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Künstliche Intelligenz

Verbraucher suchen Alternativen zu US-Tech-Produkten


Wer die Restaurantrechnung per Revolut-App teilt und auf seinem Rechner den Vivaldi-Browser nutzt, mag in manchen Kreisen als spleeniger Außenseiter gelten. Doch einige Entwicklungen der vergangenen Monate haben dazu geführt, dass sich mittlerweile auch Menschen, die bisher auf digitale Produkte und Dienstleistungen von Marktführern wie Google, Paypal, Amazon oder Meta setzen, mehr Gedanken machen über Datenschutz und Abhängigkeiten.

Das Bewusstsein für diese Problematik sei bei Verbrauchern zwar insgesamt nicht so groß wie bei Unternehmen und Behörden, sagt Florian Glatzner von der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Er habe jedoch den Eindruck, dass viele Nutzer inzwischen „ein schlechtes Gefühl in der Magengegend“ hätten, nicht nur bei Soft- und Hardware aus China, sondern auch bei Produkten aus den USA.

Dieses Unwohlsein führe aber in den meisten Fällen nicht zu einer Änderung des Verhaltens – oder zumindest nicht sofort. Denn meist sei es einfacher, Apps und andere Produkte zu nutzen, die weit verbreitet, benutzerfreundlich und häufig sogar schon auf den Geräten voreingestellt seien. Diesen Widerspruch nennen Psychologen kognitive Dissonanz.

Dabei geht es gar nicht unbedingt immer um die Sorge, ein US-Konzern könnte auf Grundlage politischer Vorgaben ohne Vorwarnung den Zugang zu den eigenen Daten sperren. Auch andere, banalere Zwänge bringen Nutzerinnen und Nutzer zum Nachdenken. Zu den Fällen, die in jüngster Zeit für einigen Ärger bei Verbrauchern gesorgt haben, zählt Glatzner die schon länger angekündigte Entscheidung von Microsoft, dass der kostenlose Support für Windows 10 am 14. Oktober endgültig endet.

Mit eventuellen Sicherheitslücken bleiben die Nutzer des Betriebssystems dann allein. Für Privatkunden gibt es – Stand jetzt – dann nur noch die Möglichkeit, gegen Gebühr für ein Jahr Sicherheitsupdates zu erhalten. Gleichzeitig sind die Mindestanforderungen, die ein Gerät erfüllen muss, damit darauf Windows 11 installiert werden kann, so hoch, dass viel ansonsten noch voll funktionsfähige Hardware ersetzt werden muss – falls die Betroffenen nicht auf ein anderes Betriebssystem umsteigen wollen. Das verursache unnötige Kosten und große Mengen von Elektroschrott, so die Kritik einiger Nutzer.

Bei Paypal waren vor knapp einer Woche Sicherheitssysteme ausgefallen, die betrügerische Lastschriften herausfiltern sollen. Daraufhin hatten etliche Banken in Deutschland von der Paypal-Bank in Luxemburg weitergereichte Lastschriften gestoppt. Dabei ging es um Lastschriften, bei denen Paypal das Geld vom Bankkonto der Kunden einzieht, nachdem diese etwa Waren im Internet gekauft haben. Nicht erst seit dieser großen Panne bemühen sich europäische Wettbewerber wie die Neobank Revolut oder Wero, der Dienstleister der European Payments Initiative (EPI), mit dem Argument «Made in Europe» dem Online-Zahlungsdienstleister aus den USA Konkurrenz zu machen.

Wer die mobile Wallet Wero nutzt, braucht im Unterschied zu einer herkömmlichen Überweisung nicht die Kontonummer des Empfängers, sondern kann Geld in Echtzeit an eine Handynummer oder E-Mail-Adresse senden. Der bislang allerdings nur in Deutschland, Frankreich und Belgien nutzbare Service war zunächst nur ein Angebot für die Kundschaft von Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken, die ihn über die Apps ihrer jeweiligen Institute zur Verfügung stellten. Inzwischen gibt es eine eigenständige Wero-App.

