Social Media
Feed und Fudder 77 – Social Gretchenfrage: Sales oder Entertainment?
Sales oder Spaß? Warum überhaupt „oder“? Natürlich wollen Unternehmen Geld verdienen, und Social Media ist längst ein relevanter Absatzmarkt. Doch warum posten so viele Marken Inhalte, die ausschließlich auf Verkauf getrimmt sind oder anders ausgedrückt: Langweilig!
Dabei kann Social Media Content, der eine Marke stärkt und Umsatz bringt, alles andere als öde sein. Im Feed und Fudder Podcast sprechen wir darüber, ob Sales und Entertainment wirklich Gegensätze sind, und zeigen euch Beispiele, die beides souverän verbinden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Spotify. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche „Inhalt entsperren“. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Entertainment first! Die neue Realität im Social Media Management
Influencer Marketing: Wie Social Media Manager*innen die richtigen Partner finden
Transkript Feed und Fudder Podcast Folge 77 – Social Grechtenfrage: Sales oder Entertainment?
Du bist grad irgendwo, wo es still sein muss, schmöckerst lieber in Texten oder möchtest unsere Folge barrierefrei mit deinem Screenreader lesen? Kein Problem!
Hier gibt es das Transkript zu Folge 77 – Social Grechtenfrage: Sales oder Entertainment?
Transkript
Nicola
Hallo und Servus zu einer neuen Folge Feed & Futter mit Alex und mir, der Niki. Alex, jetzt wollte ich was mit holy holy anfangen, aber die Überleitung habe ich voll verkackt. Wir hatten ganz oft schon auf dem Blog auf allsocial.de das Thema: Wie entertaining ist Social? Ich bin heute etwas durcheinander. Wie entertaining ist Social? Leute, seht’s mir nach, ich bin heute ein bisschen verballert. Deine These war: 2026 wird es noch entertainiger und Sales ist nicht so krass wie Entertainment. Sales oder Entertainment, es ist verwirrend heute.
Alexander
Ich habe sogar zwei Thesen. Die erste These ist Entertainment First. Social Media wird immer weniger Social und mehr Media. Früher hat man Social Media genutzt, um sich mit Leuten zu vernetzen, die man kennt oder noch nicht kennt. Da gab es Funktionen wie Anstupsen auf Facebook oder Gruscheln auf StudiVZ. Sowas gibt es heute gar nicht mehr. Heute geht man auf Social Media, um Content Creators zu folgen. Social Media wird immer mehr zu Streaming. Video-Content ist das bevorzugte Format und wird am meisten ausgespielt. Man nutzt Social Media, um sich passiv zu unterhalten und zu konsumieren.
Die zweite These: Es gibt so viele Marken, denen dieser Entertainment Shift egal ist oder die ihn nicht verstanden haben. Sie veröffentlichen am laufenden Band Postings, die ausschließlich auf Sales getrimmt sind und nur das zeigen, was sie selbst gerne sehen wollen. Sie machen sich keine Gedanken darüber, dass man Inhalte veröffentlichen sollte, die die Zielgruppe sehen will, die Fragen beantworten, Probleme lösen oder einfach unterhalten. Das sind meine zwei Thesen.
Nicola
Das sind starke Thesen. Punkt eins: Ich bin bei dir. Unterhaltung war immer schon ein Thema, aber es gibt eine Verlagerung von Beziehungen hin zu mehr Entertainment. Die Bedürfnisse Unterhaltung, Zerstreuung und Beziehung waren immer da. Aber die Plattformen haben sich stark Richtung Videocontent verändert, weil man über Werbeplatzierung mehr Geld verdient. Videocontent muss hochwertiger produziert sein, braucht Storytelling, ein Bild reicht nicht mehr. Dadurch wird es entertainiger, wenn man erfolgreich sein will.
On top wollen die Plattformen mehr Content und fördern durch den Algorithmus viel Content. Wie willst du viel Content produzieren, wenn du nichts Serielles machst? Das eine bedingt das andere. Das Bedürfnis nach Entertainment war schon immer da, aber durch die Plattformlogik führt es automatisch dazu, dass man mehr ins Entertainige geht. Man braucht etwas Serielles. Man kann zwar 100 Jahre aus seinem Leben erzählen, aber irgendwann ist es auserzählt. Dann wird es geskripteter und die Lösung ist: mehr Entertainment. Storytelling sind erfundene Geschichten.
YouTube braucht Content und Watchtime. Die Oscars sollen künftig nur noch auf YouTube oder Streaming stattfinden, nicht mehr im TV. Das Nutzerverhalten der jungen Zielgruppe ist Social First oder Social Only. Große Inhalte finden nicht mehr im TV statt. Das hängt alles zusammen. Spannend ist dein zweiter Gedanke: Sales. Wenn jeder Post auf Sales getrimmt ist, kann das der organischen Reichweite schaden. Deine fünf Cent?
Alexander
Denke ich schon. Es kann sein, dass Sales-Posts lustig und gut sind. Meine Aussage war allgemein gemeint. Ich meine stinklangweilige Beiträge. Auch Beiträge, die Produkte vorstellen, können unterhaltsam sein. Eigentlich wollte ich sagen: Social Media Beiträge, die ausschließlich so formuliert sind, wie man es selbst gern hätte, sind meistens langweilig. Und langweilig ist das Letzte, was die Community sehen will. Der Entertainment-Gedanke ist zu stark geworden. Ihr könnt eure Produkte vorstellen, eure Dienstleistungen, eure Services, aber das kann man mit unterhaltsamem Storytelling machen.
Nicola
Ich bin voll bei dir. Die Akzeptanz für Sales ist in den letzten Jahren krass gestiegen. Früher waren die Leute sensibel, wenn man erwähnt hat, dass man etwas kaufen kann. Heute hat jeder zweite Post irgendeinen Rabattcode. Influencer-Marketing ist Homeshopping in der äußersten Form. Es gibt eine hohe Akzeptanz für Abverkauf.
Aber es muss nutzerorientiert sein. Wenn die User den Content als akzeptabel und plattformgerecht sehen, ist Sales okay. Wenn sie merken, dass es nicht passt, zu plump ist oder nicht unterhält, kommt eine Abwehrhaltung. Es muss Aufmerksamkeit generieren, unterhaltsam sein und im Zweifel steckt eine ganze Brandlogik dahinter: Storytelling, Visualität und so weiter.
Alexander
Und genau das ist eigentlich das Kriterium, wie wir oft unsere Wins aussuchen. Bei den Wins schauen wir: Hat eine Marke verstanden, einen bestimmten Zeitpunkt zu nutzen? Zum Beispiel diese berühmt-berüchtigte Hebebühnenfirma, die den Louvre Einbruch genutzt hat, um ihre eigenen Hebebühnen zu zeigen, die bei diesem Einbruch im Einsatz waren. Sie haben die Vorzüge betont, wie stabil und flexibel ihre Hebebühnen sind. Oder war das Storytelling gut?
