Künstliche Intelligenz
Top 10: Der beste TV-Stick ab 40 Euro im Test – Waipu TV vor Fire TV Stick
Amazon Fire TV Cube 2022
Fire TV Cube mit integriertem Echo-Lautsprecher überzeugt nicht nur als Streaming-Lösung, sondern auch als Kommunikations- und Smart-Home-Zentrale.
- tolle Performance
- enthält alle wichtigen Streaming-Anbieter
- Dia-Shows eigener Bilder mit Musikuntermalung
- HDMI-Eingang für Blu-ray, Kabelboxen, Projektoren et cetera
- Smart-Home-Integration
- hervorragende Ton- und Bildqualität
- Bedienung per Spracheingabe einwandfrei
- Ethernet-Port und Wi-Fi 6E
- standardmäßig kein Zugriff auf Dateien, die auf einem PC oder NAS gespeichert sind
- kein HDMI-Kabel im Lieferumfang
- Werbeeinblendungen
Fast perfekte Streaming-Box mit Alexa: Amazon Fire TV Cube 2022 im Test
Fire TV Cube mit integriertem Echo-Lautsprecher überzeugt nicht nur als Streaming-Lösung, sondern auch als Kommunikations- und Smart-Home-Zentrale.
Amazon liefert mit dem neuen Fire TV Cube 2022 bereits die dritte Version seiner Streaming-Box. Die neue Variante bietet gegenüber dem Vorgänger einen leistungsfähigeren Prozessor, der bis zu 20 Prozent mehr Performance liefern soll. Außerdem integriert sie einen Ethernet-Port, der zwar maximal nur 100 MBit/s unterstützt, doch das ist für das Streamen von 4K-Inhalten mit bis zu 60 fps mehr als ausreichend. Wer die Box lieber mit WLAN an den heimischen Router verbindet, darf sich über Unterstützung von Wi-Fi 6E freuen. In Kombination mit einem entsprechenden WLAN-Router funkt Fire TV Cube 2022 im 6-GHz-Band und ist dadurch weniger anfällig gegenüber Störungen als in den häufig genutzten 2,4- und 5-GHz-Bändern. Mehr Informationen zur Entwicklung der verschiedenen Funkstandards bietet der Beitrag Warum Wi-Fi 6 besser funkt und was seine Nachfolger bringen von unseren Kollegen beim c’t Magazin.
Zudem integriert die neue Streaming-Box eine mit Super-Resolution-Technologie bezeichnete Skalierungstechnik, die niedrig aufgelöste Inhalte mit mehr Details, einer besseren Schärfe und mit mehr Kontrast auf 4K hochrechnet. Eine ähnliche Technik hatte Nvidia bereits mit der Streaming-Box Shield TV vor einigen Jahren eingeführt.
Neu ist auch ein HDMI-Eingang, über den Anwender externe Geräte wie Kabel- und Satellitenempfänger, Blu-ray-Player oder Projektoren anschließen können. Der schon vom Vorgänger bekannte Anschluss für eine IR-Fernbedienung ist auch beim neuen Modell vorhanden. Last but not least integriert die neue standardmäßig mitgelieferte Fernbedienung Tasten für Prime Video, Netflix, Disney+ und Amazon Music. Die für knapp 40 Euro erhältliche Alexa-Sprachfernbedienung Pro bietet zusätzlich eine Hintergrundbeleuchtung sowie zwei programmierbare Tasten.
Design
Die äußere Form des Fire TV Cube 2022 ähnelt der des Vorgängers. Anders, als der Name vermuten lässt, entspricht sie mit Abmessungen von 86 × 77 × 86 mm aber nicht einem Würfel, sondern einem Quader. Die für Fingerabdrücke empfängliche, in Klavierlack-Optik gehaltene Oberfläche des Vorgängers hat Amazon beim neuen Fire TV Cube nicht mehr verwendet, sondern das Gerät auf drei Seiten mit Stoff umhüllt. So erinnert die Streaming-Box nun eher an einen Echo-Lautsprecher, den sie ja tatsächlich integriert hat.
