version, es sei denn, man installiert die APK nach; im Amazon App Store ist die App nämlich nicht erhältlich).

Akku

Der im Amazon Fire Max 11 verbaute Akku ist 7500 Milliamperestunden groß – diese Akkukapazität ist bei Tablets in dieser Preisklasse die Norm. Amazon wirbt für das Tablet mit einer Akkulaufzeit von 14 Stunden. Im Praxistest hielt das Gerät tatsächlich problemlos zwei Tage intensiver Nutzung durch, ohne auf ein Ladekabel angewiesen zu sein. Das ist beachtlich und in allen Fällen ein großer Vorteil des Geräts. Ernüchternder ist die Ladedauer, die aufgrund des im Vergleich relativ langsamen 15 Watt-Laden über vier Stunden beträgt.

Preis

Das Amazon Fire Max 11 ist in der Speicherkombination 4/64 GByte bei Amazon für 270 Euro erhältlich. Bei anderen Händlern gibt es Restbestände ab 190 Euro (Preisvergleich).

Für den doppelten internen Speicher werden rund 30 Euro Aufpreis fällig, sodass man für die Speicherkombination 4/128 GByte dann auf einen Gesamtpreis von 300 Euro kommt. Die Tastaturhülle von Amazon kostet zusätzliche 90 Euro, der Eingabestift 35 Euro. Das Ganze ist auch in einem Bundle für rund 395 Euro (oder 425 Euro für die 128 GByte-Variante) erhältlich, wobei keine Preisersparnis entsteht. Die einzige verfügbare Farbe ist Grau/Silber.

Fazit

Amazons erster Versuch, mit dem Fire Max 11 ein Produktivitätswerkzeug auf den Markt zu bringen, ist ein mutiger, hat die Firma sich in der Vergangenheit doch eher auf Unterhaltungselektronik fokussiert. Dass Amazon sich um die größte Schwäche der Fire-Tablets – also das mangelhafte Betriebssystem Fire OS – nicht gekümmert und es nicht auf den vorgesehenen Einsatzbereich dieses Geräts angepasst hat, ist jammerschade und macht die Einstufung als Produkt zum Arbeiten hinfällig. Denn es ist klar, dass man mit diesem Tablet softwaremäßig nicht dazu in Stande ist, effizient Arbeit zu verrichten, ohne sich dauernd über Kleinigkeiten zu ärgern. Wer nach einem ernsthaften Arbeitsgerät sucht, sollte sich wirklich woanders umschauen.

Abgesehen davon ist das Fire Max 11 ein hervorragendes Tablet für Unterhaltung: Der Bildschirm ist klasse, die Performance deutlich besser als bei anderen Fire-Tablets von Amazon und die Akkulaufzeit schlicht hervorragend. Wer dieses Tablet zum Streamen von Serien, Schauen von Filmen oder für kleinere Spiele kauft, wird damit wunschlos glücklich. Andere eben nicht.



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Schnelle Evolution: Neue Spezies erscheinen 2000 Jahre nach Chicxulub-Einschlag


Vor etwa 66 Millionen Jahren schlug ein Asteroid auf der Erde ein und löschte fast alles Leben aus, allen voran die Dinosaurier, die damals beherrschende Spezies. Danach hat sich das Leben wieder entwickelt – und zwar in atemberaubendem Tempo, wie Wissenschaftler herausgefunden haben.

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Der Asteroid hatte einen Durchmesser von 10 bis 15 Kilometern. Er schlug auf der heutigen Halbinsel Yucatan in Mexiko ein – damals war dort Wasser – und hinterließ einen der größten Einschlagkrater auf der Erde, mit einem Durchmesser von 180 Kilometern und einer Tiefe von 30 Kilometern. Dabei wurden immense Mengen Erdreich in die Luft geschleudert, wodurch sich das Klima extrem veränderte. Innerhalb kürzester Zeit starben 75 Prozent aller Arten aus. Es war das größte Massensterben der Erdgeschichte.

Dass sich das Leben wieder entwickelt hat, sehen wir heute. Der Neuanfang vollzog sich dabei in erdgeschichtlich sehr kurzer Zeit: Bereits nach weniger als 2000 Jahren seien neue Planktonarten aufgetaucht, berichtet ein Team des Instituts für Geophysik der University of Texas in der Fachzeitschrift Geology über seine Forschungen am Chicxulub-Krater in Mexiko. „Das ist unglaublich schnell“, sagte Chris Lowery. Normalerweise entwickeln sich neue Spezies über einen Zeitraum von etwa einer Million Jahre.

