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Künstliche Intelligenz

Vorsicht, Kunde: Wenn die Stromrechnung zu hoch ausfällt


Zu hohe Zählerstände können teuer werden. Die Fehlerquelle für falsche Verbrauchswerte kann beim Messstellenbetreiber liegen, der die Daten falsch übermittelt hat, es können technische Störungen oder auch menschliche Fehler dahinterstecken, etwa wenn bei der Rechnungserstellung etwas durcheinandergeraten ist.

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Wer seinen Stromverbrauch im Blick behalten will, verlässt sich deshalb nicht auf die Jahresabrechnung, sondern liest in regelmäßigen Abständen die eigenen Werte ab und übermittelt diese online an den Stromanbieter.

Viele technikaffine Verbraucher nutzen zudem eigene Messgeräte, um die Daten ihres Energieversorgers zu überprüfen und den eigenen Stromverbrauch zu steuern. Ein privater Zwischenzähler wie Shelly Pro kann in die Hausautomation eingebunden werden und ermöglicht es, den Stromfluss in Echtzeit zu überwachen und etwa den Einsatz des selbst erzeugten Solarstroms zu optimieren. Die Installation sollte allerdings durch einen Fachmann erfolgen, da der notwendige Eingriff in den Zählerkasten lebensgefährlich sein kann.

Voraussetzung für einen dynamischen Stromtarif ist indes ein digitaler Zähler und ein offizielles Smart Meter Gateway. Die intelligenten Messsysteme übermitteln Verbrauchswerte im Viertelstundentakt an den Versorger. Dadurch können Kunden von schwankenden Börsenstrompreisen profitieren, die üblicherweise mittags günstiger und abends teurer sind. Effektiv gelingt das meist erst mit einem eigenen Stromspeicher.



Stromverbrauch eines 3-Personen-Haushalts in Deutschland

2025: Ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt im Mehrfamilienhaus benötigte ohne elektrische Warmwasserbereitung 2.400 Kilowattstunden Strom im Jahr.

(Bild: co2online in Statista)

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Der Stromanbieter stellt zwar die Stromkostenrechnung, für die Erhebung und Übermittlung der Verbrauchsdaten ist jedoch laut Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) allein der Messstellenbetreiber verantwortlich. Dieser ist gesetzlich verpflichtet, die Messwerte auszulesen, zu prüfen und weiterzuleiten.

Kommt es dabei zu technischen Störungen oder Ausfällen, darf der Betreiber auf die sogenannte Ersatzwertbildung zurückgreifen. Dabei schätzt er den Verbrauch auf Basis der bisherigen Kundenverbrauchswerte. Wiederkehrende Muster in den Abrechnungsdaten deuten auf eine automatisierte Schätzung hin. Das MsbG erlaubt eine solche Schätzung bei Messausfällen, sie muss allerdings plausibel sein. In dem im c’t-Podcast diskutierten Fall führte die Schätzung dazu, dass sich der abgerechnete Verbrauch verdoppelte.

Wenn die eigene Stromrechnung deutlich zu hoch ausfällt, sollten Verbraucher nicht auf formlose Telefonate vertrauen, sondern sich schriftlich beim Messstellenbetreiber beschweren und zugleich den Stromanbieter darüber in Kenntnis setzen. Wichtig ist, die Beschwerde formell einzureichen. „Man sollte das möglichst als offizielle Anfrage nach Paragraf 111a Energiewirtschaftsgesetz machen“, erklärt Rechtsanwalt Niklas Mühleis im c’t-Podcast. Auf diese Anfrage muss der Messstellenbetreiber innerhalb eines Monats antworten.

Verstreicht die Frist ohne zufriedenstellende Lösung, können Verbraucher den nächsten Schritt gehen und eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur einreichen oder die Schlichtungsstelle Energie kontaktieren. Eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur setzt die Unternehmen unter Druck, da bei gehäuften Verstößen Bußgelder drohen. Die Agentur schaltet sich allerdings nicht in den jeweiligen Einzelfall ein. Hier vermittelt stattdessen die Schlichtungsstelle Energie als neutrale Stelle direkt zwischen Verbraucher und Unternehmen.