Auf der Oberseite gibt es Tasten zur Lautstärkeregulierung und Ein-/Ausschalter für die Set-Top-Box und für den Sprachdienst. An der Vorderseite signalisiert eine LED-Leiste am oberen Rand, ob Alexa aktiv ist.
Unterstützte Video- und Audio-Formate
Mit dem neuen Update 7.6.1.3 unterstützt Fire TV Cube jetzt auch Dolby TrueHD, DTS und DTS-H, wenn Inhalte über den HDMI-Eingang zugespielt werden. Ansonsten verarbeitet die Streaming-Box alle relevanten Audio- und Video-Codecs wie FLAC, Dolby Digital Plus, Dolby Vision, AV1, VP9, HEVC. Für eine verbesserte Darstellung von HDR-Inhalten bietet sie wie der Vorgänger Unterstützung für HDR10, HDR10+, HLG und Dolby Vision. Eine detaillierte Auflistung sämtlicher unterstützter Audio- und Video-Formate hat Amazon auf seiner Entwickler-Seite veröffentlicht.
Installation
Das Setup ist einfach und nach wenigen Minuten abgeschlossen. Hierfür verbindet man die Streaming-Box über ein HDMI-Kabel mit dem Fernseher. Im Test hat der Anschluss auch über eine One-Connect-Box von Samsung einwandfrei funktioniert. Ein HDMI-Kabel (Ratgeber) ist im Lieferumfang leider nicht enthalten. Nach dem Anschluss der Stromversorgung meldet sich nach etwa 30 Sekunden der Installationsassistent, der durch das weitere Setup führt. Zunächst wird die mitgelieferte Fernbedienung durch ein zehnsekündiges Drücken der Home-Taste mit dem Fire TV Cube verbunden. Anschließend stellt man die Sprache ein und verbindet die Box, falls sie nicht über ein Ethernet-Kabel mit dem Router verbunden ist, über ein WLAN-Netz mit diesem. Jetzt aktualisiert sich das Gerät auf die neueste Firmware und fordert zur Anmeldung auf. Wer noch kein Amazon-Konto hat, kann dies während des Setups anlegen (siehe auch Bildergalerie).
Anschließend konfiguriert man bei Bedarf noch Soundbar und Receiver, wählt Streaming-Anbieter, TV-Mediatheken. Sport- und weitere Apps aus, die zum Startmenü hinzugefügt werden sollen. Nun ist die Basis-Einrichtung abgeschlossen, was der Installationsassistenten mit der Anzeige der Seite Willkommen bei Fire TV signalisiert. An dieser Stelle legt man bei Bedarf weitere Profile an, etwa für Familienmitglieder, die eine personalisierte Oberfläche wünschen. Das kann man aber auch später nachholen.
Nach der Basis-Einrichtung informiert der Installationsassistent über die Möglichkeit, vorhandene Echo-Geräte für ein Alexa-Heimkino zu konfigurieren. Dafür kommen maximal zwei Echo-Lautsprecher wie Echo Studio und ein Subwoofer infrage. Im Test hat die Koppelung mit Echo Studio einwandfrei funktioniert.
Fire TV Cube: Bedienoberfläche und Spracheingabe
Das Betriebssystem von Fire TV Cube (Fire OS 7.6.1.3) basiert auf Android 9 mit einer von Amazon angepassten Oberfläche. Besonders für Prime-Kunden bietet sie einige Vorteile. So erhält man etwa Benachrichtigungen über aktuelle Warensendungen und auch das von den Smart-Displays (Ratgeber) Echo Show 5, 8, 10 und 15 bekannte Smart-Home-Dashboard kann Fire TV Cube darstellen. Damit können Anwender etwa auf über Alexa eingebundene Smart-Home-Komponenten zugreifen, inklusive Livestreams von installierten Überwachungskameras. Mit dem Anschluss einer Web-Cam über die an der Rückseite der Streaming-Box angebrachte USB-A-Buchse lässt sich Fire TV Cube auch als Video-Chat-Tool verwenden.
