Datenschutz & Sicherheit

Veeam Backup & Replication: Updates schließen Schadcode-Schmuggel-Lücken


In der Backup-Software Veeam Backup & Replication haben die Programmierer mehrere, teils sogar kritische Sicherheitslücken entdeckt. Sie erlauben Angreifern unter anderem, beliebigen Code einzuschleusen und auszuführen. Updates bessern die Schwachstellen aus.

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Veeam hat zwei Sicherheitsmeldungen veröffentlicht. In der ersten Mitteilung listet das Unternehmen die Sicherheitslecks auf, die das Update auf Veeam Backup & Replication 12.3.2.4465 schließt. Details nennt Veeam jedoch nicht, sondern lediglich die Auswirkungen. Zwei Lücken ermöglichen etwa authentifizierten Domain-Usern, Schadcode aus dem Netz auf dem Backup-Server auszuführen (CVE-2026-21666, CVE-2026-21667, beide CVSS 9.9, Risiko „kritisch“). Angemeldete Domain-Nutzer können zudem Zugriffsbeschränkungen umgehen und beliebige Dateien in Backup-Repositories manipulieren (CVE-2026-21668, CVSS 8.8, Risiko „hoch“). Auf Windows-basierten Backup & Replication-Servern ist zudem die Ausweitung der Rechte möglich (CVE-2026-21672, CVSS 8.8, Risiko „hoch“). IT-Verantwortliche mit Veeam Backup & Replication 12, 12.1, 12.2, 12.3, 12.3.1 und 12.3.2 sollen auf die neue Version aktualisieren.

Eine zweite Sicherheitsmitteilung fasst die Schwachstellen zusammen, die die Version Veeam Backup & Replication 13.0.1.2067 ausbessert. Auch hier können angemeldete Domain-User Schadcode aus dem Netz auf dem Backup-Server ausführen (CVE-2026-21669, CVSS 9.9, Risiko „kritisch“). In Hochverfügbarkeitsumgebungen (High Availability, HA) von Veeam Backup & Replication können User mit Backup-Admin-Rolle beliebigen Code ausführen (CVE-2026-21671, CVSS 9.1, Risiko „kritisch“). Die Rechteausweitungslücke CVE-2026-21672 betrifft auch den 13er-Entwicklungszweig. Außerdem können Nutzer mit niedrigen Rechten gespeicherte SSH-Zugangsdaten auslesen (CVE-2026-21670, CVSS 7.7, Risiko „hoch“).

In den 12er- und 13er-Fassungen von Veeam finden sich zudem gemeinsame Sicherheitslücken. Nutzer, die in der Backup-Viewer-Rolle aktiv sind, können zudem Code aus dem Netz als User „postgres“ ausführen (CVE-2026-21708, CVSS 9.9, Risiko „kritisch“). Die Version passt zudem noch den Port-Range des Veeam Agent für Linux an den von anderen Veeam-Produkten an, er liegt nun zwischen 2500 und 3000. Veeam gibt an, dass die Lücken in internen Tests und über Einreichungen über die Bug-Bounty-Plattform HackerOne gefunden wurden. Eine öffentliche Ausnutzung berichtet der Hersteller nicht.

IT-Verantwortliche sollten sich zügig um die Aktualisierung ihrer Veeam-Systeme kümmern. Die kritischen Sicherheitslücken bieten Angreifern andernfalls eine Angriffsfläche. Zuletzt hatte Veeam mehrere Schwachstellen in der Backup-Software im Januar korrigiert.


(dmk)



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