Künstliche Intelligenz
WD und Seagate bestätigen: Festplatten fürs Jahr 2026 ausverkauft
Mit Western Digital und Seagate haben zwei der drei weltweit verbliebenen Festplattenhersteller bestätigt, dass sie ihr Produktionskontingent für 2026 schon komplett oder fast komplett verkauft haben. Bei Toshiba dürfte die Situation ähnlich aussehen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Die Aussagen stammen von den Firmenchefs in den Analystenkonferenzen zu den jüngsten Geschäftsberichten. Sie bestätigen damit Spekulationen vom September 2025. Und auch über das Jahr 2026 gibt es schon erste Abkommen. Sie kommen größtenteils von Hyperscalern, die Festplatten für ihre KI-Rechenzentren wollen, etwa um darauf Trainingsdaten zu speichern. Dazu zählen etwa Amazon (AWS), Google, Microsoft (Azure), Meta und OpenAI.
Das sagen die CEOs
Western-Digital-Chef Tiang Yew Tan sagte: „Wir sind für das Kalenderjahr 2026 so ziemlich ausverkauft. Wir haben feste Bestellungen von unseren sieben größten Kunden für das gesamte Kalenderjahr 2026. Außerdem haben wir solide Handelsvereinbarungen mit drei unserer fünf größten Kunden abgeschlossen, zwei davon für das gesamte Kalenderjahr 2027 und eine für das gesamte Kalenderjahr 2028.“
Seagate-Chef William Mosley führte aus: „Unsere Nearline-Kapazitäten sind bis für das Kalenderjahr 2026 vollständig zugeteilt und wir gehen davon aus, dass wir in den kommenden Monaten mit der Annahme von Bestellungen für das erste Halbjahr des Kalenderjahres 2027 beginnen können. Darüber hinaus verbessert sich die Sichtbarkeit der Nachfrage aufgrund der langfristigen Vereinbarungen mit großen Cloud-Kunden bis zum Kalenderjahr 2027. Zusätzlich diskutieren mehrere Cloud-Kunden ihre Prognosen für das Nachfragewachstum im Kalenderjahr 2028.“
Unter Nearline versteht Seagate sein HDD-Angebot mit Serverfokus. Teilweise schwappen solche Modelle auch in den Einzelhandel. Laut Geschäftsbericht machte Nearline zuletzt 87 Prozent von Seagates Festplattenverkauf aus. Die Sparte verdrängt das restliche Angebot zusehends. Ein Jahr zuvor lag Nearline noch bei 83 Prozent.
Vorerst keine Produktionserweiterung
Weiterlesen nach der Anzeige
Laut Mosley baut Seagate seine Produktionskapazitäten vorerst nicht aus. Wachstum soll nur durch Festplatten mit höherer Kapazität entstehen, nicht aber durch zusätzliche Stückzahlen.
Finanzchef Gianluca Romano ergänzte: „Wenn wir in einem Quartal etwas mehr produzieren können, werden wir diese Exabytes natürlich auf dem freien Markt mit guter Rentabilität verkaufen. Aber ich würde sagen, dass der überwiegende Teil der Kapazität bereits zugewiesen ist.“
Toshiba ist seit 2023 nicht mehr an der Börse notiert. Damit gibt es öffentlich nur noch rudimentäre Finanzinfos. Ausblicke wie die Konkurrenz gibt die Firma nicht mehr.
Alle drei HDD-Hersteller haben Umsatz und Gewinn zuletzt gesteigert. Western Digitals Umsatz beispielsweise stieg im vierten Quartal 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 25 Prozent auf drei Milliarden US-Dollar. Der Betriebsgewinn stieg um 62 Prozent auf 908 Millionen US-Dollar. Eine höhere Bruttomarge (46,1 statt 38,4 Prozent) untermauert, dass der Hersteller höhere Preise aufruft.
HDD- und SSD-Preise steigen
Im deutschen Handel sind die HDD-Preise verglichen mit Mitte 2025 um etwa 20 bis 50 Prozent gestiegen. Ein Mangel an HDDs für Rechenzentren wirkt sich zusätzlich auf SSDs aus: Hyperscaler kaufen als Alternative SSDs mit hoher Kapazität. Hersteller schichten deshalb ihre Produktion um, was für Preissteigerungen im Einzelhandel sorgt.