Du kannst deine Produkte vorstellen, das ist legitim. Du kannst deine Dienstleistung vorstellen, gar kein Problem. Aber mach es nicht langweilig. Auf Sales getrimmt heißt: ein langweiliges Posting, das nur über dich selbst spricht.
Bei der Hebebühnenfirma war es anders: Sie haben den richtigen Zeitpunkt gewählt, sie waren nicht zu schade, sich selbst ein bisschen auf die Schippe zu nehmen, und sie haben trotzdem die Vorzüge des Produkts eingebaut. So kann man es machen. Eine langweilige Firma hätte erst das Wasserzeichen der Hebebühne eingefügt, hätte 20 Freigabeschleifen gebraucht, der Zeitpunkt wäre verpasst worden und am Ende wären langweilige Zahlen gekommen wie „hochfahrbar auf 18 Meter“.
Nicola
Du musst den Nerv treffen, damit die Leute hängen bleiben. Damit sie merken: witzig, das teile ich. Manchmal ist der Kauf nicht das primäre Ziel, sondern ein Nebeneffekt. Das Primärmotiv ist Unterhaltung. Der Abverkauf passiert nebenbei.
Ich nehme mich da nicht aus. Ich will gar nichts kaufen und dann kommt ein guter Post und ich denke: interessant. Wenn es gut gemacht ist, passt es. Es kann auch eine Werbeanzeige sein, die in einem guten Umfeld stattfindet. Wenn ich harten Abverkauf will, muss ich in ein werbliches Umfeld gehen.
Ein gutes Beispiel, wie Social-Logik auf einem Home-Shopping-Kanal funktioniert, ist Whatnot. Das ist eigentlich eine TikTok-Logik: Feed, Swipen, Clips, Likes, Kommentare. Die Verkäufer machen Live-Shopping, du kannst direkt kaufen. Es wird nicht langweilig. DM hat das auch in der App, MediaMarkt auch. Whatnot bringt es aber auf die Spitze, weil das System gut funktioniert. Es ist gelernt, es ist socialig. Die Verkäufer animieren dich permanent: Welche Tasche soll ich verkaufen, worauf habt ihr Bock? Die Community wird extrem eingebunden.
Da gehst du hin, weil du etwas kaufen willst oder auch nicht. Vielleicht findest du es einfach unterhaltsam. Diese zwei Wege sind spannend: Social, wo du Unterhaltung suchst und dann kaufst, oder eine Sales-Plattform, die sehr socialig ist. Whatnot zeigt, wie Social-Logik in einem reinen Selling-Prozess funktioniert.
Alexander
Whatnot ist auch stark in der Zusammenarbeit mit Influencern und Creatorn. Da fühlt es sich organisch an. Organisch ist so ein Wort, da denke ich immer an einen OP-Tisch, wie bei Dr. Bibber.
Nicola
Oder Social Media Dr. Bibber.
Alexander
Genau. Die Socialigkeit ist in der App und in der Verkaufslogik. Gleichzeitig tragen Creator das auf Social Media weiter und es wirkt nicht plump oder abverkaufslastig, sondern natürlich. Ein spannendes Beispiel. Du hast aber auch ein Beispiel aus Hanau mitgebracht.
Nicola
Ein sehr lokales.
Alexander
Ja, die Card Buddies. Wir hatten es ja schon von Pokémon. Grüße an den Kabuto-King. Kabuto steht gerade bei 124 Dollar. Er hat sein Versprechen eingehalten: Eine Karte aus seiner Sammlung wurde bei eBay versteigert, 50.000 Dollar, und er spendet das an ein Kinderkrankenhaus.
Die Card Buddies in Hanau sind ein Offline-Store für Pokémon-Karten, machen Turniere, Tauschbörsen und arbeiten viel mit Whatnot. Das ist ein Beispiel dafür, wie man Whatnot als Streaming-Plattform nutzt. Es ist zwar Verkauf, aber von der Logik her ist Whatnot wie eine Streaming-Plattform, ein Shopping-Netflix. Das bindet Partner gut ein.
Wir hatten im Vorgespräch ein Beispiel, wo es uns zu viel wurde: Holy, die Energy-Drink-Marke. Das Produkt ist cool, aber sie arbeiten mittlerweile mit jedem Influencer und Creator zusammen. Whatnot konzentriert sich auf passende Partner, Holy ist überall. Das ist ein Massenmodell, verständlich, aber mir ist es zu wahllos. Überall taucht Holy auf, Rabattcodes überall. Zu viel des Guten.
Nicola
Das sind zwei unterschiedliche Ansätze. Card Buddies ist ein Local Store, sehr spezialisiert, eine nerdige Zielgruppe. Sie haben Offline-Events. Aber auf dem Account sind so viele Zuschauer, viel mehr als in Hanau leben. Das ist ein spannender Mix: ein kleiner Store, der unterhaltsam auf Instagram unterwegs ist, kombiniert mit Whatnot. Damit erweitern sie brutal ihre Reichweite und ihr Abverkaufsgebiet.
Es ist nicht fancy, aber sie haben verstanden, wie sie ihre Nerds erreichen. Sie sind sympathisch und unterhaltsam. Sehr lokal, sehr klein, aber konsequent und clever gemacht. Unterhaltsam, aber das primäre Ziel ist: Der Store soll funktionieren und Menschen sollen Karten kaufen.
Da ist genau der Punkt: Plattform verstanden, User verstanden und dann überlegt, welchen Content man machen muss, damit die Leute dranbleiben, wiederkommen, eine Beziehung aufbauen und irgendwann vielleicht etwas kaufen.
Alexander
Du hast gerade echt den Hot Take rausgehauen, mit diesen drei Punkten. Plattform verstehen, User verstehen, auf Entertainment, aber auch nicht gewollt oder auch gezwungen, sondern natürlich, empathisch, sympathisch, auf Storytelling zu machen. Und nicht auf Teufel komm raus Storytelling zu machen, sondern wirklich natürliches…
Nicola
Ja, was auch zu dir passt. Also ich meine auch bei den Cardbuddies, die machen das natürlich, es würde jetzt bei einer anderen Branche vielleicht gar nicht funktionieren. Es funktioniert, weil diese Menschen in dem Store so sind, wie sie sind und über diese Themen so reden, wie es in dieser Zielgruppe funktioniert. Und sich da nicht zu verstellen, sondern im Gegenteil zu gucken, wo sind meine Stärken. Und dann sagen, okay, das ist unique.
Also das kann niemand einfach so kopieren. Weil der Store kannst du nicht kopieren. Du kannst die Menschen nicht einfach kopieren. Und das ist ein Erfolgsrezept, was man sich wirklich genau anschauen kann. Und top Card Buddies finde ich wirklich spannend. Deswegen bin ich voll froh, dass du dir das Beispiel mitgebracht hast.
Dass die dann aber nicht nur an Reichweite auf Social denken, sondern weiterdenken, ja, wie ist denn der Abverkaufprozess? Also Punkt 1, kommt jemand in die Store? Ist das ein Abverkauf? Geht jemand auf Whatnot? Ist das der Abverkauf? Geht jemand in meinen Shop? Ist das der Abverkauf? Also das ist halt auch noch so entscheidend.
