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Was diese brutale Serie mit Haus des Geldes gemeinsam hat » nextpit
Drei Folgen, kein Leerlauf und eine Geschichte, die schneller eskaliert, als Euch lieb ist: Diese Serie ist ein brutaler Netflix-Geheimtipp für alle, die spannende Unterhaltung mit unerwarteten Wendungen lieben.
Manchmal braucht es keine zehn Folgen, keinen Weltenbau und kein erklärendes „Previously on …“. Manchmal reicht eine Serie, die Euch packt, nicht mehr loslässt – und nach einem Couch-Nachmittag schon wieder vorbei ist. Genau in diese Kategorie fällt „Zwei Gräber“, eine spanische Netflix-Miniserie, die erstaunlich unter dem Radar läuft und sich perfekt fürs schnelle Zwischendurch-Bingen eignet.
Im Mittelpunkt steht Isabel (Kiti Mánver), eine ältere Dame, die auf den ersten Blick wie die liebenswerte Großmutter von nebenan wirkt. Doch dieser Eindruck kann täuschen! Als zwei Teenager spurlos verschwinden, beginnt Isabel auf eigene Faust nach Antworten zu suchen. Schließlich ist eines der Mädchen ihre Enkeltochter und die Polizei wirkt resigniert. Parallel dazu ermitteln Detective Olivia (Álvaro Morte) und Polizistin Raquel (Itziar Ituño) in dem Fall, der schnell deutlich größere Abgründe offenbart, als es der nüchterne Ausgangspunkt vermuten lässt.
Ein Stelldichein der „Haus des Geldes“-Stars
Für viele dürfte der Cast ein zusätzlicher Anreiz sein: Drei Stars aus „Haus des Geldes“ sind dabei. Oma Isabel taucht dort zwar nur in einer Nebenrolle auf. Daneben sehen wir aber auch Álvaro Morte, den wir natürlich als „Professor“ kennen. Ebenfalls mit von der Partie ist Hovik Keuchkerian, der in Haus des Geldes als „Bogotá“ erscheint. Erwartet aber hier bitte keine charmanten Heist-Vibes! „Zwei Gräber“ ist deutlich düsterer und spürbar kompromissloser.
Die Serie besteht aus nur drei Episoden, jeweils rund 45 bis 50 Minuten lang. Das Tempo ist hoch, der Ton rau, die Gewalt stellenweise explizit. Wichtig: Das hier ist kein gemütlicher Krimi für den Sonntagabend. Die Oma ist echt nur manchmal liebenswert, und manche Szenen hängen zarteren Gemütern wie mir (okay, das ist gelogen) noch unangenehm lange nach. Genau das macht aber offen gesagt auch den Reiz aus.
Auch das Ende hat es noch einmal in sich, aber natürlich spoilern wir Euch hier keinen Twist. Aber ja, auch dadurch hebt sich „Zwei Gräber“ vom Standard-Netflix-Krimi ab. Wer kurze, harte Serien mit Punch und Wendungen mag, sollte diesem Geheimtipp unbedingt eine Chance geben.
Mein gut gemeinter Rat übrigens: Schaut Euch den Trailer vorher lieber nicht an. Er verrät für mein Empfinden mehr, als er sollte.