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Blade‑Battery 2.0 und Flash-Charger: BYD beschleunigt Laden weiter
Autofahrer lernen gerade, dass Elektroautos in ihrer aktuellen Erscheinungsform in den meisten normalen Anwendungsszenarien bereits ein vollwertiger Ersatz für solche mit Verbrennungsmotor sein können und auf längere Sicht deutlich geringere Kosten verursachen. Teile der Autoindustrie werben weiter mit immer neuen Rekorden bei Ladezeiten und Reichweiten – Stichwort: „Laden so schnell wie Tanken“. Das Rennen scheint noch nicht beendet. BYD begründet seine Bemühungen mit Marktbeobachtungen. Das Unternehmen stellt seine Blade‑Battery 2.0 inklusive eines für ihre hohe Ladeleistung nötigen Schnellladers vor. Ein dazu passendes Auto soll bald folgen.
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(Bild: Mercedes )
Gewaltige Strommengen
Der chinesische Großkonzern BYD, der Mitte der 90er-Jahre als Akkuproduzent gestartet ist und heute auch Elektroautos fertigt, kündigt mit dem „Flash Charger“ nun eine Ladestation an, die mit 1,5 Megawatt Leistung die Ladedauer auf nur wenige Minuten verkürzen soll. Das wäre tatsächlich so schnell wie Tanken inklusive Bezahlen. Allerdings funktioniert das nur mit einer schwerwiegenden Einschränkung: Das Auto muss mit einer Batterie inklusive der entsprechenden Ladetechnik ausgestattet sein, die solche gewaltigen Strommengen auch entgegennehmen kann. Das gibt es bislang serienmäßig nur für Lkw und da nur bis 1 MW.
Gleichzeitig verspricht BYD eine weiter gesteigerte Reichweite durch eine höhere Energiedichte der Akkuzellen. Beide gegensätzlichen Anforderungen zu vereinen, funktioniert nur mit einer Weiterentwicklung der Zellchemie. Dazu hat BYD nach eigenem Bekunden die Grenzen der robusten und preiswerten Lithium-Eisenphosphat-Technologie weit hinausgeschoben. So verfügt die Kathode über eine richtungsorientierte, mehrstufige Partikelgrößenarchitektur, die eine dichte Packung und schnelle Deinterkalation ermöglicht. BYD nennt das „Flash-Release“, um den Geschwindigkeitsgewinn zu betonen.
Senkung des Widerstands
Wie üblich wird auch in der Blade 2.0 beim Laden Li+ von der positiven Elektrode mit geringerem Widerstand ausgelagert („de-interkaliert“) und in die negative Elektrode eingelagert („interkaliert“), bis sie sich vollgeladen im maximal lithiumreichen Zustand befindet. Unterstützt wird diese Senkung des Widerstands in BYDs neuer Zellchemie durch einen KI-optimierten Elektrolyt, der eine hohe Ionenleitfähigkeit und schnelle Ionenbeweglichkeit sicherstellen soll. Bei BYD heißt das „Flash‑Flow“. Um den Widerstand für die Einlagerung an der Anode zu verringern, besitzt diese eine Verbesserung ihrer multidimensionalen Struktur mit zusätzlich senkrecht zur Elektrodenebene ausgerichteten Graphitpartikeln. Beides soll die Interkalation von Lithium-Ionen beschleunigen helfen.
Der verringerte Innenwiderstand lässt höhere Ladeströme zu, ohne die thermische Belastungsgrenze zu überschreiten, und ermöglicht gleichzeitig eine um fünf Prozent höhere Energiedichte, wie BYD weiter ausführt. Zusätzlich hat BYDs neuer Zellaufbau eine „extrem dünne“ Festelektrolyt-Zwischenschicht, die trotz einer gesteigerten chemischen Strukturstabilisierung inklusive Selbstreparaturmechanismus eine Steigerung der Ionenleitfähigkeit erreicht. Weiter in diese Details der Zellchemie geht BYD noch nicht, verspricht aber außer der gesteigerten Leistung eine noch bessere Haltbarkeit und Schutz vor thermischem Durchgehen.