Die Direktbank ING hat Wero eingeführt und auch Revolut hat Wero mittlerweile in seine App integriert. Und wenn etwas schiefgeht? Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät bei der Auswahl jedweder Produkte, zu schauen „was passiert mit den eigenen Daten oder den Daten der Angehörigen?“. Eine Sprecherin der Behörde sagt: „Das BSI empfiehlt Verbraucherinnen und Verbrauchern, sich bei der Entscheidung für ein Produkt oder eine Dienstleistung grundsätzlich nicht nur die Frage zu stellen, ob die Grundfunktionalität hilfreich ist, sondern darauf zu achten, welche Informationen der Anbieter mit Blick auf Sicherheitsvorfälle bereitstellt, etwa entsprechende Maßnahmen und Kontaktmöglichkeiten.“

Ähnlich wie bei den Zahlungsdienstleistern, wo US-Konzerne wie Paypal, Visa und Mastercard in puncto Marktanteil in Deutschland nach wie vor weit vor der europäischen Konkurrenz liegen, sieht es auf dem rasant wachsenden Feld der Künstlichen Intelligenz aus. Im Frühjahr veröffentlichte der Branchenverband Bitkom die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage. Damals sagten 68 Prozent der Befragten, dass Deutschland im Bereich KI von den USA und China zu stark abhängig sei. 60 Prozent wollten, dass Deutschland unabhängiger von US-amerikanischen KI-Unternehmen wird.

Der Studie zufolge nutzten zwei Drittel (67 Prozent) der Menschen in Deutschland ab 16 Jahren zumindest gelegentlich generative KI. Im vergangenen Sommer waren es 40 Prozent. Dabei beschränkt sich die Nutzung fast ausschließlich auf die drei führenden Anbieter OpenAI (ChatGPT), Microsoft (Copilot) und Google (Gemini). Das KI-Start-up Mistral AI (Le Chat) aus Frankreich, das vor allem Open-Source-Sprachmodelle entwickelt und besonders auf Privatsphäre achtet, ist hierzulande dagegen noch weitgehend unbekannt.

Das deutsche Pendant Aleph Alpha fokussiert sich eher auf konkrete KI-Lösungen für Firmenkunden und öffentliche Auftraggeber, die hohe datenschutzrechtliche Anforderungen erfüllen müssen. Datenschutzfragen und Strategien zur Reduzierung von Abhängigkeiten beschäftigen nicht nur Verbraucher und Unternehmen, sondern werden auch politisch kontrovers diskutiert. Das BSI setzt bei digitaler Souveränität auf eine Doppelstrategie: Der EU-Markt und die eigene Digitalindustrie sollen gestärkt werden. Internationale Produkte sollen technisch so abgesichert werden, dass ein souveräner Einsatz möglich wird.

Frankreich und Deutschland wollen am 18. November gemeinsam mit der EU-Kommission in Berlin einen Gipfel zum Thema digitale Souveränität ausrichten. Der Bundesregierung geht es hier auch darum, Risiken zu minimieren. Oder, wie es Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Freitag bei einer Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron ausgedrückt hat: „Das ist wichtig für die Widerstandsfähigkeit unserer Volkswirtschaften.“

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(nie)



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Künstliche Intelligenz

Honor Magic V5 im Test: Das beste Foldable-Smartphone 2025


Dünner, stabiler und mit verbesserter Kamera – das Honor Magic V5 erfindet das Foldable zwar nicht neu, liefert aber einen fast perfekten Feinschliff.

Mit dem Magic V3 landete Honor im vergangenen Jahr einen Überraschungserfolg: Das Foldable überzeugte mit schlankem Design und ordentlicher Technik – und setzte damit ein Ausrufezeichen im noch jungen Markt. Jetzt schickt Honor den Nachfolger ins Rennen. Die Zahl „4“ überspringt der Hersteller traditionsgemäß, da sie in China als Unglückszahl gilt – und bringt direkt das Magic V5 heraus.

Doch die Konkurrenz schläft nicht. Samsung konterte mit dem Galaxy Z Fold 7, das vorwiegend durch seine flache Bauform und ausgereifte Technik glänzte. Auf den ersten Blick wirkt das neue V5 dagegen fast wie ein Zwilling des Vorgängers. Ob sich dahinter nur Feinschliff oder echte Fortschritte verbergen, zeigt unser Test.

