Künstliche Intelligenz
JBL Bar 1300MK2 im Test: Soundbar mit Dolby Atmos, starkem Bass und Akku‑Rears
29 Lautsprecher, 2470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling. Ob das der JBL Bar 1300MK2 gelingt, zeigt der Test.
Kabelloser Surround-Sound ohne Kompromisse: Die JBL Bar 1300MK2 kommt mit zwei Akku-Lautsprechern, die sich in Sekunden abnehmen und hinten im Raum platzieren lassen. Gemeinsam mit der Soundbar und dem externen Subwoofer entsteht so ein 11.1.4-System mit 29 Lautsprechern und 2470 Watt Gesamtleistung. Was die Soundbar abseits des imposanten Zahlenwerks bietet und ob sie klanglich überzeugt, klären wir im Test.
Bilder: Soundbar JBL Bar 1300MK2
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
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JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
Mit der App JBL One lässt sich die Bar 1300MK2 bequem einrichten und konfigurieren. Trotz der vielen Funktionen ist die App übersichtlich und intuitiv bedienbar.
Mit der App JBL One lässt sich die Bar 1300MK2 bequem einrichten und konfigurieren. Trotz der vielen Funktionen ist die App übersichtlich und intuitiv bedienbar.
Mit der App JBL One lässt sich die Bar 1300MK2 bequem einrichten und konfigurieren. Trotz der vielen Funktionen ist die App übersichtlich und intuitiv bedienbar.
Mit der App JBL One lässt sich die Bar 1300MK2 bequem einrichten und konfigurieren. Trotz der vielen Funktionen ist die App übersichtlich und intuitiv bedienbar.
Mit der App JBL One lässt sich die Bar 1300MK2 bequem einrichten und konfigurieren. Trotz der vielen Funktionen ist die App übersichtlich und intuitiv bedienbar.
Die JBL Bar 1300MK2 lässt sich unter Home Assistant als Medienabspielgerät nutzen. Somit kann sie als Soundausgabe für die eigene Musiksammlung dienen.
Die JBL Bar 1300MK2 lässt sich unter Home Assistant als Medienabspielgerät nutzen. Somit kann sie als Soundausgabe für die eigene Musiksammlung dienen.
Design und Ausstattung: 11.1.4-Kanal-System mit abnehmbaren Surround-Speakern
Die JBL Bar 1300MK2 ist ein 11.1.4-Kanal-System mit einer Gesamtausgangsleistung von 2470 Watt. Elf Kanäle auf Ohrhöhe, ein Subwoofer-Kanal und vier Höhenkanäle sollen für dreidimensionalen Klang sorgen, wobei die hohe Leistung auch größere Räume klanglich auszufüllen vermag.
In der Soundbar arbeiten acht Racetrack-Treiber für Mitten und Bässe, sieben Hochtöner sowie vier nach oben abstrahlende Treiber für Atmos-Effekte. Die ovalen Racetrack-Treiber bieten bei kompakter Bauweise eine größere Membranfläche als herkömmliche runde Treiber. Jeder der beiden separaten Surround-Lautsprecher enthält zwei Racetrack-Treiber, einen Vollbereichstreiber und einen weiteren nach oben abstrahlenden Treiber. Der Subwoofer ist schließlich mit zwei 200-Millimeter-Treibern bestückt, die für tiefen, druckvollen Bass sorgen sollen.
Die nach oben abstrahlenden Treiber sind für die Wiedergabe von Höhenkanälen vorgesehen. Ein 3D-Klangerlebnis entsteht jedoch nur, wenn das Quellmaterial entsprechende Inhalte wie Dolby Atmos oder DTS:X liefert. Bei herkömmlichen Formaten kann der integrierte Dolby Surround Upmixer den Klang zumindest räumlich erweitern.
JBL stattet seine Soundbar mit mehreren hauseigenen Technologien aus: Multibeam 3.0 erzeugt eine breitere Klangbühne und kommt auch Hörplätzen abseits der zentralen Position zugute. Pure Voice 2.0 hebt Dialoge bei Bedarf an, wenn sie von Effekten überlagert werden – in der App wird diese Funktion allerdings lapidar nur mit „Switch“ bezeichnet. AI Sound Boost optimiert schließlich die Dynamik, um die Treiber effizienter auszusteuern.
Für die Anpassung an die Raumakustik sorgt eine Sound-Kalibrierung. Über die CALIBR-Taste auf der Fernbedienung lässt sich eine zweistufige Kalibrierung durchführen: Zuerst wird der Hörbereich, anschließend die Position der hinteren Lautsprecher eingemessen. Alternativ erledigt man das bequem über die App. Vorbildlich: Für die Nutzung der JBL One App ist keine Registrierung erforderlich.
Das Gehäuse in mattem Schwarz mit abgerundeten Seiten und feinem Metallgitter an der Front wirkt dezent und edel. Die magnetisch an der Soundbar gehaltenen Satelliten lassen sich sauber lösen; die mitgelieferten Abdeckkappen verdecken die Anschlussstellen auch im getrennten Zustand optisch ansprechend. Die Verarbeitung ist einwandfrei.
