Künstliche Intelligenz
Top 10: Der beste TV-Stick ab 40 Euro im Test – Waipu TV vor Fire TV Stick
Amazon Fire TV Cube 2022
Fire TV Cube mit integriertem Echo-Lautsprecher überzeugt nicht nur als Streaming-Lösung, sondern auch als Kommunikations- und Smart-Home-Zentrale.
- tolle Performance
- enthält alle wichtigen Streaming-Anbieter
- Dia-Shows eigener Bilder mit Musikuntermalung
- HDMI-Eingang für Blu-ray, Kabelboxen, Projektoren et cetera
- Smart-Home-Integration
- hervorragende Ton- und Bildqualität
- Bedienung per Spracheingabe einwandfrei
- Ethernet-Port und Wi-Fi 6E
- standardmäßig kein Zugriff auf Dateien, die auf einem PC oder NAS gespeichert sind
- kein HDMI-Kabel im Lieferumfang
- Werbeeinblendungen
Fast perfekte Streaming-Box mit Alexa: Amazon Fire TV Cube 2022 im Test
Fire TV Cube mit integriertem Echo-Lautsprecher überzeugt nicht nur als Streaming-Lösung, sondern auch als Kommunikations- und Smart-Home-Zentrale.
Amazon liefert mit dem neuen Fire TV Cube 2022 bereits die dritte Version seiner Streaming-Box. Die neue Variante bietet gegenüber dem Vorgänger einen leistungsfähigeren Prozessor, der bis zu 20 Prozent mehr Performance liefern soll. Außerdem integriert sie einen Ethernet-Port, der zwar maximal nur 100 MBit/s unterstützt, doch das ist für das Streamen von 4K-Inhalten mit bis zu 60 fps mehr als ausreichend. Wer die Box lieber mit WLAN an den heimischen Router verbindet, darf sich über Unterstützung von Wi-Fi 6E freuen. In Kombination mit einem entsprechenden WLAN-Router funkt Fire TV Cube 2022 im 6-GHz-Band und ist dadurch weniger anfällig gegenüber Störungen als in den häufig genutzten 2,4- und 5-GHz-Bändern. Mehr Informationen zur Entwicklung der verschiedenen Funkstandards bietet der Beitrag Warum Wi-Fi 6 besser funkt und was seine Nachfolger bringen von unseren Kollegen beim c’t Magazin.
Zudem integriert die neue Streaming-Box eine mit Super-Resolution-Technologie bezeichnete Skalierungstechnik, die niedrig aufgelöste Inhalte mit mehr Details, einer besseren Schärfe und mit mehr Kontrast auf 4K hochrechnet. Eine ähnliche Technik hatte Nvidia bereits mit der Streaming-Box Shield TV vor einigen Jahren eingeführt.
Neu ist auch ein HDMI-Eingang, über den Anwender externe Geräte wie Kabel- und Satellitenempfänger, Blu-ray-Player oder Projektoren anschließen können. Der schon vom Vorgänger bekannte Anschluss für eine IR-Fernbedienung ist auch beim neuen Modell vorhanden. Last but not least integriert die neue standardmäßig mitgelieferte Fernbedienung Tasten für Prime Video, Netflix, Disney+ und Amazon Music. Die für knapp 40 Euro erhältliche Alexa-Sprachfernbedienung Pro bietet zusätzlich eine Hintergrundbeleuchtung sowie zwei programmierbare Tasten.
Design
Die äußere Form des Fire TV Cube 2022 ähnelt der des Vorgängers. Anders, als der Name vermuten lässt, entspricht sie mit Abmessungen von 86 × 77 × 86 mm aber nicht einem Würfel, sondern einem Quader. Die für Fingerabdrücke empfängliche, in Klavierlack-Optik gehaltene Oberfläche des Vorgängers hat Amazon beim neuen Fire TV Cube nicht mehr verwendet, sondern das Gerät auf drei Seiten mit Stoff umhüllt. So erinnert die Streaming-Box nun eher an einen Echo-Lautsprecher, den sie ja tatsächlich integriert hat.
Auf der Oberseite gibt es Tasten zur Lautstärkeregulierung und Ein-/Ausschalter für die Set-Top-Box und für den Sprachdienst. An der Vorderseite signalisiert eine LED-Leiste am oberen Rand, ob Alexa aktiv ist.