Design

Optisch hat sich das Honor Magic V5 gegenüber dem Magic V3 kaum verändert. Wieder prangt auf der Rückseite ein großes, rundes Kameraelement – ein markanter Blickfang, der das Design prägt.

Beim Gehäuse zeigt sich jedoch Honors Anspruch: Mit 4,4 mm in aufgeklapptem und 8,8 mm in gefaltetem Zustand ist das Foldable extrem schlank und zusammengeklappt nur minimal dicker als ein Galaxy S25 Ultra. Die Werte beziehen sich allerdings auf das Gehäuse – da die Kamera spürbar hervorsteht, wirkt das Galaxy Z Fold 7 im Vergleich in der Gesamterscheinung noch filigraner.

Durch das Kameraelement liegt das Magic V5 leicht kopflastig in der Hand, bleibt aber mit einem Gewicht von nur 217 g leicht und fühlt sich sehr schlank an – fast wie ein Knäckebrot. Verarbeitung und Materialqualität sind top, auch wenn das Aufklappen etwas schwergängig ist. Das Metallchassis ist extrem verwindungssteif. Zusätzlich gibt es IP58/IP59. Damit ist das Gerät in Süßwasser wasserdicht bis in eine Tiefe von einem Meter für etwa 30 Minuten – auch gegen heißes Wasser. Dazu kommt ein Schutz vor Staub – ein Vorteil, den Samsungs Foldable auf dem Niveau mit IP48 nicht bietet.

Display

Das innere Display des Honor Magic V5 misst 7,95 Zoll und löst 2352 × 2172 Pixel auf. Mit 403 PPI liefert es eine gestochen scharfe Darstellung, die sich sowohl für Texte als auch für Multimedia-Inhalte eignet. Zum Einsatz kommt ein OLED-Panel auf LTPO-Basis, das die Bildwiederholrate flexibel zwischen 1 und 120 Hz anpasst. Dadurch wirken Animationen und Scrollbewegungen flüssig, während der Energieverbrauch sich in Grenzen hält. Überdies unterstützt das Panel HDR10+ und Dolby Vision.

Die maximale Helligkeit erreicht laut Hersteller bis zu 1800 Nits – genug, um Inhalte auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch klar erkennen zu können. Der typische Falz ist zwar weiterhin vorhanden, im Alltag jedoch kaum sichtbar und nur leicht zu ertasten. Damit gelingt Honor eine der bislang dezentesten Faltstellen bei einem Foldable.

Auch das Außen-Display hinterlässt einen starken Eindruck. Es misst 6,43 Zoll, bietet eine Auflösung von 2376 × 1060 Pixel und kommt damit auf eine Pixeldichte von 405 PPI. Wie das Hauptpanel setzt es auf OLED mit LTPO-Technik und unterstützt ebenfalls HDR10+ sowie Dolby Vision. Besonders bemerkenswert ist die enorme Spitzenhelligkeit: Bis zu 5000 Nits sollen möglich sein. Im Test blieb der Screen auch unter praller Sonne problemlos ablesbar.

Geschützt wird der Bildschirm durch Honors Nanocrystal Shield, das erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer und Stöße bieten soll. Tatsächlich blieben im Test keine Spuren zurück. Deutlich weniger sinnvoll ist dagegen die ab Werk aufgebrachte Schutzfolie am Außen-Display: Sie bietet kaum echten Nutzen und löst sich schnell, was sehr unschön aussieht und den hochwertigen Eindruck schmälert.

Kamera

Honor hat beim Magic V5 die Triple-Kamera überarbeitet, primär das Teleobjektiv. Die Hauptkamera bietet weiter 50 Megapixel, das Teleobjektiv nun 64 Megapixel. Beide sind optisch stabilisiert und liefern dadurch auch bei wenig Licht oder Zoom schärfere Bilder. Ergänzt wird das Setup durch eine 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera, die auch Makroaufnahmen abdeckt. Die Frontkamera liefert 20 Megapixel. Im Test überzeugte die Bildqualität – bei Tageslicht detailreich, kontraststark und dynamisch ausgewogen.

