Künstliche Intelligenz
WhatsApp: EU-Kommission prüft weiterhin Einstufung als VLOP
Einem Reuters-Bericht zufolge beschäftigt sich die EU-Kommission aktuell damit, ob WhatsApp als „sehr große Online-Plattform“ unter dem Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) einzustufen ist. Im Falle einer solchen Einstufung müsste WhatsApp strengere Anforderungen erfüllen, etwa regelmäßige Risikobewertungen zur Verbreitung schädlicher und illegaler Inhalte. An sich fallen private Messenger nicht unter den DSA, wie Kommissionssprecher Thomas Regnier gegenüber Reuters erklärt. Allerdings verhielten sich öffentliche WhatsApp-Kanäle eher wie Social-Media-Plattformen und könnten vom DSA erfasst werden.
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Die Frage ist nicht neu, schon Anfang 2025 meldete WhatsApp 46,8 Millionen monatlich aktive Nutzer aus der EU in seinen Kanälen. Das liegt deutlich über dem Wert von 45 Millionen, den der DSA als Grenze für sehr große Online-Plattformen (very large online platform, VLOP) definiert, weshalb seit damals eine Einstufung als VLOP im Raum steht. In der Folgemeldung vom August 2025 war die Zahl dann bereits auf 51,7 Millionen gestiegen, doch zu einer Einstufung als VLOP kam es bislang nicht.
2026 mehr DSA-Durchsetzung
Das könnte sich im neuen Jahr ändern. Die EU-Kommission will den DSA (und den Digital Markets Act, DMA) künftig entschiedener durchsetzen, müsste dafür aber definieren, wie genau das private Messaging WhatsApps von den öffentlichen Kanälen zu trennen ist. Gegenüber Reuters sagte Regnier lediglich, dass sich die Kommission aktiv mit der Frage dieser Aufteilung befasse und er „eine zukünftige Einstufung“ der Kanäle als VLOP „nicht ausschließen würde“.
Falls es dazu kommt und WhatsApp gegen die erweiterten Pflichten von VLOPs verstößt, drohen Meta, dem Besitzer des Dienstes, empfindliche Geldstrafen von bis zu sechs Prozent des jährlichen weltweiten Umsatzes. Im Dezember 2025 hatte die EU die erste Geldstrafe nach dem DSA verhängt: Elon Musks Plattform X muss wegen mehrerer Verstöße 120 Millionen Euro zahlen; gemessen am Umsatz eine eher moderate Strafe, allerdings laufen weitere Untersuchungen bezüglich anderer möglicher Verstöße von X noch.
Grundsätzlich hat Meta bereits Erfahrung mit den Pflichten von VLOPs. Zwei anderen Dienste des Unternehmens, Facebook und Instagram, finden sich schon seit April 2023 auf der Liste der EU-Kommission, die aktuell insgesamt 24 VLOPs und VLOSEs (Very Large Online Search Engines, sehr große Online-Suchmaschinen) umfasst.
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(syt)
Künstliche Intelligenz
iX-Workshop Cyber Deception: Angreifer mit Honeypots gezielt in die Falle locken
Cyber Deception ist eine Sicherheitsstrategie, bei der Angreifer gezielt in die Irre geführt und von realen, schützenswerten Systemen abgelenkt werden. Zu diesem Zweck kommen täuschend echt wirkende, aber funktionslose Systeme, Daten oder Dienste wie Decoys, Honeytokens oder Honeypots zum Einsatz.
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In unserem zweitägigen Workshop Cyber Deception: Angreifer mit Honeypots gezielt in die Falle locken lernen Sie, wie Sie gezielt Täuschungsmanöver mit kostenlosen Open-Source-Tools durchführen.
Im Mittelpunkt stehen sogenannte Honeypots, spezielle digitale Fallen, die Angreifer anlocken und ihr Verhalten analysierbar machen. Sie lernen verschiedene Arten von Honeypots kennen, darunter Honeysystems, Honeyservices und Honeytoken, und erfahren, wie Sie diese sicher und glaubwürdig im lokalen Netzwerk, in der Cloud oder in Active-Directory-Umgebungen einrichten.
Sie lernen außerdem, wie Angreifer typischerweise vorgehen, wie man Täuschungen strategisch platziert und wie sich die erzeugten Alarme effizient und zentral auswerten lassen. Auch die Integration in bestehende IT-Strukturen und die Kombination verschiedener Deception-Werkzeuge werden thematisiert.
