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Top 5: Der beste Mini-Bluetooth-Lautsprecher im Test – schon ab 23 Euro gut


Bose Soundlink Micro 2 im Test: Dieser Mini-Bluetooth-Lautsprecher ist zu teuer

Der Bose Soundlink Micro Bluetooth-Lautsprecher will im Test trotz kompakter Bauweise mit kraftvollem Klang überzeugen.

VORTEILE
  • kompakt & leicht
  • exzellente Verarbeitung & robust
  • IP67 wasserdicht & staubdicht
  • Lange Akkulaufzeit
  • gute App mit Equalizer
NACHTEILE
  • hoher Preis
  • Bass unsauber
  • kein integriertes Mikrofon
  • schwammige Tastenbedienung

Der Bose Soundlink Micro Bluetooth-Lautsprecher will im Test trotz kompakter Bauweise mit kraftvollem Klang überzeugen.

Die Marke Bose hat den Ruf, hochpreisige Lautsprecher mit ausgewogenem Klang zu verkaufen. Mit dem Soundlink Micro 2 hat der Hersteller jetzt einen Mini-Bluetooth-Lautsprecher im Programm, der ebendiese Bose-Qualität in kompakter Bauweise liefern soll. Robuste Verarbeitung, klarer Klang und kraftvolle Bässe – das hat der Speaker auf dem Papier zu bieten. Aber kann er diese Versprechen auch in der Praxis einlösen? Und ist das Gesamtpaket den recht hohen Preis von 108 Euro (Coolblue) wert? Genau das finden wir im Test heraus.

Design und Verarbeitung des Bose Soundlink Micro 2

Der Bose Soundlink Micro 2 ähnelt optisch ein wenig dem Teufel Boomster Go. Er setzt auf das gleiche quadratische Design mit dem Durchmesser und der doppelten Dicke einer Tafel Rittersport. Mit Maßen von 10,40 cm x 4,30 cm x 10,40 cm und einem Gewicht von 330 g ist er aber etwas kleiner und leichter als die Teufel-Konkurrenz. Dank der geringen Größe passt er gut in den Rucksack oder die Handtasche, aber auch in größere Jackentaschen.

Bei der Farbauswahl setzt Bose auf dezente Zeitlosigkeit. Der Soundlink Micro 2 ist in Schwarz, Sandstein, Blütenrosa, Petrol und Babyblau erhältlich. Alle Farben passen zum Kern der Marke. Knallige, aufregende Designs sucht man vergebens. Die Farbe Blütenrosa, die aussieht wie gerötete Haut, setzt ungewohnte Akzente, die eindeutig Geschmackssache sind.

Der Speaker ist fast vollständig mit einer Silikonummantelung überzogen, wobei kleine Wölbungen an der Unterseite als rutschfeste Standfüße fungieren. Die integrierte Trageschlaufe aus Textil und Silikon dient gleichzeitig als Halteband mit Klettverschluss, über das sich der Lautsprecher beispielsweise am Lenker eines Fahrrads befestigen lässt. Das klappt im Test recht gut, weil die Gummierung an der Unterseite des Bandes ein Verrutschen verhindert. Allerdings hätte das gesamte Halteband gerne etwas länger sein können.

Bei der Verarbeitung lässt der Bose Soundlink Micro 2 keine Wünsche offen. Dank der Silikonummantelung ist der Mini-Bluetooth-Lautsprecher stoßfest und übersteht Stürze aus einem Meter an Höhe auf Steinboden oder Asphalt ohne Schäden. Dank Schutzklasse IP67 ist der Speaker sowohl staubgeschützt als auch zeitlich begrenzt bis zu einem Meter an Tiefe wasserdicht. Damit bewegt sich der Soundlink Micro auf vergleichbarem Terrain wie der Teufel Boomster Go.

Wie gut ist der Klang des Bose Soundlink Micro 2?

Bose macht keinerlei Angaben zur Leistung, dem Frequenzbereich oder zu den eingebauten Hoch- und Tieftönern des Speakers – auf den ersten Blick ein eher schlechtes Zeichen, denn bei einem Hersteller dieser Preisklasse wären entsprechende Details normalerweise ein Verkaufsargument.

Aber was zählt, ist der Praxistest, und da macht der Soundlink Micro 2 eine gute Figur. Gesprochene Inhalte wie Podcasts kommen angenehm deutlich und klar aus dem Speaker, auch wenn der Klang generell wie beim Teufel Boomster Go oder JBL Go 3 vom Hörwinkel abhängig ist. Hängt man den Speaker aufrecht mit dem Halteband auf, sollte man sich am besten davor aufhalten. Ansonsten legt man den Lautsprecher auf den Boden, um ein optimales Klangerlebnis zu erhalten.

Bei Musik hat der Mini-Bluetooth-Lautsprecher dann aber doch ein paar Probleme, und die haben vor allem mit dem Bass zu tun, den Bose eigentlich als besonders kraftvoll bewirbt. Das ist er auch, denn schon bei mittlerer Lautstärke vibriert der kleine Brüllwürfel merklich.

Gleichzeitig wirkt der Bass aber arg verwaschen und unsauber. Bei The Weeknds “Die For You” mischt der Soundlink Micro 2 die tiefen Töne zu einem dumpfen Brei zusammen, gegen den dann auch der Gesang nicht mehr ankommt. Etwas besser sieht es bei “Blinding Lights” aus, weil die Höhen hier recht klar bleiben. Trotzdem wird auch hier der Gesang vom Bass verschluckt.

Wer den Equalizer der Bose-App benutzt, kann gegensteuern. Bei vollen Höhen und komplett wegreguliertem Bass klingt der Sound etwas besser, aber immer noch verwaschen.