Neben dem Zugriff auf alle gängigen Streaming-Angebote wie Prime Video, Netflix, Disney+, Amazon Music oder Apple TV können Anwender außerdem bequem auf die in Prime Video enthaltenen Live-Streams aller TV-Sender des Öffentlich Rechtlichen Rundfunks zugreifen. Hierfür und für den Programmwechsel bietet die Fernbedienung eigene Tasten. Die Bedienung ist also mindestens so komfortabel wie bei einem normalen Fernseher. Allerdings vergehen ein paar Sekunden, bis der der Livestream nach einem Senderwechsel auf dem Bildschirm erscheint.
Und last, but not least bietet Fire TV Cube obendrein noch Zugriff auf die in der Amazon-Cloud gespeicherten Fotos. Einer Dia-Show mit eigenen Urlaubsfotos inklusive Musik-Untermalung aus dem Angebot von Amazon Music steht also nichts mehr im Weg. Streaming-Boxen mit Android TV bieten diese Funktionalität leider nicht. Hier muss man sich mit Drittanbieter-Apps aushelfen, um eigene, etwa in Google Fotos gespeicherte Aufnahmen ansehen zu können. Für Apple-TV-Anwender ist die Anzeige von Dia-Shows mit eigenen Fotos hingegen nichts Neues. Sie können über Itunes sogar auf lokale Quellen von PC und Mac zurückgreifen. Für einen Zugriff von Fire TV Cube 2022 auf PC oder Mac gespeicherte Inhalte können Anwender allerdings eine kostenlose Drittanbieter-App wie Plex verwenden.
Die Sprachsteuerung hat im Test einwandfrei funktioniert, auch wenn sich Fire TV im Standby befindet. Befehle wie „Computer, schalte den Fernseher ein“ oder „Computer, schalte um auf ZDF“ führen zum gewünschten Ergebnis. Das Kommando „Computer, zeige Kamera Garten“ führt zur Anzeige des Livestreams der entsprechenden Überwachungskamera im Vollbildmodus. Ein „Computer, schalte um auf ZDF“ bewirkt, dass der Livestream der Kamera verkleinert dargestellt wird, während der des TV-Senders im Vollbildmodus erfolgt.
Fire TV Cube 2022
Fire TV Cube 2022: Videowiedergabe 4K bei 60 fps über WLAN und Internet-Anschluss mit maximal 32 MBit/s
Performance und Darstellungsqualität
Angetrieben wird Fire TV Cube 2022 von einem Acht-Kern-Prozessor aus Amazons eigener Entwicklung, dessen schnellste Einheiten mit bis zu 2,2 GHz takten. Darin integriert ist außerdem eine Grafikeinheit auf Basis von ARM G52 MP8, die mit 800 MHz läuft. Als Arbeitsspeicher stehen 2 GByte parat und der lokale Datenspeicher bietet mit einer Kapazität von 16 GByte Platz für den einen oder anderen Film.
Mit dieser Ausstattung bietet die Set-Top-Box für die gängigen Anwendungsfälle mehr als eine ausreichende Performance. Zu keinem Zeitpunkt kam es zu irgendwelchen Rucklern, wie man sie bei einfachen Streaming-Sticks in Kauf nehmen muss. Die Benchmark-Ergebnisse zeigen zudem, dass Fire TV Cube 2022 deutlich mehr Leistungsreserven bietet als die ebenfalls in diesem Herbst erschienene. Im Geekbench erreicht sie Werte von 279 im Single-Core- und 712 im Multi-Core-Test, während die neue Streaming-Box von Nokia nur auf 147 und 454 Punkte in diesen Tests kommt. Auch im 3D-Bereich ist Fire TV Cube 2022 mit einem Wert im Sling-Shot-Test (3D Mark) von 2608 der Nokia mit 590 deutlich überlegen. Das wird auch durch den Vulkan-Test (Geekbench) mit Werten von 1368 für Fire TV und 381 für die Nokia bestätigt.