Abnehmbare Surround-Lautsprecher
Die hinteren Lautsprecher lassen sich mechanisch von der Soundbar lösen und arbeiten dann kabellos über ihren integrierten Akku. JBL gibt die Akkulaufzeit mit bis zu zehn Stunden an, was wir im Test bestätigen konnten. Wer die Surround-Speaker also für einen Filmabend nutzen möchte, muss sie nicht täglich aufladen. Nach der Nutzung werden sie einfach wieder an der Soundbar angedockt und laden dort automatisch nach. Anders als bei den meisten Konkurrenzmodellen entfallen separate Netzkabel hinter dem Hörplatz – so viel Flexibilität bietet sonst niemand.
Doch die abnehmbaren Lautsprecher können mehr als nur Surround-Sound: Über eine Taste wechseln sie in den Bluetooth-Modus und fungieren dann als eigenständige Lautsprecher. Wer beide miteinander koppelt, erhält ein Stereo-System für Musik zwischendurch.
Die JBL One App hält zwei weitere Betriebsarten bereit. Der Modus Audio Broadcasting leitet das Signal der Soundbar an die abnehmbaren Lautsprecher weiter – praktisch, wenn man etwa in der Küche weiterhören möchte, während im Wohnzimmer der Fernseher läuft. Die Nacht-Hörfunktion hingegen schaltet Soundbar und Subwoofer stumm und begrenzt die Ausgabe auf die abnehmbaren Lautsprecher. Das schont nachts die Nachbarn, klanglich ist diese Betriebsart allerdings ein deutlicher Rückschritt und eher als Notlösung zu betrachten.
Anschlüsse und Konnektivität
Für den Anschluss von Zuspielern stehen drei HDMI-Eingänge zur Verfügung, hinzu kommt ein HDMI-Ausgang mit eARC. Die Eingänge unterstützen HDCP 2.3 sowie den Passthrough von HDR10+ und Dolby Vision. Dank der drei Anschlüsse lassen sich mehrere Quellen wie Blu-ray-Player, Streaming-Gerät oder Spielekonsole dauerhaft anschließen, ein externer Umschalter entfällt.
Eine Einschränkung gibt es für Gamer: Die HDMI-Eingänge verarbeiten 4K-Signale mit HDR, jedoch nur mit maximal 60 Hertz. Konsolen wie die Playstation 5 oder Xbox Series X, die Spiele mit 120 Hertz darstellen können, sollten daher direkt am Fernseher angeschlossen werden. Der Ton wird dann per eARC an die Soundbar weitergeleitet.
Für die Netzwerkanbindung stehen WLAN nach Wi-Fi-6-Standard und ein Ethernet-Anschluss zur Verfügung. Eine kabelgebundene Verbindung arbeitet grundsätzlich zuverlässiger als jede Funkverbindung. Im Test zeigte sich: In einem komplexen WLAN-Set-up mit zwei Routern und vier Netzen (jeweils 2,4 und 5 Gigahertz) kam es häufiger zu Verbindungsabbrüchen. Erst der Wechsel auf Ethernet schaffte Abhilfe – wer maximale Stabilität beim Streaming wünscht, sollte auf das Kabel setzen.
Als weitere Audioeingänge stehen ein optischer Digitaleingang sowie Bluetooth bereit. Für letztere wird der Codec AAC genutzt, der immerhin eine bessere Qualität bietet als SBC. Ein USB-Anschluss ist ebenfalls vorhanden, in Deutschland dient dieser jedoch ausschließlich für Service-Zwecke wie Firmware-Updates. Die Wiedergabe von Musik via USB wird nicht unterstützt.
Netzwerk-Funktionen und Streaming
In puncto Streaming-Dienste zeigt sich die JBL Bar 1300MK2 gut aufgestellt. Unterstützt werden AirPlay, Google Cast, Spotify Connect, Tidal, Qobuz, Amazon Music (inklusive Dolby-Atmos-Titel), Napster, iHeart Radio, Calm Radio und Tunein. Auch Roon Ready ist die Soundbar, ebenso kompatibel zu DLNA-basierten Diensten. So lässt sich die Soundbar etwa als Medienabspielgerät auch unter Home Assistant nutzen.
Für die Nutzung in mehreren Räumen lässt sich die Soundbar über AirPlay, Google Cast und Roon mit anderen kompatiblen Lautsprechern im selben Netzwerk gruppieren und synchron bespielen.
Die JBL One App übernimmt dabei nicht nur die Ersteinrichtung, sondern auch die Klanganpassung per Equalizer, Firmware-Updates und die Personalisierung der programmierbaren Taste (Moment) auf der Fernbedienung. Software-Updates werden automatisch über das Heimnetzwerk eingespielt, sofern die Soundbar mit dem Internet verbunden ist.
App, Bedienung und Einrichtung
Zur Steuerung der Soundbar liegen zwei Wege bereit: die Fernbedienung und die JBL One App. Die Fernbedienung bietet direkte Zugriffe auf Bass-Pegel, Surround-Pegel und die Intensität des Dolby-Atmos-Effekts. Mit der CALIBR-Taste startet man die Klangkalibrierung, die mit einem Herzsymbol gekennzeichnete Moment-Taste ermöglicht schnellen Zugriff auf personalisierte Einstellungen.
