Künstliche Intelligenz
Top 10: Der beste Over-Ear-Kopfhörer im Test – Sony vor JBL & Apple
Bowers & Wilkins Px8
Mit dem Over-Ear-Kopfhörer Px8 liefert Bowers & Wilkins ein neues Premiummodell, das nicht nur bei der Geräuschunterdrückung, sondern auch beim Klang neue Maßstäbe setzen will.
- Sicherer und komfortabler Sitz
- Angenehmer, transparenter und exakter Klang
- Gutes ANC, aptX Adaptive, aptX HD
- App noch instabil
- Hoher Preis
Over-Ear-Kopfhörer Bowers & Wilkins Px8 im Test
Mit dem Over-Ear-Kopfhörer Px8 liefert Bowers & Wilkins ein neues Premiummodell, das nicht nur bei der Geräuschunterdrückung, sondern auch beim Klang neue Maßstäbe setzen will.
Der Bowers & Wilkins Px7 S2 (Testbericht) war schon ein sehr überzeugender Kopfhörer. Doch das neue kabellose Premiummodell Px8 mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) soll diesen in den klassischen Disziplinen Klang, ANC und Wertigkeit übertreffen. Dafür verlangt der Hersteller aber auch einen hohen Preis. Das klingt nicht besonders aufregend. Statt Kopfhörern in Intendantenlimousinenfarbausstattung nun die Sportwagenvariante mit Ledersitzen? Lohnt sich das Investment, wenn es nicht nur ums Design, sondern um guten Klang geht?
Bowers & Wilkins Px8: Design
Beim Px8 setzt Bowers & Wilkins nicht mehr auf Understatement. Für Veganer ist dieser Kopfhörer allerdings nichts: Neben Aluminium wird hier nicht mehr Kunststoff, sondern weiches Nappaleder in Schwarz oder Beige verwendet. Doch das Ergebnis ist schick, aber nicht protzig und zudem sehr angenehm zu tragen.
Das Gewicht ist durch den Materialwechsel nur minimal von 306 auf 315 Gramm gestiegen, doch die Wertigkeit fühlt sich erheblich besser an. Technisch ist der Px8 ebenso interessant, so schirmt sein ANC (Active Noise Cancellation – aktive Geräuschunterdrückung durch Mikrofone, die den Umgebungsschall wahrnehmen und ein Gegensignal auf den Kopfhörer geben) stärker ab als beispielsweise beim Yamaha YL700A (Testbericht). Die Zweifel, die wir hatten, waren nicht berechtigt, es ist kein Schickimicki-Hörer.
Ausstattung, Installation und Betrieb
Verpackung und Ausstattung des Px8 ähneln der des Px7 S2. Wie der Vorgänger kommt auch der neue Wireless-Kopfhörer nicht ohne Kabel aus: Sie werden benötigt, wenn der Kopfhörer geladen oder an ein Gerät ohne Bluetooth angeschlossen werden soll. Zunächst scheinen sie zu fehlen: Sie sind in der mitgelieferten Schutztasche unter einer gut getarnten Klappe mit kräftigem Magnetverschluss versteckt. Erst, wenn man etwas beherzter zugreift, treten sie zutage.
Beide Kabel können am USB-C-Port des Px8 angeschlossen werden. Eins ist zum Laden mit USB-C auf USB-C mit zwei gleichen Steckern bestückt, das andere dient dem Anschluss analoger Quellen über 3,5 mm-Klinkenstecker. Einen passiven Modus, in dem der Kopfhörer dann auch ohne eingeschaltete Elektronik oder mit entladenem Akku noch spielt, gibt es beim Px8 nicht. Da er auch den Klang selbst über Messmikrofone kontrolliert, nicht nur das ANC, wäre dies nicht ohne Qualitätsverlust möglich.
Dafür wird beim Anschluss des USB-C-Kabels ans Smartphone oder an den PC das Signal digital abgegriffen – der Kopfhörer wird als Soundkarte erkannt – und so mit voller Qualität übertragen. Dabei wird außerdem der Kopfhörer geladen, was seine Betriebsdauer verlängert – allerdings im Falle von Notebook, Smartphone oder Tablet deren Laufzeit verkürzt. Das mag nicht immer erwünscht sein, lässt sich aber nicht verhindern, obwohl es unnötig ist: Denn wie der Px7 S2 bietet der Px8 mit aktiviertem ANC eine Laufzeit von bis zu 30 Stunden. Und bereits 15 Minuten Aufladen machen ihn für weitere sieben Stunden fit. Ein vollständiger Ladevorgang dauert zwei Stunden.
