Social Media
Feed und Fudder Podcast 80 – Social Media Trends 2026
Was passiert, wenn du nicht auf der wichtigsten Social-Media-Konferenz bist, aber trotzdem alle Insights bekommst? Genau das. Eine persönliche und überraschende Folge über die Trends, die Social Media 2026 wirklich prägen. Die Social Media Trends 2026 zeigen eine klare Richtung: Weg von Hochglanz, hin zu Authentizität, Mut und echtem Storytelling.
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Abstract: Feed und Fudder Podcast Folge 80 – Social Media Trends 2026
Die wichtigsten Social Media Trends 2026: Warum Mut wichtiger ist als Perfektion, wie SEO und Social zusammenwachsen und was Marken jetzt wirklich lernen müssen. Die Social Media Landschaft verändert sich und zwar schneller als je zuvor. Während Plattformen, Algorithmen und Technologien sich ständig weiterentwickeln, wird eine Sache immer klarer: Sichtbarkeit entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch Mut.
In einer besonderen Podcast-Folge von Feed und Fudder sprechen Nici und Alex über die wichtigsten Learnings der Allsocial Marketing Conference in München. Ein zentrales Learning der Konferenz lässt sich auf eine einfache Formel bringen: Sichtbarkeit entsteht durch Mut, nicht durch Hochglanz.
Transkript Feed und Fudder Podcast Folge 80 – Social Media Trends 2026
Nicola:
Hallo und Servus zu einer neuen Folge Feed und Fudder mit mir, der Nicola.
Und heute dem Alex nur über WhatsApp.
Und zwar ist das eine kleine Sonderfolge.
Bald gehen wir in den regulären Aufnahmbetrieb, aber…
Bis dahin will ich euch ganz kurz mal mitnehmen.
Ich habe eine kleine Babypause gemacht und habe mich um die Nachwuchsarbeit gekümmert.
Und der Alex hat die Stellung gehalten und war auf der Social Marketing Konferenz in München dieses Jahr.
Und das war natürlich ein bisschen…
merkwürdig für mich, nach so vielen Jahren nicht dort zu sein und nicht alte und auch neue Gesichter zu treffen.
Und trotzdem versuche ich natürlich auf dem Laufenden zu bleiben und bin ja auch nicht aus der Welt, denn der Alex und ich, wir schreiben uns gefühlt jeden Tag WhatsApp-Nachrichten und da dachte ich mir,
der kann mir doch einfach per Sprachnachricht mal so ein paar Fragen beantworten, was denn so los ist, was denn so die Trends, die Social Media Trends 2026 auf der Social Konferenz waren und naja, warum soll ich das nicht mit euch teilen?
Ich meine, ihr seid ja eh schon mittendrin im Thema und
Deswegen wird es eine kleine, intime Folge und ich nehme euch mit in den WhatsApp-Chat mit Alex und eine Frage, die ich an ihn hatte, war ganz kurz und knapp, was habe ich eigentlich verpasst?
Beziehungsweise, weiß ich nicht, vielleicht wart ihr auch nicht dort, was habt ihr denn auch verpasst?
Alex, du warst ja in München.
Gab es, Alex, für dich einen Aha-Moment inhaltlich und menschlich?
Wir hören mal in seine Sprachnachricht rein.
Ja, okay, das ist schade, dass ich da nicht da war.
Aber auch an dieser Stelle liebe Grüße an alle, die uns hören.
Das bedeutet uns wirklich sehr, sehr viel.
Und es sind ja auch schon fast zwei Jahre viel und Futter-Podcast.
Also echt verrückt, wie schnell die Zeit rennt.
Der Alex hat auf dem Blog auf oldsocial.de ein Recap geschrieben und schreibt da, Sichtbarkeit entsteht durch Mut, nicht durch Hochglanz.
Also Sichtbarkeit entsteht durch Mut.
Und das hat mich dann doch interessiert, was das eigentlich genau bedeutet.
