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Künstliche Intelligenz

Dienstag: KI-Klon von Mark Zuckerberg, Warnung vor Gesichtserkennung


Der US-Konzern Meta arbeitet laut einem Medienbericht an der Entwicklung fotorealistischer, KI-gestützter 3D-Charaktere, mit denen Nutzer in Echtzeit interagieren können. Meta-Chef Mark Zuckerberg wiederum bastelt an einem KI-Avatar von sich selbst, der ihn in Mitarbeiter-Meetings ersetzt. US-Bürgerrechtsorganisationen schlagen Alarm. Sie sehen durch die Pläne von Meta, bei seinen Smart Glasses Gesichtserkennung einzuführen, das Recht auf Privatsphäre und Freiheit verletzt und fordern eine Einstellung des Vorhabens. Und das Fraunhofer-Institut hat einen leistungsstarken Elektromotor für Flugzeuge entwickelt – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Der Social-Media-Konzern investiert Milliardensummen in den Ausbau seiner KI-Kapazitäten. In der vergangenen Woche erwarb das Unternehmen KI-Cloud-Kapazität im Wert 21 Milliarden US-Dollar von CoreWeave. Zuvor präsentierte Meta sein neues Flaggschiff-KI-Modell Muse Spark. Nun berichtet die Financial Times von der Entwicklung KI-gestützter 3D-Charaktere durch Meta. Priorität hat demnach derzeit ein KI-Avatar von Meta-CEO Mark Zuckerberg. Dieser könnte also bald eine KI-Version von sich selbst haben, die anstelle von ihm mit Mitarbeitenden interagiert. Meta entwickelt KI-Version von Mark Zuckerberg

Im Februar waren Pläne bekannt geworden, wonach Metas millionenfach verkaufte Smart Glasses noch dieses Jahr Gesichtserkennung erhalten könnten. Das ruft nun Bürgerrechtler in den USA auf den Plan. Dutzende Nichtregierungsorganisationen unter der Führung der US-Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) fordern in einem offenen Brief Meta auf, das Vorhaben zur Ausstattung seiner intelligenten Brillen mit Gesichtserkennung unverzüglich zu stoppen. Sie sehen Privatsphäre und Freiheit bedroht; eine „rote Linie“ werde überschritten. Privatsphäre: Bürgerrechtler warnen vor Gesichtserkennung bei Meta Smart Glasses

Ein Antrieb für leichtere, leisere und sauberere Flugzeuge – das war das Ziel des EU-Projektes Innovative Demonstrator for hybrid-Electric Regional Application (AMBER). Die CO₂-Emissionen in der Luftfahrt sollen damit langfristig um mindestens 30 Prozent gesenkt werden. In dem Projekt sollte ein von einer Wasserstoff-Brennstoffzelle befeuerter Elektromotor entwickelt werden, der in einem propellergetriebenen Passagierflugzeug genutzt werden kann. Ein ambitioniertes Unterfangen. Jetzt hat das Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB) einen lediglich 94 kg schweren Elektromotor für den Einsatz von Hybrid-Elektro-Passagierflugzeugen im Regionalverkehr vorgestellt. Fraunhofer entwickelt leichten leistungsstarken Elektromotor für Flugzeuge

Ab dem 2. Januar 2027 soll die EUDI-Wallet (European Digital Identity Wallet) EU-Bürgern ermöglichen, Identitätsnachweise und andere Dokumente auf dem Smartphone zu speichern und bei Bedarf vorzulegen. Dazu zählen etwa Personalausweis, Führerschein oder Zeugnisse, aber auch Verträge oder Versicherungsnachweise. Bereits mehr als 100 Unternehmen haben sich einem Memorandum of Understanding des Bundesministeriums für Digitales angeschlossen und möchten die Entwicklung gemeinsam vorantreiben. Die EUDI-Wallet startet in einigen Monaten – doch mehr als die Hälfte der Deutschen weiß laut Digitalverband Bitkom nicht, dass es sie gibt. Digitaler Ausweis kommt 2027 – Mehrheit der Deutschen ahnungslos