Es hilft jetzt nicht nur zu sagen, ja, wir haben einen super coolen Channel, sondern am Ende des Tages auch, okay, aber wie kommen die Personen jetzt, also wo soll die hin? Sollen die in die Store gehen? Sollen die auf Whatnot gehen? Oder sollen die in den Online-Shop gehen? Und ich glaube, das ist auch nochmal so die Next Level, damit es wirklich funktioniert, dass du das durchdacht hast.
Und bei Holy zum Beispiel, deswegen ist das ein, ja, ich verstehe den Ansatz, die sind ein Massenprodukt. Die müssen in den Massenmarkten, B2C-Markt. Und im Idealfall läufst du am Supermarkt am Corner vorbei, siehst das Logo, siehst das Produkt und greifst hin. Deswegen müssen die brutal nervig sein und wahnsinnig präsent. Und das ist, glaube ich, die Challenge bei Holy. Der Account, finde ich, ist auch gut gemacht und der Account ist auch sehr unterhaltsam. Grundsätzlich mit den Creatorn haben die auch eine krasse Reichweite. Aber, was du jetzt sagst, bis zu gewissen Punkt wird es halt belanglos.
Alexander
Mir ist es einfach zu wahllos Ich finde, WhatNot zum Beispiel bleibt eigentlich immer… WhatNot ist ja nicht nur Pokémon-Sammelkarten, da kannst du ja alles Mögliche versteigern, aber… Genau, aber dann bleibt es auch getrennt.
Nicola
Luxustaschen und Hausrat. Dann arbeiten die dann halt immer in diesen Sphären.
Alexander
Also hier ihre Pokémon-Influencern werden jetzt nicht auf einmal Luxustaschen auf WhatNot steigern.
Nicola
Ja, absolut. Brauchen die auch gar nicht. Du willst ja in diesen Stream rein, weil du ja deine Trading Cards da findest. Oder du gehst in den Stream rein, weil du halt Hausauflösungen toll findest und Schnäppchen jagen willst. Also da ist ganz klar der Trigger sehr gezielt gesetzt. Und ich glaube, die Schwierigkeit bei Holy ist einfach, dass die so in den Massenmarkt müssen. Diese Brand muss so sichtbar sein, wenn ich in den Corner, in den Supermarkt gehe, dass ich diesen Aufsteller sehe und dann sage ich, ah ja, Holy, der vertraue ich der Marke. Und das ist eine ganz andere Herausforderung.
Und dadurch wird die Marke aber, verliert die natürlich ein bisschen an Charakter. Die Frage, wie weit treibst du das? Das ist die Frage, können wir nur wissen, wie erfolgreich Holy ist. Und vielleicht in ein, zwei Jahren. Also vielleicht ist die Brand dann durch, kann auch sein. Dass die dann halt einfach durch ist, das Produkt ist abverkauft, alles in Happy und Gutes. Aber für den nachhaltigen Brandaufbau ist es natürlich heftig, wenn es so unfassbar breit wie eine Gießkanne auf alles ausgerollt wird. Das ist das, was dich dann ja nervt.
Alexander
Ich glaube, vielleicht nach dem ganzen Gespräch revidiere ich es ein bisschen. Ich glaube, was mich so vielleicht gar nicht nervt, ist gar nicht so die Masse, sondern die Art und Weise. Durch diese Masse, wenn ich sage mal so, great und influencer, hast du auch unterschiedliche Qualitätsstufen. Meine ich nicht böse, ist einfach so. Und wenn halt so Whatnot, wenn du die halt gezielt aussuchst, mit wem du zusammenarbeitest, die können das dann schon besser einbauen. Wie bei den Card Buddies: Die bauen das ja ganz sympathisch ein, ganz organisch, es stört dich nicht.
Wenn du aber praktisch jeden, der einen YouTube und Instagram-Kanal hat, zu deinen Markenbotschaftern machst, dann gibt es halt welche, die können es halt richtig gut. Und die man sagen halt auch irgendwie passend. Und dann gibt es halt welche, die können es einfach nicht. Und dann ist es einfach total schräg, wie dann das Produkt eingebunden wird. Ich meine, ich habe es dir doch geschickt. Ich habe mal beim Bilder aufräumen, etwas gefunden. Ich würde mal sagen, es ist einer, wenn wir von Social-Media-Klassikern reden, vielleicht auch Fail-Klassiker, es ist wohl der größte oder der bekannteste Social-Media-Produktplacement-Fail.
Und zwar, es geht um Bifi. Es gab mal eine Influencerin aus Heidelberg, die einfach Bifi in der Badewanne gegessen hat und auch ihre ganze Badewanne drumherum, ihr ganzes Badezimmer war von oben bis unten voll mit Bifi.
Nicola
Ja, stimmt. Schrecklich. Allein der Geruch, allein das Bild riecht für mich.
Alexander
Alles passt halt so überhaupt nicht zusammen, weil ich glaube, wenn ich baden gehe, dann denke ich an Entspannung, ich denke an Wohlfühlen. Genau, überleg dir mal, du machst dir schön so einen Schaumbad ein und
Nicola
da ist Bifi, aber das riecht nach Wurst.
Alexander
Du hast dann so Duftkerzen vielleicht und alle mich dann schön richtig, bis du dich dann wohlfühlst, gehst dann ins Badewasser, heimelig gemütlich und dann machst du so ein Bifi auf und dann kommt dieser Geruch.
Nicola
Und es stinkt einfach. Aber gut, dass du es nochmal rausgekramt hast. Dieses Bild riecht für mich. Also es riecht nach Vanille, Seife und nach Wurst.
Alexander
Wenn Bilder riechen können, das ist für mich einer der absoluten Social Media Klassiker. Aber hat das mit Food zu tun.
Nicola
Ja und hat auch eine gewisse Berühmtheit erlangt. Aber irgendwie drehen wir uns, also beziehungsweise eigentlich ist es genau das, was du am Anfang gesagt hast. Sales per se ist ja nicht verkehrt, gerade im Social ist Sales durchaus ein wichtiger Bestandteil.
Inzwischen, und es ist sehr akzeptiert, aber es muss halt plattformgerecht sein und es muss unterhaltsam sein und es muss passen und dann habe ich auch kein Problem damit, dann hat der User kein Problem damit und ich glaube, das ist das, was dich bei Holy stört, dass eben genau, was du gesagt hast, es so blump oft eingebaut wird, dass es dann halt eben eine plumpe, schlecht gemachte Werbung ist.
Alexander
Genau, es ist eingebunden wie halt da die Bifi in der Badewanne.
Nicola
Genau, Bifi in der Badewanne. Und wenn es gut gemacht ist, unterhaltsam, plattformgerecht und die User anspricht, dann stört es niemanden. Dann hast du den perfekten Fit. Und ich glaube, das ist am Ende des Tages unsere Frage vom Anfang: Sales oder Entertainment? Ich würde sagen, das kann man gar nicht trennen. Solange es unterhaltsam ist und den Usern Spaß macht, kann man absolut abverkaufen und Sales machen. Es nervt nur, wenn es plump, einfach und langweilig ist. Das braucht kein Mensch.