Lowerys Team hat jedoch schon früher an dem Einschlagskrater geforscht und herausgefunden, dass sich das Leben rasch nach der Katastrophe wieder erholte. Dennoch ging die Forschung davon aus, dass es mehrere Zehntausend Jahre dauerte, bis neue Arten auftauchten.

Als Indikator dafür gelten Sedimentansammlungen, also Lockermaterialien, die teilweise organischen Ursprungs sind. Die Annahme war, dass sich Sedimente nach dem Einschlag im gleichen Maß ansammelten wie vorher. Darauf basierten die Altersbestimmungen kleiner Fossilien in der Schicht, die als Kreide-Paläogen-Grenze (K/Pg-Grenze) bezeichnet wird.

Lowerys Team geht davon aus, dass Massensterben an Land und im Meer die Sedimentationsrate an der K/Pg-Grenze änderte. Es nutzte für die Datierung Helium-3 als Marker. Das Helium-Isotop lagert sich mit einer konstanten Geschwindigkeit im Sediment auf dem Meeresgrund ab. Lagert sich das Sediment langsam ab, ist darin viel Helium-3 enthalten. Lagert es sich hingegen schnell ab, ist der Helium-3-Gehalt entsprechend geringer.

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Das Team bestimmte anhand des Helium-3-Gehalts die Sedimentationsraten an sechs Fundorten der K/Pg-Grenze in Europa, Nordafrika und im Golf von Mexiko. Diese Daten nutzte es dann, um das Alter von Sedimenten zu bestimmen, in denen Parvularugoglobigerina eugubina auftritt. Das Vorkommen dieser Planktonart gilt als Hinweis auf eine Erholung nach dem Massensterben.

Parvularugoglobigerina eugubina tauchte im Zeitraum 3500 und 11000 Jahren nach dem Chicxulub-Einschlag auf – der genaue Zeitpunkt ist nach Standort unterschiedlich. Allerdings fanden die Forscher auch einige Planktonarten, die weniger als 2.000 Jahre nach dem Chicxulub-Einschlag auftraten und eine Erholung der Artenvielfalt einleiteten, die sich über 10 Millionen Jahre fortsetzte.

„Die Geschwindigkeit der Erholung zeigt, wie widerstandsfähig die Natur ist. Dass sich nach erdgeschichtlichem Maßstab in einem Herzschlag komplexes Leben wiederherstellt, ist wirklich erstaunlich“, sagte Timothy Bralower, einer der Autoren der Studie. „Angesichts der Bedrohung durch die anthropogene Zerstörung von Lebensräumen ist dies möglicherweise auch beruhigend für die Widerstandsfähigkeit moderner Arten.“


(wpl)



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OnePlus dementiert Gerüchte über das Aus des Unternehmens


Beim Smartphone-Hersteller OnePlus scheint es drunter und drüber zu gehen. Das Unternehmen dementiert zwar einen Bericht über das Ende der Marke, jedoch scheint die Konzernmutter Oppo Umstrukturierungen vorzunehmen, die auch OnePlus betreffen. Konkrete Fragen dazu beantwortet OnePlus bisher nicht.

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OnePlus ist ein Unternehmen der chinesischen BBK-Gruppe, das im Jahr 2021 von der BBK-Marke Oppo übernommen wurde. Laut einem Bericht des Magazins Android Headlines plant Oppo jetzt, die Marke OnePlus abzuwickeln. OnePlus kämpfe seit Jahren um Marktanteile und auch eine Ende 2022 angekündigte Finanzspritze von Oppo in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar (knapp 1,2 Milliarden Euro) habe nicht zu erhofften Verbesserungen geführt.

Nach enttäuschenden Ergebnissen in Indien und China versuche die Muttergesellschaft nun offenbar, die Verluste zu begrenzen, heißt es weiter. Marktzahlen von Omdia zufolge verlor OnePlus zwischen 2023 und 2024 mehr als 20 Prozent an Absatz, während Oppo selbst zulegen konnte. Ferner kursieren Gerüchte über die Einstellung des OnePlus 15s und des Foldables OnePlus Open 2 – angeblich Anzeichen dafür, dass OnePlus den Smartphone-Markt aufgeben könnte.

