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Top 7: Der beste günstige Laptop im Test – schon ab 235 € gut für Office & Co.


Laptop mit Ryzen 5 & 2K-Display überrascht für 339 €: Chuwi Core Book X im Test

Das Chuwi Core Book X bietet für 339 Euro eine überraschend hochwertige Verarbeitung mit Metallgehäuse und scharfem 2K-Display im produktiven 3:2-Format.

VORTEILE

  • hervorragende Verarbeitung mit Metallgehäuse für den Preis
  • scharfes 2K-Display im produktiven 3:2-Format mit knalligen Farben
  • Ryzen 5 mit 16 GB RAM für Office völlig ausreichend
  • attraktiver Preis von nur 339 Euro
  • zweiter RAM-Slot leicht zugänglich für Erweiterung

NACHTEILE

  • magere Akkulaufzeit unter 5 Stunden
  • BIOS-Zugriff mit Hürden
  • glänzendes, zu dunkles Display mit störenden Spiegelungen

Das Chuwi Core Book X bietet für 339 Euro eine überraschend hochwertige Verarbeitung mit Metallgehäuse und scharfem 2K-Display im produktiven 3:2-Format.

Der chinesische Hersteller Chuwi ist uns seit Jahren für günstige Laptops, Tablets und Mini-PCs bekannt. Mit dem Core Book X präsentiert das Unternehmen nun einen 14-Zoll-Laptop, der mit AMD Ryzen 5 7430U, 16 GB RAM und einem hochauflösenden 2K-Display im 3:2-Format aufwartet. Der Preis? Gerade einmal 339 Euro mit dem Code Jonas15 im Chuwi-Webstore. Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein – normalerweise bekommt man für diesen Betrag bestenfalls ein Chromebook oder einen älteren Gebrauchtlaptop. Selbst vergleichbare Mini-PCs ohne Display, Tastatur und Akku kosten oft ähnlich viel. Kann ein so günstiger Laptop wirklich überzeugen oder gibt es versteckte Haken? Wir haben das Core Book X ausführlich getestet und waren teilweise überrascht.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Chuwi Core Book X?

Die Verarbeitung des Core Book X ist für 339 Euro schlichtweg beeindruckend. Das Gehäuse besteht größtenteils aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung und macht einen extrem hochwertigen Eindruck, den wir teilweise nicht einmal bei Laptops über 800 Euro gesehen haben. Selbst der innere Bereich rund um die Tastatur fühlt sich metallisch an, besteht aber aus hochwertigem Polycarbonat. Die Übergänge sind tadellos gefertigt, es gibt keine spürbaren oder scharfkantigen Kanten. Das Gehäuse wirkt wie aus einem Guss, nichts wackelt oder knarzt – alles fühlt sich absolut wertig an und ganz und gar nicht nach 339 Euro.

Mit Abmessungen von 310 × 229,5 × 17,25 mm und einem Gewicht von etwa 1,4 kg ist der Laptop angenehm kompakt und leicht. Die Space-graue Farbgebung verleiht dem Gerät eine professionelle Optik. Die Gehäuseöffnung erfordert allerdings Geduld: Ganze 13 Schrauben müssen gelöst werden, um vollständig an die Komponenten zu gelangen. Davon befinden sich zudem zwei Stück unter den hinteren Gummifüßen des Laptops, sie sind also leicht zu übersehen. Praktisch ist die separate Wartungsklappe für den zweiten RAM-Slot, die nur durch zwei Schrauben gesichert ist und schnellen Zugriff für eine RAM-Erweiterung ermöglicht. Diese Klappe muss aber auch geöffnet werden, wenn man den kompletten Unterboden abnehmen möchte, um an die restlichen Komponenten zu kommen. Vorsicht ist bei den inneren Kanten der metallenen Bodenplatte geboten – diese sind etwas scharf, wir haben uns beim Öffnen hier geschnitten. Von außen ist das Gerät aber glatt wie ein Babypopo und makellos verarbeitet.

Die Webcam steht etwas weit aus dem Gehäuse heraus und wirkt dadurch exponiert. Eine Privacy-Abdeckung fehlt leider, was bei der heutigen Sensibilität für Datenschutz schön gewesen wäre. Die Bildqualität ist typisch für günstige Laptops: sehr rauschig mit wenig Details und blassen Farben. Bei Dunkelheit wird das Bild extrem körnig und es kommt zu Rucklern – für gelegentliche Videocalls genügt das, mehr aber nicht.