Dennoch ist Fire TV Cube 2022 nicht für High-End-Games gedacht. Schließlich bietet sie maximal nur 60 fps, was bereits Einstiegs-Spielekonsolen wie die Xbox Series S mit bis zu 120 Hertz deutlich übertreffen. Für ein gelegentliches Daddeln von Casual Games wie Tetris reicht die Leistung hingegen völlig aus. Allerdings ist das Spieleangebot im Amazon-Store begrenzt. Immerhin kann man über die App Downloader auch externe Quellen wie apkmirror.com nutzen.
Das Streaming von hochaufgelösten Inhalten mit 4K und 60 fps stellt Fire TV Cube 2022 vor keine Probleme. Eine ruckelfreie Darstellung gelingt der Set-Top-Box dabei nicht nur mit einem 100-MBit/s-Internetanschluss und einer Nettodatenrate von 89,4 MBit/s, sondern auch mit einem 32-MBit/s-Anschluss über WLAN. Dabei spielt sie 4K-Inhalte mit 60 fps ab, ohne dass dabei einzelne Frames ausgelassen werden (siehe auch Bildergalerie).
Die Bild- und Tonqualität von Videos ist hervorragend. Durch das kürzlich ausgelieferte Update auf Version 7.6.1.3 hat Amazon die Super-Resolution-Technologie optimiert, sodass niedrig aufgelöste Inhalte in 4K jetzt noch besser aussehen. Auch die Darstellung von Fotos ist klasse.
Preis
Aktuell bekommt man den Fire TV Cube 2022 für knapp 105 Euro (Code: YDEFSIXK5PQM6MCM).
Wer die Alexa-Fernbedienung mit Hintergrundbeleuchtung und zwei programmierbaren Tasten verwenden möchte, muss dafür zusätzlich 40 Euro zahlen. Mit dem Kommando „Computer, wo ist die Fernbedienung“ ertönt aus ihr ein Pfeifton, sodass man sie schneller findet, wenn sie nicht auffindbar ist.
Fazit
Fire TV Cube 2022 bietet nicht nur Zugriff auf alle relevanten Streaming-Dienste und eine exzellente Bild- und Tonqualität, sondern kann auch als Kommunikations- und Smart-Home-Zentrale dienen. Mit einer angeschlossenen Webcam funktionieren auch Videochats. Die Steuerung per mitgelieferter Fernbedienung funktioniert tadellos. Allerdings bietet die für 40 Euro erhältliche Alexa-Sprachfernbedienung Pro hintergrundbeleuchtete Tasten, sodass diese bei Dunkelheit besser ablesbar sind als bei der Standard-Fernbedienung. Zudem integriert sie zwei programmierbare Tasten, die Anwender für den Schnellzugriff auf Funktionen wie das Smart-Home-Dashboard oder für den Start von Apps nutzen können. Noch leichter lässt sich Fire TV Cube per Spracheingabe bedienen, was im Test zuverlässig und zügig funktioniert hat. Nützlich ist auch die Möglichkeit, den Livestream einer über Alexa eingebundenen Überwachungskamera anzuzeigen und auch andere Smart-Home-Komponenten wie LED-Lampen und smarte Steckdosen zu steuern.
Neben Streaming und dem besonders gut gelungenen Zugriff auf TV-Sender der Öffentlich Rechtlichen Sendeanstalten kann Fire TV auch in der Amazon-Cloud gespeicherte Fotos darstellen, inklusive Dia-Show mit Hintergrundmusik aus dem Angebot von Amazon Music. Die Anzeige lokaler Inhalte, die sich auf PC oder Mac befinden, gelingt hingegen nur mit einer Drittanbieter-App wie Plex.