Weil in Österreich die im Jahr 2010 versteigerten Funkfrequenzrechte für Mobilfunkdienste im Bereich um 2600 MHz zum Jahresende auslaufen, war eine Neuvergabe nötig. Die Regulierungsbehörde TKK (Telekom-Control-Kommission) hat zusätzlich erstmals den ungepaarten Frequenzblock von 2300 bis 2360 MHz zugeteilt. Gab es vor sechzehn Jahren aber noch vier Bieter, sind inzwischen nur noch drei flächendeckende Mobilfunknetzbetreiber in Österreich übrig. Die zahlen zusammen fast exakt so viel wie bei der Ausschreibung 2010. Allerdings ist dieses Mal mehr Frequenzspektrum unter den Hammer gekommen – der Preis ist also ordentlich gesunken. Neue 5G-Frequenzen in Österreich versteigert

Auch noch wichtig:

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  • Frankreich will raus aus der Abhängigkeit von US-Tech-Konzernen. Der Plan ist ambitioniert, konkret – und überfällig. Ein Kommentar. Europa, schau auf Frankreich!


(akn)



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Künstliche Intelligenz

Microsoft macht Passkeys zum Standard in Entra ID


Microsoft macht Passkeys zur Standard-Anmeldemethode in Entra ID. Ab dem 1. September 2026 führt das Unternehmen die Änderung schrittweise ein: Nutzer, die sich bislang per SMS oder Sprachanruf authentifizieren, werden dann automatisch für Passkeys freigeschaltet und bei der nächsten MFA-Anmeldung zur Registrierung aufgefordert. Microsoft empfiehlt Unternehmen, möglichst früh auf Passkeys oder andere Phishing-resistente Verfahren umzusteigen.

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Passkeys sind kryptografische Anmeldeschlüssel, die Passwörter ersetzen. Statt eines Kennworts authentifizieren sich Nutzer zum Beispiel per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Geräte-PIN. Die Technik basiert auf den FIDO2- und WebAuthn-Standards und gilt als deutlich widerstandsfähiger gegen Phishing. Entra ID – früher Azure Active Directory – ist Microsofts Cloud-Dienst für Identitäts- und Zugriffsverwaltung.

Parallel baut Microsoft die Unterstützung für gerätegebundene und synchronisierte Passkeys aus und erweitert die Verwaltungsfunktionen für Administratoren. So sollen sich passwortlose Anmeldungen einfacher einführen und per Richtlinie steuern lassen.

Hintergrund ist nach Angaben des Unternehmens die wachsende Bedrohung durch KI-gestützte Phishing-Angriffe. Laut Microsoft erreichen solche Kampagnen Klickraten von bis zu 54 Prozent, während herkömmliche Phishing-Angriffe bei rund 12 Prozent liegen.

Im nächsten Schritt stellt Microsoft den eigenen SMS- und Sprachdienst für die Mehrfaktor-Authentifizierung ein. Ab dem 1. Februar 2027 werden diese Verfahren in Entra ID nicht mehr nativ angeboten. Unternehmen, die sie weiterhin benötigen, müssen dafür auf eigene Kosten einen Drittanbieter über den Microsoft Security Store einbinden.


(fo)



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Video: Warum ihr bei Mini-PCs aus China vorsichtig sein solltet


Mini-PCs chinesischer Hersteller und Händler sind auf den großen Online-Marktplätzen längst allgegenwärtig. Etliche Portale preisen einzelne Modelle als günstige Alternative zu Geräten etablierter Marken an – und nehmen es mit der Prüfung offenbar nicht immer so genau. Wir haben den Bmax B6 Plus nach einem Leserhinweis bei Amazon gekauft und tiefer nachgeforscht.