Hier können Sie den c’t-Artikel zu dem im Podcast behandelten Streitfall nachlesen

  • Der Fall Marc G.: Regionetz GmbH liefert falsche Verbrauchswerte 

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(uk)





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Künstliche Intelligenz

Digitaler Euro: Einführung kostet die EU-Banken Milliarden


Die Einführung des digitalen Euro könnte den europäischen Banken in den ersten Jahren Kosten in Milliardenhöhe verursachen. „Unsere Schätzungen auf Grundlage der Angaben der Banken gehen von Implementierungskosten zwischen vier und sechs Milliarden Euro über vier Jahre aus“, sagte der EZB-Direktor Piero Cipollone am Donnerstag vor einem italienischen Parlamentsausschuss. Darüber berichtete die italienische Tageszeitung La Repubblica. Die genannte Summe entspreche in etwa drei Prozent der jährlichen Ausgaben der Banken für die Wartung ihrer IT-Systeme.

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Cipollone erklärte außerdem, dass sich die Startkosten der neuen digitalen Währung der Europäischen Zentralbank (EZB) auf schätzungsweise 1,3 Milliarden Euro belaufen werden. Hinzu kämen Betriebskosten von etwa 300 Millionen Euro. Er sagte nicht, ob es sich dabei um einen jährlichen Betrag handelt.

Die EZB peilt einen Start des digitalen Euro im Jahr 2029 an. Eine Einigung auf politischer Ebene in Europa steht aber bislang aus. Im vergangenen Oktober beschloss der Rat der Zentralbank, die Vorbereitungen zur Einführung der europäischen Zentralbankwährung fortzusetzen. Sollte die Verordnung zur Einführung des digitalen Euro in diesem Jahr angenommen werden, könnten ein Pilotprojekt und erste Transaktionen ab Mitte 2027 in Angriff genommen werden. Die EZB wählt die Banken aus, die an der Pilotphase teilnehmen möchten.

Der digitale Euro soll das Euro-Bargeld ergänzen, aber nicht ersetzen. Das unterstrich nun auch Cipollone. „Niemand zwingt irgendjemanden, den digitalen Euro zu verwenden. Die EZB ist vielleicht die lauteste Stimme zur Verteidigung des Bargeldes im Euroraum, wenn Sie die Debatte verfolgen“, sagte er. Was Transaktionen mit dem digitalen Euro angeht, „sehen wir nur Codes, wir wissen nicht, wer hinter diesen Personen steckt“. Und weiter: „Nur die Banken haben die Identifikationsdaten. Die EZB weiß nichts über die Transaktionen. Was die Gerüchte angeht, dass die EZB einen Big Brother schafft, dass wir kontrollieren werden, wie die Menschen bezahlen, die Freiheit der Menschen, so glaube ich, dass wir diese als Fake News einstufen können. Das ist technisch nicht möglich.“

Mit dem digitalen Euro will die EU unabhängiger werden von US-Finanzdienstleistern wie Paypal, Apple Pay, Mastercard oder Visa. „Der digitale Euro würde eine europäische Alternative bieten, die im gesamten Euro-Währungsgebiet akzeptiert wird und den Händlern mehr Verhandlungsmacht bei der Aushandlung von Servicegebühren verschaffen würde“, so Cipollone. Auch EU-Bürger außerhalb des Währungsraums könnten mit digitalen Euro bezahlen, wenn ihre nationale Zentralbank eine Vereinbarung mit der EZB treffe, so der EZB-Direktor.

Im vergangenen Monat hatte der Präsident des rheinland-pfälzischen Sparkassenverbandes, Thomas Hirsch, kritisiert, der digitale Euro bringe hohe Kosten und wenig Nutzen für die Kunden. Auch habe ein Zusammenschluss europäischer Banken, darunter die Sparkassen, mit Wero ein gesamteuropäisches Bezahlsystem bereits realisiert, so Hirsch. Vor dem Bankenausschuss im italienischen Senat sagte Cipollone laut der Nachrichtenagentur Reuters nun, dass die Banken die anfallenden Kosten durch die Gebühren, die sie von Händlern für die von ihnen angebotenen digitalen Euro-Dienstleistungen erhalten, werden decken können. Für Händler wiederum werde es einen Anreiz in Form einer Gebührenobergrenze geben. Die EZB wird selbst keine Gebühren für ihren Netzwerkdienst erheben.