Der insgesamt hervorragende Gesamteindruck wird allerdings etwas durch die Anzeige von Werbung geschmälert. Und ein HDMI-Kabel hätte Amazon ruhig auch in die Box packen können. Fire TV Cube 2022 ist besonders für Prime-Kunden optimal geeignet, – immerhin zählen dazu in Deutschland etwa die Hälfte aller Haushalte –, da er diese auch über anstehende Lieferungen aus dem Amazon-Warenlager informiert.
Künstliche Intelligenz
Top 5: Das beste Ambilight für jeden Fernseher – einfach nachrüsten ab 80 Euro
Philips Hue Sync Box
Philips Ambilight gibt es auch zum Nachrüsten. Wir testen, wie gut sich Hue Sync zusammen mit den Hue Play Lightbars schlägt.
- Ambilight-Feeling
- kostenlos für Hue-Besitzer
- einfache Installation
- nur über PC / Mac
- Bereiche weniger differenziert als bei Ambilight
- leichte Verzögerung
Philips Hue Sync Box im Test: Das Nachrüst-Ambilight
Philips Ambilight gibt es auch zum Nachrüsten. Wir testen, wie gut sich Hue Sync zusammen mit den Hue Play Lightbars schlägt.
Die kostenlose Software Hue Sync bietet zusammen mit Philips-Hue-Lampen das von Philips-Fernsehern bekannte Ambilight-Lichterlebnis zum Nachrüsten. Wir zeigen im Test, wie Installation und Betrieb von der Hand gehen.
Ein Hauptargument für den Kauf eines Philips-Fernsehers ist Ambilight. Dabei analysiert eine Software das dargestellte Bild und auf der Rückseite des Gerätes installierte LEDs illuminieren die Wand hinter dem TV in passenden Farben. Das soll nicht nur augenschonender als Fernsehen im ansonsten stockfinsteren Raum sein, sondern auch die Stimmung der gezeigten Szenen intensiver machen. Denn da die Farben weit über den Bildschirmrand hinausgehen, taucht der Nutzer so intensiver in die Szene ein.
Zwar gibt es viele mehr oder weniger gute und teils umständliche Bastellösungen, wie etwa der heise-Artikel „ Licht-Chichi“ zeigt. Sie versprechen Ambilight auch ohne Neukauf des Fernsehers. Aber es geht auch einfacher. Hue Sync heißt eine kostenlose Software von Hue-Hersteller Signify.
Was benötigt man für Hue Sync?
Wer Ambilight nachrüsten will, der benötigt einen Rechner mit Windows 10 oder MacOS Sierra, eine aktuelle Hue-Bridge (erkennbar an der eckigen Form), passende farbige Leuchtmittel von Hue oder kompatibler Hersteller und ein Smartphone mit installierter Hue-App. Rechner und Hue-Bridge müssen dabei im gleichen WLAN oder zumindest am gleichen (WLAN)-Router hängen.
Los geht’s: Einrichtung
Als erstes wird die kostenlose Sync-Software benötigt. Die lässt sich direkt auf der Homepage des Herstellers herunterladen, ist anschließend mit wenigen Klicks installiert. Für die Installation müssen entsprechende farbige Lampen so platziert werden, dass sie dem Nutzer nicht direkt in die Augen strahlen, sondern hinter und auf Wunsch auch neben dem entsprechenden Ausgabe-Display auf eine Wand.
In der Hue -App auf dem Smartphone muss (ggf. nach dem Einbinden neuer Leuchtmittel) anschließend ein Entertainment-Bereich definiert werden, in den durch einfaches Anhaken die gewünschten Lampen virtuell einsortiert werden. Praktisch: Jede Lampe, die so ausgewählt wird, blinkt zur einfachen Identifizierung kurz auf. Das gilt auch für das anschließende Anpassen der Positionierung der Lampen in der App per Drag&Drop, damit Hue Sync später weiß, wo sich die Lampen tatsächlich befinden. Nur so kann die Software die richtigen Farben pro Leuchtmittel ausgeben.