Am Desktop-PC ist es dagegen sehr praktisch, da so der Kopfhörer während der Benutzung geladen werden kann und unabhängig von der Soundkarte agiert. Nur drahtlos ist er dann natürlich nicht. Mit einem drei Meter langen USB-Kabel anstelle des mitgelieferten Exemplars hat man dann aber immerhin eine gewisse Bewegungsfreiheit.
Der Kopfhörer hat einen Schiebeschalter zum Ein- und Ausschalten sowie eine dritte Position zur Bluetooth-Koppelung, was auf diese Weise einfacher und eindeutiger auszulösen ist als bei den Drucktastern anderer Modelle. Hinzu kommen eine Taste für die Wahl des Geräuschunterdrückungsmodus (An, Aus, Transparent/Ambient), die sich auch umbelegen lässt, etwa zum Aufruf von Sprachassistenten. Zusätzlich gibt es drei Multifunktionstasten für die üblichen Funktionen (Lauter, Leiser, Start/Pause, Vor/Zurück und Anrufe annehmen).
Der Px8 kann sich mit zwei Geräten per Bluetooth verbinden. Neben der Verbindung auf die übliche Weise bei den Bluetooth-Einstellungen im Smartphone-Menü ist dies auch über die vom Bowers & Wilkins Zeppelin (Testbericht) bereits bekannten App „Bowers & Wilkins Music“ möglich. Diese konnte damals nicht wirklich überzeugen, wurde aber mittlerweile verbessert und unterstützt nun auch Kopfhörer.
Im Test war allerdings die Kopplung über das normale Bluetooth-Menü stabiler als über die App, die manchmal den Kopfhörer nach Aus- und wieder Einschalten nicht gleich wiederfand. Positiv ist, dass die App auch mit der älteren Android-Version des High-End-Abspielers Onkyo DP-X1 funktioniert. Sie ermöglicht es außerdem, Bass- und Höhen-Wiedergabe des Px8 dem eigenen Geschmack anzupassen, was aber im Gegensatz zum Px7 S2 aus demselben Haus nicht notwendig ist: Der Klang ist bereits ab Werk bestens, dazu später mehr, und auch die meisten Funktionen benötigen die App nicht.
Ein Tragesensor stoppt die Wiedergabe automatisch beim Lupfen oder Abnehmen des Kopfhörers, sofern man diese Funktion aktiviert hat. Zudem kann der Akkustand abgerufen und der Geräuschunterdrückungsmodus umgeschaltet werden.
Die App kann den Kopfhörer direkt mit Streaming-Diensten versorgen. Bei Tune-In klappt dies allerdings noch nicht – ruft man hier in der App Tune-In oder die für B&W-Lautsprecher gespeicherten Shortcuts seiner Lieblingsstationen auf, liefert sie eine Fehlermeldung. Warum auch immer, kann man Tune-in via App bislang nur auf B&W-Lautsprechern, jedoch nicht B&W-Kopfhörern nutzen. Allerdings könnte Tune-in für einen Kopfhörer zumindest zu Hause im WLAN auch nicht die beste Lösung sein, weil der Dienst auf geringe Mobilfunkdatenraten ausgelegt ist und deren Mängel auf dem Px7 S2 hörbar werden. Es ist aber ohne Probleme möglich, Tune-in normal aufzurufen und den Kopfhörer damit zu bespielen.
Das Design des Kopfhörers ist schick, doch nicht protzig und so wagten wir uns damit für den Test in die Öffentlichkeit. Man will ja nicht im Zug oder auf der Straße angesprochen werden oder gar vom Chef die erhoffte Gehaltserhöhung wegen vermeintlichen Reichtums gestrichen bekommen. Zumindest im Testzeitraum wurden trotz des hellen Materials auch keine Verschmutzungen sichtbar, das Gerät ist also alltagstauglich.