Den Mut hat sich selbst zu sein.
Das ist auch ein schönes Zitat.
Ja, du schreibst auch, Aufmerksamkeit entsteht durchs Machen, nicht durch Perfektion.
Gut, passt auch zu unserem Podcast.
Einfach mal machen.
Ich glaube, da gibt es das nicht perfekt hier.
Auf jeden Fall schreibst du Aufmerksamkeit, entsteht durchs Machen, nicht durch Perfektion.
Kannst du dazu was sagen und was bedeutet dann, Alex, eigentlich für dich das Machen?
Ja, man muss auch fairerweise sagen, natürlich das Equipment ist auch günstiger geworden und die Smartphones sind einfach auch viel krasser im Vergleich zu früher.
Also da hat sich auch viel getan und ja, aber grundsätzlich stimmt schon, man muss halt tatsächlich machen, es ist ein Handwerk.
Ich habe gelesen, SEO ohne Social Media Marketing funktioniert nicht mehr.
Also gerade in einem Recap auf dem Blog und auch in LinkedIn Post.
Wer hat die These auf der Konferenz aufgemacht?
SEO ohne Social Media Marketing funktioniert nicht mehr.
Und ist SEO in…
Zeiten der KI nicht eh schon tot?
Also warum ist das Thema aktuell relevant?
Also das hatte ich mich nochmal gefragt, weil wir über KI reden, heißt ja mal, SEO ist tot.
Aber warum ist das gerade jetzt im Social Media Marketing so wichtig?
Vielen Dank, Alex, nochmal für die Erklärung, weil ich glaube, das ist schon echt nochmal ein Thema, gerade wenn man strategische Argumente findet, auch im Unternehmen, warum sollte man nochmal so viel Aufwand reinstecken, einen Channel aufmachen, den pflegen und so weiter, dass es eben irgendwie doch alles zusammenhängt.
Warum dürfen aus deiner Sicht Magen nicht den Irrtum erliegen, Reddit wäre eine klassische Social Media Plattform oder man müsse Reddit wie eine klassische Social Media Plattform behandeln?
Die These wurde auch aufgemacht.
Ich habe den Vortrag ja nicht gehört, generell nicht über Reddit.
Und das würde mich auch noch mal interessieren.
Vielleicht euch da draußen auch, wenn ihr euch für Reddit interessiert.
Warum kann man Reddit nicht wie eine klassische Social Plattform behandeln?
Okay, danke.
Ja, das ist schon mal hilfreich, glaube ich, da kann man auch mal generell eine ganze Folge zu machen zu Reddit.
Grundsätzlich ist das ja auch keine neue Plattform.
Also jeder, der auf Reddit schon mal war, ich glaube, ich weiß ja ungefähr, wie es funktioniert.
Aber interessant, dass es jetzt wieder so hochgespült wird.
Aber ich glaube, das wäre eine ganze Folge wert.
Außerdem habe ich gelesen, es gab ein Battle zwischen Paid und Organic, also ein Vortrag, der als Battle angelegt war zwischen Paid und Organic Content und wer hat sich da durchgesetzt?
Kannst du dazu mal noch was sagen, Alex?
Okay, schade, jetzt dachte ich, es hätte da so einen klaren Zieger gegeben, aber natürlich verständlich.
Zu guter Letzt, alles in allem, was ist bei dir nachhaltig hängen geblieben und kannst du mir so ein kurzes Fazit, oder euch vor allem auch ein kurzes Fazit geben?
Ja.
Vielen Dank, Alex.
Ja, also jetzt hört er es nicht.
Jetzt hört er, wenn er die Folge hört.
Denn die Sprachnachrichten hat er mir per WhatsApp geschickt.
Und ich dachte, ich teile es einfach mit euch.
Denn da ist für jeden was dabei.
Und ja, war ein schöner Abriss.
Einmal kurz reingesneakt, was vor Ort passiert ist.
Und ja, ich freue mich, wenn ich hoffentlich wieder mal dabei sein darf.