Hue Sync: Die Software
Die Software läuft in einem kleinen Fenster auf dem Windows- oder MacOS-Rechner und kann bei Bedarf minimiert werden. Sie arbeitet dann im Hintergrund weiter. Die Illuminierungen passend zu Inhalten lassen sich getrennt für Szenen, Spiele, Musik und Videos aktivieren, dort gibt es jeweils unterschiedliche Intensitätseinstellungen von „subtil“ über „normal“ und „hoch“ bis hin zu „intensiv“. Diese Einstellungen geben an, wie sensibel und häufig die Farben an die jeweilige Wiedergabe angepasst werden und wie abrupt die Farbübergänge gestaltet werden.
In der Kategorie „Szenen“ lässt sich das verwendete Hintergrundlicht wie von Hue-Lampen aus der Smartphone-App bekannt als Stimmungslicht unabhängig vom gezeigten Display-Inhalt einstellen. Zur Verfügung stehen dafür 10 Presets, die zudem in ihrer Helligkeit angepasst werden dürfen. Die Kategorie „Spiele“ erlaubt in den tieferen Einstellungen das Übernehmen der vom Hersteller der Games vorgegebenen Beleuchtungs-Settings, die zudem noch auf bestimmte Razer-Gaming-Produkte wie das Keyboard Razer Death Stalker Chroma (Preisvergleich) oder die Razer Black Widow Tournament Edition Chroma V2 (Testbericht) ausgeweitet werden dürfen.
Anhand der Kategorie „Musik“ wird Hue Sync dazu angehalten, Farben nicht mehr anhand des gezeigten Bildes, sondern zum Takt und der Art der Musik zu verwenden. Früher hieß das mal Lichtorgel und war ein Hit auf jeder Party.
Die „Video“-Kategorie sorgt dafür, dass sich die verwendeten Lichter wie das eingangs erwähnte Philips Ambilight verhalten. Wie bei allen Kategorien erfolgen die Lichtanpassungen erst nach einem Klick auf den Button „Synchronisierung starten“. Alternativ wird die Synchronisierung auch automatisch bei jedem Start des Rechners aktiviert. Außerdem gibt es noch weitere Optionen wie etwa eine Verzögerungseinstellung für kabellose Lampen wie die Hue Go, um im Zweifel manuell Synchronität zwischen Darstellung und Lampensteuerung herzustellen.
Hue Sync mit Hue Play im Alltag
Es wurde eingangs bereits erwähnt: Hue Sync funktioniert nur über einen PC oder Laptop, am besten per HDMI-Kabel, aber auch kabellos über Standards wie Chromecast. Dann muss aber gegebenenfalls eine entstehende Latenz bei der Übertragung in den Einstellungen der Sync-Software justiert werden. Angeblich arbeitet Signify aber auch daran, Hue Sync auf smarte Fernseher zu bringen. Da das zum Zeitpunkt des Tests noch nicht möglich war, haben wir überwiegend einen Laptop samt HDMI-Kabel verwendet.
Ja, das hat schon was: Die weiße Wand hinter dem Fernseher erstrahlt auf der einen Seite im satten Blaugrün der Karibik, während die andere Seite das warme Gelbweiß des Sandstrandes wiederspiegelt. Dadurch taucht man tatsächlich weiter in die Szenerie ein, man ist quasi mittendrin statt nur dabei. Allerdings hätte es im Test ruhig noch eine weitere Lampe sein dürfen, die eine dedizierte dritte Farbe für den oberen Bildschirmrand erlaubt hätte. Mehr scheint hingegen kaum sinnvoll, da die Hue-App am Smartphone beim Einrichten der Entertainment-Bereiche nur eine zwei- und keine dreidimensionale Positionierung passender Leuchtmittel erlaubt. Entsprechend ist es unmöglich, dass eine Lampe den oberen und eine andere Lampe den unteren linken Bereich hinter dem Screen unterschiedlich illuminiert – beide würden nur als „links“ erkannt und die gleiche Farbe abstrahlen. Für die inzwischen sehr aufwändige und differenzierte Ambilight-Technologie ist Hue Sync also kein vollwertiger Ersatz.