Hoher Tragekomfort: Keine Druckstellen und starke Geräuschunterdrückung
Over-Ear-Kopfhörer sind Geschmackssache. Im Winter ersparen sie auf dem zugigen Bahnsteig einen Ohrenwärmer, doch im Sommer können sie einem zu warm werden – und unangenehm drücken können sie das ganze Jahr. Beim Px8 ist letzteres nicht zu befürchten. Dank Memory Foam, also Schaumstoff, der sich „Engstellen“ merkt und sich entsprechend anpasst, erzeugt der Kopfhörer auch bei Brillenträgern keine unangenehmen Druckstellen. Zudem ist das weiche Leder auf den Ohren angenehmer als Kunststoff. Im Büro ist es natürlich trotzdem ohne Kopfhörer auf den Ohren angenehmer als mit. Aber oft ist dies halt die einzige Alternative, Musik oder arbeitsbezogene Inhalte hören zu können, ohne dabei die Ohren unnötig mit hohen Lautstärken und die Kollegen mit Störgeräuschen zu belasten.
Die Hörmuscheln sind innen mit L und R markiert. Die Muscheln sitzen leicht angewinkelt auf den Ohren. Vertauscht aufgesetzt dichten sie ebenso gut ab, aber der Bügel steht dann nach hinten ab, sodass man dies schnell bemerkt, wenn man beim Aufsetzen nicht aufgepasst hat.
Hat man den Kopfhörer richtig justiert, sitzt er sehr gut: Man kann auch beim Umsteigen am Bahnhof rennen, wenn es knapp wird, ohne dass er verrutscht oder gar herunterzufallen droht. Er dichtet akustisch bereits ohne ANC hervorragend ab, mit noch umso mehr. Mit ANC werden die restlichen durchdringenden Geräusche auch nicht zum dumpfen Rumpeln und Trampeln, sondern klingen normal leise, weil sich speziell die tiefen Frequenzen gut mit ANC unterdrücken lassen – es ist also definitiv angenehmer. Störgeräusche (Rauschen) sind nicht festzustellen.
Wenn im Zug Ansagen kommen, bekommt man dies trotzdem noch mit und kann so lange die Musik anhalten oder den Kopfhörer lupfen. Doch auch ein Transparent-Modus ist verfügbar, in dem man die Umgebung weiterhin fast normal hören kann. Tatsächlich ist das ANC beim Bahnfahren sehr angenehm – man merkt beim Abnehmen, wie laut auch moderne Nahverkehrszüge eigentlich sind. So belastet man auch mit Musik seine Ohren weniger als sonst ohne und kann in Ruhe lesen.
Zu Fuß in der Stadt kann man mit ANC auch Podcasts hören, ohne dass Autofahrer mit Rallye-Auspuff dieses Vergnügen trüben. Man bekommt trotzdem noch genug von der Umgebung mit. Fahrradfahren sollte man mit eingeschaltetem ANC allerdings nicht, dies wäre lebensgefährlich.
Und der Härtetest für ANC, das Großraumbüro? Hier schlägt sich der Px8 gut: Alle Frequenzen werden bei eingeschaltetem ANC gleichmäßig gedämpft. Solange die Kollegen nicht gerade laut in die eigene Richtung telefonieren, kann man Videokonferenzen, Webcasts oder einfach Musik zur akustischen Abschirmung genießen – mit dem Risiko, den rufenden Chef zu überhören. Sieht man ihn winken, sollte man also schnell auf den Ambient-Modus umschalten.
Übrigens benutzt der Px8 insgesamt sechs Mikrofone – zwei zum Telefonieren, zwei, um die Umgebungsgeräusche für ANC abzugreifen und zwei, um den Output des Kopfhörers zu messen und gegebenenfalls gegenzusteuern und Verzerrungen vermeiden zu können. Deshalb ist er auch am Kabel nur eingeschaltet benutzbar.
Der Klang: transparent, beste Qualität, gut auch für Podcasts
Auf spezielle Klangeffekte verzichtet der B&W Px8 – er ist High End, also besonders guter HiFi-Wiedergabe verpflichtet. Er nutzt 40-mm-Karbonfaser-Treiber ähnlich den Hochton-Kalotten der 700er-Lautsprecherserie von Bowers & Wilkins und liefert auch mit ANC exzellenten Klang, während bei manchen ANC-Kopfhörern die Klangqualität bei eingeschalteter Geräuschunterdrückung deutlich absinkt. Zudem ist der Klang ausgewogen, klare Höhen, transparente Mitten und tiefe, aber nicht übertrieben lästige Bässe. Der Px8 kann hier gegenüber dem Px7 S2 trotz verwandter Technik (nur ohne Kohlefaser) noch einmal deutlich zulegen.
