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Künstliche Intelligenz

Jugendschutz 2025: Hoher Anstieg gemeldeter Missbrauchsdarstellungen im Netz


Die digitale Welt birgt für Minderjährige zahlreiche Gefahren, wie der aktuelle Jahresbericht der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) bestätigt. Mit insgesamt 28.598 eingegangenen Meldungen verzeichnete die Online-Beschwerdestelle der Einrichtung 2025 die zweithöchste Anzahl an Hinweisen seit ihrer Gründung 1997. Bezeichnend ist dabei nicht nur die schiere Menge, sondern auch die Passgenauigkeit der gemeldeten Inhalte: In 74 Prozent der Fälle (21.072 Meldungen) bestätigte eine umfassende juristische Einzelfallprüfung tatsächliche Verstöße gegen deutsche Jugendschutzgesetze.

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Damit stieg die Quote der begründeten Beschwerden im Vergleich zum Vorjahr (68 Prozent) um sechs Prozent an. Die Experten der FSM führen das hauptsächlich auf eine massive Zunahme im Bereich der Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern (CSAM) zurück.

Klassische Problemfelder wie Pornografie, Hasskriminalität und Gewalt sind in der am Freitag veröffentlichten Statistik für 2025 sogar leicht rückläufig. CSAM hat sich dagegen mit einem Anteil von 58 Prozent an den begründeten Fällen zur mit Abstand größten Kategorie entwickelt. Die FSM verweist dabei auch auf das Erstarken virtueller Missbrauchsdarstellungen, die mit 2332 registrierten Fällen bereits rund 19 Prozent der CSAM-Meldungen ausmachen.

Dazu zählen neben klassischen Zeichnungen im Manga-Stil (Hentai) zunehmend Inhalte, die mithilfe Künstlicher Intelligenz entstanden sind. Diese Entwicklung stellt den Jugendschutz der Organisation zufolge vor völlig neue Herausforderungen, da die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwömmen. Die rechtliche Bewertung in Deutschland bleibe aber eindeutig: Auch virtuelle, mit KI erstellte Darstellungen seien unzulässig und strafbar.

Parallel zu inhaltlichen Verschiebungen beobachtet die FSM eine starke Verlagerung der Hosting-Standorte. War 2024 noch über die Hälfte der gemeldeten illegalen Inhalte auf deutschen Servern gespeichert, sank dieser Anteil im vorigen Jahr auf nur noch etwa 23 Prozent. Vorn dabei sind inzwischen Server in den USA, Malaysia und Großbritannien.

Diese Internationalisierung erschwert die Rechtsdurchsetzung durch Löschanträge, da die Inhalte in Ländern wie den USA oder Kanada oft nicht verboten sind. Die Kooperation mit internationalen Partnern wie dem Hotline-Verbund Inhope bleibe zwar essenziell, stoße aber an ihre Grenzen.

Im Inland zeigt sich die Beschwerdestelle dagegen hocheffektiv. Trotz eines leichten Anstiegs der durchschnittlichen Bearbeitungsdauer auf zwei Tage konnten 99,68 Prozent der rechtswidrigen Inhalte auf deutschen Servern innerhalb einer Woche entfernt werden. Diese schnelle Abhilfe ist ein Kernpfeiler des deutschen Jugendschutzsystems, das primär auf dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) basiert. Die FSM fungiert dabei mit ihrem Juristenteam als Bindeglied zwischen besorgten Nutzern, den Hostern und den Strafverfolgungsbehörden.

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Ein positiver Trend lässt sich bei den Mitgliedsunternehmen der FSM beobachten, zu denen Größen wie Amazon, Microsoft, Google (YouTube), Meta (Facebook/Instagram) und TikTok zählen. Die Zahl der begründeten Beschwerden gegen Plattformen, die sich der freiwilligen Selbstkontrolle unterworfen haben, sank erheblich von 4849 Fällen im Vorjahr auf nur noch 430. Zudem konnte bei all diesen Vorkommnissen direkt Abhilfe geschaffen werden.