Aktuell.
Ist ja eher ein bisschen, bei mir ein bisschen weniger los.
Aber was noch diese Woche oder letzte Woche oder überhaupt los war, mein ganzer Feed, gerade auf Instagram, war voll von Golf-Content, The Masters in Augusta und Rory McIlroy hat, ja,
hintereinander, the back-to-back win, was natürlich eine Megasensation war nach Tiger Woods 2002.
Und was aber wirklich für Social Media eine Megasensation war, ist, wenn man sich die Bilder anschaut.
Und da gab es auch einige Poster zu, das ist so mein Aha-Moment vielleicht der letzten Tage.
Fast, also auf keinem Bild sieht man Handys.
Menschen,
die den Moment, den Gewinn von Rory McIlroy, ja, sensationellen Gewinn des Masters festhalten.
Und das liegt daran, dass es eine Tradition gibt, dass man sein Smartphone dort nicht, ja, nicht nutzen darf in der Form.
Und es hat doch was total Erfrischendes, wenn die Menschen in dem Moment einfach nicht,
da sind und nicht das Smartphone halten, auch wenn wir alle natürlich selber im Boot sitzen.
Aber schaut euch mal die Bilder an.
Es sind total echte Emotionen der Leute, die diesen Moment einfach live miterleben.
Und das fand ich total erfrischend,
Und ja, mal schauen.
Vielleicht wird es wichtiger, solche Momente zu erleben und vielleicht braucht es dafür auch Regeln.
Können wir auch gerne diskutieren.
Alex, ich freue mich, wenn wir bald wieder gemeinsam aufnehmen.
Und bis dahin wünsche ich euch allen eine ganz wunderbare Zeit.
Ciao.
Social Media
Twitch Streamer:innen verstehen – und was das für Werbetreibende bedeutet
Gastbeitrag von Tineken Dentler-Asmatyar
Twitch ist eine der reichweitenstärksten Plattformen im Social Web. Allerdings findet sie bei vielen Marken und Unternehmen kaum Beachtung. Twitch-Expertin Tineken Dentler-Asmatyar führt euch Schritt für Schritt durch die Plattform und zeigt euch, wie ihr auf Twitch erfolgreiche Kampagnen launcht. Teil 1 mit allen Infos, was Social Media Manager*innen über Twitch wissen müssen, lest ihr hier im Blog.
Wenn ich mit Marken über Werbung auf Twitch spreche, ist die erste Frage oft taktisch: Welche Formate sind verfügbar? Wie hoch sind die CPMs? Wie messen wir den Erfolg?
Der bessere Ausgangspunkt ist ein anderer: Wer sind die Menschen, die dieses Umfeld prägen?
Denn Twitch ist nicht einfach ein weiterer Videodienst. Es ist ein Live-, Community-getriebenes Angebot von Amazon – und die Creator:innen im Zentrum. Sie arbeiten anders als Influencer:innen in feedbasierten Umfeldern. Zu verstehen, wie jemand Twitch-Streamer:in wird, hilft zu erklären, warum Werbung auf Twitch so funktioniert, wie sie funktioniert.
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Streaming ist leicht zu beginnen – aber schwer langfristig aufrechtzuerhalten
Twitch hält die Einstiegshürden bewusst niedrig. Wie im Help Center erklärt wird, gibt es „keinen einzelnen Weg, um auf Twitch zu streamen“. Technisch benötigt ein:e Creator:in lediglich ein verifiziertes Konto, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, Streaming-Software und einen Stream-Key zur Autorisierung der Übertragung.
Diese Zugänglichkeit erklärt die Vielfalt der Creator:innen-Basis. Twitch-Streamer:innen reichen von Hobby-Streamer:innen, die wenige Stunden pro Woche senden, bis hin zu professionellen Creator:innen mit strukturierten, mehrstündigen Live-Shows nach festen Sendeplänen.