Die JBL One App kommt immer dann ins Spiel, wenn man die integrierten Streaming-Dienste nutzen möchte. Ferner bietet sie zahlreiche Hilfestellungen, etwa zur Verwendung der abnehmbaren Rear-Lautsprecher als eigenständige Bluetooth-Lautsprecher in anderen Räumen. Trotz der Vielzahl an Funktionen wirkt die App übersichtlich und lässt sich intuitiv bedienen.
Praktisch: Über die App lässt sich die Moment-Taste auf der Fernbedienung mit einem bestimmten Streaming-Dienst belegen, sodass man für den Musikstart nicht erst die App öffnen muss. Auch wer Musik nur für eine begrenzte Zeit hören möchte, kann dies in der App festlegen und mit der Favoriten-Taste koppeln – zur Auswahl stehen 15, 30, 45 und 60 Minuten.
Für die Anbindung an die TV-Fernbedienung bietet die Soundbar eine IR-Lernfunktion. Sie programmiert die wichtigsten Befehle wie Lautstärke und Stummschaltung, was vor allem dann relevant ist, wenn der Fernseher HDMI-CEC nicht unterstützt.
Die Leistungsaufnahme im vernetzten Standby liegt unter zwei Watt. Ein noch sparsamerer Tiefschlaf-Modus senkt den Verbrauch weiter, bringt im Test aber einen Nachteil mit sich: Ist diese Betriebsart aktiviert, startet die Soundbar nicht mehr automatisch, wenn der Fernseher eingeschaltet wird.
Abmessungen und Wandmontage
Mit einer Breite von 1404 Millimetern inklusive der angedockten Surround-Lautsprecher überragt die Soundbar selbst einen 55-Zoll-Fernseher deutlich. Steht dieser in einem Regal oder einer Wandnische, muss die JBL Bar davor platziert werden – was klanglich sogar von Vorteil ist: Die seitlich und schräg nach vorn abstrahlenden Treiber können sich so ungehindert entfalten, was dem 3D-Klangerlebnis zugutekommt.
Die Basiseinheit ohne die abnehmbaren Lautsprecher misst 1030 × 58 × 136 Millimeter, die Surrounds selbst kommen einzeln auf 202 × 58 × 136 Millimeter (je 1,3 Kilogramm). Der Subwoofer bringt es auf 315 × 277 × 275 Millimeter und wiegt stattliche 12 Kilogramm. Die Bauhöhe von 58 Millimetern ist für die Platzierung vor einem Fernseher ausgelegt, ohne das Bild zu verdecken.
Für die Wandmontage liegen Montageset und eine Bohrschablone bei. Soundbar und abnehmbare Lautsprecher lassen sich gemeinsam oder getrennt an der Wand befestigen. Wird nur die Soundbar montiert, decken mitgelieferte Seitenkappen die offenen Enden nach dem Abnehmen der Surrounds ab.
Soundbar und Subwoofer sind ab Werk gekoppelt. Sollte die Verbindung dennoch einmal unterbrochen sein, lässt sie sich über eine Taste auf der Subwoofer-Rückseite und die Fernbedienung jederzeit erneuern.
Klangtest
Die JBL Bar 1300MK2 kann ihre außergewöhnliche technische Ausstattung in der Praxis voll entfalten – vorausgesetzt, sie wird mit dem passenden Format gefüttert und die Rear-Lautsprecher sind korrekt hinter der Hörposition platziert. Bei Dolby-Atmos-Material entsteht dann eine beeindruckende Räumlichkeit, die fast an Kinoatmosphäre heranreicht. Der Bass spielt spektakulär auf, ohne unangenehm zu wummern. Wer es dennoch druckvoller mag, regelt den Pegel per Fernbedienung oder App auf Maximum – sollte dann aber womöglich bald mit Nachbarbeschwerden rechnen.
Für die Musikwiedergabe empfehlen wir, die Rear-Lautsprecher an der Soundbar zu belassen. Das sorgt für eine breitere Bühnenabbildung, was uns im Test am besten gefallen hat. Allerdings spielt die JBL Bar 1300MK2 nicht ganz so detailreich und präzise wie eine KEF XIO auf. Letztere ist allerdings deutlich teurer und bringt weder Subwoofer noch Rear-Lautsprecher mit – weshalb sie bei Filmen in puncto Räumlichkeit hinter der JBL zurückbleibt.
Auch bei alltäglichem TV-Genuss überzeugt die Soundbar. Ob Nachrichten oder Tatort – selbst mit einfachem Dolby Digital kommen Soundeffekte gut zur Geltung, und die Sprachverständlichkeit ist hervorragend. Erfreulich: Selbst bei aktivierter Dialogverstärkung über die Switch-Option in der App leidet der Klang nicht.
