Wenige Striche, große Wirkung: AWO fordert zum Mitmachen auf › PAGE online
Typografie, die zum Mitmachen auffordert: Ganz ohne Bilder, inklusiv und mit Wortspielen, erzählt die Kampagne, die glow für die Arbeiterwohlfahrt (AWO) entwickelt hat, davon, was man gemeinsam verändern kann.
Schwarz auf Weiß und etwas Rot und mit einem schönen Dreh: In einer Zeit, die für viele Menschen immer schwerer wird, in der die Lebenshaltungskosten steigen, Einsamkeit immer stärker um sich greift und manchmal auch die Hoffnungslosigkeit, zeigt die Kampagne für die AWO Bundesorganisation, dass es durchaus Hilfe gibt.
Dafür sorgt die AWO, zu deren Grundwerten Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit gehören und die, 1919 gegründet, heute der größte deutsche Arbeitgeber im Sozialbereich ist.
Sie ist in der Pflege und Altenhilfe aktiv, betreibt Kindergärten und Altenheime, fördert Teilhabe und unterstützt Eingliederung, kümmert sich um Kinder und Jugendliche und berät bei Migration.
Dass das alles einen Unterschied macht, davon erzählt die Agentur glow, die neben ihren Kampagnen für ihre Plakatwand bekannt ist, die mitten in Berlin und direkt gegenüber vom Soho House steht. Immer wieder sorgt sie dort für Hingucker. In Erinnerung ist zum Beispiel, wie sie dort mit einem »De-Musk Social Media« für Alternativen zu den US-amerikanischen Tech-Giganten warb.
Selber mitgestalten
Für die AWO aber setzen die Kreativen ganz auf Schrift, auf ein Spiel mit Worten – und auf Typografie.
Ein paar rote Striche reichen, um von den Veränderungen zu erzählen, die bereits kleine Gesten schaffen: aus Einsam wird so Gemeinsam, aus Sorgen wird Geborgen, aus Bürde verwandelt sich in Würde und ein Rollator in Rock’n’Roll.
Gleichzeitig ist es Motivation, selbst aktiv zu werden. Schließlich besteht die AWO neben mehr als 250.000 Mitarbeitenden auch aus rund 10.800 Ehrenamtlichen.
Begleitet wird die Kampagne von der Möglichkeit für die AWO-Ortsvereine, den roten Stift zu bestellen, um eigene Motive zu gestalten. Um das Mitmachen vor Ort zu erleichtern, wurde eine Anleitung entworfen, die das erleichtert.
Um auch die Jugendlichen zu begeistern, die im AWO-Jugendwerk zusammenfinden sind eigene Motive geplant, auf denen der rote Marker wie ein Tag-Stift genutzt wird.
Und damit ist dann längst noch nicht Schluss. So einfach und leicht umsetzbar die Kampagne speziell für eine Wohlfahrtsorganisation gehalten ist, so inklusiv und niedrigschwellig ist sie und zugleich so offen und flexibel, dass sie auf alle Bereiche der AWO übertragbar ist.