Der Kopfhörer ist mit aptX Adaptive ausgerüstet, kann also alle aptX-Varianten bespielen, auch aptX HD mit 24 Bit. Es ist auch ohne Probleme möglich, den Kopfhörer an einem DAB+-Radio Technisat Viola 3 anzuschließen: Er kennt ja keinen Passiv-Mode, eine Wiedergabe ist nur mit eingeschalteter Elektronik möglich, doch er verursacht keine Empfangsstörungen. Man kann also auch mit ANC Radio hören, wenn man kein Mobilfunknetz hat, den sonst erheblichen Streaming-Traffic bei längeren Hörsitzungen vermeiden will oder einfach mal keine Lust darauf hat, von auf dem Smartphone eingehenden Anrufen, SMS, Mails und Chat-Mitteilungen gestört zu werden.
Preis
Der Bowers & Wilkins Px8 kostet aktuell bei Amazon 349 Euro.
Fazit
Die aktive Geräuschunterdrückung und der Tragekomfort des Bowers & Wilkins Px8 sind beeindruckend, der Klang ebenso – die wenigen kleinen Schwächen des Vorgängers Px7 S2 sind damit verschwunden. Dabei ist der Kopfhörer dennoch robust und alltagstauglich geblieben und für unterwegs perfekt geeignet.
Der direkte Anschluss am USB-Port erspart eine 24-Bit-Soundkarte beim Betrieb am PC. Die App ist zwar noch nicht perfekt, aber akzeptabel. Die Qualität überzeugt, ob unterwegs oder im Büro. Der Preis ist dafür etwas höher als bei vergleichbaren Modellen, allerdings ist der Px8 auch brandneu, während die Konkurrenten schon eine Weile am Markt sind und den typischen Preisverfall dieser Produktkategorie bereits hinter sich haben.
Künstliche Intelligenz
Top 10: Die beste elektronische Parkscheibe im Test – mit Zulassung ab 17 Euro
Elektronische Parkscheiben stellen beim Parken automatisch die Uhrzeit ein. Wir haben über 20 zugelassene Modelle getestet, die Strafzettel verhindern können.
Das Abstellen des Autos ohne entsprechende Parkscheibe kostet laut Bußgeldkatalog bis zu 40 Euro. Die nicht gestellte Parkuhr kann aber auch abseits der Stellflächen im öffentlichen Raum teuer werden. Seit einigen Jahren kann das Parken ohne Parkscheibe auch auf Parkplätzen von Baumärkten, Schnellrestaurants und Supermärkten viel Geld kosten. Immer häufiger werden solche privaten Stellflächen überwacht.
Für Abhilfe sorgen elektronische Parkscheiben, welche die Parkzeit automatisch anzeigen. Dabei ist solch eine elektronische Parkuhr mit Preisen ab etwa 20 Euro meistens günstiger als ein Strafzettel.
Die Funktionsweise von elektronischen oder auch digitalen Parkscheiben ist denkbar einfach: Die Geräte klebt man von innen an die Windschutzscheibe des PKW. Ein integrierter Bewegungssensor registriert, ob das Auto fährt oder steht. Beim Parken stellt sich die Uhrzeit automatisch auf die nächste halbe Stunde und stoppt. Eine Nachtparkfunktion erlaubt das manuelle Einstellen der Ankunftszeit. Das ist etwa dann praktisch, wenn man abends das Auto abstellt und erst ab den Morgenstunden eine Parkscheiben-Pflicht besteht.
Die in dieser Bestenliste gezeigten Parkscheiben haben während der Tests zuverlässig funktioniert und sind teilweise im Bekannten- und Freundeskreis seit Jahren im Einsatz. Sie sind allesamt für die Nutzung im Straßenverkehr zugelassen.
Welche ist die beste elektronische Parkscheibe?
Die aus unserer Sicht beste elektronische Parkscheibe ist die Needit Park Lite Solar mit hybrider Stromversorgung per Batterie und Solarpanel. Die Lösung ist nachhaltig, zudem überzeugen der kompakte Formfaktor und der Preis von etwa 28 Euro.
Der Preis-Leistungs-Sieger ist die Wiltec Elektronische Parkscheibe mit Solarpanel V2. Dieses Modell ist zwar deutlich größer, punktet neben der Zuverlässigkeit und der Hybrid-Stromversorgung aber auch mit einem niedrigen Preis ab 18 Euro.