Der Zoom wurde aber leicht angepasst: Statt 3,5-fach bietet es stattdessen 3-fachen optischen Zoom. In der Praxis fällt das kaum ins Gewicht, da bis zum 6-fachen Hybridzoom die Ergebnisse überzeugend bleiben. Realistisch nutzbar ist der Zoom bis zum 10-fachen Faktor, danach nimmt die Bildqualität deutlich ab. Bis zu 100-fach sind möglich.

Nachts sorgt die KI für helle Bilder mit vielen Details und wenig Rauschen, übertreibt aber teils so, dass Fotos fast wie bei Tag wirken. Bei schwachem Licht schneidet die Hauptkamera am besten ab, gefolgt von der Telekamera. Die Ultraweitwinkellinse schwächelt hier üblicherweise etwas. Der Makromodus springt manchmal etwas zu früh an.

Für Porträts mit der Triple-Kamera gibt es zudem die Harcourt-Filter in zwei Farbvarianten, sowie Schwarz-Weiß, die Studio-Charakter verleihen. Das KI-Feature aus dem Honor 400 Pro ist ebenfalls an Bord. Dieses erzeugt aus Bildern kurze Animationen im Stop-Motion-Stil – eindrucksvoll bei Nahaufnahmen und kreativ nutzbar etwa für Urlaubsfotos.

Selfies gelingen klar und detailreich. Der Porträtmodus mit der Frontkamera erzeugt ein ansprechendes Bokeh. Videos unterstützt die Triple-Kamera mit 4K/60 FPS, die Frontkamera mit 4K/30 FPS.

Ausstattung

Unter der Haube setzt Honor beim Magic V5 auf den neuen Qualcomm Snapdragon 8 Elite – aktuell das schnellste SoC am Markt. Mehr Leistung ist derzeit schlicht nicht drin, egal ob für Gaming, Multitasking oder KI-Anwendungen. Damit bewegt sich das Foldable klar in der absoluten Oberklasse und ist für jede Aufgabe bestens gerüstet.

Auch beim Speicher zeigt sich Honor großzügig: 16 GB RAM sorgen für reibungsloses Multitasking, dazu gibt es 512 GB internen Speicher. Damit ist genügend Platz für Fotos, Videos, Spiele und Apps vorhanden. Eine Erweiterung per microSD-Karte ist aber nicht möglich, es gibt auch kein Modell mit 1 TB. Die Navigation unterstützt alle gängigen Satellitensysteme wie GPS, Glonass, Beidou, Galileo und QZSS und ist im Alltag genau.

Bei der Konnektivität bietet das Gerät alles, was man 2025 erwarten darf: USB-C 3.1 und Displayport 1.2 für externe Monitore, dazu kommt Wi-Fi 7 für höchste Netzwerkgeschwindigkeiten. Bluetooth 6.0 ist ebenfalls an Bord und unterstützt moderne Codecs wie aptX Adaptive, LDAC, AAC, SBC sowie LE Audio mit LC3. Abgerundet wird das Paket durch NFC für mobiles Bezahlen oder schnelles Pairing und einen Infrarot-Port, mit dem sich klassische Geräte wie TV oder Hi-Fi steuern lassen.

Für das Magic V5 bietet Honor optional den Magic Pen an. Er ermöglicht handschriftliche Notizen, Unterschriften und Zeichnungen – besonders praktisch auf dem großen Innendisplay. Damit behält Honor ein Feature bei, das Samsung beim Galaxy Z Fold 7 kürzlich erst gestrichen hat, und verschafft sich einen solchen Vorteil. Der Stift wird in einem hochwertigen Cover mitgeliefert, das zugleich als Schutz für den Stylus dient.

Software

Das Honor Magic V5 läuft mit Android 15 und der Oberfläche Magic OS 9. Optisch erinnert sie stark an iOS und Huaweis EMUI, auch weil ein App-Drawer fehlt. Benachrichtigungen und Kontrollzentrum werden getrennt geöffnet: Nachrichten per Wisch von oben, das Kontrollzentrum vom rechten oberen Rand.