Zwei Streamer nenne ich häufig als Beispiele, um das Spektrum zu illustrieren: Nina – ich schaue mir die Streams gerne an, weil sie ihre Streams immer super professionell und authentisch macht – sie spielt hauptsächlich The Sims und hat einen tollen Draht zu ihrer Community.
handofblood ist einer unserer größten Streamer. Er ist bekannt für humorvolle und ironische Kommentare und macht auf Twitch häufig Kreative Formate wie Gaming Challenges. Er läd sich aber auch immer wieder interessante Gäste wie Grünenpolitiker Robert Habeck während der Wahlen in 2025 in seinen Stream ein.
Was allen erfolgreichen Streamern gemein ist: Nachhaltigkeit erfordert Disziplin. Erfolgreiche Streamer:innen denken deshalb wie Betreiber:innen eines Medienangebots. Sie planen Programmschemata, sichern technische Stabilität, moderieren ihre Communities und entwickeln ihre On-Screen-Performance kontinuierlich weiter. Die niedrige Einstiegshürde schafft Vielfalt; langfristige Konsistenz schafft Qualität.
Was allen erfolgreichen Streamern gemein ist: Nachhaltigkeit erfordert Disziplin. Erfolgreiche Streamer:innen denken deshalb wie Betreiber:innen eines Medienangebots. Sie planen Programmschemata, sichern technische Stabilität, moderieren ihre Communities und entwickeln ihre On-Screen-Performance kontinuierlich weiter. Die niedrige Einstiegshürde schafft Vielfalt; langfristige Konsistenz schafft Qualität.
Für Marken bedeutet das: Sie werben in einem Umfeld, in dem Aufmerksamkeit über Zeit aufgebaut wurde.
Twitch ist Live-First – und Community-driven
Im Gegensatz zu Social Networks, die auf Scrollen und kurze Content-Impulse optimiert sind, ist Twitch auf langformatige, synchrone Nutzung ausgelegt. Session dauern häufig mehrere Stunden. Zuschauer:innen sehen nicht nur zu – sie beteiligen sich. Der Chat ist keine Kommentarspalte. Er ist integraler Bestandteil des Contents. Streamer:innen reagieren in Echtzeit, passen Tonalität und Tempo an und etablieren gemeinsame Rituale mit ihrem Publikum.
Aus Werbeperspektive hat das erhebliche Auswirkungen. Twitch-Zuschauer:innen konsumieren kein beiläufiges Hintergrundvideo. Sie sind aktiv eingebunden. Dieses Engagement führt zu höherer Aufmerksamkeit und stärkerer Werbeerinnerung als in Umfeldern, in denen Content mit endlosem Scrollen konkurriert. Wenn Marken Twitch-Werbeformate nutzen – ob Display, Video oder individuelle Integrationen – erscheinen sie in einem Umfeld, das von Fokus und Interaktion geprägt ist, nicht von Ablenkung.
Twitch-Streamen bedeutet regelmäßig präsent sein
Twitch-Streamer:in zu werden bedeutet nicht, Inhalte zu veröffentlichen, wenn gerade Inspiration entsteht. Es bedeutet, regelmäßig präsent zu sein. Viele Creator:innen streamen jede Woche zur gleichen Zeit und schaffen so verlässliche Berührungspunkte für ihre Audience. Diese Konsistenz verwandelt Kanäle in Termin-Viewing. Zuschauer:innen integrieren Streams in ihre Routinen – nach der Schule, nach der Arbeit oder in späten Abendstunden.
Für Werbetreibende bedeutet das: Twitch steht nicht nur für Reichweite in großem Maßstab, sondern für konzentrierte Reichweite innerhalb hoch engagierter Communities. Kampagnen profitieren von Frequenz in diesen Live-Umfeldern. Wenn Zuschauer:innen eine Markenbotschaft wiederholt im Kontext eines vertrauten Creator:in wahrnehmen, kann Markenvertrautheit organisch wachsen.
