Apps & Mobile Entwicklung
Top Apps der Woche: Zwei grandiose Spiele
Wie sieht’s in eurer App-Bibliothek aus? Unabhängig davon, ob ihr lieber effizienter werden oder zocken wollt: Wir liefern euch jede Woche zwei erstklassige Empfehlungen für euer Gerät. Hier die Auswahl für diese Woche!
Diese Woche haben wir einen weiteren Titel, der ursprünglich für den PC veröffentlicht wurde, aber seinen Weg ins mobile Format gefunden hat. Dungeon of the Endless wird eure Geduld auf die Probe stellen (die vielleicht gar nicht so endlos ist!). Dafür belohnt euch jedes geschaffte Level mit einer schwer zu beschreibenden Zufriedenheit. Was Miniature LAND 3 betrifft, so werden diejenigen, die schön designte Spiele lieben, die Menge an harter Arbeit zu schätzen wissen, die hinter diesem Titel steckt. Hier könnt ihr es entspannt angehen lassen, damit ist es das genaue Gegenteil von Dungeon of the Endless.
Wenn ihr euch fragt, welche Apps und Spiele wir letzte Woche empfohlen haben, schaut mal hier vorbei. Ansonsten findet ihr hier die Top-Empfehlungen dieser Woche – beides Spiele -, die jetzt für iOS- und Android-Plattformen erhältlich sind.
Dungeon of the Endless (Verlies der Unendlichkeit)
Lust auf rasante Tower-Defense-Action mit der „Nur noch ein Lauf“-Sucht eines Roguelikes? Dann ist dieser Titel genau das Richtige. Nachdem ich einige Zeit damit verbracht habe, ist mir das Spiel irgendwie ans Herz gewachsen. Das Setting ist cool und kommt im Pixel-Art-Design. Ich steuere eine Gruppe von Überlebenden eines abgestürzten Gefängnisschiffs, die in einer riesigen, sich ständig verändernden unterirdischen Anlage festsitzen. Unser einziges Ticket nach draußen? Wir müssen einen leuchtenden Energiekristall vom Anfang jeder Etage zum Ausgang schleppen und dabei Wellen von außerirdischen Schrecken ausweichen, die versuchen, uns zu zerreißen.
Ich mag die atmosphärische, düstere und unheimlich charmante Sci-Fi-Atmosphäre, die das Öffnen jeder neuen Tür zu einem echten Glücksspiel werden lässt. Als Handyspiel empfinde ich die Steuerung allerdings als durchwachsen. Die Entwickler haben sich sichtlich Mühe gegeben, die Menüs für Touchscreens umzugestalten. So kann ich beispielsweise mein Team durch Tippen und langes Drücken verwalten und Räume aufrüsten. Da das Spiel jedoch ursprünglich für den PC entwickelt wurde, fühlte sich alles unglaublich klein an. Beim Spielen auf dem Handy war der Text so winzig, dass ich gelegentlich blinzeln musste. Vier verschiedene Helden während eines massiven Feindansturms zu managen, ist auch keine leichte Aufgabe. Auf einem Tablet funktioniert das wahrscheinlich besser.
Hingegen positiv: Die Spieltiefe ist wahnsinnig. Das Verwalten von Ressourcen wie „Industrie“ zum Bau von Geschütztürmen und „Nahrung“ zum Aufleveln meiner Helden erforderte einiges an strategischem Denken. Die Apogee-Edition enthält auch alle DLCs, was bedeutet, dass ich von Anfang an eine Menge für mein Geld bekomme. Leider ist das Spiel mit einer ziemlich steilen Lernkurve verbunden. Das Tutorial ist hilfreich, aber ich habe wahrscheinlich ein Dutzend Tode gebraucht, bis ich verstanden habe, warum bestimmte Dinge passieren, z. B. der Stromausfall in meinen Räumen. Dann kann es schon mal frustrieren, wenn eine falsche Bewegung am Ende eine halbe Stunde guter Arbeit zunichte macht.
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Ich finde das Strategiespiel brillant, schade, dass die mobile Version etwas zugbaut wirkt. Es ist definitiv nichts für schwache Nerven oder für alle, die eine lockere „Klick-und-Sieg“-Erfahrung suchen. Vielmehr zahlt man, um tiefgreifende Mechanismen und eine düstere Sci-Fi-Atmosphäre zu genießen. Es gibt kein besseres Gefühl, als nach einem brutalen Lauf endlich die Oberfläche zu erreichen. Ich empfehle dringend, dieses Spiel auf einem Tablet oder einem Smartphone mit großem Display zu spielen, um maximalen Spielspaß zu haben.
Fluchtspiel: Miniature LAND 3
Der Titel verrät bereits, dass es sich um den dritten Teil einer Serie handelt, die sich auf handgefertigte Miniaturen aus dem „echten Leben“ konzentriert. Man findet sich von Anfang an in einer Reihe von unglaublich detaillierten Miniaturbildern. Das wirkt sehr beruhigend, denn ich klicke nicht einfach auf nur auf flache Bilder. Vielmehr erkunde ich eine taktile, regnerische Welt, in der jedes Objekt so aussieht, als sei es in mühevoller Handarbeit hergestellt worden, bevor es für das Spiel fotografiert wurde. Vom Genre her ist es ein „Escape Game“, aber die Stimmung ist eher „gemütlicher Nachmittag“ als „gefangen in einem Raum“.
Die Benutzeroberfläche ist beeindruckend minimalistisch und stört die wunderschönen Bilder nicht. Das Navigieren in der Welt ist intuitiv, mit einem „Fokussierungssystem“, das es mir ermöglicht, in bestimmte Bereiche hineinzuzoomen, um versteckte Gegenstände zu finden, oder Rätsel zu lösen. Ich mag, wie das Spiel mit subtilen visuellen Hinweisen arbeitet, wie z. B. Wellen auf dem Bildschirm, wenn ich tippe, um mir zu zeigen, wo ich interagieren kann. So wird die Szene nicht mit leuchtenden Tasten überladen.
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Meiner Meinung nach ist die Ästhetik zweifellos das Highlight dieses Spiels. Die Kombination aus hochauflösender Fotografie und dem beruhigenden Geräusch von fallendem Regen erzeugt ein unglaubliches Gefühl der Präsenz. Die Rätsel sind logisch und eher „entspannt“, so dass das Spiel eine gute Wahl ist, wenn ich mich entspannen möchte. Allerdings ist das Spiel recht kurz, es gibt nur fünf Etappen zu bewältigen. Jeder erfahrene Escape-Room-Profi wird das Ganze wahrscheinlich in weniger als einer Stunde durchspielen.
Es ist ein kleines Meisterwerk mit Stil und Atmosphäre. Trotz der ruhigen Atmosphäre wird es nicht langweilig, und obwohl ich mir definitiv mehr Levels zum Erkunden gewünscht hätte, ist die Qualität des Gebotenen erstklassig. Das Spiel zeigt mal wieder, wie viel Persönlichkeit Indie-Entwickler in eine einfache mobile App packen können. Jeder, der ein Zen-ähnliches Rätselerlebnis sucht, sollte sich diesen Titel ansehen.