Ein großer Pluspunkt ist die Update-Politik: Honor garantiert sieben Jahre Software- und Sicherheits-Updates mit monatlichen Patches. Damit zählt das Magic V5 zu den am längsten unterstützten Android-Smartphones.

Magic OS bietet praktische Features wie Multi-Window, eine seitliche App-Leiste und das Magic Portal, mit dem sich Inhalte direkt in passende Apps übertragen lassen. Auch die Knöchel-Geste zur Markierung von Bildausschnitten ist dabei, wirkt aber weniger zuverlässig als Samsungs „Circle to Search“. Kritik gibt es bei den hauseigenen Apps: Sie verdrängen teils Googles Lösungen, sind aber nicht immer so ausgereift. Die Kalender-App zeigte im Test etwa verzögerte Synchronisierungen.

Akku

Das Magic V5 bringt eine Akkukapazität von 5820 mAh mit – für ein so dünnes Foldable ein beeindruckender Wert. Möglich wird das durch Silizium-Karbon-Technologie, die eine besonders hohe Energiedichte bietet und somit deutlich mehr Kapazität ins kompakte Gehäuse bringt.

Beim PCmark Battery Test, der typische Alltagsaufgaben wie Surfen, Textbearbeitung und leichte Grafiklast simuliert, erzielte das Gerät eine starke Laufzeit von 15 Stunden. Das zählt zu den besten Ergebnissen in seiner Klasse. Im Alltag bedeutet das: Ein voller Tag intensiver Nutzung ist problemlos machbar, bei moderatem Gebrauch sind sogar anderthalb Tage drin. Unter hoher Belastung wie beim Zocken oder länger geöffnetem Haupt-Display sinkt die Ausdauer rapide, bleibt aber auf gutem Niveau.

Beim Laden setzt Honor auf 66 Watt kabelgebundenes Laden. Aufgrund der großen Kapazität dauert eine volle Ladung von 20 auf 100 Prozent rund 1 Stunde und 15 Minuten. Kabelloses Laden nach Qi-Standard ist ebenfalls an Bord und rundet das Gesamtpaket ab.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) liegt bei knapp 2000 Euro – ein stolzer Preis, aber üblich für Foldables dieser Art. Zum Marktstart lohnt sich jedoch ein Blick auf die attraktiven Rabatte bei Honor: Dort erhält man das Gerät bis zum 11.09.2025 mit Coupon für „nur“ 1700 Euro. Den Honor Magic Pen im Wert von 99 Euro sowie ein Ladegerät mit 66 W im Wert von 30 Euro und eine 12-monatige Garantie auf Display-Bruch gibt es kostenlos dazu.

Fazit

Auf den ersten Blick ähnelt das Honor Magic V5 seinem Vorgänger, doch die Details machen den Unterschied. Das hochwertige Gehäuse ist nochmals dünner – schlanker geht kaum, da der USB-C-Anschluss bereits der limitierende Faktor ist.

Die Kamera überzeugt vorwiegend durch die verbesserte Telelinse. KI-Funktionen optimieren Fotos sichtbar und bieten kreative Effekte wie Studiofilter und Animationen. Für Fans natürlicher Fotos greift die KI aber zuweilen etwas zu intensiv ein. Performance und Akkulaufzeit sind top, die Stiftunterstützung sinnvoll.

Im Vergleich: Samsungs Galaxy Z Fold 7 ist ebenfalls schlank und bietet eine starke Kamera. Doch bei Akkulaufzeit, Telelinse und Design liegt das Magic V5 knapp vorn. Kritik: Die Folie auf dem Außen-Display wirkt überflüssig, die KI verschönert Fotos teils stark und der Preis ist hoch. Insgesamt aber liefert das Magic V5 ein fast perfektes Gesamtpaket.



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Intel plant virtuelle „Super-Prozessorkerne“ | heise online


In mehreren Ländern hat Intel „Software-defined Supercores“ (SDC), zum Patent angemeldet. Dabei kooperieren mehrere schlanke CPU-Kerne bei Bedarf für höhere Singlethreading-Performance. Das soll offenbar ein bekanntes Dilemma für CPU-Entwickler lösen: Für höchste Singlethreading-Performance benötigt ein CPU-Kern möglichst viele parallel nutzbare Rechenwerke. Ein solcher „breiter“ Kern belegt jedoch viel Siliziumfläche und zieht bei hohen Taktfrequenzen viel Strom. Für hohe Multithreading-Rechenleistung hingegen können viele kompakte Kerne günstiger sein.