Die Leistung der JBL Bar 1300MK2 reicht locker aus, um eine größere Party zu beschallen.
| Kanäle | 11.1.4 | 7.1.4 | 7.1 | 5.1 |
| Breite (cm) | 140,4 | 120,3 | 116,3 | 94 |
| Breite o. SLS (cm) | 103 | 85,4 | 85,4 | – |
| Tiefe (cm) | 13,6 | 12,8 | 12,8 | 10,4 |
| Höhe (cm) | 5,8 | 5,2 | 5,2 | 5,05 |
| Dolby Atmos | ja | ja | ja | ja |
| Kanäle | 11.1.4 | 7.1.4 | 7.1 | 5.1 |
| Leistung (Gesamt) | 2470 W | 960 W | 780 W | 750 W |
| Leistung (Soundbar) | 950 W | 500 W | 400 W | 450 W |
| Leistung Subwoofer | 1200 W | 300 W | 300 W | 300 W |
| Leistung Surround | 2x 160 W | 2x 80 W | 2x 40 W | – |
| WLAN | 802.11 a/b/g/n/ac/ax | 802.11 a/b/g/n/ac/ax | 802.11 a/b/g/n/ac/ax | 802.11 a/b/g/n/ac/ax |
| Ethernet | ja | ja | ja | nein |
| HDMI eARC | ja | ja | ja | ja |
| HDMI-Eingang | 3 | 3 | 1 | 1 |
Preis
Qualität kostet, so ist es auch bei der JBL Bar 1300MK2, die regulär für 1499 Euro angeboten wird. Aktuell ist sie im Handel kaum günstiger. Wer mit einem etwas schwächeren Bass und geringfügig schlechterer Räumlichkeit zufrieden ist, kann auch zur JBL Bar 1000MK2 (Testbericht) greifen, die bereits für knapp 1000 Euro erhältlich ist.
Fazit
Die JBL Bar 1300MK2 ist eine außergewöhnliche Soundbar, die primär durch ihr cleveres Konzept und ihre klangliche Wucht beeindruckt. Die abnehmbaren, kabellosen Akku-Rear-Lautsprecher sind kein Gimmick, sondern ein durchdachtes Feature, das maximale Flexibilität bietet – vom klassischen Surround-Set-up bis hin zur Nutzung als eigenständige Bluetooth-Boxen in anderen Räumen. Klanglich spielt das System in der Oberliga: Der Bass ist druckvoll und präzise, die Räumlichkeit bei Dolby-Atmos-Material beeindruckend und die Dialogverständlichkeit hervorragend.
Für wen lohnt sich die JBL? In erster Linie für alle, die ein kompromissloses Heimkino-Erlebnis suchen und die Flexibilität der abnehmbaren Lautsprecher zu schätzen wissen. Die Leistung reicht locker aus, um auch größere Räume oder Partys zu beschallen.
Bei einem aktuellen Preis von 1369 Euro ist die Konkurrenz jedoch nicht weit:
- Samsung HW-Q990F (Testbericht): Für deutlich unter 800 Euro bekommt man hier ein exzellentes Gesamtpaket. Sie kann in puncto Räumlichkeit mit der JBL mithalten und bietet ebenfalls vollwertige Rear-Lautsprecher. Wer primär ein rundum überzeugendes Surround-System zu einem fairen Preis sucht, ist mit der Samsung möglicherweise besser beraten – auch wenn ihr Bass nicht ganz so brachial ausfällt.
- KEF XIO (Testbericht): Für 2249 Euro zielt die Soundbar ohne Subwoofer auf eine gänzlich andere Zielgruppe ab. Sie spielt detailreicher und präziser auf, was Musikliebhaber zu schätzen wissen. Für ein maximal immersives Filmerlebnis mit tiefem Bass und echtem Surround-Sound muss man zusätzlich investieren.
Die Entscheidung hängt also davon ab, was einem wichtiger ist: das flexible Gesamtpaket mit Kino-Feeling (JBL), das unschlagbare Preis-Leistungs-Verhältnis (Samsung) oder die audiophile Präzision bei der Musikwiedergabe (KEF).
Künstliche Intelligenz
iX-Workshop: Der schnelle Weg zum iSAQB-zertifizierten Softwarearchitekten
Moderne Softwarearchitekturen müssen heute skalierbar, wartbar und langfristig tragfähig sein. Genau hier setzt der viertägige iX-Workshop Softwarearchitektur: iSAQB CPSA Foundation Level mit iSAQB-Zertifizierung an.
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Der Workshop bietet eine strukturierte Einführung in die Grundlagen der Softwarearchitektur nach dem Curriculum des International Software Architecture Qualification Board (iSAQB). Sie lernen zentrale Methoden, Techniken und Werkzeuge kennen, um tragfähige Architekturen zu entwerfen und systematisch weiterzuentwickeln.
Im Fokus stehen dabei grundlegende Architekturkonzepte, strukturierte Vorgehensweisen im Entwurf sowie typische Entscheidungsprozesse in der Softwarearchitektur. Die Inhalte werden durch praktische Übungen ergänzt, in denen Sie das Gelernte direkt anwenden.
iSAQB-Zertifizierung
Der Workshop dient als offizielle Vorbereitung auf die Prüfung zum „Certified Professional for Software Architecture – Foundation Level (CPSA-F)”, die im Anschluss abgelegt werden kann.