Die integrierten Lautsprecher klingen recht klar und scheppern immerhin nicht, was bei günstigen Laptops keine Selbstverständlichkeit ist. Allerdings fehlt komplett der Bass und auch die Mitten sind unterrepräsentiert – der Klang ist entsprechend dünn. Die maximale Lautstärke ist ebenfalls begrenzt, für die Wiedergabe von Benachrichtigungssounds oder Musikhören ohne größere Ansprüche reicht es aber. Für 339 Euro kann man hier keine Wunder erwarten, die Lautsprecher erfüllen ihren Zweck.

Lieferumfang: Welches Zubehör liegt beim Chuwi Core Book X bei?

Zum Lieferumfang des Core Book X gehört neben dem Laptop selbst ein Netzteil für die Stromversorgung. Clever sind die mitgelieferten Gummi-Auflagen für die Tastatur, die verschiedene Tastatur-Layouts ermöglichen. Darunter befindet sich auch eine QWERTZ-Anordnung für deutschsprachige Nutzer, da die physische Tastatur im US-Layout (ANSI) mit QWERTY-Aufteilung gefertigt ist. Diese Lösung ist zwar ein Kompromiss, zeigt aber, dass der Hersteller an internationale Kunden gedacht hat und das Beste aus der Situation macht. Eine Bedienungsanleitung rundet das Paket ab. Mehr Zubehör gibt es nicht, was bei dem Preis aber auch nicht zu erwarten war.

Display: Wie hoch löst das Display des Chuwi Core Book X auf?

Das 14-Zoll-IPS-Display löst mit 2160 x 1440 Pixeln im ungewöhnlichen, aber für Produktivarbeiten hervorragenden 3:2-Format auf. Die Darstellung ist extrem scharf und Farben wirken ausgesprochen knallig – so sehr, dass wir extra nachgeschaut haben und zunächst ein OLED-Panel vermuteten. Es ist aber tatsächlich ein IPS-Panel. Der Hersteller gibt eine 100-prozentige sRGB-Abdeckung an, was die lebendigen Farben erklärt. Mit einem Screen-to-Body-Verhältnis von 85 Prozent wirkt der Laptop modern, wobei das untere „Kinn“ etwas breiter ausfällt als die restlichen Ränder.

Das 3:2-Format ist insbesondere zur Darstellung von Dokumenten oder Webseiten besser geeignet, da mehr Inhalt vertikal dargestellt wird – ein echter Produktivitätsvorteil gegenüber klassischen 16:9-Displays. Bei Filmen und Spielen, die meist auf 16:9 oder 16:10 optimiert sind, entstehen allerdings schwarze Balken ober- und unterhalb des Inhalts. Die maximale Helligkeit von 362 cd/m² ist für einen günstigen Laptop ordentlich und in Innenräumen völlig ausreichend. Für die Nutzung im Freien sind aber Werte weit jenseits der 400 cd/m² erforderlich.

Problematisch ist die glänzende Oberfläche des Displays: Sie verstärkt zwar die Farbbrillanz erheblich, führt aber zu störenden Spiegelungen bei Gegenlicht. Selbst in Innenräumen kommt es bei Licht im Hintergrund zu Reflexionen durch die Glossy-Oberfläche. Beim Abfotografieren des Bildschirms spiegeln wir uns regelmäßig als Kameramann selbst im Display. Die Bildwiederholrate von 60 Hz ist Standard, wirkt 2025 aber etwas altbacken – moderne Laptops bieten oft 90 oder 120 Hz für flüssigeres Scrollen, sind dann aber auch teurer.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Chuwi Core Book X?

Herzstück des Core Book X ist der AMD Ryzen 5 7430U, den wir bereits von einigen Mini-PCs aus unseren Tests kennen. Trotz der Bezeichnung als 7000er-Chip handelt es sich technisch um einen Refresh der 5000er-Serie, genauer gesagt Teil des „Barcelo-R“ Refresh von Ende 2024. Der Chip bietet die gleichen Spezifikationen wie der ältere Ryzen 5 5625U und basiert auf der Cezanne-Architektur mit Zen-3-Kernen. Er wird im älteren 7-Nm-Prozess bei TSMC gefertigt – nicht im moderneren 6-Nm- oder gar 4-Nm-Verfahren aktueller Chips.

