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Warum bloß gibt es von der Deutschen Bahn nicht solche Kampagnen? › PAGE online


Wieden+Kennedy hat für die britische Fahrkartenplattform Trainline eine Kampagne entwickelt, die – ausgelassen, surreal und perfekt choreografiert – von Reise-Stress und Zugverspätungen, Bahnhofschaos und den neuen KI-Services erzählt, die Abhilfe schaffen. Und das ist eine Freude.

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Packende Historie und schönste Unvollkommenheit › PAGE online


Die Schriften von The Nothern Block sind immer von einer spannenden, historischen Recherche begleitet. Auch die Pennline Script, die zurück ins blühende Philadelphia des 19. Jahrhunderts führt, das eine der internationalsten Städte der Welt war.

Packende Historie und schönste Unvollkommenheit › PAGE online

Was Einwanderung bewirken kann, das zeigte sich 1899 in Philadelphia. Es war eine brodelnde, umtriebe Stadt und einer der internationalsten der Welt.

Gerade auch die Wirtschaft profitierte von der Einwanderung, der Schiffsbau gedieh, die Industrie für Dampflokomotiven und auch die Textilbranche.

Die Stadt blühte, neue Theater und große Kaufhäuser eröffneten und es wurde sogar ein kostenloses Bibliothekssystem ins Leben gerufen.

Und da jeder die neuesten Nachrichten erhalten wollte, erlebten die Verlage und Druckereien mit einer ganzen Auswahl nationaler und internationaler Zeitungen goldene Zeiten.

Mittendrin: die Keystone Type Foundry, bekannt für überaus innovative Schriften, die sie aus einer Nickellegierung gossen.

Menschliche Qualitäten

Geschichten gibt es viele über die Type Foundry, aber als Tasos Varipatis, Senior Type Designer der britischen Foundry The Northern Block 2024 online nach »Type and Typography« stöberte, fand er einen Beitrag, der ihn sofort packte.

Darin ging es um einen Reliefdruck der 36-Punkt-Metallschrift »Bulletin«, die im Archiv des einstigen Buchdruckstudios Nickel Plate Press aufbewahrt wird.

Es ist eine gefeierte Schrift, die aber kurioserweise bisher nicht digitalisiert wurde. Und dem nahm sich dann der Typedesigner Tasos Varipatis an.

Ihrer eindrücklichen Freihandqualitäten, ihrem menschlichen Rhythmus, ihren Freihandqualitäten und Unvollkommenheiten.

Neuinterpretation ihres Geistes

Aber wer hat die Bulletin Ende des 19. Jahrhunderts gezeichnet? Das ließ sich nicht herausfinden, noch nicht einmal, ob es eine oder zwei Personen waren.

Tasos hat die Schrift schließlich Pennline Script genannt, wobei »Penn« für Pennsylvania steht und »line« für ihre typografische Herkunft.

Und er hat mit ihr eine Brücke über 100 Jahre Designgeschichte geschlagen – von dem kontrastreichen Rhythmus des Pennline Script hin zu einer »digitalen Neuinterpretation ihres Geistes«.

»Bei der Übertragung der ursprünglichen Pinselführung in das digitale Format habe ich akribisch daran gearbeitet, fehlende Glyphen zu entwerfen, die dem ursprünglichen Fluss, der Struktur und dem Charakter der Schrift entsprechen.«

Pinselstil für die Presse

Er hat sich einer begrenzten Zeichensatzauswahl gewidmet, eine Reihe von Stilvarianten entwickelt und so eine Schrift gezeichnet, die im hohen Maße anpassungsfähig ist.

Mit über 1.050 Zeichen unterstützt Pennline Script mit 304 lateinische Sprachen und kommt mit umfangreichen OpenType-Funktionen.

Besonders spannend dabei sind auch die Verbindungen der Buchstaben. Der metallgegossene Pinselstil stellte die damaligen Schriftgießer vor besondere Herausforderungen. Sie fanden geschickte Lösungen für die Ligaturen, doch um das Schriftbild an die heutige Lesart anzupassen, hat Tasos die Buchstaben digital durchgängiger verbunden.

Und bei allem war es eine spannende Reise zurück in eine Zeit, in der erste dampfbetriebene Druckpressen, die die herkömmliche Geschwindigkeit in der Produktion vervierfachten, das Aufkommen von Zeitschriften, Monatsmagazinen und Fachpublikationen ermöglichten.

 



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Eindrucksvolle neue Identity für White Ribbon › PAGE online


Seit 35 Jahren setzt White Ribbon sich gegen Männergewalt ein. Und das jetzt mit einem neuen Erscheinungsbild von dem Kreativstudio Blok Design, das Leidenschaft und Engagement der weltweit größten Männerbewegung zeigt.