Geht es um ein möglichst kleines und unauffälliges Gerät, muss man auf Solarpanels verzichten. Dann empfehlen wir die zugelassene Parkuhr mit dem besten Formfaktor – die Needit Micro für aktuell 17 Euro.
In der folgenden Tabelle zeigen wir alle zehn elektronischen Parkscheiben aus unseren Tests im Vergleich. Sämtliche Modelle sind zugelassen für den Einsatz in Deutschland. Autofahrer, die eine praktische und gesetzlich zugelassene Parkscheiben-Lösung suchen und Wert auf Komfort und Innovation legen, finden in unserer Bestenliste auf jeden Fall das Richtige.
Ist eine elektronische Parkscheibe in Deutschland erlaubt?
Soll eine elektronische Parkscheibe eine herkömmliche Variante hierzulande ablösen, muss sie der StVO-Zulassung entsprechen und eine ganze Reihe an Voraussetzungen erfüllen. Trifft nur eines dieser Merkmale nicht zu, ist eine Verwendung im Straßenverkehr nicht zulässig und die Verwendung schützt dementsprechend nicht vor einer Strafe.
Vor dem Kauf sollte man die digitale Parkscheibe auf folgende Punkte prüfen:
- Auf der Vorderseite muss ein „P“ aufgedruckt sein (weiße Schrift auf blauem Grund; Verkehrszeichen 314).
- Das Wort Ankunftszeit muss vorhanden sein.
- Nach dem Ausschalten des Motors/Abstellen des Fahrzeugs darf die Parkscheibe ihre Einstellungen nicht mehr ändern.
- Die Uhrzeit muss im 24-Stunden-Format dargestellt sein.
- Die Zeit muss gut ablesbar sein.
- Die Anzeige muss mindestens 2 cm hoch sein.
- Es muss eine Typengenehmigung vorliegen (ECE-Genehmigung vom Kraftfahrt-Bundesamt).
Neben den erlaubten Parkscheiben gibt es eine Menge Varianten ohne Zulassung. Ein anschauliches Beispiel dafür sind automatisch mitlaufende Modelle. Diese sehen auf den ersten Blick aus, wie klassische Parkscheiben, haben aber ein Uhrwerk auf der Rückseite verbaut. Der Nutzer muss bei Ankunft lediglich einen kleinen Hebel umlegen, die aktuelle Uhrzeit ist dann vollautomatisch eingestellt. Eigentlich sehr bequem, aber nicht erlaubt. Wer ein solches Modell mit Elektronik einsetzt, kann die Parkscheibe auch gleich weglassen.
Ebenso unzulässig sind herkömmliche Varianten ohne Verkehrszeichen 314. Einige Verkäufer weisen immerhin darauf hin, dass es sich um einen Scherzartikel handelt und keine Zulassung für den Straßenverkehr vorhanden ist. Insbesondere bei kleinen Händlern fehlt dieser Hinweis häufig.
Einige auf den ersten Blick legal erscheinenden Modelle, wie die auf diversen Schnäppchenseiten angepriesene Bmot Auto Parkuhr mit integriertem Solarpanel, erfüllen zwar einen Teil der Anforderungen, die Nutzung bleibt trotzdem unzulässig.
Welche Nachteile hat eine elektronische Parkscheibe?
Abgesehen, dass man alle Jahre die Batterien austauschen muss, spricht aus unserer Erfahrung nichts gegen elektronische Parkscheiben – im Gegenteil. Diese müssen zwar dauerhaft an der Windschutzscheibe angebracht werden, dank teils kleiner Klebeflächen und Wechselrahmen sind sie aber auch schnell wieder entfernt. Mit den stellenweise schicken Designs und kleiner Baugröße stören die Geräte auch nicht im Alltag.
Wie und wo sollte man eine elektronische Parkscheibe anbringen?
Die elektronischen Parkscheiben werden nach der Lieferung von innen auf die Windschutzscheibe geklebt. Je nach Modell wird entweder das ganze Gerät oder auch nur ein Rahmen per Klebepads am Glas befestigt. Beim Anbringen sollten gemäßigte Temperaturen herrschen und die entsprechende Stelle vorher entfettet und gereinigt werden. Der Erfahrung nach halten die Parkuhren so problemlos auch für mehrere Jahre. Bei Bedarf werden die Klebepads auch einzeln versendet.