Das deutet darauf hin, dass die Selbstverpflichtung und die Implementierung technischer Schutzmaßnahmen zunehmend Wirkung zeigen. Auch in anderen Bereichen wie Hasskriminalität und Volksverhetzung sind die Fallzahlen spürbar gesunken. Dennoch bleibt das Gesamtbild herausfordernd: Die Kombination aus steigenden Meldezahlen bei Missbrauchsdarstellungen und technologischen Sprüngen durch KI verlangt laut der FSM nach einem kontinuierlichen und nachhaltigen Förderansatz, um Kinder und Jugendliche weiterhin wirksam schützen zu können. Die parallel betriebene Beschwerdestelle des eco-Verbands meldete vor Kurzem eine Rekordzahl bei berechtigten Beschwerden.


(mki)



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iX-Workshop: Hochverfügbares Proxmox VE-Cluster mit Ceph Storage


Virtualisierung und hochverfügbare Speichersysteme spielen in modernen IT-Infrastrukturen eine zunehmend zentrale Rolle. Proxmox VE bietet dabei eine offene, unabhängige und leistungsfähige Alternative zu proprietären Virtualisierungslösungen wie VMware oder Hyper-V.

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In dem praxisorientierten Workshop Proxmox VE-Cluster mit Ceph-Speichersystem einrichten lernen Sie, wie Sie hochverfügbare Virtualisierungs- und Speicherarchitekturen mit Proxmox VE und Ceph aufbauen und betreiben. Sie erhalten einen fundierten Überblick über beide Technologien, verstehen deren Zusammenspiel und erfahren, wie Sie diese effizient in produktiven Umgebungen einsetzen.

Dabei machen Sie sich mit grundlegenden Konzepten, bewährten Vorgehensweisen und Methoden zur Fehlersuche vertraut. Sie erwerben umfassendes Wissen über die Einrichtung und Verwaltung eines hochverfügbaren Proxmox-Clusters und erfahren, wie Sie Ceph als skalierbare, verteilte Speicherlösung in Proxmox integrieren und für maximale Redundanz und Performance konfigurieren können.

Im praktischen Teil des Workshops wird eine vollständige Cluster- und Speicherumgebung aufgebaut – von der Grundkonfiguration über Netzwerkeinstellungen bis hin zu fortgeschrittenen Ceph-Konfigurationen.

Sie lernen dabei, typische Risiken wie Datenverlust oder Ausfallzeiten zu minimieren und erhalten konkrete Best Practices zur Stabilität und Fehlersicherheit im produktiven Betrieb. Ergänzend werden typische Fehlerbilder analysiert und praxisnahe Lösungsstrategien vermittelt.

Juli
21.07.2026
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 23. Jun. 2026
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Sie profitieren von der direkten Anleitung durch Ihren Trainer Yannick Haymann, Gründer und leitender Berater der Sysfacts AG. Seit über 15 Jahren begleitet er Unternehmen bei der Planung und Umsetzung komplexer Datacenter- und Virtualisierungsinfrastrukturen.

Im Workshop vermittelt er nicht nur die technische Umsetzung, sondern auch die entscheidenden architektonischen Überlegungen aus realen Projekten. Sie erhalten konkrete Hinweise zur Auslegung, zum stabilen Betrieb sowie zur Vermeidung typischer Planungs- und Konfigurationsfehler.

Der Workshop richtet sich an IT-Administratoren mit Erfahrung in Server- und Netzwerkadministration, die Proxmox VE und Ceph in ihrer Infrastruktur einsetzen möchten. Ebenso eignet er sich für Anwender mit ersten Proxmox-Kenntnissen, die den Aufbau und Betrieb hochverfügbarer Clusterlösungen in produktiven Umgebungen erlernen wollen.