Unterstützte Video- und Audio-Formate
Mit dem neuen Update 7.6.1.3 unterstützt Fire TV Cube jetzt auch Dolby TrueHD, DTS und DTS-H, wenn Inhalte über den HDMI-Eingang zugespielt werden. Ansonsten verarbeitet die Streaming-Box alle relevanten Audio- und Video-Codecs wie FLAC, Dolby Digital Plus, Dolby Vision, AV1, VP9, HEVC. Für eine verbesserte Darstellung von HDR-Inhalten bietet sie wie der Vorgänger Unterstützung für HDR10, HDR10+, HLG und Dolby Vision. Eine detaillierte Auflistung sämtlicher unterstützter Audio- und Video-Formate hat Amazon auf seiner Entwickler-Seite veröffentlicht.
Installation
Das Setup ist einfach und nach wenigen Minuten abgeschlossen. Hierfür verbindet man die Streaming-Box über ein HDMI-Kabel mit dem Fernseher. Im Test hat der Anschluss auch über eine One-Connect-Box von Samsung einwandfrei funktioniert. Ein HDMI-Kabel (Ratgeber) ist im Lieferumfang leider nicht enthalten. Nach dem Anschluss der Stromversorgung meldet sich nach etwa 30 Sekunden der Installationsassistent, der durch das weitere Setup führt. Zunächst wird die mitgelieferte Fernbedienung durch ein zehnsekündiges Drücken der Home-Taste mit dem Fire TV Cube verbunden. Anschließend stellt man die Sprache ein und verbindet die Box, falls sie nicht über ein Ethernet-Kabel mit dem Router verbunden ist, über ein WLAN-Netz mit diesem. Jetzt aktualisiert sich das Gerät auf die neueste Firmware und fordert zur Anmeldung auf. Wer noch kein Amazon-Konto hat, kann dies während des Setups anlegen (siehe auch Bildergalerie).
Anschließend konfiguriert man bei Bedarf noch Soundbar und Receiver, wählt Streaming-Anbieter, TV-Mediatheken. Sport- und weitere Apps aus, die zum Startmenü hinzugefügt werden sollen. Nun ist die Basis-Einrichtung abgeschlossen, was der Installationsassistenten mit der Anzeige der Seite Willkommen bei Fire TV signalisiert. An dieser Stelle legt man bei Bedarf weitere Profile an, etwa für Familienmitglieder, die eine personalisierte Oberfläche wünschen. Das kann man aber auch später nachholen.
Nach der Basis-Einrichtung informiert der Installationsassistent über die Möglichkeit, vorhandene Echo-Geräte für ein Alexa-Heimkino zu konfigurieren. Dafür kommen maximal zwei Echo-Lautsprecher wie Echo Studio und ein Subwoofer infrage. Im Test hat die Koppelung mit Echo Studio einwandfrei funktioniert.
Fire TV Cube: Bedienoberfläche und Spracheingabe
Das Betriebssystem von Fire TV Cube (Fire OS 7.6.1.3) basiert auf Android 9 mit einer von Amazon angepassten Oberfläche. Besonders für Prime-Kunden bietet sie einige Vorteile. So erhält man etwa Benachrichtigungen über aktuelle Warensendungen und auch das von den Smart-Displays (Ratgeber) Echo Show 5, 8, 10 und 15 bekannte Smart-Home-Dashboard kann Fire TV Cube darstellen. Damit können Anwender etwa auf über Alexa eingebundene Smart-Home-Komponenten zugreifen, inklusive Livestreams von installierten Überwachungskameras. Mit dem Anschluss einer Web-Cam über die an der Rückseite der Streaming-Box angebrachte USB-A-Buchse lässt sich Fire TV Cube auch als Video-Chat-Tool verwenden.
Neben dem Zugriff auf alle gängigen Streaming-Angebote wie Prime Video, Netflix, Disney+, Amazon Music oder Apple TV können Anwender außerdem bequem auf die in Prime Video enthaltenen Live-Streams aller TV-Sender des Öffentlich Rechtlichen Rundfunks zugreifen. Hierfür und für den Programmwechsel bietet die Fernbedienung eigene Tasten. Die Bedienung ist also mindestens so komfortabel wie bei einem normalen Fernseher. Allerdings vergehen ein paar Sekunden, bis der der Livestream nach einem Senderwechsel auf dem Bildschirm erscheint.