Alexander
Ich habe auch noch einen Win mitgebracht, und da wurden alle Win-Checkmarks erfüllt. Ich fand ihn super sympathisch, weil sie Storytelling gemacht haben, und zwar doppelt. Sie haben erzählt, wie es dazu kam, und sie haben daraus auch eine zweite Story gemacht. Ich kannte die Marke vorher nicht, jetzt kenne ich sie. Es geht um Vöslauer Mineralwasser aus Österreich.
Ich bin ein großer Fan davon, wenn Marken Momentum nutzen. Der Sidekick von Conan O’Brien, Jordan Schlansky, hat in seinem Podcast erzählt, dass er totaler Fan von Vöslauer ist. Das hat Millionen Hörer erreicht und lief auch auf YouTube. Die betreuende Agentur hat gedacht: Lass uns in die USA fliegen und ihm Danke sagen. Also haben sie in der Nähe des Podcaststudios ein großes Straßenbanner aufgehängt. Darauf stand: „Everyone else look away, this is between Jordan and us“ – daneben eine Vöslauer-Flasche.
Ich finde das super sympathisch. Sie haben das Momentum genutzt, die Geschichte erzählt, wie es dazu kam, und die Marketingverantwortlichen erzählen das voller Stolz auf Social Media. Das finde ich mega sympathisch. Wenn man etwas Cooles gemacht hat, ist es legitim, sich zu zeigen und zu sagen: Das ist unsere Kampagne. Deswegen ist das mein Win der Woche.
Nicola
Absolut. Und ich als großer Wassertrink-Fan: Es schmeckt auch wirklich gut. Die müssen nichts versprechen, was sie nicht halten. Es ist ein gutes Wasser. Und ich bin nicht gesponsert. Falls jemand Wasser sponsern will, meldet euch. Ich habe kein Problem damit, für Wasserwerbung zu machen, das gut schmeckt. Es hätte wahrscheinlich nie Berühmtheit in den USA erlangt, aber sie haben das Momentum perfekt genutzt.
Ja, da sind wir schon am Ende. Alex, du kannst mir alles Mögliche abverkaufen, solange es unterhaltsam ist. Ich wünsche dir eine gute Woche. Sei unterhaltsam. Langweile mich nicht. In dem Sinne: gute Woche. Ciao.
Alexander
Mach’s gut.
Social Media
KI-generierter Content: Effizienz-Booster oder Markenrisiko?
Gastbeitrag von Raimund Löffler
KI-generierter Content ist im Social Media Marketing längst Realität. Was früher mehrere Abstimmungsschleifen, Produktion und Testing brauchte, entsteht heute in Minuten – oft direkt im Plattform-Setup. Creatives lassen sich in Varianten denken, schneller anpassen und präziser auf Performance-Signale zuschneiden. Für viele Social Teams wirkt das wie das lange gesuchte Effizienz-Wunder. Doch genau hier beginnt das strategische Missverständnis.
KI hat Social Media nicht verändert, weil sie kreativer ist. Sondern weil sie Produktionskosten faktisch drastisch gesenkt hat. Varianten, Tests und Iterationen entstehen heute in Minuten. Das schafft Effizienz und Skalierung und verändert damit die Spielregeln. Wenn Produktion nahezu beliebig skalierbar wird, verschiebt sich der Engpass von der Erstellung hin zur strategischen Führung von Content.
Die entscheidende Frage lautet also nicht mehr, ob KI eingesetzt wird, sondern wo sie entlang der Customer Journey tatsächlich Wirkung erzeugt und wo nicht. Und genau hier wird es für Social Media Manager*innen interessant.
KI verändert Social Media Marketing: Alle Entwicklungen gibt es auch direkt in dein Postfach mit dem AllSocial Newsletter!
Plattformgerecht ist nur die Basis
Meta, TikTok & Co. arbeiten längst mit automatisierten Creative-Systemen, die auf Basis von Performance-Signalen und Post-Purchase-Daten ganze Visual-Welten erzeugen. KI ist dabei nicht „kreativ“ im klassischen Sinne, sie ist vor allem ein extrem gutes Optimierungswerkzeug für das, was eine Plattform belohnt. Was sie dabei zuverlässig hinbekommt: Formate „platform native“ machen, Reiz-Trigger zuspitzen und Inhalte so zuschneiden, dass sie in den ersten Sekunden funktionieren. Doch genau hier liegt ein häufiger Denkfehler. Plattformgerecht bedeutet zunächst nur, dass der Content den Mechanismen des Algorithmus entspricht. Ob er jedoch auch eine Marke stärkt oder langfristige Wirkung entfaltet, ist eine andere Frage.
Was KI dagegen nicht kann, ist Markenführung. Generative Systeme berechnen Wahrscheinlichkeiten und reproduzieren Muster. Was ihnen fehlt, ist ein echtes Verständnis für strategische Markenführung, kulturellen Kontext oder langfristige Positionierung. Für Social Teams bedeutet das, dass eine plattformspezifische Umsetzung heute lediglich die Eintrittskarte ist und Differenzierung erst dann entsteht, wenn eine klare Markenperspektive dahintersteht. Genau an dieser Stelle wird es spannend, denn wenn Effizienz der Standard ist, entscheidet am Ende die Klarheit der Marke darüber, wofür sie steht und ob man das im Feed auch spürt.
Effizienz ist kein USP mehr
Heute kann fast jede Marke auf Knopfdruck „plattformgerecht“ wirken, Trends aufgreifen und Creatives in hoher Frequenz anpassen. Gerade weil das so leicht ist, wird Effizienz vom Wettbewerbsvorteil zur Grundvoraussetzung. Feeds werden voller, aber nicht automatisch relevanter. Mehr Content bedeutet nicht mehr Marke. Der Engpass liegt nicht in der Produktion, sondern in der Positionierung. Mehr Output ist kein Beweis für bessere Markenarbeit.
Und wenn nahezu jede Marke mit ähnlichen Tools ähnliche Inhalte erzeugen kann, entsteht Differenzierung nicht mehr über Geschwindigkeit oder Volumen – sondern über Perspektive. Entscheidend ist, ob eine Marke im Feed erkennbar bleibt. Aus operativer Sicht wird damit entscheidend, wo KI entlang der Customer Journey ihren größten Hebel entfalten kann.
Die Praxis zeigt ein klares Bild. KI-getriebene Creatives performen besonders stark im Lower Funnel, da gerade dieser von Schnelligkeit und Adaptionsfähigkeit profitiert. Gerade wenn Produkte kurz vor dem Kauf einen schnellen Emotionsimpuls benötigen, spielen KI-Werbemittel ihre Stärken aus, da sich Botschaften schnell zuspitzen und konsequent auf Abverkaufssignale ausrichten lassen. Im Upper Funnel hingegen geht es um Vertrauen. Mit der zunehmenden Flut generischer KI-Visuals wächst bei Nutzer*innen gleichzeitig der Wunsch nach echter Realität.