Viele Modelle mit bis zu zwei Terabyte Speicherplatz sind seit dem Sommer 2025 um die 50 Prozent teurer geworden, etwa im Falle von Samsung. Härter trifft es kleinere SSD-Hersteller ohne eigene Speicherproduktion – dort sind Preissteigerungen um den Faktor 2 bis 3 zu beobachten, etwa bei Kingston, Lexar und Patriot.
Western-Digital-SSDs verschwinden derzeit vom Markt, da die Modelle künftig unter neuen Sandisk-Namen weiterlaufen. Beide Firmen haben sich 2025 voneinander getrennt.
(mma)
Künstliche Intelligenz
Frankreichs Senat für Verbot vieler sozialer Medien unter 15
Die Senatoren fordern, dass alle Plattformen, deren Inhalte oder Algorithmen der Selbstentfaltung der Kinder schaden könnten, tabu sind. Eine entsprechende Liste soll vom Ministerium angefertigt werden, heißt es in dem am Abend beschlossenen Gesetzesvorschlag. Andere Medien sollen Heranwachsende mit der Erlaubnis ihrer Eltern nutzen können.
Weiterlesen nach der Anzeige
Die beiden Parlamentskammern stimmen damit zwar prinzipiell über die Einschränkung von sozialen Medien für junge Menschen überein, müssen sich nun aber auf eine einheitliche Linie verständigen, um das Gesetz endgültig verabschieden zu können.
Kommt Regelung doch erst später?
Dies könnte vor allem deshalb schwierig werden, da unterschiedliche Auffassungen darüber herrschten, welche Regelung rechtskonform ist. Bereits im Januar hatte die französische Nationalversammlung für ein generelles Verbot sozialer Medien für Heranwachsende unter 15 Jahren gestimmt. Die Regierung unter Präsident Emmanuel Macron will, dass die Regelung bereits zum nächsten Schuljahr greift. Ob rechtzeitig eine Lösung gefunden wird, ist noch unklar.
Besondere Vorsicht herrscht bei der Ausgestaltung des Gesetzes, weil Frankreich bereits vor einigen Jahren versucht hatte, ein Mindestalter von 15 Jahren dafür einzuführen, dass Jugendliche ohne Erlaubnis ihrer Eltern ein eigenes Konto auf sozialen Netzwerken anlegen können. Das Gesetz konnte wegen der europäischen Rechtslage aber nicht angewandt werden.
Sollte Frankreich bald ein Verbot einführen, könnte es das erste EU-Land mit einer solchen Regelung sein. Ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes im Bundestag zeigt jedoch, dass ein solches Social-Media-Verbot für Kinder vor erheblichen rechtlichen Hürden durch das EU-Recht stehen könnte. In Australien ist man bereits so weit. Dort dürfen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren seit Mitte Dezember keine eigenen Social-Media-Konten mehr auf vielen großen Plattformen haben. Auch in Deutschland gibt es eine Debatte darüber, ob der Zugang zu sozialen Medien für Kinder eingeschränkt werden sollte.
Lesen Sie auch
(nen)
Künstliche Intelligenz
Artemis-2: Outlook bereitet Astronauten Probleme
Astronauten weit weg von der Erde sind nicht gefeit davor, in Probleme zu laufen, die so ziemlich jeder Windows-Nutzer kennt: Outlook funktioniert nicht.
Weiterlesen nach der Anzeige
Die aufmerksame Zuschauerin Niki Grayson schaute den NASA-Livestream, der direkt von der Orion-Kapsel streamt, und ihr fiel dabei eine eher ungewöhnliche Interaktion zwischen dem Astronauten Reid Wiseman und Mission Control in Houston auf. Den Ausschnitt veröffentlichte sie auf Bluesky.