Und last, but not least bietet Fire TV Cube obendrein noch Zugriff auf die in der Amazon-Cloud gespeicherten Fotos. Einer Dia-Show mit eigenen Urlaubsfotos inklusive Musik-Untermalung aus dem Angebot von Amazon Music steht also nichts mehr im Weg. Streaming-Boxen mit Android TV bieten diese Funktionalität leider nicht. Hier muss man sich mit Drittanbieter-Apps aushelfen, um eigene, etwa in Google Fotos gespeicherte Aufnahmen ansehen zu können. Für Apple-TV-Anwender ist die Anzeige von Dia-Shows mit eigenen Fotos hingegen nichts Neues. Sie können über Itunes sogar auf lokale Quellen von PC und Mac zurückgreifen. Für einen Zugriff von Fire TV Cube 2022 auf PC oder Mac gespeicherte Inhalte können Anwender allerdings eine kostenlose Drittanbieter-App wie Plex verwenden.
Die Sprachsteuerung hat im Test einwandfrei funktioniert, auch wenn sich Fire TV im Standby befindet. Befehle wie „Computer, schalte den Fernseher ein“ oder „Computer, schalte um auf ZDF“ führen zum gewünschten Ergebnis. Das Kommando „Computer, zeige Kamera Garten“ führt zur Anzeige des Livestreams der entsprechenden Überwachungskamera im Vollbildmodus. Ein „Computer, schalte um auf ZDF“ bewirkt, dass der Livestream der Kamera verkleinert dargestellt wird, während der des TV-Senders im Vollbildmodus erfolgt.
Fire TV Cube 2022
Fire TV Cube 2022: Videowiedergabe 4K bei 60 fps über WLAN und Internet-Anschluss mit maximal 32 MBit/s
Performance und Darstellungsqualität
Angetrieben wird Fire TV Cube 2022 von einem Acht-Kern-Prozessor aus Amazons eigener Entwicklung, dessen schnellste Einheiten mit bis zu 2,2 GHz takten. Darin integriert ist außerdem eine Grafikeinheit auf Basis von ARM G52 MP8, die mit 800 MHz läuft. Als Arbeitsspeicher stehen 2 GByte parat und der lokale Datenspeicher bietet mit einer Kapazität von 16 GByte Platz für den einen oder anderen Film.
Mit dieser Ausstattung bietet die Set-Top-Box für die gängigen Anwendungsfälle mehr als eine ausreichende Performance. Zu keinem Zeitpunkt kam es zu irgendwelchen Rucklern, wie man sie bei einfachen Streaming-Sticks in Kauf nehmen muss. Die Benchmark-Ergebnisse zeigen zudem, dass Fire TV Cube 2022 deutlich mehr Leistungsreserven bietet als die ebenfalls in diesem Herbst erschienene. Im Geekbench erreicht sie Werte von 279 im Single-Core- und 712 im Multi-Core-Test, während die neue Streaming-Box von Nokia nur auf 147 und 454 Punkte in diesen Tests kommt. Auch im 3D-Bereich ist Fire TV Cube 2022 mit einem Wert im Sling-Shot-Test (3D Mark) von 2608 der Nokia mit 590 deutlich überlegen. Das wird auch durch den Vulkan-Test (Geekbench) mit Werten von 1368 für Fire TV und 381 für die Nokia bestätigt.
Dennoch ist Fire TV Cube 2022 nicht für High-End-Games gedacht. Schließlich bietet sie maximal nur 60 fps, was bereits Einstiegs-Spielekonsolen wie die Xbox Series S mit bis zu 120 Hertz deutlich übertreffen. Für ein gelegentliches Daddeln von Casual Games wie Tetris reicht die Leistung hingegen völlig aus. Allerdings ist das Spieleangebot im Amazon-Store begrenzt. Immerhin kann man über die App Downloader auch externe Quellen wie apkmirror.com nutzen.
Das Streaming von hochaufgelösten Inhalten mit 4K und 60 fps stellt Fire TV Cube 2022 vor keine Probleme. Eine ruckelfreie Darstellung gelingt der Set-Top-Box dabei nicht nur mit einem 100-MBit/s-Internetanschluss und einer Nettodatenrate von 89,4 MBit/s, sondern auch mit einem 32-MBit/s-Anschluss über WLAN. Dabei spielt sie 4K-Inhalte mit 60 fps ab, ohne dass dabei einzelne Frames ausgelassen werden (siehe auch Bildergalerie).