Authentizität ist strukturell, nicht stilistisch
Auf Twitch ist Authentizität keine ästhetische Entscheidung – sie ist strukturell. Da Streams live stattfinden, gibt es nur begrenzte Möglichkeiten für nachträgliche Bearbeitung. Streamer:innen sind erfolgreich, indem sie präsent, reaktionsschnell und transparent sind. Diese Dynamik prägt die Erwartungen der Zuschauer:innen. Sie schätzen Ehrlichkeit und erkennen schnell, wenn Botschaften extern aufgesetzt wirken oder nicht zum Umfeld passen.
Für Marken, die Twitch-Werbelösungen nutzen statt einzelner Influencer:innen-Kooperationen, ist das entscheidend. Creatives müssen zu einem Live-Setting passen. Klarheit in der Botschaft und eine passende Tonalität sind wichtiger als aufwendige filmische Produktion. Das Twitch-Umfeld belohnt Relevanz, nicht Inszenierung.
Sicherheit, Standards und Markenpassung
Twitch setzt klare Community-Richtlinien und Content-Regeln durch. Streamer:innen, die nachhaltig Kanäle aufbauen, kennen diese Rahmenbedingungen gut. Sie gestalten ihre Streams innerhalb klar definierter Leitplanken zu Verhalten und urheberrechtlich geschütztem Material.
Diese Infrastruktur schützt Marken, die dort werben. Werbeprodukte operieren innerhalb definierter Standards und Messsysteme. Marken profitieren von der Kombination aus Community-Authentizität und strukturellen Kontrollen. Die Live-Natur von Twitch bedeutet nicht fehlende Struktur. Sie bedeutet Echtzeit-Interaktion innerhalb klarer Rahmenbedingungen.
Twitch-Streamer:innen sind Unternehmer:innen – und das ist relevant
Viele Twitch-Creator:innen arbeiten wie Gründer:innen. Sie analysieren Leistungskennzahlen, investieren in Equipment, erweitern ihre Präsenz auf zusätzliche Angebote und entwickeln ihre Kanäle wie eigenständige Medienangebote weiter.
Für Werbetreibende bedeutet das: Twitch ist von Menschen geprägt, die den Wert von Audience-Beziehungen genau verstehen. Ihre Communities entstehen nicht zufällig – sie werden aktiv aufgebaut.
Wenn Marken auf Twitch aktiv werden, betreten sie einen Raum, in dem Aufmerksamkeit relational ist. Zuschauer:innen entscheiden sich bewusst, mehrere Stunden in einem einzelnen Kanal zu verbringen. Diese Tiefe der Interaktion ist im digitalen Medienumfeld zunehmend selten.
Die strategische Schlussfolgerung für Marken
Twitch-Streamer:in zu werden ist technisch relativ einfach. Eine dauerhaft erfolgreiche Präsenz auf Twitch aufzubauen erfordert jedoch Konsistenz, emotionale Intelligenz und operative Disziplin. Für Werbetreibende erklärt diese Unterscheidung, warum Twitch einen anderen Medienwert bietet. Marken platzieren ihre Botschaft nicht in einem Feed. Sie integrieren sich in ein Live-Umfeld, in dem Vertrauen über viele einzelne Streams hinweg aufgebaut wurde.
Als Teil von Amazon bietet Twitch Reichweite, Messbarkeit und Targeting-Möglichkeiten – doch der zentrale Unterschied liegt weiterhin in der Intensität der Live-Interaktion. Wenn Marken Zielgruppen erreichen möchten, während diese nicht nur scrollen, sondern aktiv teilnehmen, beginnt effektive Twitch-Werbung mit dem Verständnis dafür, wie Twitch-Creator:innen arbeiten.
Hinweis: Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag. Es besteht keine bezahlte Kooperation. Ebenso besteht keine bezahlte Kooperation zu den im Beitrag verlinkten Twitch Streamer*innen.