Der Prozessor verfügt über sechs Kerne mit SMT, kann also 12 Threads gleichzeitig bearbeiten. Der Basistakt liegt bei 2,3 GHz, im Boost erreicht er bis zu 4,3 GHz. Die TDP ist zwischen 10 und 25 Watt konfigurierbar, standardmäßig sind 15 Watt eingestellt – typisch für U-Serie-Prozessoren, die auf Effizienz statt auf Höchstleistung getrimmt sind. Die maximale Betriebstemperatur liegt bei 95 Grad Celsius. Für die Preisklasse unter 400 Euro ist dieser Prozessor bei Mini-PCs gerade populär, umso erstaunlicher ist es, dass nun auch ein Laptop mit Display, Tastatur und Akku zum ähnlichen Preis angeboten wird.

Die integrierte Grafik ist eine AMD Radeon RX Vega 7 mit 7 CUs (Compute Units) und einem Takt von bis zu 1800 MHz. Sie kann auf maximal 2 GB des Systemspeichers zugreifen. Diese alte Vega-Architektur ist deutlich schwächer als moderne integrierte Grafikeinheiten wie die Radeon 780M, mit der wir bereits anspruchsvolle Spiele in Full HD gespielt haben. Mit der Vega 7 ist das nicht möglich.

Chuwi Core Book X im Test: Speicher-Benchmark Crystaldiskmark

Der Arbeitsspeicher besteht aus einem einzelnen 16 GB DDR4-SODIMM-Modul vom unbekannten Hersteller Shenzen Techwinsemi, das mit 3200 MT/s arbeitet. Ein zweiter Slot ist frei und über die erwähnte Wartungsklappe leicht zugänglich. DDR5 wird vom Ryzen 5 7430U nicht unterstützt, daher bleibt es bei DDR4. Die 512 GB M.2-SSD stammt vom gleichermaßen unbekannten Hersteller Airdisk und erreicht laut Crystaldiskmark 3628 MB/s beim Lesen und 2565 MB/s beim Schreiben – ordentliche Werte für eine NVMe-SSD, wenn auch nicht spitze.

Chuwi Core Book X: Gehäuseinneres

Bei den Anschlüssen zeigt sich die Kosteneinsparung deutlich: Es gibt zwei USB-A-3.0-Ports und zwei USB-C-Anschlüsse. Der erste USB-C-Port unterstützt Power Delivery zum Laden, überträgt Daten aber nur mit USB 2.0-Geschwindigkeit – im Jahr 2025 eigentlich inakzeptabel. Der zweite USB-C-Port ist voll ausgestattet und kann auch Bildsignale übertragen. HDMI 1.4 ist ebenfalls veraltet, HDMI 2.0 wäre das absolute Minimum gewesen. Hochwertige Komponenten mit höherer Geschwindigkeit würden nur wenige Cent mehr kosten, bei der extrem knappen Kalkulation ist das aber offenbar zu viel. Weitere Anschlüsse sind ein microSD-Kartenleser und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für Kopfhörer.

Drahtlos arbeitet der Laptop mit Wi-Fi 6 (802.11ax) über den Chipsatz Realtek 8852BE und Bluetooth 5.2. Das ist weder grandios noch schlecht – ein üblicher Standard in günstigen Geräten. Wi-Fi 6E oder gar Wi-Fi 7 wäre schöner gewesen, ist bei dem Preis aber nicht zu erwarten.

Performance: Wie schnell ist das Chuwi Core Book X?

Die Leistung des Core Book X zeigt deutliche Unterschiede zwischen Akku- und Netzbetrieb. Im Netzbetrieb erreicht das System im PCMark 10 durchschnittlich 4696 Punkte (Spitzen bei 4722 und 4647 Punkten), was für Office-Aufgaben, Surfen und Multimedia völlig ausreicht. Im Akkubetrieb bricht die Leistung drastisch auf nur 2867 Punkte ein (Spitzen bei 2881 und 2846 Punkten) – ein Rückgang um fast 40 Prozent. Das ist ein deutlicher Hinweis auf aggressive Energiesparmaßnahmen im Akkubetrieb.

Der 3DMark Time Spy attestiert mit 918 Punkten (807 Grafik, 4273 CPU) im Netzbetrieb die schwache Gaming-Performance. Im Akkubetrieb sind es nur 830 Punkte (726 Grafik, 4427 CPU). Interessanterweise ist die CPU-Leistung im Akkubetrieb minimal höher, was auf unterschiedliche Boost-Verhalten hindeutet. Im plattformübergreifenden Geekbench 6 erreicht der Laptop im Netzbetrieb 1424 Punkte (Single-Core) und 4667 Punkte (Multi-Core), im Akkubetrieb nur 989 respektive 3468 Punkte. Der OpenCL-Grafiktest zeigt 10.604 Punkte im Netzbetrieb gegenüber 7691 im Akkubetrieb.