Die Bild- und Tonqualität von Videos ist hervorragend. Durch das kürzlich ausgelieferte Update auf Version 7.6.1.3 hat Amazon die Super-Resolution-Technologie optimiert, sodass niedrig aufgelöste Inhalte in 4K jetzt noch besser aussehen. Auch die Darstellung von Fotos ist klasse.
Preis
Aktuell bekommt man den Fire TV Cube 2022 für knapp 105 Euro (Code: YDEFSIXK5PQM6MCM).
Wer die Alexa-Fernbedienung mit Hintergrundbeleuchtung und zwei programmierbaren Tasten verwenden möchte, muss dafür zusätzlich 40 Euro zahlen. Mit dem Kommando „Computer, wo ist die Fernbedienung“ ertönt aus ihr ein Pfeifton, sodass man sie schneller findet, wenn sie nicht auffindbar ist.
Fazit
Fire TV Cube 2022 bietet nicht nur Zugriff auf alle relevanten Streaming-Dienste und eine exzellente Bild- und Tonqualität, sondern kann auch als Kommunikations- und Smart-Home-Zentrale dienen. Mit einer angeschlossenen Webcam funktionieren auch Videochats. Die Steuerung per mitgelieferter Fernbedienung funktioniert tadellos. Allerdings bietet die für 40 Euro erhältliche Alexa-Sprachfernbedienung Pro hintergrundbeleuchtete Tasten, sodass diese bei Dunkelheit besser ablesbar sind als bei der Standard-Fernbedienung. Zudem integriert sie zwei programmierbare Tasten, die Anwender für den Schnellzugriff auf Funktionen wie das Smart-Home-Dashboard oder für den Start von Apps nutzen können. Noch leichter lässt sich Fire TV Cube per Spracheingabe bedienen, was im Test zuverlässig und zügig funktioniert hat. Nützlich ist auch die Möglichkeit, den Livestream einer über Alexa eingebundenen Überwachungskamera anzuzeigen und auch andere Smart-Home-Komponenten wie LED-Lampen und smarte Steckdosen zu steuern.
Neben Streaming und dem besonders gut gelungenen Zugriff auf TV-Sender der Öffentlich Rechtlichen Sendeanstalten kann Fire TV auch in der Amazon-Cloud gespeicherte Fotos darstellen, inklusive Dia-Show mit Hintergrundmusik aus dem Angebot von Amazon Music. Die Anzeige lokaler Inhalte, die sich auf PC oder Mac befinden, gelingt hingegen nur mit einer Drittanbieter-App wie Plex.
Der insgesamt hervorragende Gesamteindruck wird allerdings etwas durch die Anzeige von Werbung geschmälert. Und ein HDMI-Kabel hätte Amazon ruhig auch in die Box packen können. Fire TV Cube 2022 ist besonders für Prime-Kunden optimal geeignet, – immerhin zählen dazu in Deutschland etwa die Hälfte aller Haushalte –, da er diese auch über anstehende Lieferungen aus dem Amazon-Warenlager informiert.
Künstliche Intelligenz
Saugroboter Lefant M3 für 274 € im Test: Die beste Wischleistung für wenig Geld
Der Lefant M3 hat alles, was ein guter Saugroboter benötigt: Lidar-Navigation, Absaug- und Waschstation und hohe Saugleistung – für 274 Euro!
Mit dem Saugroboter M3 zielt der hierzulande noch wenig bekannte Hersteller Lefant auf die Mittelklasse ab. Dank gesunkener Preise ist er aber inzwischen weitestgehend im Einsteigersegment angekommen. Er kombiniert Laser-Navigation mit drehenden und anhebbaren Wischmopps sowie einer Station, die Staub absaugt und Wischpads mit warmem Wasser reinigt.
Eine App gibt es natürlich auch – alles Dinge, die in höheren Preisbereichen vollkommen üblich sind, bei Saugrobotern unter 400 Euro aber kaum. So werden für den Lefant M3 gerade einmal 274 Euro fällig – da muss es doch einen Haken geben? Wir haben im Test nach einem ebensolchen gesucht.
Design und Verarbeitung
Der Roboter setzt auf den typisch runden Aufbau von Saugrobotern mit einem Lidar-Turm auf der Oberseite. Dadurch kommt er auf eine Bauhöhe von knapp 10 Zentimeter – Standard für dieses Design. Auffällig ist der große dunkle Visor unseres weißen Testgeräts, hinter dem sich zahlreiche Nahbereichssensoren befinden, die über 180 Grad „Sicht“ nach vorn abdecken.