Der große Vorteil von KI, visuell kaum noch von Realität unterscheidbar zu sein, kann dadurch zum Risiko werden. Kurz gesagt: KI optimiert Signale – Marken bauen Bedeutung auf. Damit ist KI entlang der Customer Journey kein Selbstläufer, sondern ein Werkzeug, das bewusst geführt werden muss.
Ohne Haltung keine Marke
KI kann optimieren, variieren und skalieren. Aber sie trifft keine Entscheidung darüber, wofür eine Marke steht und welche Wirkung sie langfristig aufbauen will. Sie ist kein autonomer Kreativpartner, sondern ein System, das geführt werden muss. Ohne menschliche Führung produziert sie vor allem Austauschbarkeit.
Der Unterschied entsteht dort, wo Menschen den Rahmen setzen. Sie geben der Story eine Richtung, schärfen die Tonalität und entscheiden, was im jeweiligen kulturellen Moment funktioniert und was nicht. Erst dadurch wird aus KI-Output überhaupt Markenkommunikation. Technologie ersetzt keine Strategie und schon gar keine Haltung.
Für Social Media Manager*innen verschiebt sich damit die eigentliche Aufgabe, weg von der reinen Content-Produktion, hin zur kuratierenden und strategischen Steuerung von Content-Systemen. KI darf nicht isoliert als Produktionsmaschine eingesetzt werden. Sie braucht eine klare Leitplanke, damit sie nicht nur schneller produziert, sondern gezielt in eine Markenperspektive einzahlt. Und genau hier kommt ein ganzheitlicher Ansatz ins Spiel.
Ein Markenbild über alle Touchpoints
Im Alltag von Social Teams zeigt sich schnell, wo Automatisierung wirklich hilft. Redaktionsprozesse lassen sich strukturieren, Paid Assets schneller aussteuern und Creator Partnerschaften datenbasiert auswählen. Was dadurch aber nicht automatisch entsteht, ist eine konsistente Markenhaltung, die sich über alle Touchpoints hinweg gleich anfühlt. One Social funktioniert nur, wenn alle Disziplinen dieselbe Perspektive transportieren. Diese Konsistenz entsteht nicht aus reinen Datenmustern, sondern aus strategischen Entscheidungen.
Für Social Media Expert*innen kann Technologie also nur dann ein starker Multiplikator sein, wenn vorher klar definiert ist, wofür die Marke steht und wie sie klingen soll. Damit wird klar, dass es nicht um noch mehr Content geht, sondern um eine konsistente Steuerung über alle Disziplinen hinweg. Ohne diese gemeinsame Perspektive entsteht zwar Output, aber keine Wiedererkennbarkeit.
Fazit: KI braucht Führung
KI wird die Content-Produktion im Social Media Marketing dauerhaft verändern. Sie macht Prozesse effizienter, beschleunigt Tests und hilft, Performance-Potenziale schneller zu heben. Das ist ein Fortschritt. Aber Effizienz allein schafft keine Marke. In einer Feed-Logik, in der nahezu jeder plattformgerecht produzieren kann, entscheidet nicht die Geschwindigkeit über Relevanz, sondern die Klarheit der Perspektive. KI kann optimieren, doch sie definiert eben nicht, wofür eine Marke steht.
Damit verschiebt sich für Social Media Manager*innen der Fokus. Die Frage ist nicht mehr, ob KI eingesetzt wird, sondern wie bewusst sie entlang der Customer Journey gesteuert wird. Dort, wo Performance zählt, kann sie skalieren. Dort, wo Vertrauen entsteht, braucht es Haltung. Technologie wird zwar zum Standard, doch Führung bleibt Differenzierung.
Hinweis: Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag. Es besteht keine bezahlte Kooperation.
Social Media
Social Media Strategie: Warum sind wir überhaupt hier?
Die Social‑Media‑Feeds gleichen inzwischen einer Achterbahnfahrt: Manche Beiträge schießen in die Höhe, andere rauschen ohne ersichtlichen Grund ins Tal. Dass die organische Reichweite in den meisten Netzwerken spürbar zurückgegangen ist, überrascht längst niemanden mehr. Rein organisch eine relevante Sichtbarkeit zu erzielen, ist heute deutlich anspruchsvoller geworden. Zwar nicht ausgeschlossen, aber auch längst kein Selbstläufer mehr.
Noch mehr Insights ins Social Media Marketing direkt in den Postfach: Hier geht es zum AllSocial Newsletter!
Ohne Social Media Strategie geht nichts mehr
Eine Konsequenz dieser Entwicklung ist unvermeidbar: Ohne eine klare, tragfähige Strategie wird das Führen von Social Media Accounts für Marken oder Unternehmen schnell zum aussichtslosen Unterfangen. Wie du eine passende Strategie für deine Auftritte entwickelst, haben wir dir hier zusammengestellt. Weitere Tipps für eine Strategie entlang der Customer Journey findest du ebenfalls hier im AllSocial Blog.
In diesem Beitrag sprechen wir jedoch über einen ganz bestimmten Baustein deiner Social Media Strategie: das Warum! Warum sollte eine Marke oder ein Unternehmen überhaupt auf Social Media aktiv sein und welchen Zweck erfüllt dieser Auftritt eigentlich?
Welchem Zweck folgt ein Social Media Channel?
Kurz gesagt: Es geht um den grundlegenden Zweck deines Kanals. Also darum, was du mit deiner Präsenz überhaupt erreichen willst. Dabei ist es sinnvoll, klar zwischen Zweck und Zielen zu unterscheiden. Der Zweck beschreibt die übergeordnete Richtung, während sich daraus konkrete Ziele und Unterziele ableiten lassen.
Ein Beispiel: Der Zweck eines Unternehmensauftritts auf Social Media könnte darin liegen, ein starkes Community Management aufzubauen und die Nähe zur Zielgruppe zu stärken. Daraus ergeben sich dann Unterziele wie einzelne Schritte im Aufbau eines professionellen Community Managements oder die Definition konkreter Maßnahmen für Community Building und Interaktion.
Der Blick aufs große Ganze: Social Media als Baustein des Marketingkonzepts
Soweit zur Theorie. Aber wie lässt sich jetzt der Zweck für einen Social Media Auftritt festlegen? Die Antwort liegt im Blick aufs große Ganze: auf das Unternehmen oder die Marke selbst – also darauf, was sie tut, wofür sie steht und welche Botschaften sie vermittelt – sowie auf die gesamte Kommunikation und Vermarktung.
Im Idealfall greifen alle Elemente eines Marketingkonzepts ineinander, statt als isolierte Silos nebeneinander herzulaufen. Social Media ist dabei ein zentraler Baustein, der sich nahtlos in dieses Gesamtbild einfügen sollte.