Cinebench 2024 bestätigt das Bild: 394 Punkte (Multi-Core) und 69 Punkte (Single-Core) im Netzbetrieb stehen 389 und 59 Punkten im Akkubetrieb gegenüber. Diese Werte positionieren den Ryzen 5 7430U im unteren Mittelklasse-Segment für Notebook-CPUs anno 2025.

Gaming ist auf dem Core Book X praktisch unmöglich, selbst mit reduzierter Full-HD-Auflösung statt der nativen 2K-Auflösung. Counter-Strike 2 erreicht in niedrigen Einstellungen zwar teilweise über 60 FPS, diese sind aber extrem instabil mit starken Einbrüchen auf unter 40 FPS sowie Rucklern und Standbildern – unspielbar. Anno 1800 läuft bei aktiviertem FSR-Upsampler (AMD FidelityFX Super Resolution) im Modus „Leistung“ und niedrigen Einstellungen mit nur 15 bis 20 FPS beim Blick auf unsere 15.000-Einwohner-Stadt. The Witcher 3: Wild Hunt schafft in niedrigsten Optionen gerade einmal 19 FPS. Cities Skylines 2 ist mit 5 FPS beim Blick auf unsere Stadt unstrittig nicht spielbar, selbst das Hauptmenü ruckelt bereits mit einstelligen FPS. Nur Retro-Games und ältere 2D-Titel laufen auf diesem System vernünftig.

Lüfter: Wie laut ist das Chuwi Core Book X und wie hoch ist seine Leistungsaufnahme?

Chuwi Core Book X im Test: Stresstest in Aida64 und Betriebsdaten per HWInfo

Das Kühlsystem beschreibt der Hersteller auf seiner Webseite mit dem Motto „Bleiben Sie kühl, leisten Sie Ihr Bestes“ – in der Praxis stimmt das nur teilweise. Unter Last erreicht der Lüfter bis zu 37 dB(A), was deutlich hörbar, aber noch akzeptabel ist. MacBook-Nutzer, die die passiv-gekühlten AppleSilicon-Chips gewohnt sind werden hier dennoch unglücklich sein. Die CPU-Temperatur bleibt mit maximal 83 Grad Celsius in der Spitze verhältnismäßig kühl, andere Laptops werden deutlich heißer.

Chuwi Core Book X im Test: Wärmebild unter Last

Im AIDA64-Stresstest startet die CPU kurzzeitig mit sehr hohen 4 GHz, fällt aber schon nach wenigen Sekunden auf etwa 3 GHz ab. Nach 20 bis 30 Minuten stabilisiert sie sich bei 2,9 GHz, diesen Takt hält sie dann sehr stabil. Die Temperatur pendelt sich dabei bei teils unter 70 Grad ein – das ist absolut in Ordnung.

Während des Tests traten allerdings Probleme auf: Der erste Stresstest brach nach 7 Minuten aus unerfindlichen Gründen ab, alle weiteren Stresstests liefen über Stunden unterbrechungsfrei. Gegen Ende des Tests sprang der Systemlüfter plötzlich nicht mehr an und der Laptop heizte sich massiv auf. Selbst bei voller Auslastung und angeschlossenem Netzkabel war kein Anspringen des Lüfters zu bewirken. Erst nach mehreren Neustarts funktionierte die Kühlung wieder ordnungsgemäß. Beide Probleme ließen sich trotz verschiedener Versuche nicht reproduzieren und waren anscheinend kurzlebige Fehler – sie traten auch in den 14 Tagen zuvor nicht auf.

Software: Mit welchem Betriebssystem arbeitet das Chuwi Core Book X?

Vorinstalliert ist Windows 11 Home in der Version 24H2. Auf dem System findet sich zusätzliche Bloatware: Das Chuwi Easy Care Center ermöglicht rudimentäre Systemüberprüfungen wie Tests von Kamera, WLAN und anderen Komponenten. Große Einstellungsmöglichkeiten bietet es nicht. Kurios ist die vorinstallierte Microsoft Office Suite, deren Programmordner in kyrillischer Schrift auf Russisch beschriftet sind – warum eine russische Version vorinstalliert wurde, bleibt unklar. Der Microsoft PC Manager ist ebenfalls vorinstalliert. Unser routinemäßiger vollständiger Systemscan mit Windows Defender fördert keine Viren zutage.