Auf einen typischen mechanischen Bumper verzichtet der Hersteller beim M3 hingegen. Das Gehäuse besteht wie gewohnt aus Kunststoff. Die Materialanmutung ist funktional und nicht übermäßig hochwertig, aber ausreichend gefällig. Der bereits erwähnte Visor zieht allerdings Staub und Tierhaare elektrostatisch an, wodurch der Roboter schon nach der ersten Fahrt vergleichsweise abgekämpft aussieht. Ein einfacher Lappen behebt dieses Problem aber schnell.
Der Rest ist wie bei der Konkurrenz: Bürsten und Wischpads lassen sich zur einfachen Reinigung ohne Werkzeug entnehmen. Der Staubbehälter im Roboter fällt relativ groß aus, er fasst 0,8 Liter. Das ist ziemlich viel, schließlich wird der Behälter auf Wunsch nach jeder Fahrt automatisch abgesaugt. Zuständig dafür ist die Reinigungsstation. Sie arbeitet mit einem 3,2 Liter fassenden Staubbeutel, mit dem der Roboter mehrere Wochen autark reinigen kann.
Der ebenfalls in der Station enthaltene Frischwassertank misst 3,5 Liter, der Schmutzwassertank fällt nur geringfügig kleiner aus. Fährt der Roboter täglich, muss trotzdem alle paar Tage Wasser nachgefüllt und Schmutzwasser entsorgt werden. Nach jedem Wischdurchgang werden die Mopps gesäubert und anschließend aktiv getrocknet – wenn auch nur mit zimmerwarmer Luft.
Inbetriebnahme und App
Die Einrichtung läuft über WLAN und die Lefant-App. Für die Registrierung wird eine E-Mail-Adresse verlangt, danach folgt die Kopplung mit Heimnetz und Roboter. Das klappt im Test schnell und direkt und macht einen genauso guten Eindruck wie die ganze App an sich. Bei der ersten Reinigung erstellt der Roboter eine Karte, einen besonderen Kartierungsmodus gibt es nicht.
Tipp: Da eine komplette Reinigung je nach Wohnungsgröße oder Geschossfläche dauern kann, empfehlen wir, wenigstens das Wischen auszulassen. Dann entfällt immerhin das regelmäßige Zwischenreinigen der Wischmopps – das spart Zeit.
Das Mapping funktioniert zuverlässig. Räume werden gut erkannt und meist richtig getrennt, zur Not hilft ein manueller Eingriff. So lassen sich später Zimmer und Zonen wie bei der Konkurrenz gezielt reinigen – auch wenn sich dabei einer der insgesamt recht wenigen Übersetzungsfehler offenbart. Die App bietet zudem Zeitpläne, Zonenreinigung sowie Sperrzonen und es gibt mehrere einstellbare Leistungsstufen und eine automatische Saugkraftanhebung beim Befahren von Teppich.
Auch die Station lässt sich per App konfigurieren. Dort können Intervalle für die Staubabsaugung sowie die Dauer für die Mopptrocknung eingestellt werden. Sprachsteuerung über Amazon Alexa und Google Assistant sind möglich, Matter-Anbindung hingegen nicht. Übrigens: Auch wenn die App auf Deutsch ist, spricht der Roboter ausschließlich englisch.
Navigation und Hindernisvermeidung
Der Lefant M3 nutzt Laser-Navigation und dToF Laser Mapping (direct Time of Flight) zur Kartierung und Navigation. Das sorgt für präzise Navigation, Fahren gerader Bahnen, saubere Kantenführung und problemloses Wiederfinden der Station. Das alles läuft in der Praxis ähnlich gut wie bei deutlich teureren Modellen.
Der Roboter fährt zielsicher durch die Wohnung und findet sich auch nah an Hindernissen gut zurecht. Dabei ist er einen Tick vorsichtiger als Modelle mit Bumper, so fährt er etwa anfangs mit etwas Abstand zu einer Wand und nähert sich dann auf den typischen Saugroboter-Abstand. Damit bleibt auch ohne ausfahrbare Seitenbürste wenig Schmutz an Rändern zurück.