Die Idee, mehrere kompakte Recheneinheiten bei Bedarf parallel zu nutzen, wurde bereits umgesetzt. So schaltet AMD in Zen-Kernen bis zur Generation Zen 4 je zwei AVX2-Rechenwerke mit je 256 Bit Breite zusammen, um AVX-512-Befehle zu verarbeiten.

Ein allgemeineres Konzept ist das Coarse-Grain Reconfigurable Array (CGRA), das je nach Rechenaufgabe eine gewisse Anzahl kleiner Ausführungseinheiten zusammenschaltet.

Umgekehrt gab es auch schon Prozessoren, bei denen sich je zwei Kerne bestimmte Rechenwerke teilten, etwa die AMD-Bulldozer-Architektur mit „Shared FPU“.


Software-defined Supercores: zwei Kerne teilen sich die Arbeit

Software-defined Supercores: zwei Kerne teilen sich die Arbeit

Software-defined Supercores: zwei Kerne teilen sich die Arbeit

(Bild: Intel, US-Patentanmeldung US20250217157A1, Google)

In der Patentanmeldung US20250217157A1 erläutert Intel die Funktionsweise eines Software-defined Supercores genauer. Beispielsweise könnten zwei Kerne als SDC zusammenarbeiten, um einen einzelnen Thread schneller zu verarbeiten. Flow-Control-Befehle im Code geben dabei Hinweise, welche Code-Abschnitte möglichst parallel verarbeitet werden sollten.

Damit diese Kooperation effizient gelingt, ist laut der Patentanmeldung nur relativ wenig zusätzliche Hardware in jedem Kern nötig.

Vergleicht man aktuelle x86-Prozessoren von AMD und Intel, dann fällt auf, dass Intels Performance-(P-)Cores relativ viel Fläche belegen. Die Effizienzkerne (E-Cores) von Intel sind wesentlich kompakter, das Flächenverhältnis beträgt fast vier zu eins. Bei Singlethreading sind die E-Kerne aber deutlich schwächer als die P-Cores. Dynamisch kombinierbare, schlankere Kerne könnten Abhilfe bringen.

AMD nutzt bisher keine E-Kerne in diesem Sinne, sondern kompaktere und effizientere Zen-Kerne mit gleichem Funktionsumfang (Zen 5/5c).

AMD und Intel planen einige Neuerungen der x86-Architektur. Sie schlossen sich im Herbst 2024 zur x86 Ecosystem Advisory Group (EAG) zusammen. Laut einem Beitrag von AMD Vice President Robert Hormuth bei LinkedIn haben sich die x86-Partner unter anderem auf FRED, AVX10 und APX geeinigt.

Flexible Return and Event Delivery (FRED) ist ein aktualisiertes Konzept zur Verarbeitung von Interrupts. AVX10 und die Advanced Performance Extensions (APX) sortieren die AVX-Versionen neu und bringen unter anderem doppelt so viele Register. Intels Nova Lake, der Ende 2026 vermutlich als Core Ultra 400 für LGA1954-Boards kommen soll, könnte die erste Intel-CPU mit APX und AVX10.2 werden.


(ciw)



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Neuer Mast: o2 Telefónica will riesiges Funkloch in Bad Wildbad rasch schließen


Der Münchner Telekommunikationsanbieter o2 Telefónica hat angekündigt, die Mobilfunkversorgung in Bad Wildbad kurzfristig wiederherzustellen: Die Netztechniker des Mobilfunkbetreibers „installieren ab dem 8. September einen mobilen Sendemast auf einer gemeinsam mit der Stadt abgestimmten Fläche an der St. Bonifatius Kirche“, erklärte das Unternehmen. Spätestens zum 19. September solle das o2-Netz über diese Funkanlage wieder für die Kunden in dem idyllisch gelegenen Kurort im Schwarzwald verfügbar sein.