Von Erfahrungen aus der Praxis lernen
Sie profitieren von der direkten Anleitung durch Ihren Trainer Josef Pischel, einen erfahrenen Softwareentwickler und -architekten. Er verfügt über umfangreiche Praxiserfahrung in der Java-Entwicklung, mit Docker und Kubernetes sowie in der Leitung von Entwicklungsteams. In seinen Projekten unterstützt er Unternehmen bei der strategischen Weiterentwicklung ihrer Softwarearchitekturen und verbindet dabei fachliche Tiefe mit praxisnaher Umsetzung.
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Für wen ist dieser Workshop geeignet?
Der Workshop richtet sich an Softwareentwickler und -architekten, die eine fundierte Einführung in die Softwarearchitektur suchen und sich auf die iSAQB CPSA-F Zertifizierung vorbereiten möchten.

(ilk)
Künstliche Intelligenz
Energiewende in Zahlen: Wo wir stehen und wo wir hinwollen
Bis 2030 will Deutschland 80 Prozent des Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien decken. Bis 2045 soll es sogar 100 Prozent sein. Bei diesen ambitionierten Zielen stellt sich die Frage, wie das klappen soll.
Die größte Herausforderung ist, dass mehr Anlagen und ausgebaute Leistung nicht automatisch mehr zur Verfügung stehenden Strom bedeuten. Das Stromnetz muss die produzierte Menge aufnehmen, transportieren und notfalls speichern können. Erfüllt es diese Anforderungen nicht, hat man nur die Hälfte des Problems gelöst. Stünde all der Strom zur Verfügung, den man in der Theorie bereits produzieren kann, wäre Deutschland mit der Energiewende schon einen großen Schritt weiter.
- Die Ziele der Energiewende für 2030 und 2045 stellen eine enorme Herausforderung dar.
- Im EU-Vergleich liegt Deutschland über dem Schnitt, aber weit hinter Spitzenreitern wie Norwegen.
- Der Netzausbau ist eine wirksame Bremse gegen teure Redispatch-Kosten.
- Batteriespeicher spielen eine tragende Rolle für eine bessere Netzintegration der Erneuerbaren.
- Produktionskosten für Strom aus erneuerbaren Energien sinken perspektivisch.
Wir zeigen anhand von Daten und Grafiken, wo Deutschland in Bezug auf die Ziele aktuell steht, wie der Weg zur Klimaneutralität aussehen kann und welche Faktoren uns ausbremsen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Energiewende in Zahlen: Wo wir stehen und wo wir hinwollen „.
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Künstliche Intelligenz
Hinterland of Things: „Wir müssen vom Erkenntnismodus in den Aktionsmodus“
Trotz ambitionierter Ziele im Koalitionsvertrag sei der Staat „meilenweit davon entfernt“, Start-ups ausreichend zu fördern, sagte Dominik Gross, Mitgründer und Geschäftsführer der Founders Foundation, auf der Konferenz „Hinterland of Things, die in dieser Woche in Bielefeld stattfand. Als Beispiel für die stockende Reformen nannte er die geplante 24-Stunden-Unternehmensgründung, deren bundesweiter Start auf 2029 verschoben worden sei.
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Statt auf den Bund zu warten, stellte Gross den „Bielefelder Shortcut“ vor. Gemeinsam mit dem Start-up Paket der Stadt Bielefeld, der Oberbürgermeisterin Christiane Bauer, der Volksbank Ostwestfalen, dem Teuto Seed Club, The Trailblazers und weiteren Partnern soll in Bielefeld eine Gründung inklusive operativer Gesellschaft, Konto, Steuernummer, Holding-Struktur und einer Förderzusage von bis zu 64.000 Euro innerhalb von 24 Stunden möglich werden. Etwas Ähnliches gibt es in Schleswig-Holstein mit www.startuphafen.sh, andere Bundesländer planen die Initiative „Gründen in 24 Stunden“.
Zudem zeigte Gross Schritte für das neue „Wirtschaftswunder“ aus Europa. Beim Bereich KI plädierte Gross für Spezialisierung – nicht die großen Sprachmodelle, sondern spezifische Modelle machten Europa stärker. Als Robotik-Beispiel nannte er Neura Robotics, dessen Finanzierungsrunde zeige, dass Deutschland noch eine Chance habe; ein Teil der Mittel fließe in sogenannte „Robotic Gyms“, also Trainingsumgebungen für Roboter. Beim Thema Energie forderte er eine Infrastruktur, die sowohl KI als auch Wind und Solar trägt, und verwies auf Start-ups wie Proxima Fusion und TerraLayer.

Was fehlt: In der rapiden Technikwelt häufig die Zeit, die vielen News und Hintergründe neu zu sortieren. Am Wochenende wollen wir sie uns nehmen, die Seitenwege abseits des Aktuellen verfolgen, andere Blickwinkel probieren und Zwischentöne hörbar machen.