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Für rund 220 Euro wirkt der kleine Rechner zunächst wie ein echtes Schnäppchen. An Bord sind ein Core-i3-Prozessor, 12 GByte Arbeitsspeicher und eine 512 GByte große NVMe-SSD, dazu WLAN, Gigabit-Ethernet sowie drei Display-Anschlüsse. Obendrein liegt dem Kampfpreis Windows 11 Pro bei, für das im Handel sonst rund 150 Euro fällig werden. Doch der günstige Eindruck täuscht: Im Test stießen wir auf gleich mehrere Fallstricke – von Sicherheitslücken über eine ungültige Windows-Lizenz bis hin zu Schadsoftware, die direkt vom Hersteller stammt. Die gute Nachricht: Es gibt eine deutlich sinnvollere Alternative, die wir ebenfalls unter die Lupe genommen haben. Worin die Schwächen des Bmax B6 Plus genau liegen und welche Option wir stattdessen raten, seht ihr im Video:

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes YouTube-Video (Google Ireland Limited) geladen.


(gho)



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Busy Bar: Erweiterbares Statusdisplay mit Pomodoro-Timer


Die Busy Bar stammt von Flipper Devices, den Erfindern des Security-Gadgets Flipper Zero. Dieses erweiterbare Multitalent rund um Funk- und Nahbereichsprotokolle besticht durch sein ungewöhnliches Design und Bedienkonzept. Der Anspruch setzt sich bei der Busy Bar fort, deren Farbgebung in Weiß und Orange der des Flippers gleicht.

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Sie wird über physische Bedienelemente gesteuert: Ein Wahlhebel schaltet das Gerät an und zwischen Betriebsmodi um, mit einem Klickrad scrollt der Benutzer in Menüs und bestätigt seine Wahl per Tastendruck. Das wichtigste Element ist ein LC-Display mit knapp 17 cm Diagonale und 72×16 Pixel. Die LEDs passen ihre Helligkeit der Umgebung an, können aber auch von Hand eingestellt werden. Neben dem großen Frontdisplay befindet sich an der Rückseite eine mit knapp 4 cm Diagonale deutlich kleinere monochrome Anzeige, die mit 160×80 Pixel auflöst. Aus der Packung purzeln nach der Busy Bar ein 2 m langes Kabel mit zwei USB-C-Steckern und eine Kurzanleitung.


Busy Bar mit c't-Logo

Busy Bar mit c't-Logo

Mit dem eingebauten Malprogramm sind Bildchen wie dieses schnell gebastelt.

(Bild: Christopher Kunz / heise medien)

Das USB-Kabel dient zum Laden des 3250mAh-Akkus, der mit einer Ladung nach Herstellerangaben etwa siebeneinhalb Stunden durchhält. Im Stand-by-Betrieb braucht die Busy Bar nach etwa einer Woche eine Nachladung. Doch der USB-C-Port dient nicht nur der Stromversorgung, sondern auch als Netzwerkanschluss (Ethernet over USB). Zudem beherrscht die Busy Bar Bluetooth Low Energy und WLAN im 2,4-GHz-Band.

Die Busy Bar kann man auf dem Schreibtisch stellen oder mit zwei ausklappbaren Haken auch an der Oberkante des Monitors befestigen. Dieser darf dafür jedoch nicht dicker als zwei Zentimeter sein.

Erfinder Pavel Zhovner beschreibt seinen Anspruch an das Gerät folgendermaßen: „Wir haben die BUSY Bar entwickelt, um Konzentration greifbar zu machen“ – und das funktioniert mit etwas Disziplin recht gut.

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In ihrem Kern ist die Busy Bar ein Pomodoro-Timer, der die Arbeitszeit in Fokus- und Pausenphasen einteilt. Die Pomodoro-Technik setzt auf konzentrierte Arbeitsphasen, die von vielen kurzen Pausen unterbrochen werden. Mit dem Scrollrad setzt man die gewünschte Fokuszeit, etwa auf zwanzig Minuten, betätigt den großen Startknopf und legt mit der konzentrierten Arbeit los. Endet die Fokuszeit, legt man eine fünfminütige Pause ein und beginnt dann von vorn. Ist das große Display dem Büronachbarn zugewandt, sieht dieser den Timer neben einer von gut einem Dutzend Botschaften von „Busy“ (beschäftigt) über „on air“ (auf Sendung) bis „low social battery“ (soziale Batterie niedrig), der Verwender kann die Restzeit auf der kleineren rückwärtigen Anzeige ablesen.