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Hohe Leistung auch bei Kälte
Ohne Kapazitätsangaben relativieren sich die zweifellos beeindruckenden Angaben, nach denen eine Ladung von 10 auf 70 Prozent fünf Minuten dauern soll, und eine von 10 auf 97 Prozent in neun Minuten möglich sei. Fast noch interessanter liest sich da das Versprechen, selbst bei minus 30 Grad in nur zwölf Minuten von 20 auf 97 Prozent laden zu können. Das ist insofern bemerkenswert, als herkömmliche LFP-Akkus bei solchen Temperaturen ihre Ladefähigkeit längst eingebüßt haben. Ähnliche Entwicklungen hat der Konkurrent CATL kürzlich bekanntgegeben – mit Heizung. Möglicherweise hat auch BYD eine leistungsstarke Heizung installiert, ohne darüber weitere Worte zu verlieren.
Möglich ist diese hohe Ladeleistung nur dort, wo auch entsprechende Ströme fließen können. BYD verspricht, dazu ein Netzwerk mit 1,5-Megawatt-Ladern aufzubauen. Aktuell stehen in China bereits über 4239 solcher Stationen, bis Ende 2026 will man dort die Marke von 20.000 Ladestationen erreichen und in der Folge international expandieren. Die Stationen sind dazu so ausgelegt, dass sie mit einem internen Speicher ausgestattet werden können, wo das vorhandene Stromnetz nicht die volle Leistung ermöglicht. Dieser Pufferspeicher füllt sich zwischen den Ladepausen, um die Differenz zwischen der maximalen Leistungsabgabe aus dem Netz und dem Ladestrombedarf des Autos als Booster ausgleichen zu können.
Premiere im Luxus-GT
Die neuen Akkus sollen mit ihrer um fünf Prozent höheren Energiedichte eine Reichweite „über 1000 Kilometer“ im CLTC (entsprechend rund 820 km im WLP) ermöglichen, was ohne Angabe der Akkukapazität freilich kaum aussagekräftig ist. Zu vermuten ist ein Akku mit deutlich mehr als 100 kWh netto. Man wird warten müssen, bis diese Akkus erstmals im Shooting Brake Denza Z9GT, einer Marke von BYD, erscheinen.

Denza Z9GT
(Bild: Denza)
Die finalen Spezifikationen der europäischen Version dieses Elektroautos mit Flash Charging und Blade‑Battery 2.0 im Stil und Format eines Porsche Taycan sollen in den kommenden Wochen veröffentlicht werden. Aktuell und mit herkömmlicher Technologie stehen noch ein Nettoenergiegehalt von 100,1 kWh und eine Reichweite von 630 km im CLTC (entsprechend ca. 480 bis 510 km im WLTP) im Katalog.
Ob sich BYDs Hoffnung „Flash Flow gleich Cash Flow“ auch in Europa schnell erfüllt, steht angesichts der Infrastruktur und der Preise von 80- bis über 100.000 Euro für einen Denza Z9GT infrage. Sollten die Schnelllader aber fürs allgemeine Laden kompatibel sein und geöffnet werden, wird das Ladenetz insgesamt dichter. Das wäre schon eine gute Nachricht für die E-Mobilität insgesamt. Allerdings gibt es da einen Haken: CCS ist für so hohe Ströme nicht geeignet, die Stationen und Autos haben daher einen eigenen Standard. Wollte BYD seine Stationen öffnen, müssten sie mit einem weiteren Ladekabel für Autos mit CCS-Anschluss ausgerüstet werden.
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(fpi)
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NASA verschiebt erste Mondlandung: Artemis III wird Testflug im Erdorbit
Die NASA hat die vierköpfige Besatzung für die Artemis III benannt: Statt der ursprünglich geplanten ersten bemannten Mondlandung seit Apollo 17 wird diese Raumfahrt-Mission zu einer rund zweiwöchigen Testmission im niedrigen Erdorbit (Low Earth Orbit, LEO). Ende 2027 soll dabei das Orion-Raumschiff erstmals Rendezvous- und Andockmanöver mit Testversionen der Mondlander von Blue Origin und SpaceX erproben. Die erste tatsächliche Landung am lunaren Südpol verschiebt sich damit auf Artemis IV, voraussichtlich im Jahr 2028. Die NASA hat bereits im Februar 2026 angekündigt, dass die Mondlandung auf Artemis IV verschoben und 2028 gleich zwei Missionen gestartet werden könnten.
