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Top 10: Der beste Mini-Bluetooth-Lautsprecher im Test – Marshall, Teufel & JBL


Mini-Bluetooth-Lautsprecher Klipsch Austin: Robuste Rock-Box überzeugt im Test

Der stylische Mini-Bluetooth-Lautsprecher Klipsch Austin punktet mit warmem Klang und robuster Verarbeitung. Wir haben ganz genau hingehört.

VORTEILE
  • hochwertige Verarbeitung mit IP67
  • ausgewogener, warmer Klang
  • Reverse-Charging
  • Broadcast-Modus
  • App mit Equalizer
NACHTEILE
  • schwacher Bass
  • keine Play/Pause- und Track-Tasten
  • kein AUX-Eingang
  • Tasten unbeleuchtet, schwer ertastbar

Der stylische Mini-Bluetooth-Lautsprecher Klipsch Austin punktet mit warmem Klang und robuster Verarbeitung. Wir haben ganz genau hingehört.

Bekannt geworden ist Klipsch vor allem mit hochwertigen HiFi-Boxen und kraftvollen Standlautsprechern. Mit dem Austin zeigt Klipsch das kleinste Modell seiner mobilen Lautsprecher-Familie. Preislich und größentechnisch ordnet sich der Mini-Bluetooth-Lautsprecher unterhalb der größeren Geschwister Nashville und Detroit ein.

Seit Ende 2023 ist der Austin bereits verfügbar, primär in Schwarz, selten auch in Cream. Die UVP liegt bei rund 100 Euro. Aktuell kostet der Speaker etwa bei Amazon 78 Euro. Damit tritt er in einem hart umkämpften Marktsegment an. Konkurrenten wie der JBL Go 4 für rund 40 Euro, der Teufel Boomster Go für 85 Euro oder der ähnlich gestylte Marshall Willen II für knapp 100 Euro buhlen ebenfalls um die Gunst der Käuferschaft. Der Austin richtet sich an Nutzer, die einen kleinen, optisch und klanglich ansprechenden Mini-Bluetooth-Lautsprecher für unterwegs suchen.

Design und Verarbeitung des Klipsch Austin

Der Klipsch Austin setzt auf eine kubische Form. Mit Maßen von 105 × 105 × 44 mm und einem Gewicht von 397 g zählt er zu den kompakten Vertretern seiner Gattung. Der Speaker passt in eine geräumige Hosentasche oder in die Handfläche und bewegt sich damit größentechnisch auf Augenhöhe mit dem Marshall Willen II und dem Bose Soundlink Micro 2.

Optisch wirkt der Austin angenehm rockig. Das bronzefarben glänzende Klipsch-Logo auf der Front macht ordentlich was her und erinnert stilistisch an den Marshall Willen II. Die Vorderseite ziert ein Metallgrill, die Rückseite ist teilweise perforiert.

Bei der Materialwahl setzt der Hersteller auf eine matte Silikonummantelung. Sie fühlt sich hochwertig an, ist rutschfest und dämpft Vibrationen zuverlässig. Erhabene Ecken dienen als Standfüße. Hinten sitzt ein breites Gummiband, das die flexible Befestigung am Rucksack, Fahrradlenker oder Gürtel erlaubt.

Die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen. Die dicke Gummiummantelung und der stabile Metallgrill vermitteln einen wertigen, langlebigen Eindruck – billige Plastikoptik gibt es nicht. Den USB-C-Port schützt ein Gummiverschluss. Dank IP67-Zertifizierung übersteht der Speaker 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe und hält auch Staub problemlos draußen. Lediglich der Strap wirkt, als könnte er bei hoher Belastung reißen.

Wie gut ist der Klang des Klipsch Austin?

Im Inneren arbeitet ein 3,8-cm-Full-Range-Treiber, unterstützt von zwei Passivmembranen mit jeweils 3,5 × 5,5 cm. Der Verstärker liefert 10 Watt RMS, der Frequenzgang reicht von 70 Hz bis 20 kHz. Damit greift der Austin tiefer als der JBL Go 4 mit 90 Hz, bleibt aber hinter dem Teufel Boomster Go mit 65 Hz zurück. Der maximale Schalldruck liegt bei 85 dB. Das Bassreflex-Gehäuse soll für vollen Klang trotz kompakter Bauweise sorgen.

In der Praxis macht der Austin eine bessere Figur, als die Größe vermuten lässt. Sprachinhalte wie Podcasts und Hörbücher gibt der Speaker klar und natürlich wieder. Die Stimmen klingen weder dumpf noch unangenehm. Hier zeigt sich der typische Klipsch-Charakter: warm, präsent und mit guter Mittenwiedergabe.

Bei akustischer Musik, Folk, Jazz und Vocals spielt der Austin seine Stärken aus. Norah Jones‘ Don’t Know Why klingt erfreulich klar. Die Stimmenwiedergabe wirkt angenehm warm, und die Instrumententrennung gelingt für ein Ein-Treiber-Design erstaunlich gut. Auch Ed Sheerans Lego House kommt sauber rüber. Die Gitarre bleibt präzise, der Gesang setzt sich gut durch.

Der Bass reicht bis etwa 70 Hz. Er wirkt resonierend, aber nicht wirklich tief oder kraftvoll. Bei basslastigen Tracks wie The Weeknds Blinding Lights oder elektronischer Musik à la Daft Punks Get Lucky klingt der Austin vergleichsweise dünn. Ein Tieftonfundament wie beim Marshall Willen II, der dank 38-Watt-Verstärker ordentlich Druck aufbaut, fehlt hier deutlich. Dreht man die Lautstärke voll auf, schneidet der Bass zudem hörbar ab.