Eine erste Reaktion seitens OnePlus kam aus Indien, einem der wichtigsten Märkte der Marke: Robin Liu, CEO von OnePlus in Indien, wies die „Fehlinformationen“ in einem Beitrag auf X entschieden zurück und sagte, dass das Unternehmen nicht geschlossen werde. Zudem forderte er in seinem Beitrag „alle Beteiligten dringend auf, Informationen anhand offizieller Quellen zu überprüfen, bevor sie unbegründete Behauptungen weitergeben“.

Auch OnePlus Nordamerika veröffentlichte eine Stellungnahme, die einen weniger überzeugenden Tonfall hat: „OnePlus North America setzt seinen Betrieb fort und garantiert seinen Nutzern weiterhin umfassenden Kundendienst, Software-Updates und die Einhaltung ihrer Rechte.“

Eine ähnlich klingende Stellungnahme wurde uns auf Nachfrage von der europäischen Dependance des Unternehmens zugeschickt: „Die bestehenden Geschäftsaktivitäten von OnePlus Europa laufen weiterhin wie gewohnt weiter. Der Kundendienst, Software-Updates und Rechteverpflichtungen aller Nutzer sind vollständig gewährleistet.“

Auf eine weitere Nachfrage, ob man von OnePlus in Europa neue Produkte erwarten könnte, erhielten wir keine Antwort. Stattdessen betonte OnePlus abermals, dass „alle vorhandenen Geräte weiterhin Software-Updates und Kundendienstleistungen erhalten“ werden. „Derzeit können wir nur die oben genannte Erklärung abgeben.“

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Gerade der letzte Satz deutet an, dass OnePlus derzeit dabei sein könnte, sich umzustrukturieren, aber noch nicht bereit ist, es zu kommunizieren. Allerdings scheint es im Hinblick auf die Stellungnahme des Indienchefs nicht zu einem kompletten Aus der Marke zu kommen. Jedoch wäre es möglich, dass OnePlus seine Aktivitäten in einigen Regionen reduzieren oder einstellen könnte.

Dass Oppo beziehungsweise BBK seine Smartphonesparten neu aufstellt, zeigte sich schon Anfang des Jahres: Die eigenständige Smartphone-Marke Realme, die unter anderem in Indien, Südostasien und Europa aktiv ist, ist zu einer Untermarke von Oppo geworden. Wie Reuters berichtet, sollen die Ressourcen der beiden Unternehmen gebündelt werden, um Kosten zu senken.

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Ein weiterer Hinweis auf Änderungen der Markenausrichtungen zeigte sich bei der Vorstellung der Topsmartphones von Oppo und OnePlus: Auf dem High-End-Gerät Oppo Find X9 Pro prangte plötzlich ein Hasselblad-Logo, während dieses auf dem OnePlus 15 fehlte. Dabei hatte OnePlus mit dem OnePlus 9 und 9 Pro den schwedischen Kameraspezialisten erst in den Smartphonemarkt geholt. Zudem gelten die Kameras des aktuellen OnePlus-Topmodells als weniger gut als beim Oppo-Flaggschiff.

Bis Klarheit über die Zukunft von OnePlus herrscht, dürfte noch eine Weile vergehen. Die besten Zeiten könnte der Hersteller zumindest in Europa hinter sich haben. Schon seit der Rückkehr auf den hiesigen Markt nach einer mehrjährigen Zwangspause wegen Patentstreitigkeiten mit Nokia ist OnePlus nicht wieder mit voller Kraft nach Deutschland zurückgekehrt.


(afl)



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OpenAI und Gates Foundation: KI für den afrikanischen Gesundheitssektor


Die Gates Foundation und OpenAI gehen eine Partnerschaft ein, um den Zugang zu medizinischer Versorgung in afrikanischen Ländern mittels KI zu verbessern. Das geht aus Blogbeiträgen auf der Website von Bill Gates und OpenAI hervor. Im Rahmen des Projekts Horizon 1000 sollen gemeinsam 50 Millionen US-Dollar an Finanzmitteln, Technologie und technischem Support bereitgestellt werden.