Um das Sichtfeld nicht zu stören, haben wir unsere Testgeräte in der Regel unten seitlich auf der Beifahrerseite befestigt. Denkbar wäre aber auch eine Platzierung knapp unter dem Autohimmel. Falls jemand unsicher ist – auch in der jeweiligen Anleitung der Geräte ist sehr genau beschrieben, wo die Montage zulässig ist.
Fazit
Häufig sind elektronische Parkscheiben günstiger als ein Ticket wegen einer vergessenen Parkscheibe. Der Kauf lohnt sich entsprechend schnell und hat uns in den vergangenen Jahren schon regelmäßig vor ärgerlichen Strafzetteln bewahrt. Selbst bei einer leeren Batterie ist es in der Vergangenheit bei einer Verwarnung und einem freundlichen Hinweis geblieben.
Zwar sind auch die wenigen hochpreisigen Varianten gut, im Hinblick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis können sie den günstigen Modellen aber nicht das Wasser reichen. Wer Qualität und eine zuverlässige Leistung will, muss nicht tief in die Tasche greifen. Die meisten Modelle sind zwischen 20 und 30 Euro erhältlich, was fair und angemessen ist. Die aktuell fast 80 Euro für die Parkuhr von Jacob Jensen empfinden wir als viel zu teuer.
Eine Batteriewarnung ist aus unserer Sicht sinnvoll, da die Batterielaufzeit derart lang ist, dass man gar nicht mehr daran denkt. Fest verklebte Parkscheiben, wie unser Testsieger von Aldi, müssen so positioniert werden, dass man Tasten und Batteriefach erreichen kann. Einfacher und bequemer ist die Nutzung einer Parkscheibe mit Wechselrahmen, wie Needit Park Micro, Park No1 von Ooono und Achilles Parkwächter V1. Bei Bedarf, etwa einem PKW-Tausch, werden die Klebepads auch einzeln versendet.
Weiteres Autozubehör zeigen wir in diesen Bestenlisten:
Künstliche Intelligenz
Apple pocht auf Provision: Alle Patreon-Creator werden auf Abos umgestellt
Patreon erlaubt auf seiner Crowdfunding-Plattform künftig nur noch Abonnements – auf Geheiß Apples: Bis zum 1. November 2026 werden alle auf anderen Abrechnungsmodellen verbliebenen Urheber (neudeutsch Creator genannt) nun doch noch auf die Abo-Abrechnung zwangsumgestellt, wie Patreon mitteilt. Die Abos sind in der iOS-App dann wie von Apple vorgeschrieben als In-App-Abonnement erhältlich; bei allen Einkäufen über diese Bezahlschnittstelle behält der iPhone-Konzern automatisch bis zu 30 Prozent Provision ein.
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Drohung mit App-Store-Rauswurf
Apple habe eine zwischenzeitlich ausgesetzte „Vorgabe zur Abo-Abrechnung für Patreon-Creator wieder eingeführt“, erläuterte die Plattform in einer Mitteilung und betonte, damit „absolut nicht einverstanden“ zu sein, sich aber zur Umsetzung gezwungen zu sehen. Apple meine es nämlich ernst und habe im vergangenen Jahr bereits ein App-Update blockiert und mit dem Rauswurf aus dem App Store gedroht, falls das nicht umgesetzt wird, schreibt Patreon. Die iOS-App sei zentral, weil diese von Millionen Fans genutzt werde. Der Schritt betrifft etwa vier Prozent der Inhalteersteller, der Rest setzt bereits auf Abonnements.
Schon im Jahr 2024 wurde Patreon von Apple dazu angehalten, die In-App-Kaufschnittstelle in die iOS-App zu integrieren. Content-Creator nutzen Patreon als Plattform zur Finanzierung verschiedenster Projekte und Inhalte. Apples Vorgabe zur Integration der In-App-Kaufschnittstelle hat dazu geführt, dass die Preise für iPhone-Nutzer bei Patreon größtenteils deutlich gestiegen sind. Die App reicht die von Apple veranschlagte Provision nämlich direkt durch: Für ein Abo, das im Web 10 Euro im Monat kostet, zahlt man in der iOS-App gewöhnlich 14,50 Euro – darin sind Patreons sowie Apples Provision enthalten.