Chuwi Core Book X im Test: BIOS

Kopfzerbrechen hat uns der Zugriff auf das BIOS oder die erweiterten Wiederherstellungsoptionen bereitet, denn das funktioniert nicht so einfach wie auf anderen Systemen. Beim Versuch, über Windows in die erweiterten Wiederherstellungsoptionen zu booten und damit vom USB-Stick zu starten, bleibt der Laptop entweder im Ladebildschirm stecken oder zeigt die Fehlermeldung „Page Fault in nonpaged area“. Auch ein Bootmenü zur Auswahl eines USB-Sticks ist nicht erreichbar.

Schlussendlich finden wir nach langem Herumprobieren heraus, dass die F2-Taste das AMI-BIOS aufruft – teils funktionierte das bei uns aber nur mit einer externen Tastatur. Dort angekommen können wir uns durch zahlreiche Menüs klicken und auch die Boot-Reihenfolge anpassen, sodass das System von unserem Ventoy-USB-Stick startet. So lässt sich etwa das auf Ubuntu basierende Tuxedo OS nutzen. Hier funktionieren WLAN, Bluetooth und das Audio auf Anhieb. Auch die ungewöhnliche Auflösung des Laptops wird richtig erkannt. Aus dem Standby-Modus, auch beim Zuklappen des Laptops, wacht das System wieder problemlos auf.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet das Chuwi Core Book X?

Die Akkulaufzeit ist eine Schwäche des Core Book X. Mit nur 4 Stunden und 55 Minuten bei 200 cd/m² Displayhelligkeit und aktivem WLAN ist sie ausgesprochen mager. Der 46,2 Wh große Akku (11,55 V/4000 mAh) ist dem kompakten, dünnen Formfaktor geschuldet, reicht aber nicht einmal für einen halben Arbeitstag. Moderne Ultrabooks schaffen oft das Doppelte oder Dreifache. Für mobile Nutzer ist das ein K.-o.-Kriterium. Als stationärer Zweitlaptop mit gelegentlichen Ortswechseln mag das ausreichen, für längere Arbeitsessions ohne Steckdose ist das Core Book X völlig ungeeignet. Immerhin kann man ihn dank USB-PD-Unterstützung auch mit klassischen Handy-Ladegeräten ab 65 W laden.

Preis: Was kostet das Chuwi Core Book X?

Normalerweise kostet das Chuwi Core Book X etwa 399 Euro. Mit unserem – zugegeben etwas ungewöhnlichen – Code Jonas15 sinkt der Preis aktuell auf 339 Euro. Das ist ein absoluter Preisbrecher. Für diesen Betrag bekommt man normalerweise bestenfalls ein Chromebook, einen älteren Gebrauchtlaptop oder ein günstiges Tablet.

Fazit

Das Chuwi Core Book X ist ein faszinierender Laptop für 339 Euro, der zeigt, was bei extremer Preisoptimierung möglich ist. Die Verarbeitungsqualität mit Metallgehäuse übertrifft viele Geräte der 600-bis-800-Euro-Klasse, das scharfe 2K-Display im produktiven 3:2-Format begeistert mit knalligen Farben. Der Ryzen 5 7430U mit 16 GB RAM bewältigt Office, Surfen und Multimedia problemlos. Die Schwächen sind aber nicht zu übersehen: Durch die magere Akkulaufzeit von unter 5 Stunden geht dem Laptop vor Ende eines Arbeitstages die Puste aus. Veraltete Anschlüsse wie USB 2.0 und HDMI 1.4 wirken 2025 anachronistisch. Die glänzende Displayoberfläche spiegelt störend und für Gaming ist die Leistung ungenügend.

Dennoch: Wer einen stationären Zweitlaptop oder ein günstiges Gerät für Büroarbeiten sucht und die Kompromisse verkraften kann, findet hier ein unschlagbares Angebot.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.

Update: Zunächst kamen wir schier nicht ins BIOS. Keine der gewohnten Tasten wollte funktionieren und auch der Start in die erweiterten Windows-Wiederherstellungsoptionen schlug fehl. Erst nach vielen Versuchen kamen wir mit der F2-Taste ins AMI-BIOS und konnten so auch die Boot-Reihenfolge ändern, um Linux vom USB-Stick zu starten. Entsprechend haben wir die Passagen dazu im Text nachträglich angepasst. Nutzer, die auf ähnliche Probleme stoßen, sollten testweise eine kabelgebundene, externe Tastatur anschließen und es damit versuchen.



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Digital Networks Act: Glasfaser bis 2035 und Mobilfunkfrequenzen auf Dauer


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die EU-Kommission hat am Mittwoch in Straßburg ihren Entwurf des Digital Networks Act (DNA) vorgestellt. Der Gesetzesentwurf soll vier bestehende Regelungswerke zusammenfassen und die Weichen für den europäischen Telekommunikationsmarkt stellen. Es geht um zentrale Fragen wie die Migration von Kupfernetzen auf Glasfaser, Mobilfunknetze und die Netzneutralität.