Ähnlich wie ihr Cousin, der Flipper Zero, läuft die Busy Bar erst dank ihres Ökosystems zu Hochform auf. Den Anfang machen Apps für iOS, Android und macOS, die sich mit der Busy Bar verbinden und Ablenkungen weiter reduzieren. So werden störende Apps wie Social Media, Nachrichten und sogar die Kamera während einer Fokusphase gesperrt – der Nutzer kann die Auswahl über Kategorien und Einzel-Apps nach Belieben einschränken. Ist die Busy Bar mit dem Mac gekoppelt und dort die App gestartet, wechselt die Anzeige automatisch auf „on call“, wenn der Anwender einer Videokonferenz beitritt. Das funktioniert mittels Überwachung der Mikrofonnutzung und klappte in unserem Test sowohl mit Microsoft Teams als auch mit browserbasierten Konferenzen.

Doch nicht nur per App können Bastler mit der Busy Bar eigene Ideen umsetzen. Ihre Unterstützung für den Smarthome-Standard dient als Ausgangspunkt für Automatisierungen im Homeoffice, und mit einer RESTful API lässt sich das Gerät übers WLAN oder die herstellereigene Cloud fernsteuern. Einen Cloud-Zwang gibt es nicht; alle Funktionen sind auch ohne App-Anbindung verfügbar.


Screenshot Busy Bar WebUI

Screenshot Busy Bar WebUI

Mit dem Web-UI kann man Einstellungen vornehmen, die Firmware aktualisieren oder Bildchen auf der Busy Bar anzeigen.

Künftig können Entwickler Apps in Javascript für die Busy Bar entwickeln und in einem durch Flipper Devices verwalteten Marktplatz bereitstellen, auch weitere Integrationen in Software wie Notion, Upwork und Slack sind geplant. Ob als Fitness-Timer, für Fahrplaninformationen oder ganz andere Anwendungen – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Und künstlerischen Naturen bietet das Webinterface ein Malprogramm für kleine Botschaften auf dem Pixel-LCD.

Die Busy Bar ist eine interessante und hochwertig ausgeführte Designstudie. Sie macht sich gut auf dem Schreibtisch oder Monitor im Großraumbüro. Ihre Kernfunktion – der optische Hinweis auf Fokuszeit – bringt ohne App-Unterstützung dann am meisten, wenn Kollegen die Hauptquelle für Ablenkungen sind. Im Zusammenspiel mit der iOS- und Android-App hilft das Gadget, Ablenkungen auch im Einzelbüro zu reduzieren.

Das Gerät hat jedoch seinen Preis: Nach einer Einführungsphase verlangt Flipper Devices 219 Euro für die Busy Bar. Immerhin: Der Versand ist kostenlos und auch Zoll oder Einfuhrumsatzsteuer muss der Besteller nicht abführen. Wer bei diesem Preis nicht zurückschreckt, erhält ein schon jetzt durchdacht wirkendes Gadget mit viel Potenzial für künftige Erweiterungen. Wer jedoch nur ein Pixeldisplay sucht, findet günstigere Alternativen, wie zum Beispiel die Ulanzi TC001.

Die Busy Bar ist auf der Website des Herstellers unter busy.app erhältlich.

Hersteller, URL Flipper Devices,
Maße 17x5x4cm
Akkulaufzeit (Betrieb/Standby) 7,5h / ca. 1 Woche (Herstellerangabe)
Konnektivität Bluetooth LE, WLAN, USB-C  
Anbindung an Ökosysteme Matter, iOS, Android, API
Preis 219 €


(cku)



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