Daraus leitet sich ab, wie du Inhalte, Tonalität, Botschaften und die Community‑Ansprache auf den einzelnen Kanälen gestaltest. Der eigentliche Zweck ergibt sich also aus der Frage, welchen Beitrag Social Media im Zusammenspiel mit den übrigen Marketingmaßnahmen am wirkungsvollsten leisten kann. Gründe, warum Social Media Chefsache sein sollte, hörst du hier im Feed und Fudder Podcast und wie du das Unternehmensleitung in die Strategie miteinbindest liest du hier im Beitrag: Strategie – Nicht ohne deine/n Chef:in.
Professionelles Social Media Marketing ist kein Nebenbei-Projekt
Noch einmal einen Schritt zurück: Ein Unternehmen oder eine Marke sollte niemals nur deshalb auf Social Media aktiv sein, um „auch irgendwie“ auf diesen Plattformen dabei zu sein. Ein professioneller Social Media Auftritt ist keine Nebenbei‑Aufgabe. Er verlangt Aufmerksamkeit, Planung und kontinuierliche Mitarbeit. Die Wahrheit ist: Social Media Marketing kostet Zeit und Ressourcen und ohne beides wird es schwierig, nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.
Wie du mit einem klaren Zweck Ressourcen sparst
Damit deine Ressourcen nicht ins Leere laufen, ist es entscheidend zu definieren, was deine Social Media Kanäle bewirken sollen. Je klarer du den Zweck und die daraus abgeleiteten Ziele deiner Accounts kennst, desto stärker verschaffst du dir einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz.
Was, wann und wie in den Feeds ausgespielt wird, lässt sich nur begrenzt beeinflussen, selbst mit starken Inhalten, die Interaktionen fördern. Am Ende entscheiden die Plattformen, wie sich die Feeds zusammensetzen. Doch ein gut geführter Account, der regelmäßig Mehrwert bietet, hat deutlich bessere Chancen, sichtbar zu bleiben als ein Kanal, der nur sporadisch postet und dessen wenige Follower kaum wissen, wofür er überhaupt steht.
Finde deshalb heraus, welchem Zweck deine Accounts dienen sollen. Ein Blick in das Marketingkonzept deines Unternehmens oder deiner Marke hilft dabei: Wo kann Social Media bestehende Maßnahmen verstärken? Wo kann es Lücken schließen?
Die Mehrwerte von Social Media: Ziele und Gründe
Social Media kann viel für dein Unternehmen und deine Marke bewirken. Hier findest du ein paar Highlights aus unserem Blog, über mögliche Ziele und Gründe, warum es sich lohnt als Unternehmen und Marke auf Social Media aktiv zu sein:
Übrigens, auch deine Follower haben so ihre Gründe, auf Social Media unterwegs zu sein. Welche das sind und wie es dir am besten gelingt, deine Ziele mit den Wünschen deiner Zielgruppen zu verknüpfen, erfährst du hier im Blog.
Social Media
Feed und Fudder 79 – Zukunft des Agenturmarkts: KI, Trends, Chancen (Julian Schweizer)
Wohin entwickelt sich der Agenturmarkt? Wir sprechen mit Agenturgründer und SaaS‑Experte Julian Schweizer von ContentPaul aus Zürich über die großen Herausforderungen und Chancen des Agenturmarkts. Welche Rolle spielt KI in diesem Wandel?
Ist sie tatsächlich Treiber neuer Innovationen oder dient das Schlagwort am Ende nur als bequeme Ausrede, echte Neuerungen aufzuschieben? Wir diskutieren im Feed und Fudder Podcast, warum wirtschaftlicher Druck sowie alte Strukturen Agenturen aktuell stärker treffen als KI. Ein Grund: zu viele Silos im Unternehmen!
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Spotify. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche „Inhalt entsperren“. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
KI, GEO und Performance: Die wichtigsten Trends von der AllSocial Marketing Conference in München 2026
GEO für die KI-Suche – Erfolgsfaktor Social Media: Die besten Insights aus Blog und Podcast
Transkript Feed und Fudder Podcast Folge 79 – Zukunft des Agenturmarkts: KI, Trends, Chancen (Julian Schweizer)
Du bist grad irgendwo, wo es still sein muss, schmöckerst lieber in Texten oder möchtest unsere Folge barrierefrei mit deinem Screenreader lesen? Kein Problem!
Hier gibt es das Transkript zu Folge 79 – Zukunft des Agenturmarkts: KI, Trends, Chancen (Julian Schweizer)
Transkript
Alexander
Hallo und herzlich Willkommen zum Feed und Fudder Podcast. Oder soll ich heute sagen: Grüezi miteinander. Ich habe heute einen wunderbaren Gast aus der Schweiz dabei. Stell dich doch am besten einfach mal unseren Zuhörerinnen und Zuhörern vor. Ich lasse dir das Wort, Julian.
Julian
Danke Alex und Hallo miteinander. Das Grüezi wäre gar nicht nötig gewesen, ich glaube, man hört es sofort an meinem Akzent. Ich bin der Julian Schweizer aus Zürich, sogar Schweizer im Nachnamen, und freue mich, hier zu sein. Ich bin unter anderem Agenturgründer und heute in der Softwareentwicklung tätig, beziehungsweise für ein SaaS‑Unternehmen, das eine Software für Agenturen herstellt.
Alexander
Ich war ja auf der AllSocial Marketing Conference in München. Erstmal vielen Dank an alle, die da waren. Ich hatte so tolle Gespräche mit euch und danke auch für euer Feedback. Und wenn ihr das nächste Mal live dabei sein wollt: Auf dem Blog gibt es jetzt schon Tickets für die nächste Ausgabe der Konferenz. Ich würde mich mega freuen, wenn wir uns dort sehen.
Und weißt du, was ich kaum glauben konnte? Ein Thema wurde so oft besprochen, in Keynotes, in Gesprächen, in den Pausen: Im Marketing existieren immer noch so viele Silos. Wir haben die SEO‑Abteilung, jetzt neu dazu Geo, KI, und Social Media fristet manchmal ein Nischendasein. Es fehlt oft die Einbindung in die Gesamtstrategie. Selbst Alex Schultz von Meta, CMO für Analytics, hat gesagt: Man muss diese Silos aufbrechen!
Das ist so wichtig. Social Media, unser Schwerpunkt, muss stärker in die Unternehmensstrategie eingebunden werden. Viele Keynotes haben das gezeigt. Und du hast dir ja ein bisschen zur Mission gemacht, genau diese Silos aufzubrechen.
Julian
Ja, im Grunde schon. Ich habe meine Agentur vor mehr als 15 Jahren gegründet. Und ich glaube, dieser Silo‑Aufbrechen‑Gedanke war schon damals präsent. Es hat sich eigentlich nicht so viel getan. Es gibt Modelle, die das versuchen, oder Systemansätze, die das versuchen. Unter anderem mit unserer Software, mit unserer Plattform, lässt sich das abbilden: Inhalte aus allen Kanälen auf einer Plattform verwalten, managen und abteilungsübergreifend zugänglich machen. So entsteht volle Transparenz im Unternehmen oder in der Agentur.