Klassik wie Vivaldis Vier Jahreszeiten – Frühling überzeugt durch klare, crispe Höhen. Bei hoher Lautstärke stößt der Speaker allerdings an seine Grenzen. Insgesamt reicht der maximale Pegel für persönliche Nutzung oder kleine Runden im Garten. Für eine Hausparty ist der Austin unterdimensioniert.

Insgesamt punktet der Klipsch Austin mit einer für seine Größe bemerkenswerten Klarheit und Wärme. Bassfans werden allerdings nicht glücklich.

Bedienung und App des Klipsch Austin

Vier physische Tasten an der Oberseite steuern den Speaker: Power, Bluetooth-Pairing sowie Lautstärke +/–. Hier liegt der größte Schwachpunkt der Bedienung am Gerät. Dedizierte Tasten für Play/Pause oder Track-Steuerung fehlen komplett. Wer Songs überspringen oder pausieren möchte, muss zwangsläufig zum Smartphone greifen – ein deutlicher Nachteil gegenüber Konkurrenzmodellen wie dem Marshall Willen II, der mit seinem cleveren Joystick eine elegante Lösung bietet.

Die Tasten sind taktil, allerdings flach und unbeleuchtet. Im Dunkeln lassen sie sich kaum erkennen. Immerhin gibt eine fünfstufige LED-Anzeige zuverlässig Auskunft über den Akkustand.

Die Klipsch Connect App (iOS und Android) umfasst Presets (Flat, Bass, Rock, Treble, Vocal) sowie einen Custom-Modus mit einem 3-Band-Equalizer (Bass, Mitten, Höhen). Der Effekt der EQ-Anpassungen fällt allerdings eher subtil aus.

Zusätzlich bietet die App OTA-Firmware-Updates, Lautstärkeregelung, Track-Steuerung, die Akkustandsanzeige, das Setup für den Broadcast-Modus und einen Support-Bereich. Ein solides Paket.

Der Akku des Klipsch Austin

Klipsch verspricht eine Akkulaufzeit von bis zu 12 Stunden bei typischer Lautstärke. Die Ladezeit liegt bei rund zwei Stunden über USB-C. Im Test bestätigt sich die Herstellerangabe bei mittlerer Lautstärke recht gut. Sobald man richtig aufdreht, sinkt die Laufzeit spürbar.

Damit bewegt sich der Austin auf Augenhöhe mit dem Bose Soundlink Micro 2 (12 Stunden) und liegt deutlich vor dem JBL Go 4 mit nur 7 Stunden – aber hinter dem Marshall Willen II mit 17 Stunden. Praktisch ist die Reverse-Charging-Funktion: Über den USB-C-Port mit 18 W lassen sich im Notfall andere Geräte wie das Smartphone aufladen.

Konnektivität und technische Eigenschaften des Klipsch Austin

Der Klipsch Austin setzt auf Bluetooth 5.3 und kann sich bis zu acht Geräte merken. Beim Codec geht Klipsch allerdings keinen modernen Weg und beschränkt sich auf den Standard SBC. Premium-Codecs wie aptX oder LDAC fehlen. Für die typischen Streaming-Anwendungen wie Spotify oder Apple Music reicht SBC aber aus.

Mit dem Broadcast-Modus lassen sich bis zu 10 oder mehr kompatible Klipsch-Speaker zu einem Mono-Verbund koppeln. Wer also bereits Klipsch-Lautsprecher besitzt, kann sie problemlos verknüpfen und das ganze Haus oder den Garten beschallen. Zusätzlich erlaubt der Austin True-Wireless-Stereo-Pairing mit einem zweiten Austin – so entsteht ein Stereo-Setup mit räumlicherem Klang.

Das eingebaute Mikrofon ermöglicht Freisprechfunktionen für Telefonate. Die Sprachqualität bewegt sich auf solidem Niveau. Auf einen AUX-Eingang verzichtet Klipsch.

Was kostet der Klipsch Austin?

Die unverbindliche Preisempfehlung des Klipsch Austin liegt bei rund 100 Euro. Aktuell ist der Mini-Bluetooth-Lautsprecher ab 70 Euro erhältlich, bei Amazon kostet er 78 Euro.

Fazit

Der Klipsch Austin ist ein kompakter Mini-Bluetooth-Lautsprecher, der mit hochwertiger Verarbeitung, robustem Design und ausgewogenem Klang punktet. Vor allem bei akustischer Musik, Folk, Jazz und Vocals zeigt der Speaker, was er kann: warmer Klang, gute Stimmenwiedergabe und eine für die Größe überraschend ordentliche Instrumententrennung.

Auf der Habenseite stehen die solide IP67-Zertifizierung, die Befestigungsschlaufe, die Reverse-Charging-Funktion und der Broadcast-Modus für bis zu 10 Klipsch-Speaker. Auch die Akkulaufzeit von 12 Stunden geht in Ordnung.

Schwächen zeigt der Austin beim Bass, der für basslastige Genres wie EDM oder Hip-Hop zu dünn ausfällt. Auch die Bedienung am Gerät enttäuscht: Fehlende Play/Pause- und Track-Tasten zwingen Nutzer zum Griff zum Smartphone.

Mit einem Straßenpreis ab 70 Euro ist der Klipsch Austin dennoch ein faires Angebot für alle, die einen stylischen, robusten Mini-Bluetooth-Lautsprecher suchen. Wer mehr Bass möchte, sollte sich den Marshall Willen II anschauen. Wer aufs Geld achten muss, ist mit dem JLab Pop Party gut bedient.



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