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Ursprünglich sollte Artemis III zwei Astronauten in der Nähe des Mond-Südpols absetzen, wobei ein unbemannter Starship-HLS von SpaceX im Mondorbit gewartet hätte. Nach der erfolgreichen Mondumrundung durch Artemis II beschreibt die NASA das neue Vorgehen als Schritt zur Risikominderung. In einer kontrollierteren Umgebung im Erdorbit lassen sich Annäherung, Docking, Luken-Operationen sowie die Software- und Kommunikationsintegration zwischen Orion und den Landern unter Realbedingungen testen, bevor die volle Missionskomplexität mit Tiefraumstrahlung, Kommunikationsverzögerung und einem Wiedereintritt mit Mond-Rückkehrgeschwindigkeit dazukommt.
Erstmals zählt mit Luca Parmitano ein Astronaut der europäischen Raumfahrtagentur ESA zur Artemis-Crew. Er fungiert als Pilot; Kommandant ist Randy Bresnik (NASA), als Missionsspezialisten fliegen Andre Douglas und Frank Rubio (beide NASA) mit. Bob Hines steht als Ersatzmann bereit. ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher betont, dass Parmitanos Rolle die Tiefe der europäischen Expertise in der bemannten Raumfahrt widerspiegle. Die ESA liefert zudem das Europäische Servicemodul (ESM) für Orion, das Stromversorgung, Antrieb und Lebenserhaltung bereitstellt.
NASA-Administrator Jared Isaacman hebt die „beeindruckendste Koordination von Schwerlast-Raketenstarts der Geschichte“ hervor. Genau hierin liegt eine der zentralen technischen Herausforderungen: Die Architektur verlangt eine eng getaktete Serie von Starts – das Space Launch System (SLS) mit Orion plus mindestens ein, im Idealfall zwei große Lander-Testfahrzeuge. Alle Raumfahrzeuge müssen innerhalb weniger Tage in kompatiblen Orbits sein, was die Geometrie anfällig für Wetter und technische Verzögerungen macht.
Zwei Lander, ein Testflug
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Blue Origin und SpaceX übernehmen in der Testmission unterschiedliche Aufgaben. Beide Unternehmen stellen LEO-taugliche Testartikel (Pathfinder) ihrer HLS-Systeme (Human Landing System) bereit, inklusive funktionsfähiger Docking-Ports und Avionik-Schnittstellen zu Orion. Demonstriert werden sollen automatisierte Rendezvous-Navigation, Telemetrie und Dockingfähigkeit; an mindestens einem Lander will die Crew die Luke öffnen und Innenraumprozeduren für spätere Oberflächenmissionen durchspielen. Angestrebt ist, beide Systeme möglichst in einem Flug zu erproben.
Aus Sicht von Systemingenieuren unterscheiden sich die Architekturen deutlich. Blue Origins Blue Moon Mark 2 ist als eher klassischer Lander mit moderatem Massenregime und Fokus auf präzise Landung ausgelegt, ergänzt durch separate Frachtmissionen. SpaceX‘ Starship HLS hingegen ist ein voll wiederverwendbares Großfahrzeug mit enormer Nutzlastkapazität, das eine komplexe Betankungskette mit mehreren Tankern im Erdorbit voraussetzt – ein Ansatz mit hohem Risiko, aber auch hohem Potenzial für den späteren Aufbau einer dauerhaften Mondpräsenz. In den HLS-Unterlagen führt die NASA SpaceX als Provider für Artemis III sowie eine zusätzliche bemannte Landedemonstration bei Artemis IV, während Blue Origin mit seinem Blue‑Moon‑Lander ab Artemis V die erste bemannte Demonstrationslandung für das eigene System durchführt.
Die Verlagerung in den Erdorbit ist selbst Teil des Redundanzkonzepts: Bei Problemen ist eine relativ schnelle Rückkehr möglich, die Kommunikationswege sind stabiler und Rettungsszenarien überschaubarer. Hinzu kommt eine schrittweise Teststrategie mit umfangreichen Bodentests und unbemannten Vorabflügen. So hat der unbemannte Blue-Moon-Lander Mark 1 mit dem Namen „Endurance“ bereits thermische Vakuumtests bestanden und wird in Florida auf seine Kommunikationssysteme geprüft, wie heise in Blue Origins Mondlandefahrzeug Blue Moon MK1 besteht wichtigen Test der NASA berichtet hat.