Hinzu kommt, dass bei schnellen Farbwechseln eine leichte Verzögerung zu erkennen ist, die schnell störend wirkt. Das lässt sich bis zur Unmerklichkeit minimieren, indem man die Intensität der Farbanpassungen senkt – uns hat im Test tatsächlich der „subtile“ Modus am meisten zugesagt, bei dem nicht nur keine Verzögerung mehr bei Farbwechseln auffiel, sondern sich das Farbenspiel der Hue-Lampen darüber hinaus mit fließenden Verläufen unaufdringlich im Hintergrund hält. Dadurch bemerkt man das zusätzliche Licht schon bald gar nicht mehr – aber wehe, die Hintergrundlampen werden abgeschaltet! Dann fehlt nämlich plötzlich die zuvor kaum mehr wahrgenommene Untermalung umso mehr – offensichtlich macht Hue Sync also irgendetwas richtig.
Preis
Die Philips Hue Sync Box HDMI kostet über 300 Euro und damit mehr als ihr besserer Nachfolger.
Fazit
Links, rechts, oben – Hue Sync enfaltet sein volles Potenzial ab drei einzelnen Hue-Leuchtmitteln. Aber bereits zwei Lampen für links und rechts erweitern den Fernsehinhalt an die dahinterliegende Wand. Die Frage ist aber, ob die Software wirklich einen Mehrwert bietet. Wir finden: Ja, Hue Sync hat seine Daseinsberechtigung. Signify bietet die Software kostenlos an und erweitert das Einsatzgebiet ohnehin schon vorhandener Philips-Hue-Lampen – schließlich funktioniert Sync grundsätzlich mit allen aktuellen farbigen Hue-Leuchtmitteln. Störend empfanden wir die leichte Verzögerung. Einen Grund, dieses Feature als Hue-Besitzer nicht wenigstens mal auszuprobieren, gibt es trotzdem keinen. Für eine gezielte Anschaffung von Hue-Leuchtmitteln für Sync erscheint der Mehrwert in Relation zum Preis etwas zu gering.
Künstliche Intelligenz
Ballernd bergbauen: „Deep Rock Galactic: Survivor“ für iPhone und iPad im Test
Wie es sich für einen Zwerg gehört, will der rotbärtige Protagonist von Deep Rock Galactic: Survivor nur eines: ungestört mit schwerem Werkzeug durch den Tagebau wühlen.
Nachdem es beim Vorgänger Deep Rock Galactic zum Abbau in die Tiefe ging, bleibt Survivor an der Oberfläche. Der linke Daumen steuert den Zwerg durch die isometrischen, zufällig generierten Spielstufen.
Wann immer der Spieler ihn mit Gestein in Kontakt bringt, schwingt er selbsttätig die Spitzhacke. Die Spielstufen geben vor, welche Edelsteine er sammeln muss, um Boni zu erhalten.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Ballernd bergbauen: „Deep Rock Galactic: Survivor“ für iPhone und iPad im Test“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.
Künstliche Intelligenz
Microsoft-Alternative: Sozialversicherer erproben OpenDesk für den Ernstfall
Die Digitalisierung hat die Verwaltung effizienter gemacht, aber auch verwundbarer. In einer Welt, in der Behördenprozesse fast ausschließlich digital ablaufen, bildet die Zusammenarbeit über vernetzte Systeme das zentrale Nervensystem des Staates. Kommt es hier zu Ausfällen, droht Stillstand. Um diesem Schicksal zu entgehen, setzen die großen deutschen Sozialversicherer nun auf eine strategische Redundanz, die im Ernstfall als digitaler Rettungsanker fungieren soll.