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Der DNA fasst auf gut 260 Seiten den European Electronic Communications Code (EECC), die Verordnung über das Gremium der europäischen Regulierungsbehörden (GEREK), Regelungen zu grenzüberschreitenden Funkfrequenzen und „Offenes Internet“ zusammen. Vieles soll einfacher, schneller und europäischer werden – und an einigen Stellen hat der DNA es in sich.

Einen großen Auftrag bringt der DNA für die deutsche Politik mit: Bis 2035 sollten so gut wie alle Anschlüsse auf Glasfaser umgestellt sein, bekräftigte die für Digitales zuständige Kommissionsvizepräsidentin Henna Virkkunen bei der Vorstellung des DNA im Europäischen Parlament in Straßburg. Bis 2029 sollen alle Mitgliedstaaten einen konkreten Plan haben, wie der Abschied vom Kupfer stattfinden solle. Ausnahmen für Fernsehkabel nannte Virkkunen nicht – und auch der Entwurf unterscheidet bei Kupfer nicht zwischen alten Teilnehmernetzen und moderneren HFC-Netzen.

Für Valentina Daiber, Präsidentin des Verbands der Anbieter im Digital- und Telekommunikationsmarkt (VATM) ist das Vorgehen das richtige Signal, zehn Jahre böten „ausreichend Planungsperspektive“. Dafür will Daiber auch die Regulierung entsprechend aufgestellt sehen: „Anbieter- und Dienstevielfalt machen Glasfasernetze für die Menschen erst attraktiv. Die Auswahl, die auf den Kupfernetzen Usus ist, muss auch auf der neuen Netzinfrastruktur erhalten bleiben.“

Denn bislang gilt: Wer ausbaut, entscheidet, ob andere auf dieser Infrastruktur etwas anbieten dürfen. Anders als bei den alten, staatlichen Kupfermonopolen gibt es bislang keine eindeutige gesetzliche Verpflichtung, Wettbewerbern einen Netzzugang zu gewähren. Verbraucher haben im schlechtesten Fall also Glasfaser – aber keinen alternativen Anbieter, mit dem sie einen Vertrag abschließen könnten.

Wie das zukünftige Regulierungsregime genau ausgestaltet sein wird, soll unter anderem vom Ergebnis eines komplizierten Mechanismus abhängen: Bei relevanter Marktmacht sollen die Aufsichtsbehörden vorab einschreiten und Regeln festlegen dürfen, wie Wettbewerber Infrastrukturen mitnutzen dürfen. Dass die Marktposition über die Regulierung entscheiden soll, begrüßt etwa auch der Breitbandverband ANGA. Eine Ausweitung der Regulierung auf alle Marktteilnehmer sieht der Verband dagegen kritisch.

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Für viele harte Diskussionen dürfte eine zentrale Änderung bei der Vergabe von Funkfrequenzen sorgen: Geht es nach der EU-Kommission, werden Lizenzen für Frequenznutzung künftig ohne Laufzeitbegrenzung vergeben. Davon sollen vor allem Mobilfunkbetreiber profitieren. Die Nutzungsrechte sollen dann nicht mehr wie bisher nach mehreren Jahren neu vergeben werden – in Deutschland hatte sich dafür die Versteigerung eingebürgert. Stattdessen würden die Anbieter die Lizenzen de facto auf Dauer erwerben. Das solle den Unternehmen mehr Planungssicherheit verschaffen, erläuterte Virkkunen.

Und auch darüber hinaus will die EU-Kommission bei den Funkfrequenzen Änderungen: Nach jeder Tagung der Weltfunkkonferenz (alle zwei bis vier Jahre) soll eine gemeinsame EU-Frequenzstrategie verabschiedet werden. Das soll Einheitlichkeit herstellen – eine sinnvolle Europäisierung durch die Hintertür. Ursprünglich hätte die Kommission die Frequenzpolitik gerne vollständig zentralisiert, fand dafür aber keine Mehrheit bei den Mitgliedstaaten.

Eine der Fragen, die im Vorfeld immer wieder gestellt wurden: Wird die EU das eigene Regelwerk zur Netzneutralität noch einmal anfassen und ein sogenanntes „Fair Share“-Regime einführen, das die großen US-Plattformen verpflichtet, für die Durchleitung ihrer Daten zu bezahlen? Das ist seit Jahren ein Politikum geopolitischer Dimension – und steht zumindest mit dem Kommissionsvorschlag derzeit nicht zur Debatte.