Upgrade für Ihre IT-Skills - Von Experte zu Experte

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(ilk)



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Secure Boot: UEFI-Bootmanager unter Windows prüfen


Ob Windows oder Linux: Die UEFI-Firmware Ihres Computers erlaubt bei aktivem Secure Boot nur Bootmanager, die einem gültigen Zertifikat signiert wurden. Die für den Abgleich nötigen Zertifikate im UEFI-Speicher stammen meist von Microsoft, laufen allerdings bald ab. Zudem wurden in sehr vielen Bootmanagern ausnutzbare Schwachstellen gefunden, weshalb sie gesperrt werden müssen. Die nötigen Updates können schlimmstenfalls dazu führen, dass Ihr Betriebssystem von der eingebauten SSD nicht mehr bootet, obwohl es das am Tag davor noch tat. Dasselbe kann für bootfähige USB-Laufwerke gelten. Doch welche Bootmanager genau sind von den Problemen betroffen?

Unter Linux ist es kein großes Problem, mal eben das Zertifikat auszulesen, mit dem ein Bootmanager signiert wurde; der Befehl lautet # sudo sbverify –list /boot/efi/boot/bootx64.efi. Doch unter Windows ist es komplizierter.

  • Secure Boot blockiert Bootmanager, deren Signatur-Zertifikate gesperrt oder abgelaufen sind.
  • Unser PowerShell-Skript listet alle relevanten Bootmanager-Dateien auf internem Datenträger und USB-Laufwerken auf.
  • Farbige Markierungen zeigen, welche Bootmanager nach den anstehenden Secure-Boot-Updates noch starten werden.

Also haben wir mit KI-Unterstützung ein weiteres PowerShell-Skript geschrieben. Es zeigt in einer übersichtlichen Tabelle alle für Secure Boot relevanten Dateien auf dem internen Datenträger sowie auf allen gerade angeschlossenen USB-Laufwerken. Die Liste ist in den meisten Fällen sehr kurz, denn auf einem reinen Windows-Rechner kommt es gerade mal auf zwei Dateien an, weil nur diese beiden von der UEFI-Firmware per Secure Boot geprüft werden. Länger wird die Liste, wenn Sie bootfähige USB-Laufwerke anstöpseln, denn die darauf enthaltenen Bootmanager untersucht das Skript ebenfalls. Farbige Markierungen helfen beim Einordnen der ausgelesenen Informationen.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Secure Boot: UEFI-Bootmanager unter Windows prüfen“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



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Dienstag: KI-Neustart für Apple Intelligence, aber kein Siri AI für EU-iPhones


Der Montagabend stand ganz im Zeichen von Apples Keynote zur Entwicklerkonferenz WWDC. Ein besonderer Fokus lag in diesem Jahr auf dem Thema Künstliche Intelligenz, bei dem Apple bekanntermaßen Nachholbedarf hat. Mithilfe von Google Gemini nimmt Apple Intelligence nun einen neuen Anlauf. Bei den Betriebssystemen iOS 27 und macOS 27 wiederum bessert der Apfel-Konzern in mehreren Bereichen nach. Viele der am Montagabend angekündigten KI-Funktionen werden in Deutschland allerdings fehlen. Schuld daran sind laut Apple die EU-Wettbewerbsregeln. Und Meta wirft dem Pegasus-Hersteller NSO Group vor, einen Gerichtsbeschluss zu missachten – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Eine große Neuauflage von Apple Intelligence mitsamt „Siri AI“ hat Apple am Montagabend auf der WWDC-Keynote in Aussicht gestellt. Siri und Apple Intelligence sollen endlich smarter und kontextsensitiver werden – nicht zuletzt mithilfe von Google Gemini. Apple kündigte bereits eine Reihe von Features an. Siri soll demnach den persönlichen Kontext des Nutzers einbeziehen können, Bildschirminhalte verstehen sowie Aktionen über App-Grenzen hinweg ausführen. „Siri AI“: Apple verspricht umfassenden KI-Neustart für Apple Intelligence