Deutschland in vielen Bereichen führend
„Im Defense-Tech-Bereich sind wir in Deutschland tatsächlich sogar über den Standort München weltweit führend“, sagte Gross. Das habe damit zu tun, „dass im Defense Dech Bereich oder auf einem Defense Bereich viel von Hardware Richtung Software geht“. Künftig werde es Themen geben wie „Military AI zum Beispiel, Cloud-Systeme, also das heißt, so ein europäisches Palantir ist natürlich ein Wunsch“. Er verwies unter anderem auf Weltraumprojekte und auch auf ERC System, das Notfallmedikamente mit einer Drohne liefert.
„Gründer aus dem Mittelstand sind gleichzeitig auch die Start-ups für den Mittelstand,“ so Gross. Dabei machte er auch auf die Finanzierungslücke gegenüber den USA aufmerksam, wo Firmen wie OpenAI hohe Investitionen erhalten, ohne bereits profitabel zu sein. Gross verwies auf das KI-Unternehmen Anthropic, das im ersten Halbjahr in zwei Runden mehr eingesammelt habe als ganz Europa in einem Jahr an Risikokapital investiere. Anthropic hat eine Finanzierungsrunde von über 65 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Die Bewertung kletterte dadurch in den Bereich von rund einer Billion Dollar. Daraus leitete Gross ab, dass Risikokapital „nicht nur eine Frage der Finanzen, sondern auch eine Frage der wirtschaftlichen und der technologischen Souveränität“ sei.
Aktionsmodus für ein Wirtschaftswunder
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Anlässlich der Konferenz haben wir im Vorfeld mit Gross über den geforderten „Aktionsmodus“ und die Lage von Deutschland für Start-ups gesprochen.
Sie sagen, die Erkenntnisse sind eigentlich alle da. Was meinen Sie damit genau?
Wir haben ja eigentlich alle schon ein Gefühl gehabt, was passiert, wenn Trump Präsident wird. Man hat keine Glaskugel – er ändert seine Meinung täglich –, aber was klar war: Europa muss eigenständiger und unabhängiger werden. Wir müssen in eigene Sicherheitspolitik investieren, es gibt geopolitisch große Herausforderungen. Und das wird auch im Post-Trump-Zeitalter weitergehen.
Es ist nicht zu erwarten, dass man plötzlich sagt, er ist weg und alles ist wieder gewissermaßen wie vorher. Die Zeit bleibt nicht stehen, wir bewegen uns stetig nach vorne und dürfen auch den Blick nicht ausschließlich nach Westen richten, denn die Veränderungen passieren global. Das heißt, dass man in Europa mehr auf sich angewiesen ist, ist eine klare Erkenntnis, die es auch vorher schon gab.
Genauso ist es mit Technologien, natürlich allen voran Künstliche Intelligenz: Dass KI alles oder vieles verändern wird, fällt nicht erst jetzt vom Himmel. Dass wir einen demografischen Wandel haben, ist auch nichts Neues. Wenn wir nicht plötzlich aus dem Land heraus ein riesiges Bevölkerungswachstum haben und die nächste Boomerwelle kommt, ist das relativ klar. Also: Wir kennen die Dynamiken, Veränderungen und Herausforderungen – geopolitisch, technologisch, gesellschaftlich und ökonomisch. Das Einzige, was nicht passiert, ist, dass wir in den Aktionsmodus umgeschwenkt sind. Dass wir gesagt haben: Jetzt haben wir die Erkenntnisse, jetzt setzen wir um.
Woran liegt das? Warum passiert dieser Schritt nicht?
Das ist die eigentliche Kernfrage. Wir haben zum Beispiel seit Jahren die Herausforderung, dass wir an Universitäten und in der Grundlagenforschung zwar stark sind, aber den Transfer in Produkte und Unternehmen nicht gut genug schaffen. Das weiß eigentlich jeder. Das Geld wird ja auch schon bereitgestellt – auch durch die neuen Milliardenpakete. Das ist vielleicht nicht mal das Hauptproblem. Das Hauptproblem ist eher, dass der Staat das Geld nicht immer intelligent einsetzt – aber das ist noch mal eine andere Geschichte. Die Grundfrage lautet: Was machen wir jetzt eigentlich? Womit fangen wir an? Und wie kriegen wir das hin, dass wir dort auch im Sinne eines neuen Wirtschaftswunders die neuen Modelle aufbauen?
Wenn Sie von einem Wirtschaftswunder sprechen, ist das nicht ein bisschen optimistisch angesichts der aktuellen Lage?
Ich plädiere dafür, weniger auf die Misserfolge zu schauen und mehr auf die Erfolge. Wenn man ständig nur um Misserfolge kreist, incentiviert man ja niemanden. Was sind unsere Stärken? Worauf sollten wir setzen? Was sichert uns in der Zukunft den Wohlstand? Dadrauf sollten wir viel mehr Energie verwenden, als Sachen aus der Vergangenheit nochmal wieder aufleben zu lassen.