Im Streit um die Frage, ob die Politik konkrete Regeln für Peering und Transit aufstellen muss, hat die Kommission nun erst einmal ein freiwilliges Streitbeilegungsverfahren vorgeschlagen. Für Virkkunen ist dies einer konkreten Regulierung vorzuziehen, da es sich um einen im Regelfall gut funktionierenden Markt handele.

Trotzdem befürchtet die Computer and Communications Industry Association (CCIA) Europe, in der die großen US-Inhalteanbieter und -Plattformen eine gewichtige Stimme haben, dass der DNA-Entwurf ein Schlupfloch für solche Entgelte lasse: „Dies ist kein Verfahren zur ‚freiwilligen Schlichtung‘, sondern eines, das neue Streitigkeiten hervorrufen wird“, sagt Maria Teresa Stecher vom CCIA Europe. Der Verband befürchtet, dass mit Artikel 192 des Vorschlags de facto eine Einigungspflicht herbeigeführt würde.

Über den Vorschlag der EU-Kommission werden das Parlament und der Rat in den kommenden Monaten intensiv beraten. Im Europäischen Parlament wird der Ausschuss für Industrie (ITRE) die Federführung übernehmen. Die Fachpolitiker werden sich mit dem Rat und den Fachministern der Mitgliedstaaten auf eine Regelung einigen müssen. Ob und wann das passiert, ist derzeit vollkommen offen. Für besonders umstrittene Vorhaben – und zumindest Teile des DNA gehören hier zweifelsohne dazu – können sich die Beratungen der Gremien auch über viele Jahre ziehen.


(vbr)



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Gibt es Apple künftig nur noch im Abo? | Mac & i-Podcast


Apple One, iCloud+, AppleCare One und nun das Creator Studio: Mit einer wachsenden Liste an eigenen Abo-Angeboten stärkt Apple das große Geschäft mit Diensten – und lockt mehr Geld aus Kunden heraus, die bereits die teure Hardware gekauft haben. Dafür wandern jetzt neue KI-Funktionen für die lange kostenlos beigelegten Office-Apps Pages, Numbers und Keynote hinter die Abo-Schranke. Weitere Apple-Abos sind bereits am Horizont zu erahnen: Beobachter erwarten einen KI-basierten Health-Coach und Apple selbst will eines Tages für Satellitendienste abrechnen.

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In Episode 113 nehmen Malte Kirchner und Leo Becker das Apple Creator Studio unter die Lupe und diskutieren, was das auf längere Sicht für die parallel weiterhin als Einmalkauf erhältlichen Profi-Anwendungen Final Cut und Logic Pro bedeutet. Wir wundern uns, was die iWork-Apps in dem Bundle eigentlich verloren haben und werfen einen Blick darauf, wie Apple Abonnements als primäres Geschäftsmodell für Software breit in den Markt gedrückt hat. Nicht zuletzt geht es um die Frage, wie sich Abonnements auf die Betriebssysteme und letztlich das Nutzererlebnis auswirken.

Der Apple-Podcast von Mac & i erscheint mit dem Moderatoren-Duo Malte Kirchner und Leo Becker im Zweiwochenrhythmus und lässt sich per RSS-Feed (Audio) mit jeder Podcast-App der Wahl abonnieren – von Apple Podcasts über Overcast bis Pocket Casts.

Zum Anhören findet man ihn auch in Apples Podcast-Verzeichnis (Audio) und bei Spotify. Wir freuen uns über Feedback, Kritik und Fragen an podcast@mac-and-i.de.


(lbe)



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Neues XR-Headset Lynx-R2 setzt auf großes Sichtfeld, Datenschutz und Offenheit


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Der französische Hersteller Lynx hat mit der Lynx-R2 ein neues Standalone-Mixed-Reality-Headset angekündigt, das sich deutlich von der internationalen Konkurrenz um Apple Vision Pro, Samsung Galaxy XR und Meta Quest 3 absetzen will. Die R2 soll durch ein offenes Betriebssystem, hohe Bildqualität und umfassende Kontrolle über die Sensorik punkten und richtet sich primär an Industrie, Forschung und professionelle Nutzer.