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(akn)



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Waymo: Expansionspläne erhalten Dämpfer in New York


Die Gouverneurin des US-Bundesstaates New York, Kathy Hochul, hat einen Vorschlag zurückgezogen, den Einsatz kommerzieller Roboter-Taxis außerhalb von New York City in begrenztem Umfang zu legalisieren. Der Vorschlag hätte es Anbietern wie der Alphabet-Tochter Waymo ermöglicht, eine Genehmigung für den Pilotbetrieb ihrer Dienste autonomer Fahrzeuge zu beantragen. Über die Entscheidung, den Plan zurückzuziehen, berichtete am Donnerstag zuerst die Nachrichtenagentur Bloomberg.

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„Aufgrund von Gesprächen mit Interessengruppen, darunter auch Gesetzgebern, war klar, dass es keine Unterstützung für die Weiterverfolgung dieses Vorschlags gab“, sagte ein Sprecher von Hochul gegenüber Bloomberg.

Die Entscheidung ist ein Rückschlag für Waymos Expansionspläne. Das US-Unternehmen hatte erst kürzlich in einer neuen Finanzierungsrunde mehr als 16 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Das frische Kapital soll eingesetzt werden, um den Ausbau in den USA sowie den Eintritt in globale Märkte zu befeuern. Bislang ist der Robotaxi-Dienst in einem halben Dutzend US-Städten, darunter San Francisco und Los Angeles, verfügbar. Waymo hat angekündigt, in diesem Jahr in 20 Städten in den USA und im Ausland zu expandieren, darunter Dallas, San Antonio, Orlando, Nashville und London. Im Januar wurde das Netz um Miami erweitert.

Im vergangenen Jahr verdreifachte Waymo sein jährliches Volumen auf 15 Millionen Fahrten und knackte die Marke von insgesamt 20 Millionen Fahrten. Wöchentlich absolviert das Unternehmen mittlerweile mehr als 400.000 bezahlte Fahrten und strebt bis Ende dieses Jahres laut Bloomberg mehr als eine Million bezahlte Robotaxi-Fahrten pro Woche in den USA an.

Der Bundesstaat New York und insbesondere New York City gelten für Robotaxi-Unternehmen als potenzielle Goldgrube. Hochuls ursprünglicher Vorschlag hatte autonome Fahrdienste für New York City allerdings ohnehin ausgeschlossen. Laut dem US-Tech-Portal The Verge testet Waymo derzeit seine von Fahrern gesteuerten Fahrzeuge in der Stadt mit einer Genehmigung, die unter der Verwaltung des ehemaligen Bürgermeisters Eric Adams erteilt wurde. Die Genehmigung läuft jedoch Ende März aus. Wie das US-amerikanische Nachrichtenportal Politico berichtet, hat Waymo seit 2019 mindestens 1,8 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit bei Hochul und den Gesetzgebern des Bundesstaates sowie bei Beamten der Stadt New York ausgegeben.

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Waymo zeigte sich in einer Stellungnahme gegenüber Bloomberg „enttäuscht“ über die Entscheidung der Gouverneurin, bekräftigte jedoch seine Absicht, seinen Roboter-Taxi-Service in New York anzubieten. „Wir sind entschlossen, unseren Dienst nach New York zu bringen, und werden mit der staatlichen Legislative zusammenarbeiten, um dieses Thema voranzubringen.“