Das ist eine der großen Herausforderungen, die ich immer wieder sehe: dass dieser Silo‑Gedanke vorherrscht und Abteilungen teilweise arbeiten, ohne zu wissen, was die anderen machen. Oder Disziplinen nicht wissen, was die andere Hand eigentlich tut.
Alexander
Du hast es schon gesagt: Es ist eine Herausforderung. Und die andere große Herausforderung, wie könnte es anders sein, ist das Schlagwort Künstliche Intelligenz.
Warum wir dich heute eingeladen haben: Du hast eine spannende Mischung. Du bist in der Softwareentwicklung tätig, hast eine Agentur gegründet, bist Marketingexperte, hast auch schon für den AllSocial Blog geschrieben, bist also auch Gastautor bei uns. Da kommt alles zusammen. Und du beobachtest den Agenturmarkt sehr genau.
Darüber wollen wir heute sprechen: vom Silo‑Gedanken hin zum Agenturmarkt. Neben dem großen Schlagwort KI: Wie siehst du gerade den Agenturmarkt?
Julian
Wenn man in seinen LinkedIn‑Feed schaut, könnte man meinen, der Markt löst sich gerade auf. Es klingt dort sehr dramatisch. Er ist sicher in Transformation. Ich habe das in unserer Agentur auch erlebt.
Ich muss dazu sagen: Ich habe die Agentur vor 15 Jahren gegründet, ganz am Anfang von Social Media. Ich bin heute noch Gesellschafter, aber nicht mehr operativ tätig, weil ich mich auf die Software konzentriere, die wir entwickeln. Die ist übrigens aus der Agentur entstanden, aus unserem Alltag heraus.
Ich spreche mit vielen Agenturinhaberinnen und ‑inhabern und höre überall diese Transformation. Und in den letzten Monaten verstärkt: wirtschaftlicher Druck. Das höre ich nicht nur aus der Schweiz, sondern viel stärker aus Deutschland. Aus Österreich weniger, aber aus Deutschland sehr deutlich.
Da höre ich vor allem: Der wirtschaftliche Druck prasselt auf die Agenturen ein.
Alexander
Und ist dieser Druck eher durch die aktuelle Weltlage bedingt, durch wirtschaftliche Unsicherheit, einbrechende Märkte? Oder ist es eher KI, die viel verändert, aber bei manchen noch Orientierungslosigkeit auslöst? Wie transformiert man diesen KI‑Prozess?
Julian
Meiner Meinung nach wird die KI‑Sache ein bisschen vorgeschoben. Ausrede ist ein starkes Wort, aber ja, sie wird vorgeschoben. Ich sehe, dass der wirtschaftliche Druck zum einen aus der Wirtschaft selbst kommt, aber auch hausgemacht ist.
Ich habe das selbst erlebt: In Europa hatten wir ein sehr starkes Wachstum. Wir hatten Tiefzinsen über 15 Jahre. Seit der Finanzkrise 2009 wurden die Zinsen gesenkt, um die Wirtschaft zu beleben. Das hat zu einem unglaublichen Investitionswachstum geführt. Davon haben besonders Digital‑Marketing‑Agenturen profitiert.
Da kam eine neue Disziplin dazu, Social Media, aber auch viele andere digitale Maßnahmen. Alle sind mit dem Markt gewachsen.
Jetzt ziehen je nach Branche dunklere Wolken auf. Unternehmen fahren Budgets runter, teilweise sehr konsequent und schnell. Das führt dazu, dass Agenturen mit Strukturen dastehen, die nicht für diese neuen Gegebenheiten gemacht sind.
Julian
Und von der Seite frisst sich dann auch noch die KI rein und das zusammen ist sehr explosiv. Das spüren Agenturen jetzt stark. Alle im Markt müssen sich transformieren, vielleicht nicht nur ein Stück weit, sondern ein größeres Stück. Aber es ist nicht nur der KI geschuldet. Künstliche Intelligenz ist eher ein Brandbeschleuniger. Ich sehe es so, dass sich der Ton aufgrund der wirtschaftlichen Gegebenheiten geändert hat und viele Agenturen noch auf alten Strukturen sitzen. Diese müssen jetzt zuerst aufgebrochen werden.
Alexander
Du sprichst Strukturen an. Du hast gesagt, Agenturen sind in den letzten Jahren oft sehr schnell gewachsen. Du bist ja nicht der Meinung, dass der Agenturmarkt zusammenbricht. Allein durch deine Software würdest du ja keine Agentursoftware entwickeln, wenn du glauben würdest, dass der Markt kollabiert. Du bist eher optimistisch und sagst, es liegt an den Strukturen. Was meinst du mit Strukturen? Interne Strukturen, wie eine Agentur aufgebaut ist? Oder eher, wie sie servicemäßig aufgestellt ist? Viele schnell gewachsene Agenturen sind ja Voll‑Service‑Agenturen geworden. Oder liegt die Zukunft eher bei spezialisierten Agenturen, die nur Social Media, Paid, Performance oder Content anbieten? Oder geht es doch um interne Strukturen?
Julian
Ich bin überzeugt, dass Spezialisten immer gefragt bleiben. Sie haben spezialisiertes Know‑how und das wird immer gebraucht. Als Spezialist ist man nie schlecht positioniert. Das andere ist: Wenn ich Onboardings mit neuen Kunden für unsere Plattform mache, sehe ich oft, dass sie ihre internen Prozesse kaum dokumentiert haben und sie sie auch kaum benennen können. Nicht, weil sie unfähig wären, sondern weil jedes Projekt individuell von den jeweiligen Projektleiterinnen und Projektleitern ausgestaltet wird.
Sie haben keinen Systemansatz in der Agentur verankert, der sagt: So arbeiten wir. Das ist unser Prozess. Den ziehen wir bei jedem Projekt mit jedem Kunden gleich durch. Natürlich nie zu 100 Prozent, aber zumindest zu 90 Prozent. Und darauf kann man Prozesse optimieren und Effizienzen schaffen.
Bei vielen Agenturen fehlt das. Das ist auch der Grund, warum sie zu uns kommen, weil sie technologische Unterstützung suchen. Während der Wachstumsphase fiel das nicht auf. Ein zusätzlicher Headcount fiel nicht ins Gewicht. Aber jetzt, wo Budgets zurückgehen, fehlen ein paar Euro oder ein paar Schweizer Fränkli. Und dann fällt es ins Gewicht. Das zeigt sich im EBIT am Jahresende.
Alexander
Wir sind also wieder beim Thema Silos. Nicht nur zwischen Marketingdisziplinen, sondern auch Projektsilos innerhalb der Agentur. Es wäre sinnvoll, diese aufzubrechen und Projekte ganzheitlich zusammenzuführen. Du hast immer diesen schönen Begriff des Agentur‑Operating‑Systems. Dass man alles zusammenführt, um sich flexibler aufzustellen.
Julian
Ja, unbedingt. Es ist egal, auf welcher Plattform man das macht. Es kann auch ein Google Drive sein. Wichtig ist, dass alle Inhalte am gleichen Ort mit der gleichen Naming Convention abgelegt sind. Das sind einfache Dinge, aber sie sind das A und O.