Social Media
Feed und Fudder Podcast 82 – Social Media Serienformate (Lea Sindel)
Unterhaltung im 9:16‑Format auf Abruf: Neue Social Media Formate holen serielle Elemente wie aus TV‑Produktionen vom großen auf den kleinen Bildschirm. Wir sprechen mit PR-, Events- und Education-Managerin Lea Sindel von Metricool über den neuesten Social Media Trend und warum dieser Trend kein Hype, sondern ein nachhaltiges Format ist.
Doch wie funktioniert Serien Content auf Social Media? Wie können Unternehmen, Marken und Social Media Manager*innen das Format nutzen, um ansprechende Inhalte für ihre Community zu entwickeln?
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Social Media nach dem Massenfeed: Was Micro-Communities für Marken verändern
Entertainment first! Die neue Realität im Social Media Management
Transkript Feed und Fudder Podcast Folge 82 – Social Media Serienformate (Lea Sindel)
Du bist grad irgendwo, wo es still sein muss, schmöckerst lieber in Texten oder möchtest unsere Folge barrierefrei mit deinem Screenreader lesen? Kein Problem!
Hier gibt es das Transkript zu Folge 82 – Social Media Serienformate (Lea Sindel)
Transkript
Alexander
Hallo und herzlich willkommen beim Feed und Fudder Podcast. Ich bin heute nicht allein, ich habe wieder einen Gast dabei. Ich darf euch heute Lea Sindel vorstellen. Lea, herzlich willkommen, schön, dass du da bist. Stell dich doch mal unseren Zuhörerinnen und Zuhörern vor.
Lea
Hi, vielen Dank für die Einladung. Ich bin Lea, ich arbeite seit sechs Jahren im Marketing und davon zweieinhalb Jahre bei Metricool. In der Zeit war ich in vielen Bereichen tätig, von Content‑Marketing über E‑Mail Marketing bis Social Media. Mittlerweile bin ich PR-, Events- und Education-Managerin. Das klingt kompliziert, bedeutet aber einfach, dass es mein Job ist, Wissen weiterzugeben – in Webinaren, auf Events oder in YouTube‑Videos.
Alexander
Und ich glaube, du hast heute jede Menge Wissen mitgebracht, vor allem über ein Social Media Format, das seit einiger Zeit die Runde macht.
Lea
Und Daten.
Alexander
Die Deutsche Bahn hat sich daran probiert, ob erfolgreich oder nicht, schauen wir gleich. Wir reden heute über Social‑Media‑Serienformate.
Lea
Ich nenne es gern Serienformate, angelehnt an TV‑Serien. Und ich freue mich, dass sie jetzt auch im deutschen Markt häufiger auftauchen. Die Deutsche Bahn ist ein gutes Beispiel. Wir haben über unser Tool Daten gezogen, um zu sehen, wie gut die Videos ankamen.
Alexander
Was zeichnet denn so ein Serienformat aus?
Lea
Im Prinzip ist es ein wiederkehrendes Thema mit einer klar erkennbaren Struktur. Wie bei einer Lieblingsserie weiß man, was einen erwartet: welche Figuren vorkommen, welcher Humor, welche visuelle Aufmachung. Das sorgt für Wiedererkennung und einen Flow, wenn man neue Folgen sieht.
Alexander
Und wie kamen die Formate an?
Lea
Ich habe Daten über sechs Monate ausgewertet. Die Deutsche Bahn hatte in diesem Zeitraum eine Engagementrate von zwei Prozent auf dem gesamten Kanal. Die sechs Hauptepisoden der Serie lagen im Schnitt bei 17 Prozent. Einzelne Folgen hatten fast 69 Prozent Engagement. Das ist enorm für einen großen Corporate‑Account. Und die Interaktionen zogen sich durch die gesamte Serie, nicht nur durch die erste Folge.
Alexander
Es gab ja auch Kritik, dass viel Budget verbrannt wurde.