Ein gutes Beispiel ist das sogenannte Klemmen-Valley. Das gibt es hier in der Region Ostwestfalen-Lippe. Das sind diese ganzen Steckverbindungen. Die stecken in jedem Kraftwerk, in jedem Transformationskasten, in jeder Maschine weltweit. Unternehmen wie Phoenix Contact oder Wago – das sind Hidden Champions, die kaum jemand kennt, die aber enorme wirtschaftliche Wertschöpfung betreiben. Genau das ist die Logik: Wir müssen in bestimmten Bereichen – auch wenn es manchmal Nischen sind – Weltmarktführer sein. Das ist das Gewicht, das wir in die Waagschale werfen können. Und übrigens ein Thema, dass insbesondere in Zeiten von KI eigentlich im Zentrum unserer Diskussionen stehen müsste. Denn Zahlen zeigen: Die großen LLMs werden zwar in Amerika entwickelt, aber in der konkreten Anwendung, da sind wir in Europa und vor allem die Gründerinnen und Gründer voraus. Wir bauen Geschäftsmodelle für konkrete, teilweise nischige, aber reale Anwendungsfälle.
Aber wenn man auf die Solarindustrie schaut – Deutschland war mal führend, und die Wertschöpfung ist trotzdem nach China abgewandert. Warum sollte es diesmal anders laufen?
Das ist de facto so, das stimmt. Zurückblickend ist klar, dass Deutschland dort mitführend war und dass diese Wertschöpfung nach China abgewandert ist. Und es gibt heute ähnliche Analysen zum Beispiel beim Quantencomputing: Deutschland ist gerade noch vorne mit dabei, aber es tut sich schwer, in Dinge zu investieren, die sich nicht sofort kapitalisieren lassen.
Aber ich glaube, wir müssen aufhören, immer nur in den Rückspiegel zu schauen. Niemand hier am Tisch kann sagen, er hat die Glaskugel und sieht, was in der Zukunft funktioniert. Die Frage ist, was wir jetzt tun. Und da gibt es durchaus Bereiche, wo wir noch die Chance haben, wirklich vorne zu sein. Im Bereich KI-Infrastruktur sind wir tatsächlich eines der Länder weltweit, die gerade am meisten investieren, um Rechenzentren aufzubauen.
Trotzdem werden viele der vielversprechenden deutschen Start-ups am Ende ins Ausland verkauft…
Ja, die Abwanderung dieser Wertschöpfung ist definitiv ein Problem. Denn das heißt, dass wir von den Innovationen, die entstehen, nachhaltig nicht mehr so viel haben – außer vielleicht dem Exitgeld, das im best Case wieder ins System gespült würde. Im Sinne eines nachhaltigen Kreislaufes, den wir uns wünschen, ist das ein Kernproblem.
Ich kenne das Modell aus Israel. Israel hat einen richtigen Start-up-Durchlauf, aber keinen Mittelstand. Die werden alle ins Ausland verkauft, und dann machen die Gründer wieder etwas Neues, weil sie diesen unbändigen Hunger haben. Per se also ein Modell, das auch funktionieren kann. In Deutschland brauchen wir beides: den etablierten Mittelstand als Rückgrat unserer Wirtschaft und hungrige Start-ups.
Wie lässt sich das lösen?
Wir können uns ja nicht darüber beschweren, dass andere Länder unsere Start-ups so gut finden. Das wäre das falsche Signal. Was wir brauchen, ist erstens eine höhere Bereitschaft der etablierten Unternehmen hierzulande, in Start-ups zu investieren, mit ihnen zusammenzuarbeiten und auch gemeinsame Projekte und Entwicklungen umzusetzen. Und ja, zur Wahrheit gehört auch, dass wir mehr Kapital in Deutschland aktivieren müssen. Gleichzeitig müssen wir uns auch trauen, und von dem Gedanken, dass es immer der klassische Exit oder ein IPO (Initial Public Offering, Börsengang) sein muss. Das ist mit Blick auf die Summe von Unternehmensgründungen, immer noch der seltenste Fall.
Und zweitens brauchen wir meiner Meinung nach in Europa eine Weiterentwicklung des Kapitalmarktes. Wir haben ein sehr fragmentiertes Börsensystem und in Europa konkurrieren diese Börsen miteinander. Wenn wir den European Market wieder aufbauen wollen, müssten wir eigentlich dahin kommen, gemeinsame Handelsplattformen und harmonisierende Regulierungen zu entwickeln, damit überhaupt auch mal Vergleichbares zustande kommt wie beim Nasdaq. Wenn Mistral als europäisches KI-Unternehmen wirklich groß werden will und den europäischen Markt als Heimatmarkt anstrebt, braucht es dafür auch das entsprechende Kapital. OpenAI wird angeblich hunderte Milliarden Dollar verbrennen, bevor sie Break-even erreichen. Das bekommt man auf dem europäischen Kontinent schlicht nicht zusammen.
Kann Europa da überhaupt noch mithalten? Die US-Tech-Giganten dominieren alles.