Die New York Taxi Workers Alliance (NYTWA) begrüßte hingegen die Entscheidung. Die Taxifahrer-Gewerkschaft, die nach eigenen Angaben 21.000 professionelle Fahrdienstleister und Taxifahrer in New York City vertritt, hatte sich zuvor gegen den Robotaxi-Plan ausgesprochen, da sie den Verlust von Arbeitsplätzen und eine weitere Expansion von Waymo befürchtet. „Wenn der Verlust von Arbeitsplätzen in New York City von Bedeutung ist, dann ist er auch für andere Fahrer im Bundesstaat von Bedeutung“, sagte Bhairavi Desai, Geschäftsführerin der NYTWA, gegenüber Bloomberg. „Wenn Fahrer im Bundesstaat ihre Arbeit verlieren, ist zu erwarten, dass sie in die Stadt kommen, um Arbeit zu suchen. Es mag zwar regulatorische Grenzen geben, aber in dieser Branche gibt es keine praktischen Grenzen. Es wäre naiv von Waymo, sich mit ein paar Autos in Rochester [Stadt im US-Bundesstaat New York, Anm.] zufriedenzugeben, wenn die meisten Jobs aus der Stadt kommen.“


(akn)



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Sony schließt Bluepoint Games nach weniger als fünf Jahren


„Shadow of the Colossus“, „Demon’s Souls“: Mit geschmackvollen und technisch kompetenten Remakes machte sich das US-amerikanische Entwicklerstudio Bluepoint Games in der Branche einen Namen. Nach langjähriger Zusammenarbeit kaufte Sony das Studio schließlich. Nicht einmal fünf Jahre später ist die Geschichte von Bluepoint Games überraschend auserzählt. Das Studio wird geschlossen, bestätigte Sony dem Wirtschaftsmagazin Bloomberg.

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Dabei sollen 70 Angestellte ihren Job verlieren, sagte ein Sony-Sprecher Bloomberg. Die Entscheidung sei nach einer kürzlichen Unternehmensanalyse gefallen. Im Januar hatte Bloomberg berichtet, dass ein Live-Service-Game im „God of War“-Universum, an dem Bluepoint Games jahrelang gearbeitet hatte, eingestampft wurde.

Seit seiner Übernahme im Herbst 2021 hat das texanische Entwicklerstudio kein eigenes Spiel auf den Markt gebracht. Es war an der Entwicklung von „God of War: Ragnarök“ beteiligt, das allerdings federführend von Sony Santa Monica verantwortet wurde. Vor der Übernahme durch Sony hat Bluepoint Games die Remakes „Shadow of the Colossus“ und „Demon’s Souls“ für die Playstation entwickelt. Beide Titel kamen bei langjährigen Fans und neuen Spielern ausgesprochen gut an. Besonders für seine technischen Fähigkeiten wurde das Studio geschätzt.

„Bluepoint Games ist ein außerordentlich talentiertes Team, und seine technische Expertise hat der PlayStation-Community herausragende Erlebnisse beschert“, zitiert Bloomberg einen Sony-Sprecher. „Wir danken Bluepoint für die Leidenschaft, Kreativität und das handwerkliche Können.“

Dass Sony keine Hemmungen hat, erst kurz zuvor gekaufte Spielestudios dichtzumachen, zeigte schon 2024 der Fall von Firewalk. Das erst ein Jahr zuvor gekaufte Studio wurde nach erfolglosem Release des Online-Shooters „Concord“ geschlossen. Eine Parallele: Sowohl Firewalk als auch Bluepoint arbeiteten an Live-Service-Games, bevor sie geschlossen wurden. Damit sind Online-Spiele gemeint, die regelmäßig mit neuen Inhalten versorgt werden und langfristig Einnahmen generieren können – wenn sie eine Spielerschaft erreichen, die groß genug ist.

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Solche Spiele messen sich mit Branchengrößen wie „Fortnite“, „Counter-Strike“ und „League of Legends“, die auch Jahre nach ihrem Release zu den meistgespielten Titeln überhaupt gehören. Die Entwicklung von Live-Service-Games gilt aufgrund des umkämpften Markts als ausgesprochen riskant, kann aber zumindest in der Theorie auch große Erfolge erzielen. Die Strategie, mehr Geld in Live-Service-Spiele zu investieren, hatte Sony bereits vor mehreren Jahren ausgerufen.


(dahe)



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