Auch das Umfahren größerer Hindernisse klappt gut. Grenzen gibt es – wie bei vielen Geräten – bei kleinen Objekten. Kabel, kleines (Katzen-)Spielzeug sowie dünne Tisch- und Stuhlbeine können Probleme bereiten, eine Objekterkennung per Kamera und KI gibt es nicht. Zur Not helfen Sperrzonen und No-Go-Bereiche, heikle Stellen dauerhaft auszuklammern.
Saugleistung und Wischfunktion
Die Saugleistung ist ein Pluspunkt des Lefant M3. Genannt werden zwar nur 12.000 Pascal, das ist im Vergleich zu aktuellen Spitzenmodellen nicht einmal die Hälfte. In Verbindung mit der gemischten Hauptbürste mit Borstenreihen und Gummilamellen nimmt der Roboter aber groben und feinen Schmutz auf Hartboden trotzdem zuverlässig auf.
Auch auf kurzflorigem Teppich ist die Leistung ordentlich, mit zunehmender Teppichtiefe hat der Lefant M3 aber im Vergleich zu teureren Modellen überproportional zu kämpfen. Positiv dabei: Sichtbare Haarverwicklungen in der Hauptbürste sind kaum zu verzeichnen, auch wenn das nicht komplett verhindert wird. Der Roboter erkennt Teppiche und kann die Saugkraft dort automatisch erhöhen. Das verbessert die Schmutzaufnahme. Außerdem hebt der M3 beim Befahren von Teppich die Wischmopps um 10 mm an, damit die Fasern möglichst trocken bleiben.
Beim Wischen schlägt sich der Lefant-Roboter für seine Preisklasse hervorragend, kommt aber trotzdem schneller an Grenzen als deutlich teurere High-End-Modelle. Frische Flecken und Alltagsschmutz werden meist beim ersten Durchlauf aufgenommen. Mit eingetrockneten Rückständen kommt der M3 hingegen nicht so gut klar. Das ist bauartbedingt: Der Anpressdruck der Mopps ist begrenzt und der Roboter verfügt zudem nicht über einen eigenen Wassertank.
Entsprechend kann er die Pads nicht gleichbleibend feucht halten, wodurch sie anfangs sehr nass, später hingegen zu trocken werden. Ersteres kann theoretisch auf empfindlichem Boden wie Parkett sogar problematisch sein.
Gut ist hingegen die Reinigung der Mopps in der Station. Sie wäscht die Wischpads mit rund 40 Grad warmem Wasser und trocknet sie anschließend aktiv. Hierfür kommt allerdings nur Luft auf Zimmertemperatur zum Einsatz. Zumindest auf der längsten Trocknungsstufe wurden im Test auch im Winter die Wischpads aber trocken. Das senkt das Risiko auftretender Gerüche und von Schimmelbildung.
Akku
Der Lefant M3 reinigt am Stück im Alltag – abhängig von Umgebung, Teppichanteil und weiteren Faktoren – bis zu 3 Stunden. Die Ladezeit liegt meist in einem ähnlichen Bereich, anschließend reinigt der Roboter bei Bedarf an der letzten Stelle weiter. Grundsätzlich ist der M3 damit auch für größere Wohnungen geeignet, im Test schaffte er etwa 120 m² brutto (also noch abzüglich Möbel etc.) am Stück.
Preis
Die UVP des Lefant M3 benennt der Hersteller für Deutschland mit stolzen 439 Euro. Spannender ist der Straßenpreis: Aktuell gibt es den Saugroboter laut Preisvergleich bei Joybuy bereits ab 274 Euro. Bei Amazon sind es dagegen derzeit 350 Euro (Stand der Preise: 21. Januar 2025).
Fazit
Der Lefant M3 bietet für seinen Straßenpreis sehr viel Funktionsumfang. Dazu gehören Laser-Navigation, ordentliche Saugleistung, drehende und anhebbare Wischmopps, warme Moppwäsche und aktive Mopptrocknung. Möglich macht letzteres die Absaug- und Reinigungsstation, die wie der Roboter selbst über eine umfangreiche App gesteuert werden darf. Diese Kombination macht den M3 derzeit zu einem echten Preis-Leistungs-Monster.
Natürlich ist nicht alles perfekt: Im Vergleich zu deutlich teureren Modellen ist die Wischleistung schlechter, es fehlt ein Wassertank im Roboter zur Steuerung des Feuchtigkeitsgrades der Mopps und die aktive Lufttrocknung wird nur per zimmerwarmer Luft realisiert. In seiner Preisklasse ist das trotzdem beispiellos, daher ist der Lefant-Roboter ein echter Schnapper.