„Es hat für uns höchste Priorität, die Bevölkerung, Gäste und die Wirtschaft vor Ort mit Mobilfunk zu versorgen“, betonte ein Sprecher von o2 Telefónica am Freitagabend. „Mit dem mobilen Mast schaffen wir eine Übergangslösung, bis ein neuer dauerhafter Standort realisiert werden kann. Wir danken der Stadt für die konstruktive Zusammenarbeit“. Der Konzern setze alles daran, Kunden in Bad Wildbad „schnellstmöglich eine zuverlässige Mobilfunkversorgung zu bieten“ und das aktuelle riesige Funkloch zu schließen.

In der Stadt mit rund 10.000 Einwohnern und zahlreichen Kurgästen heißt es seit rund zwei Monaten zusätzlich zu Thermalanwendungen und anderen Kurvergnügen: Digital Detox. Denn das Mobilfunknetz von Vodafone und o2 Telefónica brach Ende Juni ohne Vorwarnung zusammen.

Grund für die Funkstille war der Abbau von Mobilfunkmasten auf dem Schornstein eines Fernheizwerks, der abgerissen werden soll. Ein neuer Standort ließ sich nicht rechtzeitig finden. Kunden vor Ort sind seit Wochen machtlos. Viele können ihre Verträge auch mit Sonderkündigungsrecht nicht auflösen, Beschwerden beim Kundenservice bleiben erfolglos.

Auch die Stadtverwaltung sah sich machtlos, da die Netzabdeckung Sache der Mobilfunkanbieter ist. Die Fernwärmegesellschaft Baden-Württemberg (fbw), Eigentümerin des Grundstücks, hatte diese bereits vor drei Jahren über den geplanten Abriss des Schornsteins und die Kündigung der Verträge informiert.

Der bisherige Mobilfunkstandort habe außer Betrieb genommen werden müssen, erläuterte o2 Telefónica nun. Bereits seit 2023 arbeite das Unternehmen „mit Hochdruck daran, einen geeigneten alternativen Standort zu finden, der möglichst die gesamte Stadt zuverlässig versorgen kann“. Dafür sei zwischenzeitlich ein Standort ausfindig gemacht worden, „der jedoch aufgrund der Statik nicht für die Mobilfunkantennen ertüchtigt werden konnte“. Die Installation des mobilen Senders sei nun „ein wichtiger Schritt, um die Versorgungslücke schnell zu schließen“. Nach einer dauerhaften Lösung will der Netzbetreiber parallel weitersuchen.

Auch Vodafone wollte schon bis zum 28. August einen mobilen Sendemast per Lkw nach Bad Wildbad bringen, dort aufbauen und ans Stromnetz anschließen. Diese Arbeiten dauerten etwa zwei bis drei Wochen nach der Aufstellung, erklärte ein Vodafone-Sprecher. Die Inbetriebnahme sei bis zum 12. September geplant.

Schon vor mehr als einem Jahr sei der zum Konzern gehörende Ausrüster Vantage Towers damit beauftragt worden, eine dauerhafte Sendeanlage zu errichten. Das werde allerdings einige Zeit dauern. Vodafone räumte ein: Aktuell reichten die Einschränkungen von einem schwächeren Netz bis zum Totalausfall – worüber sich die Betroffenen zu Recht beschwerten. Die umliegenden Vodafone-Stationen seien trotz einer Neuausrichtung nicht stark genug.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Jahn-Zöhrens (SPD) kritisierte zuvor gegenüber dem SWR, dass hinter dem Funkversagen entweder technisches Unvermögen oder Absicht stehe, weil beiden Anbietern „der Standort hier nicht lukrativ genug ist“. Die Deutsche Telekom betreibt keinen eigenen Funkmast direkt in der Stadt. Sie stellt die Abdeckung nur über umliegende Antennen sicher, was bisher zu einer schlechteren Versorgung führte als bei den beiden Konkurrenten. Ein Telekom-Mast im Westen der Gemeinde auf dem Sommerberg ist mit 4G- und 5G-Technik ausgestattet.


(spa)



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