Bei klassischer Musik ergibt sich ein ähnliches Bild, allerdings hat der Bose-Speaker hier vor allem Probleme mit den Höhen. Beethovens Streichquartett #3 in D-Dur klingt einfach zu schrill, wenn die Violinen einsetzen, während der Kontrabass bei von Dittersdorfs Konzert für Kontrabass #1 unsauber und matschig rüberkommt.

Alles in allem ist der Sound des Soundlink Micro 2 aber trotzdem nicht schlecht. Gemessen an der geringen Größe des Mini-Bluetooth-Lautsprechers lassen sich die Probleme und Unsauberkeiten verschmerzen. Der Teufel Boomster Go konnte uns im Test bei ähnlicher Größe und geringerem Preis aber eher überzeugen.

Wo die App-Anbindung für zusätzliche Features sorgt, müssen Käufer des Soundlink Micro 2 allerdings auf weitere Extras verzichten: Der Speaker verzichtet auf ein integriertes Mikrofon und eignet sich daher weder als Freisprecheinrichtung für Telefonate noch als Eingabegerät für Sprachassistenten. Ein AUX-Anschluss für externe Geräte fehlt ebenso.

Bedienung und App des Bose Soundlink Micro 2

Um den Soundlink Micro 2 zu bedienen, nutzen wir primär die physischen Tasten auf der Oberseite des Mini-Bluetooth-Lautsprechers. Etwas irritierend: Der An- und Ausschaltknopf befindet sich an der unteren Kante neben dem USB-C-Anschluss. Zudem wirken die Druckpunkte der unbeleuchteten Tasten recht schwammig. Wir müssen viel Kraft aufwenden, um eine Eingabe zu tätigen.

Zusätzlich zu den Standardtasten (Power, Bluetooth, Play/Pause und Lautstärke) gibt es einen sogenannten Shortcut-Button. Über diesen Button können wir den Soundlink Micro 2 mit einem weiteren Lautsprecher der Soundlink-Baureihe verbinden (Soundlink Micro 2, Soundlink Flex 2, Soundlink Plus und Soundlink Max).

Was der Soundlink Micro 2 anderen Mini-Bluetooth-Lautsprechern voraus hat, ist die App. Während etwa Nutzer des Teufel Boomster Go oder JBL Go 3 auf eine separate Smartphone-Software verzichten müssen, kommen Bose-Käufer zumindest in den Genuss ein paar zusätzlicher Features.

Die App erlaubt die Einrichtung einer Mehrpunkt-Verbindung, sodass wir den Speaker mit zwei Geräten gleichzeitig koppeln können. Dazu kommen ein recht einfach gestalteter Equalizer mit vier Voreinstellungen (viel/wenig Bass, viel/wenig Höhen) und eine Konfigurationsmöglichkeit für die Shortcut-Funktion. Darüber können wir die Shortcut-Taste auch verwenden, um die Wiedergabe von Inhalten über Spotify fortzusetzen. Schließlich können wir in der App auch einstellen, dass sich der Speaker nach einer vorgegebenen Zeit automatisch selbst abschaltet – ein nützliches Feature für alle, die gerne beim Podcast- oder Musikhören einschlafen.

Der Akku des Bose Soundlink Micro 2

Bose hat sich bei der Laufzeit des Soundlink Micro 2 nicht lumpen lassen, und dem Speaker einen erstaunlich leistungsfähigen Akku mit einer Kapazität von 3000 mAh spendiert. Damit hält der Lautsprecher bis zu 12 Stunden durch und damit nicht nur doppelt so lange wie sein Vorgänger, sondern auch länger als viele andere Mini-Bluetooth-Lautsprecher wie der JBL Go 3 oder der Teufel Boomster Go.

Eine Powerbank-Funktion gibt es übrigens nicht. Das Aufladen des Soundlink Micro 2 funktioniert über das beiliegende USB-C-auf-USB-A-Kabel und dauert mit etwa vier Stunden verhältnismäßig lange. Eine Anzeige des Ladestands finden wir nur in der App.

Was kostet der Bose Soundlink Micro 2?

Aktuell kostet der Mini-Bluetooth-Lautsprecher 108 Euro (Coolblue).

Fazit

Der Bose Soundlink Micro 2 ist im Grunde ein guter Mini-Bluetooth-Lautsprecher, aber er hat ein gewichtiges Problem – und das ist sein Preis. Denn für das, was der Speaker bei Klang und Features zu bieten hat, ist er im Vergleich einfach zu teuer.

Gesprochene Inhalte spielt der Soundlink Micro 2 gut ab, doch bei basslastigen Stücken lässt er Federn. Obwohl der Bass kraftvoll daherkommt, wie es der Hersteller auch verspricht, fehlt es ihm an Sauberkeit. Deshalb verschluckt er gerne die Höhen, was zu einem insgesamt eher matschigen und verwaschenen Klang führt.

Zu den Pluspunkten des Bose-Speakers gehören neben der guten Verarbeitung und der IP67-Zertifizierung die lange Akkulaufzeit und die Anbindung an eine App mit Equalizer – welcher den Klang etwas verbessert. Schade finden wir, dass Bose auf ein integriertes Mikrofon verzichtet hat.

Eine günstigere Alternative zum Soundlink Micro 2 sind der Teufel Boomster Go für knapp unter 80 Euro, der zudem ein integriertes Mikrofon zu bieten hat, und der JBL Go 3 ab 32 Euro, bei dem Käufer aber mit einer geringeren Akkulaufzeit leben müssen.

Wer mit dem Gedanken spielt, sich den Soundlink Micro 2 zu kaufen, sollte mit den klanglichen Schwächen des Speakers leben können. Dann bietet der Bose-Lautsprecher ein gutes Gesamtpaket zu einem hohen Preis.



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