Kernstück der R2 ist ein besonders breites Sichtfeld: Mit 126 Grad horizontal bietet Lynx deutlich mehr als bei vergleichbaren Standalone-Headsets. Die Vision Pro bietet etwa 100 Grad, während Samsung für die Galaxy XR 109 Grad angibt und die Quest 3 bei 110 Grad horizontal rangiert. Möglich wird das durch eine neue Linsentechnologie, die aus einer Zusammenarbeit mit den Linsenexperten von Hypervision hervorgegangen ist. Diese asphärischen Pancake-Linsen sollen zudem für verzerrungsfreies Sehen in der Peripherie sorgen.


Lynx R-2 Headset in Explosionsansicht: Gehäuse, Visor und MR-Linsen zeigen den modularen Aufbau der Mixed-Reality-Brille

Lynx R-2 Headset in Explosionsansicht: Gehäuse, Visor und MR-Linsen zeigen den modularen Aufbau der Mixed-Reality-Brille

Asphärische Pancake-Linsen von Hypervision sollen ein besonders breites Sichtfeld ermöglichen.

(Bild: Lynx)

Laut Hersteller liegt die Pixeldichte im Zentrum bei über 24 Pixeln pro Grad. Dieser Wert ist vor allem für medizinische und industrielle Anwendungen relevant, da er den sogenannten „Fliegengitter-Effekt“ minimiert und Details somit klarer dargestellt werden. Wie sich diese Werte tatsächlich auf die Bildqualität auswirken, müssen Tests zeigen. Auf dem Papier liegt die Lynx-R2 damit hinter Galaxy XR (etwa 40 PPD) und Vision Pro (34 PPD), aber etwa gleichauf mit Metas Quest 3 (25 PPD). Die Darstellung erfolgt über zwei 2,3K-LCDs.

Im Inneren der R2 arbeitet Qualcomms Snapdragon XR2 Gen 2, der laut Lynx eine 2,5-fache Grafikleistung und achtmal schnellere KI-Verarbeitung im Vergleich zum Vorgängermodell R1 ermöglichen soll. Zwei leise Lüfter sollen für konstante Kühlung sorgen. Für die Umgebungserfassung kommen vier Weitwinkelkameras, eine Tiefenkamera und Infrarot-LEDs zum Einsatz. Diese ermöglichen neben Raumvermessung und Handtracking auch Anwendungen wie 3D-Scans, Gaussian Splatting und objektbasiertes Tracking. Alle Funktionen sind über die OpenXR-Schnittstelle in Engines wie Unity, Unreal oder StereoKit nutzbar.

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Das bekannte Flip-Up-Design des Vorgängers bleibt erhalten: Nutzer können das Visier nach oben klappen und so schnell zwischen realer und digitaler Umgebung wechseln. Der Akku ist im hinteren Teil des Kopfbands untergebracht und dient als Gegengewicht. Zusätzlich lassen sich Augenabstand und Linsenabstand individuell justieren – auch mit Brille. Reparaturen sollen ebenfalls einfacher werden: Schraubverbindungen statt Klebstoff, ein wechselbarer Akku und offizielle Wartungsanleitungen sind vorgesehen.

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Ursprünglich sollte das Headset mit Googles Android-XR-Plattform ausgeliefert werden. Google beendete die Kooperation jedoch überraschend, wie Lynx-Gründer Stan Larroque Ende letzten Jahres gegenüber UploadVR erklärte. Stattdessen setzt Lynx nun auf ein eigenes Betriebssystem namens Lynx OS – eine quelloffene Variante von Android 14 mit vollständiger Unterstützung für OpenXR 1.1.

Der Quellcode sowie elektronische Schaltpläne und Baupläne sollen öffentlich zugänglich gemacht werden. Entwickler erhalten darüber hinaus direkten Zugriff auf Kamera- und Sensordaten, was bei den Plattformen von Meta oder Apple nicht ohne Weiteres möglich ist. Auch in Sachen Datenschutz will Lynx eigene Wege gehen: Das Gerät funktioniert vollständig offline und es besteht keine Abhängigkeit von Cloud-Diensten oder Social-Media-Konten. Besonders in Bereichen wie Verteidigung, Gesundheitswesen oder Industrie könnte dies ein nicht zu unterschätzender Vorteil sein.

Im Gegensatz zur R1 verzichtet Lynx bei der R2 auf Vorbestellungen oder Crowdfunding. Das Gerät soll erst dann erhältlich sein, wenn es auch tatsächlich ausgeliefert werden kann. Für den Bestellstart peilt Lynx die diesjährigen Sommermonate an. Noch ist der Preis nicht bekannt, soll laut Firmengründer Stan Larroque aber im mittleren Segment zwischen Meta Quest 3 (ca. 550 Euro) und Samsungs Galaxy XR (ca. 1.800 Euro) angesiedelt sein.

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(joe)



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