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März 26.03. – 27.03.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 26. Feb. 2026 |
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Juli 09.07. – 10.07.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 11. Jun. 2026 |
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Oktober 22.10. – 23.10.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 24. Sep. 2026 |
Der Workshop richtet sich an Administratoren und technisch versierte Sicherheitsverantwortliche, die mit eigenen Bordmitteln und Open-Source-Werkzeugen pragmatische Lösungen zur Angriffserkennung entwickeln möchten. Voraussetzung für die Teilnahme sind gute Kenntnisse auf der Windows- und Linux-Kommandozeile.
Referent des zweitägigen Workshops ist Frank Ully. Als erfahrener Pentester konzentriert er sich auf relevante Entwicklungen im Bereich der offensiven IT-Sicherheit.

(ilk)
Künstliche Intelligenz
Speicherknappheit: Marktforscher erwarten das Ende günstiger Notebooks
Die durch den KI-Hype verursachte Speicherknappheit wird laut Prognose von Gartner den PC- und Smartphonemarkt stark in Mitleidenschaft ziehen. Die Marktforscher gehen davon aus, dass der PC-Absatz im Jahr 2026 um 10,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr fällt. Beim Smartphone-Absatz erwarten die Marktforscher ein Minus von 8,4 Prozent.
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„Es handelt sich um den stärksten Rückgang der Geräteauslieferungen seit mehr als zehn Jahren“, erklärt dazu Ranjit Atwal, Senior Director Analyst bei Gartner. „Die höheren Preise werden die Auswahl an verfügbaren Geräten spürbar einschränken und viele Käufer dazu bewegen, ihre bestehenden Geräte länger zu nutzen. Das wird die bisherigen Upgrade-Zyklen nachhaltig verändern.“
Preisspirale dreht sich weiter
Ein Ende der Kostenspirale sieht Gartner auch noch nicht. Die Preise für Arbeitsspeicher (DRAM) und SSDs dürften der Schätzung nach bis Ende 2026 um bis zu 130 Prozent steigen. Infolgedessen sollen sich PCs im Durchschnitt um 17 Prozent und Smartphones um 13 Prozent gegenüber 2025 verteuern.
Auf der Käuferseite rechnen die Marktforscher damit, dass Privat- und Geschäftskunden wegen der gestiegenen Kosten die Erneuerung herauszögern und ihre vorhandenen Geräte länger nutzen. Bei Geschäftskunden soll die Nutzungsdauer im Schnitt um 15 Prozent steigen, bei privaten Verbrauchern um 20 Prozent. Bei Smartphones würden Käufer dann eher zu generalüberholten oder gebrauchten Modellen greifen.
Einsteiger-PCs verschwinden
Besonders soll es das Segment der günstigen Einstiegs-Geräte treffen. Die Kosten für Speicher machen sich nämlich für die Hersteller gerade dort bemerkbar – bei Notebooks und Komplett-PCs sollen sie demnach künftig 23 Prozent der gesamten Materialkosten ausmachen statt wie bisher 16 Prozent. „Dieser starke Anstieg nimmt den Anbietern die Möglichkeit, die Kosten zu absorbieren, wodurch margenschwache Einstiegs-Laptops unrentabel werden“, sagt Analyst Atwal.
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Seiner Einschätzung nach wird das Segment der Einstiegs-PCs unter 500 US-Dollar bis 2028 verschwinden. Damit dürfte er hauptsächlich Notebooks meinen, die anders als Desktop- beziehungsweise Mini-PCs etwa kein Display, keinen Akku und keine Tastatur benötigen. Auch die Durchdringung des Marktes mit KI-PCs, also mit dedizierter Neural Processing Unit (NPU), dürfte sich weiter verzögern.
Beim Anteil des Speichers an den Gesamtkosten könnte Gartner sogar recht konservativ geschätzt haben. Hersteller HP berichtete am Mittwoch bei Bekanntgabe seiner Geschäftszahlen zum ersten Quartal 2026, dass der Anteil an den PC-Materialkosten in diesem Jahr ungefähr bei 35 Prozent liegen dürfte. Das entspreche einer Verdoppelung im Vergleich zum Vorquartal. HP geht dabei auch von weiter steigenden Kosten aus, die größten Auswirkungen erwartet die Firma in der zweiten Jahreshälfte.
Wie lange geht das noch so weiter?