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Unter dem Namen „Cloudbasierte Kommunikation im Krisenfall“ (CKKI) startete vor wenigen Tagen ein Pilotprojekt, das einen Perspektivwechsel markiert. Die Deutsche Rentenversicherung Bund, die Bundesagentur für Arbeit sowie die IT-Dienstleister Bitmarck und BG-Phoenics erproben dabei OpenDesk, die vom Zentrum für digitale Souveränität (Zendis) entwickelte Open-Source-Alternative zum Office-Paket Microsoft 365. Ziel ist die Etablierung eines voll funktionsfähigen Notfallarbeitsplatzes, der unabhängig von der primären IT-Infrastruktur existiert.
Das Bundeswirtschaftsministerium fördert laut dem Zendis das Vorhaben, das bis zu April die Belastbarkeit des vorgesehenen digitalen Sicherheitsgurtes unter Beweis stellen soll. OpenDesk ist dabei mehr als eine Chat-Anwendung für Krisenzeiten. Die Suite bietet ein Paket aus Bürosoftware, E-Mail, Kalender, Projektmanagement und Videokommunikation. Da die Lösung rein browserbasiert arbeitet, ermöglicht sie den Mitarbeitern den Zugriff von nahezu jedem Ort und Gerät aus. Diese Flexibilität ist besonders dann entscheidend, wenn physische Standorte oder lokale Netzwerke nicht mehr sicher genutzt werden können.
Ergebnisse sollen in EU-Cloud einfließen
Ein besonderes Augenmerk liege bei dem Test auf der technischen Diversität, betont das Zendis. Die vier beteiligten Organisationen installierten jeweils eigene OpenDesk-Instanzen auf unterschiedlichen Cloud-Infrastrukturen. In verschiedenen Szenarien werde nun ausprobiert, wie gut diese Systeme miteinander kommunizieren können. Wichtig sei die Frage, ob die Interoperabilität auch dann gewahrt bleibe, wenn verschiedene Cloud-Anbieter wie die Projektpartner Ionos, Stackit oder T-Systems als Basis dienten. Zendis-Geschäftsführer Alexander Pockrandt sieht darin eine Bestätigung für den gewählten Weg: Die Flexibilität der Lösung stelle sicher, dass der Betrieb kritischer Infrastrukturen (Kritis) selbst in extremen Krisensituationen aufrechterhalten werden könne.
CKKI ist nicht nur als Katastrophenschutzübung für die deutsche Verwaltung angelegt. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen unmittelbar in die europäische Cloud-Initiative 8ra einfließen. Damit wandelt sich der deutsche Vorstoß zu einem Baustein für eine größere, europäische Vision einer souveränen und anbieterübergreifenden IT-Infrastruktur. Harald Joos, Cloudbeauftragter der Deutschen Rentenversicherung Bund, betont, mit dem Einsatz von OpenDesk werde nicht nur die eigene Resilienz gestärkt. Die Beteiligten wollten den europäischen Partnern auch demonstrieren, dass souveräne Cloud-Lösungen auf EU-Ebene praxistauglich seien.
Für die deutsche Open-Source-Strategie ist dieser Testlauf ein Markstein. Nachdem OpenDesk bereits in anderen Bereichen wie bei der Bundeswehr oder im öffentlichen Gesundheitsdienst fensterln konnte, folgt nun die Bewährungsprobe in der Disziplin der Hochverfügbarkeit. Sollte sich das Konzept bewähren, könnte der „Notfallarbeitsplatz aus der Cloud“ bald zum Standardrepertoire jeder Behörde gehören, die ihre digitale Souveränität nicht nur auf dem Papier behaupten will.
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(mki)
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