Lea
Natürlich war das ein hochglanzproduziertes Beispiel. Aber man kann Serienformate auch komplett low‑budget umsetzen. Man braucht keine Schauspieler oder ein großes Team. Wichtig ist eine gute Idee, ein Thema, das beim Publikum ankommt, und eine Umsetzung mit Wiedererkennungswert.
Alexander
Ich glaube, das Thema wird uns noch lange begleiten. Social Media hat einen Entertainment‑Shift gemacht. Früher war Social Media sozial, heute ist es eher ein konsumgetriebenes Entertainment‑Medium – fast wie Netflix fürs Smartphone. Serienformate helfen, wieder in die Feeds zu kommen.
Lea
Total. Auf Instagram konsumieren wir heute Content im Scroll‑Modus. Die wenigsten erinnern sich an fünf Videos, die sie zuletzt gesehen haben. Es gibt so viel Content, auch durch KI. Serienformate helfen, aus der Masse hervorzustechen und im Gedächtnis zu bleiben. Man senkt die Einstiegshürde, weil Nutzer sofort erkennen: Das ist ein Video von MetiCool, das kenne ich schon, das schaue ich mir an.
Alexander
Wie macht man sichtbar, dass es eine Serie ist?
Lea
Es gibt viele Möglichkeiten: Thumbnails mit Staffel‑ und Folgenangaben, thematische Wiedererkennung, feste Figuren. Instagram bietet inzwischen auch Endcards, die direkt zur nächsten Folge führen. Plattformen passen sich dem Trend an, weil sie merken, dass Nutzer Serienlogiken mögen.
Alexander
Gibt es Tipps zur Frequenz?
Lea
Jeder Account ist anders. Wichtig ist: Qualität vor Quantität. Lieber weniger, dafür gut umgesetzt und zielgruppenrelevant. So entsteht Community‑Bindung.
Alexander
Community‑Management ist ein riesiges Thema. Ich glaube, im KI‑Zeitalter wird Community‑Bindung ein zentraler Markenwert.
Lea
Ja, und Serienformate helfen dabei. Sie schaffen Vorfreude, Wiedererkennung und Markenaufbau.
Alexander
Wie startet man am besten?
Lea
Man braucht ein Thema, das genug Content‑Potenzial hat. Dann Leitplanken: Tonalität, Figuren, visuelle Umsetzung. Und unbedingt Kommentare beobachten – sie liefern Inspiration für zukünftige Folgen.
Alexander
Welche Plattform eignet sich am besten?
Lea
TikTok ist am stärksten auf Serienformate trainiert. Instagram zieht nach. YouTube Shorts etwas weniger. Aber am Ende zählt: Wo ist eure Zielgruppe? Und passt das Format zur Strategie?
Alexander
Und wie plant man rund um eine Folge?
Lea
Wenn man TV‑ähnlich arbeiten will, kann man teasern, z. B. über Stories. Man kann aber auch flexibel bleiben und je nach Community‑Geschehen mehr oder weniger posten. Serienformate müssen nicht starr sein.
Alexander
Du hast gesagt, der Trend ist nachhaltig.
Lea
Ja, weil Serienformate langfristige Community‑Bindung schaffen. Trends und virale Posts bringen Reichweite, aber oft nicht die richtigen Menschen. Serien schaffen einen Space, in dem Leute wiederkommen. Und sie sind planbarer als Trend‑Content.
Alexander
Man sollte es ernsthaft angehen und nur machen, wenn man Lust darauf hat. Sonst wirkt es wie ein Meme, das durch zwölf Freigabeschlaufen musste.
Lea
Genau. Serienformate ermöglichen planbaren Content, ohne jeden Montag bei null zu starten.
Alexander
Gibt es bestimmte Erzählweisen, die besonders gut funktionieren?
Lea
Der Ton muss zur Marke passen, aber Humor funktioniert fast immer. Die Deutsche Bahn nutzt Humor. InStyle macht eine humorvolle Intern‑Reality‑Show. Humor und Selbstironie funktionieren auf Social Media sehr gut.