Wenn iOS 27 im Herbst erscheint, wird die Neuauflage von Siri AI in Deutschland und den anderen 26 EU-Mitgliedsstaaten aber vorerst fehlen. Dabei hat Apple für das neue iPhone-Betriebssystem angekündigt: Mehr Tempo, besserer Kinderschutz, neue Siri für iPhone & iPad. EU-Regulierer hätten keinen der Vorschläge akzeptiert, wie Apple Siri AI in die EU bringen und zugleich andere virtuelle Assistenten sicher unterstützen könne. Im Unterschied zu macOS, das mit Liquid-Glass-Feinschliff und besserer Performance aufwartet, wurden iOS und iPadOS von der EU-Kommission als Gatekeeper-Dienste eingestuft und fallen deshalb unter striktere Wettbewerbsregeln. Wegen DMA-Wettbewerbsregeln: Keine KI-Siri für EU-iPhones

Der jahrelange Rechtsstreit zwischen dem WhatsApp-Mutterkonzern Meta und dem israelischen Spionagesoftware-Unternehmen NSO Group erhält ein neues Kapitel. In einer Ende 2019 eingereichten Klage warf Meta NSO vor, mit seiner Spyware Pegasus unrechtmäßig auf WhatsApp-Server zugegriffen und damit gegen verschiedene Gesetze verstoßen zu haben. Im vergangenen Jahr sprach eine Geschworenenjury Meta 167 Millionen US-Dollar Schadenersatz zu. Ein Bezirksgericht in Kalifornien Ende reduzierte den zu zahlenden Schadenersatz schließlich auf vier Millionen US-Dollar; untersagte NSO Group aber zugleich das gezielte Ausspähen von WhatsApp. Nach vereitelten Phishing-Angriffen wirft Meta nun NSO vor, gegen die vom Gericht verhängte dauerhafte Unterlassungsverfügung verstoßen zu haben. Gerichtsbeschluss missachtet: Meta geht gegen Pegasus-Hersteller NSO Group vor

Der Webhoster Flokinet erhielt eine dringliche Mitteilung des Bundeskriminalamts (BKA), verknüpft war die Aufforderung, kriminelle Inhalte auf seinen Systemen unverzüglich zu löschen. Der schwerwiegende Verdacht: Verbreitung illegalen Materials, das den sexuellen Missbrauch von Kindern abbildet. Doch hinter den beanstandeten Web-Adressen verbargen sich ein harmloser dokumentarischer Ausschnitt und eine Musikaufnahme. Von Strafbarkeit keine Spur. Der Fehler des Bundeskriminalamts im Kampf gegen Kindesmissbrauch aber offenbart die Probleme ungeprüfter Massenmeldungen und die Belastung kleinerer IT-Dienstleister. Automatisierter Missbrauchsverdacht: BKA geht gegen harmlose Videos vor

Allein in diesem Jahr sollen 8,5 Milliarden Euro in den Ausbau von Glasfasernetzen fließen. Das steht in einem Papier, auf das sich Bund, Länder und Kommunen mit der Telekommunikationsbranche verständigt haben, um den Ausbau von Glasfasernetzen voranzutreiben. Am Montag haben dazu Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU), die zuständigen Landesminister und Vertreter der Telekommunikationsbranche in Berlin eine Absichtserklärung mit dem Titel „Bestes Netz für Deutschland“ unterzeichnet. Das darin formulierte gemeinsame Ziel: „Den Ausbau der öffentlichen Fest- und Mobilfunknetze in Deutschland zu beschleunigen“. Für einen schnelleren Ausbau aber müssen alle liefern. Milliarden-Pakt: Netzbetreiber und Staat wollen Glasfaserausbau beschleunigen

Auch noch wichtig:

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(akn)



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