US-Nutzer der iOS-App Patreons haben dank einer gerichtlichen Verfügung die Möglichkeit, ihre Abos ohne Apple-Provision abzuschließen; dazu dürfen sie beim Bezahlvorgang aber nicht die In-App-Variante wählen, sondern müssen sich auf die Patreon-Webpage leiten lassen. Solche Käufe ohne Apple-Beteiligung musste der Konzern inzwischen auch in der EU zulassen. Genutzt wird das bislang kaum, denn auch für aus einer iOS-App heraus getätigte Käufe im Web veranschlagt Apple immer noch eine satte Provision – mit immer komplexeren Gebührenstrukturen. Das sollte zum Jahresanfang in der EU eigentlich neu aufgestellt werden, aber offenbar ist Apple bei der Umsetzung erneut mit der EU-Kommission aneinandergeraten.
(lbe)
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Industrieprojekt in der Atacama-Wüste abgesagt, Astronomen erleichtert
Normalerweise ist die Ankündigung, einen Wind- und Solarpark zu bauen, eine gute Nachricht. Im Fall von Inna hingegen ist die gute Nachricht, dass das Projekt nicht umgesetzt wird. Die Anlage in Chile hätte die Arbeit von Astronomen beeinträchtigen können.
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Inna sollte eine Anlage für die Produktion von grünem Wasserstoff und Ammoniak werden, die das US-Unternehmen AES Andes in der Atacama-Wüste in Chile bauen wollte, nur wenige Kilometer entfernt vom Paranal-Observatorium der Europäischen Südsternwarte (ESO). Zu Inna sollten unter anderem ein Solarpark und ein Windpark gehören.
Dazu wird es nicht kommen: Die chilenische Tochtergesellschaft des US-Energiekonzerns AES hat das Projekt aufgegeben. Nach eingehender Prüfung des Projektportfolios sei beschlossen worden, „die Umsetzung des Inna-Projekts, einer Initiative zur Produktion grünen Wasserstoffs und grünen Ammoniaks, einzustellen“, teilte AES Andes mit.
Lichtverschmutzung und Vibrationen
Astronomen weltweit hatten gegen das Projekt protestiert. Dabei erhielten sie Unterstützung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: Das Projekt hätte deutliche mehr Lichtverschmutzung in dem abgelegenen Gebiet bedeutet, wie eine Studie der ESO ergeben hat.
Daneben hätten die Windräder die astronomischen Beobachtungen am Very Large Telescope (VLT), dem Visible and Infrared Survey Telescope for Astronomy (VISTA) und künftig dem Extremely Large Telescope (ELT) gestört: Zum einen verwirbeln Windräder Luft, die an dem Standort sehr ruhig ist. Zudem erzeugen sie Vibrationen, die sich auf den Boden und dann auf die präzise ausgerichteten Teleskope übertragen könnten. Beides beeinflusst die Beobachtungen.
Leistungsstarke Teleskope in der Atacama
Die Teleskope des Paranal-Observatoriums auf den Bergen Cerro Paranal und Cerro Armazones gehören zu den leistungsstärksten weltweit. Das über eine Milliarde Euro teure ELT, das derzeit auf dem Cerro Armazones gebaut wird, wird mit seinem 39 Meter großen Hauptspiegel das weltweit größte optische Teleskop. Die Fertigstellung ist für Anfang der 2030er-Jahre geplant.
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Die Atacama-Wüste gilt als eine der trockensten Gegenden der Welt. Dort gibt es rund 350 klare Nächte im Jahr. Zudem ist die Region so entlegen, dass es dort kaum Luft- und Lichtverschmutzung gibt, die die Beobachtungen stören.
Die Astronomie-Community freut sich über die Entscheidung AES Andes’, Inna nicht umzusetzen. Der Paranal-Nachthimmel sei gesichert, kommentierte das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE). „Ich bin sehr erfreut, dass unsere Bemühungen erfolgreich waren und der geplante Industriekomplex nun an einem anderen Standort realisiert werden soll“, sagte Reinhard Genzel, Nobelpreisträger und Direktor der Infrarot-Gruppe am MPE. Es sei den Forschern nie „um Wissenschaft gegen Nachhaltigkeit“ gegangen. „Das einzige Problem der geplanten Anlage war immer nur die räumliche Nähe zu den Teleskopen.“
(wpl)
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