Eindrucksvolle neue Identity für White Ribbon › PAGE online

White Ribbon wurde 1991 in Kanada von Männern gegründet, zwei Jahre, nachdem das »Massaker von Montreal« die Welt erschütterte.

Ein arbeitsloser Elektriker, der nicht an der dortigen Ecole Polytechnique aufgenommen wurde, stürmte mit einer Waffe und den Worten »Ich hasse Feministinnen« den Campus und erschoss 14 junge, begabte Frauen, die an der Männerhochburg studierten.

Seither setzt White Ribbon sich für eine Welt ohne Gewalt gegen Frauen und Kinder ein, oder, wie es heute von der Organisation heißt: gegen geschlechtsspezifische Gewalt und Diskriminierung.

Und das mit Firmenprogrammen und Schulveranstaltungen, mit Workshops über Empathie und darüber, was gesunde Männlichkeit bedeutet und mit Kampagnen, die sich mit sexueller Belästigung und Gewalt befassen und damit, wie man sie überwinden kann.

Leidenschaft und Energie

Da sich die Zeiten verändern, Bilder und auch Geschlechtsidentitäten, bat White Ribbon das Kreativstudio Blok Design aus Toronto, ihre Identity zu überarbeiten und sie ins heute zu bringen.

Und für die Kreativen dieses von Frauen geführten Studios spürten dabei eine besondere Verantwortung.

»Wenn man an einer Identität arbeitet, die so tief mit den Lebenserfahrungen einzelner Menschen verbunden ist und zudem versucht, Grenzen zu verschieben und die Gesellschaft zu verändern, kommt eine zusätzliche Ebene der Verantwortung und Rücksichtnahme hinzu«, heißt es von Blok Design.

Wie jedes Projekt begannen sie auch dieses mit einem Workshop und was sie fanden, war Leidenschaft und Energie, Engagement, Mut und Einfühlungsvermögen und genau das haben sie versucht in die Identity zu übersetzten.

Und das in eine, die nicht nur in Kanada wohlbekannt ist, sondern durch den Namen White Ribbon zusätzlich definiert.

Mit Schleife – und ganz ohne Kitsch

War das Logo bisher ein kantiges und spitzes W, konnte man darin zwar mit Schwierigkeit, aber dennoch, eine ein Band, eine Schleife erkennen, für die ein Ribbon steht.

Sein Weiß hat das neue Logo behalten und ganz entfernt auch seine Form. Nur ist diese nicht mehr oben, sondern jetzt unten geöffnet – und hat vor allem alle Ecken und Kanten verloren.

Es ist wesentlich mehr Schleife als W und fließt jetzt wie ein Unendlichkeitszeichen mit warm gerundeten Ecken ineinander – und formt dabei ein Herz.

Schwarz auf weiß

Weiß auf Schwarz ist es so lyrisch wie prägnant und wird von sanften Farben, von Rosa, Blau und Grün begleitet und von lebendigen, ganz zeitgemäßen Bildwelten, die von Menschen und ihrem Miteinander erzählen.

Für all das sei die Inspiration alleine von den Menschen gekommen, die sie bei White Ribbon getroffen haben, und von den vielen Geschichten, die diese erzählt haben. Deswegen sei es auch von Anfang an eine Identity mit Herz gewesen.

Begleitet wird die Ribbon zudem von einem Wortlogo entwickelt, das ganz schlicht und in serifenloser Schrift schwarz auf weiß zu lesen ist – und das die perfekte Ergänzung ist.



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Be happy, be Pim › PAGE online


Ein bisschen Spaß im Leben können wir alle ganz gut gebrauchen. Da kommt die neue Schrift von Pieter van Rosmalen gerade recht: Pim macht richtig gute Laune.

Be happy, be Pim › PAGE online

Kulleraugen-Umlaute, ausgestreckte Zeigefinger, Emojis, Pfeile und Symbole, die Schriftfamilie Pim hat jede Menge unterhaltsame Features.

Der digitale Font hat einen analogen Vorläufer, Pieter van Rosmalen, zusammen mit Paul van der Laan Gründer der Foundry Bold Monday, entwickelte die ursprüngliche Version eigentlich für den Buchdruck. Die Buchstaben stellte er mit Polymer und Holz her, jeder der Monospace-Buchstaben bildete einen quadratischen Würfel. Die Inspiration zur analogen Pim fand Pieter van Rosmalen in den ikonischen »Pootjesglas« Schaufensterbeschriftungen in niederländischen Ladenfenstern aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, benannt nach Johannes Willem »Pim« Pootjes.