Wenn jemand ausfällt, kann die nächste Person sofort übernehmen, ohne Zeit zu verlieren, weil das Projekt genauso aufgebaut ist wie alle anderen. Das sind Kleinigkeiten, die aber ein Multiplikator sind. Wenn ich sie nicht sauber umsetze, verliere ich als Agentur am Ende des Tages Geld.
Alexander
Ich plaudere mal aus dem Nähkästchen. Wir kennen uns ja schon länger und reden viel miteinander. Du hast oft gesagt, Content ist eigentlich der wertvollste Asset, den Agenturen haben. Das sagst du immer wieder. Ich war überrascht, dass dieser Gedanke noch nicht überall angekommen ist. Warum siehst du Content als so wichtigen Business‑Asset, den man höher ansiedeln muss?
Julian
Es ist nicht nur der wichtigste Asset für eine Agentur, sondern vor allem für den Kunden oder das Unternehmen. Content ist heute eine der wichtigsten Ressourcen in einer Organisation. Wenn ich diese Ressourcen sauber verwalte, ablege, manage und damit umgehe, kann ich immer wieder darauf zurückgreifen.
Gerade in dieser feinteiligen Welt mit Social Media und vielen Kanälen, wo Inhalte eine kurze Laufzeit haben, brauche ich eine große Menge davon. Wenn ich Inhalte strukturiert manage, kann ich sie immer wieder anpassen und neu ausspielen.
Wenn Content aber verzettelt in verschiedenen Abteilungen liegt, wird es immer schwieriger, ihn zu nutzen. Zentral verwaltet ist es viel einfacher.
Alexander
Wie würdest du einen Ausblick geben? Bei der wirtschaftlichen Situation wissen wir nicht, was die Zukunft bringt. Hoffentlich nichts Schlimmes, wir haben seit Corona genug durchgemacht. Wie glaubst du, wird sich der Agenturmarkt entwickeln? Und du hast gesagt, KI wird manchmal als Ausrede genutzt. Wird KI irgendwann der wichtigste Treiber für die Entwicklung des Agenturmarkts oder bleibt die wirtschaftliche Lage entscheidend?
Julian
Meine persönliche Meinung zur KI ist: Sie hat eine unglaubliche Entwicklung in den letzten 36 Monaten gemacht. Als ChatGPT mit Version 3.5 veröffentlicht wurde, hat das eingeschlagen wie eine Bombe. Niemand konnte glauben, was plötzlich möglich war, obwohl es eigentlich absehbar war. Die Modelle wurden schon in den 70er oder 80er Jahren entwickelt, aber die Rechenleistung fehlte.
Es gab schon 2018 oder 2019 erste GPT‑Prototypen. Aber vor etwa drei Jahren kam es für die breite Masse und hat eine enorme Entwicklung hingelegt. Ich mache aber ein Fragezeichen, ob es im gleichen Tempo weitergeht. Da habe ich große Zweifel.
Wir sehen: KI ist unglaublich gut in Recherche und Texterstellung. Wobei Recherche auf den ersten Blick gut wirkt, aber in der Tiefe schwieriger wird. In der Texterstellung hat KI viel ersetzt. Bei Bild und Video, wenn es wirklich markenkonform sein soll, beginnt es zu ruckeln. Da mache ich Fragezeichen, ob das Tempo so bleibt.
Den Menschen braucht es weiterhin, vor allem in den nächsten fünf Jahren. Menschen müssen gemeinsam mit KI gute Inhalte produzieren. Was in 20 oder 30 Jahren ist, kann ich mir schwer vorstellen, aber ich glaube nicht, dass es kurzfristig so schnell weitergeht wie bisher.
Auch Agenturen haben weiterhin ihre Daseinsberechtigung. Du hast es vorher korrekt gesagt: Wir entwickeln eine Software für Agenturen, sonst würden wir es nicht tun. Agenturen bleiben wichtig. Es braucht Spezialisten, die mit KI‑Tools umgehen können. Nicht alles kann in‑house gemacht werden. Es basiert nicht auf Knopfdruck. Jeder, der mit diesen Tools arbeitet, weiß: Es ist nicht so schnell gemacht. Es braucht viele Iterationen, bis man ein gutes Ergebnis hat. Und das kann weiterhin von Agenturen geleistet werden.
Alexander
Das ist doch ein interessanter Ausblick. Dann beobachten wir das einfach mal und holen dich irgendwann wieder in den Podcast. Dann schauen wir, was sich bewahrheitet hat und was nicht. Und hoffentlich bessert sich bis dahin auch die Weltlage.
Ich habe auch noch etwas mitgebracht. Wir haben ja immer unsere Social Wins und Fails am Ende jeder Folge. Und beim Stichwort KI habe ich heute etwas, das gleichzeitig Win und Fail ist. Win, weil es ein mega lustiges Tool ist. Fail, weil es uns Menschen irgendwie den Spiegel vorhält.
Die KI‑Übersetzungsfunktion von Kagi hat jetzt ein LinkedIn‑Feature. Da kannst du alles eingeben und es wird in LinkedIn‑Sprache übersetzt. Ich habe das Tool getestet mit dem Satz: Ich war heute einkaufen. Das Tool macht daraus:
Heute ging es darum, meine persönlichen Supply Chains zu optimieren. Ich habe einen Deep Dive in lokale Markttrends genommen, damit meine Ressourcen für diese Woche maximal effizient sind. Es geht nicht einfach nur um Einkaufen, es geht um strategisches Anpassen an meine Umwelt. Wie hast du heute deine Logistik aufgelevelt? Lass uns connecten und diskutieren.
Ich finde es mega witzig, weil die KI ja mit dem trainiert wurde, was früher auf LinkedIn stand. Und es ist lustig, wie diese KI LinkedIn sieht.
Julian
Ich habe es auch gesehen, ich habe es gestern entdeckt. Ich musste sehr schmunzeln über das Beispiel. Aber eigentlich braucht man diesen Translator gar nicht. Man kann einfach seinen LinkedIn‑Feed öffnen. Der ist voll von diesem Zeug. Ich hoffe sehr, dass das bald wieder abnimmt, weil ich wirklich Augenkrebs bekomme, wenn ich diese Announcements lese. Ich denke mir jedes Mal: Oh Gott.
Alexander
Aber wir haben ja zum Glück coolen Content, wie hier im Podcast. Vielen Dank, dass du heute da warst. Viele Grüße in die Schweiz.
Julian
Danke Alex, tschüss, mach’s gut.
Alexander
Und liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, macht’s gut. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Social Mediavor 1 MonatCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Social Mediavor 2 MonatenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
UX/UI & Webdesignvor 2 MonatenEindrucksvolle neue Identity für White Ribbon › PAGE online
-
Entwicklung & Codevor 1 MonatCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenInterview: Massiver Anstieg der AU‑Fälle nicht durch die Telefon‑AU erklärbar
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSmartphone‑Teleaufsätze im Praxistest: Was die Technik kann – und was nicht
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommentar: Entwickler, wacht auf – oder verliert euren Job