Alexander
Hast du ein weiteres Beispiel?
Lea
Ja, Green IT Systems. Die Hauptperson will so viele Follower gewinnen, dass sie vom Chef eine G‑Klasse bekommt. Das ist Storytelling über den gesamten Account, ohne klassische Staffeln. Ein gutes Beispiel für Low‑Budget‑Serienlogik.
Alexander
Super. Serienformate sind ein langlebiger Trend mit großer Community. Vielen Dank, dass du heute da warst. Und an euch da draußen: Welche Serien schaut ihr gerne? Habt ihr Favoriten? Schreibt es uns in die Kommentare oder auf dem Blog.
Lea
Danke, dass ich dabei sein durfte. Ciao.
Alexander
Macht’s gut.
Social Media
Instagram „Instants“ – Es ist halt einfach Quatsch.
Nach Posts, Stories, Reels, DMs und Broadcast hat man sich bei Instagram also wieder etwas „neues“ ausgedacht: Instants.
Kurzer Faktencheck: Was sind Instants?
Instants sind „eine neue Möglichkeit, Momente direkt mit Freund*innen zu teilen: mit spontanen, ungefilterten Fotos.“ So steht es in der offiziellen Ankündigung. NutzerInnen können auf deine Instants reagieren. Die Reaktionen landen in deiner Inbox. Instagram hat Instants knapp einen Monat in Italien und anderen Märkten getestet. Seit dem 13. Mai gibt es sie jetzt auch in ganz Europa. Wie das alles genau funktionieren soll, lest ihr am besten bei Instagram selbst.
Long Story short: Instants sind quadratische Stories, die du dir einmal anschauen kannst.

Und da zeigt sich schon das komplette Dilemma, vor dem Meta derzeit steht: Die Story der „Social Networks“ ist auserzählt. Wir haben alles irgendwie schon einmal irgendwo gesehen. Meistens mit einer bewussten Beschränkung der Funktion, um „die Kreativität oder Spontanität zu steigern“.
Der Feed war früher quadratisch, Stories bleiben nur 24 Stunden, Reels waren erst nur 15 Sekunden lang und im Hochformat, …
Und jetzt also Instants: Quadratische Fotos ohne Filter, die ich mir nur einmal anschauen kann. *Gähn*
Entsprechend vorhersehbar sind die nächsten Iterationen, FALLS Instants eine Nutzerschaft finden:
- August: Sticker auf Instants
November: Sichtbarkeit von Instants granular beschränken - Dezember: Instants per DM versenden
- Februar: Instants auch auf Facebook
- Mai: Ads in Instants
- …
Und das alles geboren aus dem klaren Business-Aspekt, dass für die Aktionäre die Zahl der aktiven Nutzer oder die Anzahl der Nutzungsstunden so lange wie möglich nicht rückläufig ist. Denn Überraschung: In Europa sieht Meta schon lange kein signifikantes Wachstum mehr.
Radikale Idee
Anstatt immer und immer wieder alten Wein in neuen Schläuchen aufzutischen, hätte ich eine radikal neue Idee, um Verweildauer und Nutzung zu steigern. Haltet euch fest: Man könnte Instagram (und Facebook) ja auch einfach zu einem Ort machen, an dem man sich gerne aufhält.
An dem man Zeit verbringen möchte, weil man sich mit den selbstgewählten Inhalten von Freunden und gerne auch Stars und Sternchen befassen möchte. Ein Ort an dem man sich dank der aktiven Durchsetzung von Community-Standards, gerne auf Diskussionen einlässt und einfach nur eine gute Zeit verbringt.
Ein Social Network, das den Namen auch würdig ist. Das wäre in der heutigen Zeit eine echte nachhaltige Innovation.
Nennt mich naiv, altmodisch oder rückwärtsgewandt. Aber ich würde heute das Instagram von 2015 mit Kusshand nehmen. Mein Bedarf an „Instants“ hingegen: Nicht vorhanden.
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