Künstliche Intelligenz
Cybersicherheit: EU-Kommission schraubt weiter an der NIS2-Richtlinie
Seit dem 6. Dezember 2025 sind die Vorgaben der NIS2-Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt. Viele Unternehmen, die kritische Dienste erbringen oder entsprechende Tätigkeiten ausüben, müssen seither unternehmensweit Cybersicherheits-Risikomanagement etablieren – von Prozessen über Lieferketten bis hin zur Geschäftsleitung. Kaum ist die Umsetzung in Deutschland formal abgeschlossen, legt die EU-Kommission nach: Am gestrigen Dienstag stellte sie ein neues Cybersicherheitspaket vor – inklusive Vorschlägen zur Änderung der NIS2-Richtlinie. Einige der Änderungsvorschläge haben es in sich und dürften unmittelbare Auswirkungen auf Unternehmen haben.
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Bislang gilt: Reguliert wird vor allem, wer mindestens ein mittelständisches Unternehmen ist – je nach Sektor dann als „wichtige“ oder sogar als „wesentliche“ Einrichtung. Letztere Kategorie bringt intensivere Aufsicht und zusätzliche Nachweispflichten mit sich. Die Kommission will nun eine neue Zwischenkategorie schaffen: kleine Midcap-Unternehmen („small mid-caps“). Gemeint sind Unternehmen, die keine KMU mehr sind, aber unter 750 Beschäftigte haben und entweder höchstens 150 Mio. Euro Umsatz oder eine Bilanzsumme von höchstens 129 Mio. Euro.
Der praktische Effekt: Small Mid-Caps sollen grundsätzlich nicht mehr als wesentliche Einrichtungen gelten, nur weil sie Tätigkeiten aus Anhang I ausüben – sondern im Regelfall „nur“ als wichtige Einrichtungen. Das dürfte die Zahl der wesentlichen Einrichtungen spürbar reduzieren.
Stromerzeuger und Chemie
In den Erwägungsgründen räumt die Kommission ungewöhnlich offen ein, dass es bei der NIS2-Richtlinie erhebliche Rechtsunsicherheit gibt. Besonders umstritten ist beispielsweise die Reichweite bei Elektrizitätserzeugern – bis hin zur Frage, ob bereits kleine Photovoltaikanlagen die Betroffenheit auslösen können. Der Änderungsvorschlag zieht hier eine klare Schwelle: Erfasst werden sollen nur noch Elektrizitätserzeuger ab 1 MW.
Eher technisch, aber wichtig für die Abgrenzung: Im Bereich „Produktion, Herstellung und Handel mit chemischen Stoffen“ wird ein Verweisfehler korrigiert. Künftig sollen hier nur noch Hersteller und Händler erfasst sein, deren Produkte nach der REACH-Verordnung registrierungspflichtig sind.
Dual-Use-Infrastruktur neu erfasst
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Neu soll strategische Dual-Use-Infrastruktur erfasst werden. Das ist Infrastruktur mit doppeltem Verwendungszweck, also zivil und militärisch. Vorgesehen ist eine größenunabhängige Einbeziehung von Eigentümern, Betreibern und Verantwortlichen. Entscheidend ist jedoch: Die Mitgliedstaaten müssen erst festlegen, welche Infrastruktur überhaupt darunterfällt. Ohne eine nationale Festlegung entsteht selbst bei Umsetzung des EU-Vorschlags keine automatische Betroffenheit.
Die Kommission will außerdem die Einhaltung erleichtern: Künftig könnte Cybersicherheits-Compliance über europäische Zertifizierungen nachgewiesen werden. Mitgliedstaaten sollen wichtige und wesentliche Einrichtungen dazu verpflichten können. Außerdem adressiert die Kommission ein bekanntes Praxisproblem: Lieferanten und Dienstleister regulierter Unternehmen werden häufig mit Fragebögen und Informationsanforderungen überzogen. Geplant sind Leitlinien, um Doppelarbeit zu reduzieren.
Auffällig ist, was unverändert bleibt: Bei Managed (Security) Service Providern sowie Cloud-Computing- und Rechenzentrumsdiensten sieht die Kommission keine Anpassungen vor. Das spricht dafür, dass die Betroffenheit konzerninterner IT-Strukturen grundsätzlich gewollt ist.