Die Speicherkrise hat inzwischen fast alle Speichertypen erreicht: von DDR5-Riegeln in Desktop-PCs über LPDDR5X für Notebooks und Smartphones bis hin zu SSDs und HDDs. Laut Branchenstimmen wie dem Phison-Chef Khein-Seng Pua kann sich die Knappheit noch eine ganze Weile hinziehen. Interne Prognosen seines Unternehmens zufolge könnte das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei Speicherchips auch gut bis mindestens 2030 anhalten. Das würde bedeuten: Speicher bleibt noch einige Jahre knapp und Hersteller können Preise diktieren.
Grund für die Speicherkrise ist die gewaltige Nachfrage durch Hyperscaler für ihre KI-Rechenzentren. Das Konzept Angebot und Nachfrage wird dabei praktisch ausgehebelt: Normalerweise würde durch die hohen Preise die Nachfrage sinken, wodurch sich die Preise wieder einpendeln müssten. Derzeit kaufen Hyperscaler jedoch alles auf, was verfügbar ist, unabhängig von den Kosten. Zugleich dauert es Jahre, bis Speicherhersteller den Bau neuer Werke abschließen und die Serienproduktion beginnen können.
(axk)
Künstliche Intelligenz
c’t-Workshop: Observability für Kubernetes-Umgebungen aufbauen
Wer Kubernetes für Cloud-native Anwendungen nutzt, muss jederzeit wissen, was im System passiert. Observability macht das Verhalten laufender Systeme sichtbar und hilft, Probleme frühzeitig zu erkennen. Doch wie sammelt man die relevanten Daten ein, speichert sie sinnvoll und leitet daraus die richtigen Schlüsse ab?
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Der Workshop Observability für Kubernetes-Umgebungen verbindet theoretisches Verständnis mit praxisnahen Übungen. Im Mittelpunkt stehen die drei Säulen der Observability: Metriken, Logs und Distributed Traces. Anhand des Grafana-LGTM-Stacks – bestehend aus den vier Open-Source-Projekten Loki, Grafana, Tempo und Mimir – lernen die Teilnehmer, Betriebsdaten zu sammeln, zu visualisieren, Trends zu erkennen und Alarme einzurichten. So lässt sich der Ressourcenbedarf fundiert einschätzen und eine zuverlässige Betriebsüberwachung aufbauen.
Von der Datenerhebung bis zur Alarmierung
Der Workshop deckt den gesamten Observability-Workflow ab: Zunächst erhalten die Teilnehmer eine Einführung in die Grundlagen und den Grafana-LGTM-Stack. Anschließend sammeln sie mit Grafana Alloy Observability-Daten, nutzen vorhandene Datenquellen und erheben anwendungsspezifische Informationen. Darauf aufbauend erstellen sie Dashboards in Grafana, lernen Abfragen zu formulieren und richten Alarmierungskanäle mit passenden Schwellenwerten ein.
Die Teilnehmer lernen die Zusammenhänge kennen zwischen Metriken, Logs und Distributed Traces und wissen, wie sie Fehlverhalten gezielt erkennen und Ursachen eingrenzen. Außerdem erfahren sie, wie sich auf Basis etablierter Standards viele Daten automatisch erheben lassen, bevor ein manueller Eingriff nötig wird.
Erfahrener Trainer aus der Praxis
Durch den Workshop führt Nicholas Dille, Senior DevOps Engineer bei der Haufe Gruppe. Dort verantwortet er mit seinem Team die zentralen Dienste für die Softwareentwicklung und gibt intern Workshops und Vorträge. Er beschäftigt sich intensiv mit Kubernetes, Observability und CI/CD in heterogenen Umgebungen. Docker zeichnete ihn acht Jahre lang als Captain aus, Microsoft 13 Jahre lang als Most Valuable Professional.
Voraussetzungen und Anmeldung
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Der Workshop richtet sich an alle, die Kubernetes für den Betrieb Cloud-nativer Anwendungen einsetzen und ihre Fähigkeiten in Überwachung und Alarmierung vertiefen wollen. Der Umgang mit Kubernetes und das Deployment mit Standardwerkzeugen wie Helm sollten zum Alltag gehören. Erste Berührungspunkte mit der Erhebung und Auswertung von Metriken werden vorausgesetzt; Erfahrung mit Prometheus ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.
- Datum: 30. April 2026
- Uhrzeit: 9 Uhr bis 17 Uhr
- Preis: 792,00 Euro (Frühbucherpreis bis 02. April 2026)
Weitere Informationen sowie Details zur Anmeldung finden Sie auf der Website zum Workshop.
(abr)
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