Mail-Probleme gibt es auch im All
Darin meldet der Kommandant der Artemis-2-Mission, dass er auf seinem Computer (Microsoft Surface Pro) Probleme mit der Software Optimus habe. Des Weiteren laufen zwei Instanzen von Outlook auf seinem Rechner, und beide würden nicht funktionieren. Houston antwortete, sie würden remote darauf zugreifen und sich dem Problem annehmen. Kurz darauf verkündete Mission Control, das Problem gelöst zu haben: „For Outlook, we were able to get it open. It will show offline, which is expected“.
Bei der täglichen Pressekonferenz zur Artemis-2-Mission antwortete der Ascent-Flight-Director Judd Frieling auf die Frage, was es mit den Outlook-Problemen auf sich habe, dass diese nicht selten vorkommen würden. Abgesehen von dem Mailkonto mussten sich die Astronauten mit Fehlermeldungen am Klo herumschlagen, ein Lüfter habe blockiert. Das Problem ist mittlerweile auch behoben, wie NASA mitteilte.
Artemis-2 auf dem Weg zum Mond
Die Artemis-2-Mission mit den Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen befindet sich zurzeit auf dem Weg zum Mond. Damit bringt sie erstmals seit über 50 Jahren Menschen wieder in die Nähe des Erdtrabanten. Wenn alles gut läuft, werden die vier Astronauten bei der Umrundung des Mondes so weit weg von der Erde sein wie niemand jemals zuvor. Im Liveticker halten wir Sie mit Updates auf dem Laufenden.
Weiterlesen nach der Anzeige
(wid)
Künstliche Intelligenz
„The Secret Agent“ im Heimkinotest: Wer hat Angst vorm Pixelbrei?
Viele Cineasten haben es schon kritisiert: Moderne Drehbücher werden immer einfältiger, nehmen Zuschauer an die Hand und lassen die Figuren jede Banalität mehrfach erklären. Sie sollen der Handlung leicht folgen, selbst wenn sie nebenbei bügeln oder auf ihrem Smartphone daddeln. Speziell bei Netflix grassiert diese Infantilisierung zu Hörspielfilmen.
Da ist es umso erfrischender, wenn Regisseure wie Kleber Mendonça Filho Zuschauer nicht für dumm verkaufen, sondern sie über die Bilder selbst nachdenken lassen. Das Drama „The Secret Agent“ entführt Zuschauer ins Jahr 1977 nach Brasilien, wo während der Militärdiktatur Korruption und Auftragsmorde an der Tagesordnung standen, sodass politisch Verfolgte in den Untergrund abtauchen mussten. Mit seiner verschachtelten Handlung und zum Teil surrealen Szenen vermittelt der Film einen Eindruck von der damaligen Paranoia und lässt lange rätseln, wer Freund und wer Feind ist – und ob man der Hauptfigur Armando (Wagner Moura) tatsächlich vertrauen kann.
Doch trotz des Erfolgs bei Kritikern veröffentlicht der deutsche Vertrieb Port au Prince den Film lediglich auf DVD in PAL-Auflösung. Für eine HD-Version muss man zum Stream greifen, etwa bei Apple TV/iTunes – eine Version auf Blu-ray Disc ist nicht verfügbar. In dieser Analyse geben wir spoilerfreie Einblicke in den intelligenten Aufbau des Films, der seine Geheimnisse oft erst beim zweiten oder dritten Durchgang offenbart, und klären in der Bild- und Tonanalyse ab Seite 3, ob Sammler trotz der niedrigen Auflösung zur DVD greifen sollten oder mit dem Stream in HD besser fahren.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „„The Secret Agent“ im Heimkinotest: Wer hat Angst vorm Pixelbrei? „.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.
-
Künstliche Intelligenzvor 1 Monat
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Social Mediavor 1 MonatCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Social Mediavor 2 MonatenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
UX/UI & Webdesignvor 2 MonatenEindrucksvolle neue Identity für White Ribbon › PAGE online
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenAumovio: neue Displaykonzepte und Zentralrechner mit NXP‑Prozessor
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateneHealth: iOS‑App zeigt Störungen in der Telematikinfrastruktur
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenX3D² bestätigt: Der AMD Ryzen 9 9950X3D2 mit doppeltem 3D V-Cache kommt!
-
Entwicklung & Codevor 3 WochenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