Die breiten, runden Formen, die markanten Kugelenden und die fetten, runden Satzzeichen dieser Beschriftungen faszinierten van Rosmalen und so entwickelte er die analoge Pim, allerdings ausschließlich mit Versalien.

Viele schöne Extra Glyphen

Die jetzt erschienene digitale Pim verfügt dagegen auch über ein umfangreiches Repertoire an Kleinbuchstaben, Alternativen, Piktogrammen, Ornamenten, Rahmen, Mustern und Display-Ziffern, die an ihren Ursprung erinnern. Die Schriftfamilie besteht aus den Schnitten Regular, Medium, Bold und Inline, es gibt sie für das erweiterte lateinische und das kyrillische Schriftsystem. Pieter van Rosmalen zeichnete alle Glyphen auf einem Quadrat, sie haben extrem hohe x-Höhen ohne Unterlängen. Deshalb lässt sich Pim sehr eng setzen, am besten ohne zusätzlichen Zeilenabstand.

Schwünge zum Aufstecken

Wunderbar spielen kann man auch mit den drei verschiedenen Sätze »aufsteckbarer« Schwünge für die Versalien. Tippt man [, { oder ( gefolgt von einem Großbuchstaben, wird die Klammer durch einen Schwung ersetzt, der sich an den Großbuchstaben anschließt. Durch die Eingabe eines Bindestrichs, Gedankenstrichs oder Carets zwischen Klammer und Buchstabe entsteht ein »Verbindungsstrich« für längere Swashes. Und für die Großbuchstaben gibt es auch von Pootjes inspirierte, alternative Art-Déco-Zeichen.

Ein Einzelschnitt der Pim kostet knapp 60 Euro, alle vier zusammen gut 200 Euro. Zu beziehen ist sie über Bold Monday

Sechs Fragen an Pim-Gestalter Pieter van Rosmalen

Wann hast du die analoge Pim entworfen?

Die Letterpress-Version mit 30 × 30 mm großen Blöcken und kleinen Polymerplatten entstand Ende 2016 und Anfang 2017. Damals hieß die Schrift »Pim & The Analogue Pixels«. Die Pixel fungieren als modulare Elemente, mit denen sich sowohl Muster als auch Buchstabenformen erstellen lassen.

Woher kommt deine Begeisterung für »Pootjesglas« Lettern?

Paul und ich waren schon immer in diese Schriftzüge vernarrt. Es gibt sogar eine Website, die sich ihnen widmet. 2009 beschlossen wir, eine kleine Schriftfamilie namens Pootjes zu gestalten. Leider gaben uns die Erben von Pim Pootjes keine Erlaubnis, die Schriftfamilie zu veröffentlichen. Ende 2016 beschloss ich dann, drei Dinge zu kombinieren, die ich liebe: Pootjes-Schriftzüge, Monospaced Fonts und Buchdruck.

Wie überträgt man alte, analoge Buchstaben in eine digitale Form? Was kann bleiben, was muss gehen?

Die Schriftzüge auf Pootjesglas basierten auf geraden Linien und Kreissegmenten. Da jeder Buchstabe von Hand gezeichnet wurde, unterschied sich jedes Zeichen geringfügig von den anderen. Bei der Digitalisierung bestand die Herausforderung darin, die zugrunde liegende Struktur der Buchstaben zu identifizieren und in eine digitale Schrift zu übersetzen. Einige Buchstaben und Ligaturen wurden ursprünglich für bestimmte Wörter gezeichnet; diese haben wir als Alternativbuchstaben hinzugefügt. Pim ist keine direkte Interpretation der Pootjes-Schrift, sondern ein neues Design, das einige der zugrunde liegenden Gestaltungsprinzipien übernimmt.

Wie lange hat der Digitalisierungsprozess gedauert?

Zu lange. Seit 2017 habe ich an der Digitalisierung gearbeitet, wenn auch nicht kontinuierlich. Aber insgesamt habe ich zu lange gebraucht, um sie fertig zu stellen. Insbesondere die Inline-Version hat ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen.

Was war die größte Herausforderung?

Die Formen in ein Raster von 1000 × 1000 Einheiten einzupassen, da jedes Zeichen in den verfügbaren Platz gequetscht werden musste. Das war vor allem beim Bold Schnitt manchmal ganz schön kompliziert

Für welche Anwendungen eignet sich Pim?

Am besten für groß gesetzte positive Botschaften. Ich habe keine bestimmte Anwendung im Sinn, aber fände es großartig, wenn die Buchstaben der Pim, aber auch die Emojis, Symbole und Muster in leuchtenden Farben verwendet werden und etwas Positives vermitteln.



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