Ich halte es ehrlich gesagt nicht für wahrscheinlich, dass das nächste Google oder das nächste Microsoft aus Europa kommt. Das kann ich mir von den Strukturen her nicht vorstellen – in den Größenordnungen von Google, Amazon und Microsoft. Aber wie gesagt, darum darf und muss es uns ja gar nicht einzig und alleine gehen: Eine nächste Generation erfolgreichen, technologischen Mittelstands, Applied AI – das sind die Themen, über die wir uns unterhalten sollten!
Wäre das vielleicht sogar ein Problem der EU-Kommission, die ja schon in Richtung mehr Regulierung geht?
Selbst dann haben Sie natürlich Markt und Infrastruktur. Überlegen Sie mal, Sie würden Microsoft in Europa verbieten. Theoretisch klingt das konsequent, aber Sie würden die deutsche Wirtschaft erst mal brachlegen. Jeder, der irgendwie seinen SharePoint hat, Microsoft 365 und so weiter und es gibt schlicht nichst, um das sofort zu ersetzen. Ich glaube auch nicht, dass das die zielführende Diskussion ist. Wir wollen ja keine abgeschlossenen Wirtschaftsräume schaffen.
Amerika wird als abgeschlossener Wirtschaftsraum nicht funktionieren, Europa auch nicht, China auch nicht, auch wenn es da gewisse Bestrebungen gibt. Es geht eher darum, was wir unter diesen Rahmenbedingungen aufbauen. Wir werden trotzdem Weltmarktführer entwickeln können – vielleicht nicht die alles dominierenden Plattformen, aber in ausreichend vielen Bereichen und Nischen.
Aber ist da nicht die Gefahr, dass am Ende wieder fragwürdige Investoren die vielversprechenden Unternehmen aufkaufen?
Das ist eine berechtigte Frage. Im Defense-Tech-Bereich hilft es, dass die Politik hier Kontinuität schaffen kann. Man weiß, dass in den nächsten zehn Jahren drei- bis vierhundert Milliarden Euro mehr in diesen Sektor fließen werden, weil alle das NATO-Ziel erreichen wollen. Das heißt, es wird nicht nur in amerikanische Systeme investiert, sondern aus der eigenen Wirtschaftslogik heraus entstehen Lösungen in Frankreich, Deutschland, Schweden, den Niederlanden. Die Bundeswehr hat sich ja gerade bewusst dagegen entschieden, Palantir einzusetzen und setzt stattdessen auf eine eigene Lösung. Und ich finde, wir müssen dahin kommen: Wie wettbewerbsfähig kriegen wir eine eigene Lösung hin?
Wenn man auf den Defense-Tech-Bereich schaut, sieht man, dass da schon etwas entsteht: Helsing, Quantum Systems, Stark aus Berlin, Istro – überall entstehen diese Unternehmen. Die Frage ist, wie wir wirtschaftliche Rahmenbedingungen schaffen, damit die hier bleiben können.
Und was ist mit Chips und Halbleitern und der instabilen geopolitischen Lage?
Im Bereich der Halbleiterindustrie ist die Welt abhängig von Taiwan. Und ich würde noch nicht mal so weit gehen zu sagen, Krieg ja oder nein. Ähnliche Szenarien könnten wir uns im Sinne einer Eskalierung vorstellen, ohne dass ein Schuss fällt: dass die wichtigen Chips weltweit nicht mehr in die westlichen Märkte verteilt werden.
Was wäre dann die Antwort darauf?
Nachher kommt es darauf an, was wir eigentlich in die Waagschale werfen können, um nicht von Lieferketten abgeschnitten zu werden. Uns würde ja nur jemand nicht mehr was liefern, wenn unsere Verhandlungspositionen schwach wären, oder wenn wir in der Folge nicht sagen könnten: Dann liefern wir euch die Sachen auch nicht, und eure Probleme werden viel größer. Es gibt ja durchaus schon in der Wirtschaftsstruktur solche Hebel. Das Klemmen-Valley ist so ein Beispiel.
Die Logik muss sein: Wir bauen uns eine wirtschaftliche Power auf, wo wir in bestimmten Bereichen so gut sind – auch manchmal in Nischen –, dass wir Weltmarktführer sind, das kann in den Bereichen wie der Industrie, Robotik und Energie der Fall sein. Das ist das Gewicht, das wir dann auch in solchen Verhandlungen einbringen können. Und das kommt aus dem Hinterland – ob aus dieser Region, aus Heilbronn, aus Nürnberg, aus Oldenburg oder wo auch immer. Das sind genau diese Unternehmen hier, und das werden auch die neuen Start-ups sein, die dafür sorgen, dass wir dieses Gewicht reinbringen können.
Wir müssen einfach anfangen, die Sachen zu machen. Es lohnt sich nicht, weiter zu philosophieren. Die Erkenntnisse haben wir alle. Jetzt geht es darum, was wir eigentlich tun und womit wir anfangen. Die Kombination aus allem, was neu kommt, und den bestehenden Dingen, die wir erhalten können – das ist die Kraft und das Gewicht, das wir einbringen können. Und das ist auch das, was wir mit der Konferenz versuchen widerzuspiegeln: Beispiele auf die Bühne zu stellen, die das verkörpern. Die zeigen, dass es geht. Hier, jetzt, in Deutschland und Europa.
(mack)
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