Hardware nimmt Form an
Parallel wird notwendige Infrastruktur vorbereitet. Im Sommer verbinden Ingenieure das Orion-Crewmodul mit dem Servicemodul und integrieren erstmals das Dockingsystem; die Hitzeschild-Blöcke durchlaufen Ultraschallinspektionen und werden montiert. Beim SLS-Core wird die Triebwerkssektion mit dem Rest der Stufe verbunden, vier RS-25-Triebwerke sollen folgen. Alle Feststoffbooster-Segmente sind bereits am Kennedy Space Center eingetroffen, das Stapeln auf dem Mobile Launcher soll ebenfalls im Sommer beginnen. Artemis III bildet damit das Bindeglied zwischen der vergleichsweise einfachen Mondumrundung durch Artemis II und den anspruchsvollen Landemissionen Artemis IV und V, die den Aufbau einer Mondbasis vorbereiten sollen.
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(vza)
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KI-Kettenbrief ist fake – aber es gibt trotzdem ein WhatsApp-Problem
In WhatsApp-Gruppen kursiert aktuell ein Kettenbrief, der behauptet, „ab heute“ könne eine KI sämtliche Chats mitlesen, Telefonnummern auslesen und persönliche Daten einsehen. Nur wer den „erweiterten Datenschutz“ aktiviere, sei geschützt.
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Die zentrale Behauptung ist falsch: WhatsApp-Nachrichten in Einzel- und Gruppenchats bleiben standardmäßig Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Weder Meta noch Meta AI können diese Inhalte mitlesen. Die seit 2025 schrittweise eingeführte KI-Funktion Meta AI verarbeitet laut WhatsApp-Datenschutzhinweisen zu Meta AI ausschließlich Inhalte, die Nutzer aktiv an die KI senden – etwa über eine @-Erwähnung, direkte Fragen oder KI-Funktionen wie Zusammenfassungen. Erst dann verlassen diese Daten den Ende-zu-Ende-verschlüsselten Pfad und werden auf Meta-Servern im Klartext verarbeitet.
Die eigentliche Baustelle: Metadaten und Profiling
Ein großes Datenschutzproblem bei WhatsApp gibt es trotzdem: WhatsApp erhebt unabhängig von Meta AI und unabhängig vom erweiterten Chat-Datenschutz umfangreiche Metadaten: Telefonnummer, Geräteinformationen, IP-Adresse, Timestamps von Nachrichten und Anrufen, Kontaktlisten, Online-Status und Standortdaten. Diese Metadaten liegen nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt vor und können mit anderen Meta-Diensten geteilt werden – gestützt auf das rechtlich umstrittene Konstrukt des „berechtigten Interesses“ nach DSGVO.
Wir haben euch in einem Antwort-Kettenbrief zusammengefasst, was für weitreichende Konsequenzen das für jeden von uns hat:
An alle WhatsApp-Nutzer, die sich um Datenraub durch KI Sorgen machen:
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WhatsApp wertet automatisiert schon seit Jahren alle unsere Metadaten aus. Und das ist ein Problem – auch für dich. Weil: Metadaten sind zum Beispiel, wie häufig man mit wem schreibt und wann man sich wo befindet. Daraus lässt sich ableiten, wie viele Freunde jemand hat, wo er wohnt, arbeitet, ob er auf der Arbeit Arbeitszeitbetrug mit privaten WhatsApp-Chats betreibt… usw.
Diese Metadaten werden dann an globalen Datenbörsen gehandelt. Spezialisierte Firmen erstellen aus ihnen Profile über jeden von uns. Diese kaufen dann Personalagenturen, Versicherungen, Kreditinstitute, Geheimdienste (auch deutsche Landeskriminalämter und das FBI) und viele weitere. Denn Unternehmen möchten auf dieser Basis entscheiden, wen sie einstellen – und wen feuern. Versicherungen wollen entscheiden, wie viel jemand bezahlen muss. Geldinstitute wollen entscheiden, ob jemand einen Kredit bekommt.
Was wir online tun, bestimmt wegen Metadaten immer mehr, was für Möglichkeiten wir noch im Offline-Leben haben. Dabei gibt es viele Alternativen zu WhatsApp, Gmail, Gmx, OneDrive und Co. Leitet diesen Brief an alle weiter, von denen ihr nicht wollt, dass ihre Profile verkauft werden.