Noch ist es nur ein Vorschlag
Aktuell liegt nur ein Vorschlag der EU-Kommission vor. An der Rechtslage hat sich unmittelbar nichts geändert – und selbst bei Inkrafttreten in der EU wäre für Unternehmen weiterhin entscheidend, was die nationalen Umsetzungsgesetze regeln. Solange nationale Regelungen nicht angepasst werden, greifen mögliche Erleichterungen nicht.
Gerade mit Blick auf die bereits zähe NIS2-Umsetzung in Deutschland ist offen, wie schnell die nationale Gesetzgebung in diesem Fall angepasst würde. Denkbar ist aber, dass einzelne Elemente – etwa die 1-MW-Schwelle – schon vorher bei der Auslegung bestehender Vorschriften (zum Beispiel § 28 Abs. 3 BSIG) mittelbar eine Rolle spielen könnten.
(axk)
Künstliche Intelligenz
Android Auto 16.0: Neuer Mediaplayer, bekannte Bugs
Google hat damit begonnen, Android Auto auf Version 16.0.660224 zu hieven. Das Update bringt vor allem einen schon im Mai 2025 versprochenen überarbeiteten Mediaplayer. Einige bekannte Baustellen hat Google derweil noch nicht adressiert.
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Neuer Mediaplayer
Nachdem Google im November damit begonnen hatte, wie im Mai angekündigt, den Google Assistant durch Gemini zu ersetzen, zieht nun der Mediaplayer im neuen Design in Android Auto ein. Wie 9to5 Google schreibt, hat Google den neuen Look schon seit einiger Zeit vorbereitet und ihn zuerst Beta-Testern zur Verfügung gestellt.

Template von Google für den Mediaplayer in Android Auto 16.
(Bild: Google)
Das neue Design ordnet die Bedienoberfläche ein wenig um: So ist die Wiedergabe-/Pause-Taste nun in der unteren linken Ecke, daneben befinden sich die Titelsteuerung und weitere Funktionen. Das neue Layout soll unter anderem die Bedienung während der Fahrt verbessern.
Mit dem Update ziehen auch Änderungen in Apps wie Spotify und Pocket Casts ein. Spotify bekommt unter anderem neue Material-You-Design-Elemente und übernimmt entsprechend dem dynamischen App-Thema die jeweiligen Farben der aktuell laufenden Albencover.
Support für Video- und Browser-Apps
Google hatte im Zuge der Ankündigung auf der I/O auch Android-Auto-Support für Video- und Browser-Apps angekündigt. Damit soll es Nutzern möglich sein, über den Infotainment-Bildschirm des Fahrzeugs per Browser im Web zu surfen und Filme oder Serien zu schauen. Diese Apps werden gesetzlichen Sicherheitsvorkehrungen entsprechend nur unter bestimmten Bedingungen funktionieren.
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Dieses Versprechen hat der Konzern derweil noch nicht eingelöst. Damals hatte das Unternehmen jedoch keinen konkreten Zeitrahmen genannt, nur ein „kommt bald“. Immerhin: Die ebenso im Mai angekündigte Spotify-Jam-Funktion für Android Auto steht seit Juli 2025 zur Nutzung bereit. Mit der Funktion können Fahrer gemeinsam mit Mitfahrern die Musik-Playlist gestalten.
Bugs auf Googles Liste
Während neue Funktionen meist willkommen sind, verhält es sich genauso mit Bugfixes. Und hier scheint Google bei Android Auto noch allerhand zu tun zu haben. In Googles Supportforum weist die Liste der noch zu bearbeitenden Android-Auto-Fehler etwa Verbindungsprobleme mit den Smartphone-Modellen Pixel 10 und Galaxy S25 auf, ebenso sollen Sprachbefehle mit Googles neuester Smartphonegeneration nicht immer funktionieren.
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Zudem soll die Seitenleiste von TomTom bei der Verwendung von Android Auto nicht angezeigt werden. Außerdem könne es vorkommen, dass der Assistent mit der Fehlermeldung „Hoppla, etwas ist schiefgelaufen“ antwortet. Wann Google die Fehler behebt, ist unklar.
Das aktuelle Update auf Android 16.0 verteilt Google schrittweise. In der Regel dauert es eine Weile, bis es alle Nutzer erhalten. Auf einem Redaktionsgerät läuft etwa noch Android Auto-Version 15.9.655114.
(afl)
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