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KI könne insbesondere in ärmeren Ländern eine entscheidende Rolle dabei spielen, den Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Versorgung zu gewährleisten, erklärte Microsoft-Co-Gründer und Vorsitzender der Stiftung Bill Gates in einem Blogbeitrag zum Start der Initiative. Ziel von Horizon 1000 sei deshalb die Unterstützung mehrerer afrikanischer Länder bei der Integration von Künstlicher Intelligenz in die Systeme des Gesundheitssektors.

Gates zufolge soll der Einsatz von KI vor allem die gravierenden Mängel an medizinischem Fachpersonal in afrikanischen Ländern abfedern, aber auch die Gesundheitsinfrastruktur insgesamt verbessern. Allein im Bereich südlich der Sahara mangelt es an rund 5,6 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen. Das schreibt der US-Konzern OpenAI zum Start von Horizon 1000 auf seiner Website. In der Praxis sollen KI-Anwendungen vor allem helfen, den Verwaltungsaufwand zu reduzieren und dem medizinischen Personal mehr Zeit für die Patientenversorgung zu ermöglichen.

Laut Gates wird Ruanda als erstes Land Unterstützung im Rahmen von Horizon 1000 erhalten. In Ruanda komme derzeit nur eine medizinische Fachkraft auf 1000 Einwohner, was weit unter der Empfehlung von etwa vier Fachkräften liege, schreibt der Vorsitzende der Gates Foundation auf seinem Blog. Der ruandische Gesundheitsminister Dr. Sabin Nsanzimana habe deshalb ein KI-gestütztes Gesundheitszentrum für die Hauptstadt Kigali angekündigt, mittels dessen die begrenzten Ressourcen so effizient wie möglich verteilt werden sollen.

Derartige Projekte sollen im Rahmen von Horizon 1000 zukünftig unterstützt werden. Konkret geht es Gates zufolge vor allem um die Einführung von KI-Systemen in medizinische Einrichtungen wie Krankenhäusern und Arztpraxen, aber auch in Gemeinden und Privathaushalten. KI-Tools sollen medizinisches Personal jedoch nur unterstützen und nicht ersetzen, betonte der US-Multimilliardär.

Dennoch habe KI das Potenzial, das internationale Gesundheitswesen nach den massiven Kürzungen der internationalen Entwicklungshilfe im vergangenen Jahr wieder auf Kurs zu bringen. Das erklärte Gates der Nachrichtenagentur Reuters am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. „Mithilfe von Innovationen und KI können wir wieder auf den richtigen Weg kommen“, sagte er am Mittwoch in Davos. Die Technologie werde das Gesundheitswesen revolutionieren und sei insbesondere für die von den Kürzungen betroffenen Länder wertvoll.

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Große KI-Konzerne drängen vermehrt in den Gesundheitssektor vor. Nachdem OpenAI mit ChatGPT Health bereits einen KI-Gesundheitsassistenten eingeführt hatte, zog auch das US-Unternehmen Anthropic nach und veröffentlichte mit Claude for Healthcare einen eigenen KI-gestützten Gesundheitsassistenten.

Für die KI-Branche verspricht der Gesundheitssektor, lukrativ zu sein. Kritiker warnen allerdings vor möglichen Folgen des Einsatzes von KI im Gesundheitswesen. Systeme wie ChatGPT seien nicht als Medizinprodukte zugelassen und dürften daher nicht zur Behandlungsunterstützung eingesetzt werden, erklärte Jürgen Schröder, Leiter des Bereichs Vertragsarztrecht bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Außerdem verweisen Experten wie Manuel Hofmann von der Deutschen Aidshilfe auf die Diskrepanz zwischen Zukunftsfantasien und den herrschenden Realitäten von Gesundheitssystemen. Dass administrative Aufgaben wegfallen und mehr Zeit für die persönliche Betreuung bleibe, sei in Gesundheitssystemen, die auf veraltete Technik wie Faxgeräte angewiesen seien, eine Illusion. Am Beispiel der Krankheit HIV und angesichts des Rückzugs der USA aus internationalen HIV-Programmen zeige sich vor allem, woran es wirklich mangelt. Menschen würden an einer gut behandelbaren Krankheit sterben, weil ihnen die Medikamente fehlen, betonte Hofmann.


(rah)



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