Es grüßt euch
Eure heise-Redaktion
Leitet ihn gerne weiter!
Alternativen für WhatsApp sind zum Beispiel das mittlerweile auch sehr weit verbreitete Signal, Threema oder Wire, die deutlich weniger Metadaten erheben. Datenschützer betonen: Nur weil man sich vielleicht nicht ganz von WhatsApp verabschieden möchte, heißt das nicht, dass sich die anderen Dienste nicht lohnen. Auch wenn man nur für die Kommunikation mit manchen Freunden dorthin wechselt, ist schon etwas gewonnen.
Was der erweiterte Chat-Datenschutz leistet – und was nicht
Die im Kettenbrief erwähnte Funktion „Erweiterter Chat-Datenschutz“ existiert übrigens tatsächlich. Sie lässt sich pro Chat aktivieren und bewirkt drei Dinge: Sie blockiert den Export des Chatverlaufs, verhindert das automatische Speichern von Medien auf Geräten der Teilnehmer und unterbindet die Nutzung von Meta-AI-Funktionen im betreffenden Chat. Bei Aktivierung erscheint eine Systemnachricht, die alle Beteiligten informiert. Sie schützt also vor allem vor Datenschutzverstößen unserer Mitmenschen. Wer sich vor Meta schützen will, sollte sich ganz von WhatsApp verabschieden.
(rie)
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Russischer Internetsatellit stürzt ab | heise online
Das russische Raumfahrtunternehmen Buro 1440 baut eine eigene Satellitenkonstellation für schnelles Internet auf, vergleichbar Starlink von SpaceX oder Leo von Amazon. Im März wurde die erste Charge der Kommunikationssatelliten ins All geschossen. Drei Monate später ist einer der Satelliten abgestürzt.
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Der Satellit mit der Bezeichnung Object 4 stürzte am vergangenen Wochenende ab. Das berichten der in den USA lebende russische Raumfahrtjournalist Anatoly Zak auf seiner Website RussianSpaceWeb und Jonathan McDowell, Astrophysiker am Harvard Smithsonian Center for Astrophysics und Raumfahrtexperte, auf Bluesky. Laut McDowell trat der Satellit über dem Nordatlantik in die Erdatmosphäre ein und verglühte.
Rassvet soll das russische Pendant zu Starlink werden und schnelles Internet mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 1 Gigabit pro Sekunde ermöglichen. Die Konstellation soll in der endgültigen Ausbaustufe aus 900 Satelliten bestehen – zum Vergleich: Starlink hat derzeit rund 10.000 Satelliten im Orbit und plant mit etwa 30.000. Amazons Leo-Konstellation soll bis 2029 auf gut 3200 Satelliten ausgebaut werden. Aktuell sind etwas mehr als ein Zehntel davon im Orbit.
16 Satelliten flogen im März ins All
Buro 1440 hat 2023 drei Prototypen der ersten Generation ins All geschossen. 2024 folgten drei Satelliten der zweiten Generation. Am 23. März startete das Unternehmen dann die ersten 16 regulären Satelliten. Eine Rakete vom Sojus-2.1b brachte sie vom Startplatz Plessezk, etwa 800 Kilometer nördlich von Moskau, ins All und setzte sie in einer Referenzumlaufbahn aus, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass berichtete.
Von dort sollten die 370 Kilogramm schweren Satelliten aus eigener Kraft in ihren endgültigen Orbit aufsteigen. Das scheint aber nicht planmäßig verlaufen zu sein, wie McDowell schreibt: Danach sind nur sechs Satelliten auf dem Weg zu ihrem Orbit. Acht feuerten die Triebwerke nur kurz, um ihren Orbit zu halten.
Object 4 zeigte laut McDowell gar keine Aktivität, schien also schon gleich nach dem Aussetzen ausgefallen zu sein. Noch ein weiterer Satellit ist mutmaßlich ausgefallen. Er zündete zuletzt vor einem Monat sein Triebwerk.
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Dennoch verkündete Alexei Shelobkov, Chef der Iks Holding, zu der Buro 1440 gehört, Ende vergangener Woche nach einem Bericht der britischen Nachrichtenagentur Reuters, dass der Satelliteninternetdienst Rassvet im kommenden Jahre starten werde.
(wpl)
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