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»Learn & Burn« mit jeder Menge Power: Wie die Frauen des DDC erfolgreich auf Networking setzen! › PAGE online


»Design for Democracy« heißt es im diesjährigen World Design Capital Frankfurt RheinMain. Doch dass das nicht ohne die Gleichberechtigung von Frauen in der Kreativbranche geht, machten die Women of DDC klar – und zeigten einmal mehr, warum man sich unbedingt zusammenschließen muss.

»Learn & Burn« mit jeder Menge Power: Wie die Frauen des DDC erfolgreich auf Networking setzen! › PAGE online
Der Umzug zum Massif Central 2 © Anna Kirchner

Jeder, der sich für Design interessiert, weiß, was gerade los ist: Die Region Frankfurt RheinMain ist das diesjährige World Design Capital und das mit dem so hochaktuellen Thema »Design for Democracy«.

In diesem Rahmen fand auch der »Learn & Burn – Day of Female Networking 2026« statt.

Doch kein »Design for Democracy« ohne die »gleichberechtigte und wirksame Beteiligung von Frauen an allen relevanten Entscheidungen innerhalb und um die Kreativbranche«! Das machten die Women of DDC (Deutscher Design Club) auf ihrem (ausverkauften!) Event klar.

Denn die Zahlen sind bis heute trostlos: Obwohl Frauen im Studium und unter den Beschäftigten in kreativen Berufen mit über 50 Prozent vertreten sind, finden sich auf den oberen Führungsebenen nur 18 bis 25 Prozent von ihnen.

Hinzu kommt der Gender Pay Gap, der in der Kreativbranche vom ersten Tag an höher ist als im Bundesdurchschnitt.

Das sind ernüchternde Tatsachen für eine Branche, die sich selbst für so fortschrittlich und zeitgemäß hält.

Keynote-Speakerin Ute Clement © Anna Kirchner

Stand Up and Lead

Was gegen solche Ungleichheiten hilft, ist, sich zu vernetzten. Und genau dafür setzten sich die Frauen des DDCs mit Leidenschaft – und sehr wirksam – ein.

Sie zeigen, wie erfolgreiches Networking geht, fördern Frauen-Netzwerke und die Entwicklung gemeinsamer Strategien in der Kreativbranche. Genauso wie es jetzt bei »Learn & Burn« in Frankfurt am Main geschah.

»All Genders welcome« hieß es und auf dem Event mit mehr als 300 nationalen und internationalen Kreativen, die sich bei Talks, bei Panels und in Workshops austauschten und vernetzten.

Vertreterinnen des  iGDN – international Gender Design Network waren vor Ort, des BDG Berufsverband Kommunikationsdesign, von Women for Future, Cherry Bombe und Ladies, Wine and Design waren vor Ort.

Gleichzeitig fand die erste Kooperation mit dem 7. Frankfurt Business Women’s Day 2026 statt, in dessen Rahmen Kunstkritikerin und Autorin Julia Voss, der wir die packende Biografie »Hilma af Klint« verdanken, über »Die Macht der Visionen« sprach und auf einem Panel über das Empowerment junger kreativer Frauen diskutiert wurde.

»Gemeinsam sind wir stark« ist in Bezug auf die Women of DDC keine Floskel, sondern lässt Entschlossenheit und jede Menge Ideen entstehen. So wie auch den spontanen, mit Schildern bestückten Marsch zur Abendveranstaltung mit DJane und Tanz.

»Men of Quality Don’t Fear Equality« stand darauf, »Burn The Gap« oder »Stand Up and Lead« – und auf dem T-Shirt einer Teilnehmerin war der hübsche Satz zu lesen »I don’t need AI. Men explain everything to me«.

Hier geht es zu den Women of DDC.

Learn & Burn Speed Dating © Anna Kirchner

 

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Wie wird Online-Werbung wahrgenommen? › PAGE online


User wünschen sich informative und gut gestaltete Online-Werbung. Diese Studie gibt Aufschluss, was sonst noch gut ankommt und welche Formate beliebt sind.

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Tagtäglich scrollen und klicken sich User durchs Netz. Man springt von Website zu Website, wechselt häufig das Endgerät und bewegt sich ständig auf den verschiedensten Portalen. Bei dieser Masse an Input geht eine Online-Werbung schnell mal unter. Und solche, die unattraktiv oder gar nicht gestaltet sind, empfindet man als lästig oder nimmt sie gar nicht erst wahr.

Eine Studie des Online-Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. hat sich mit der Wahrnehmung von Online-Werbung auseinandergesetzt und dazu 3.000 Nutzer:innen befragt.

Werber:innen und Werbeagenturen können aus den Ergebnissen Hinweise für ihre nächsten Kampagnenkonzeptionen herauslesen.

Gute Gestaltung zählt

Die Kern-Erkenntnis: Die Gestaltung von Online-Werbung spielt eine sehr zentrale Rolle! Das zeigen die Ergebnisse eindeutig, denn mehr als drei Viertel wünschen sich informative Werbeinhalte, 69 Prozent ziehen kreativ gut gestaltete Werbung vor und nahezu zwei Drittel möchten gerne emotionale Werbung sehen.

Obendrein spannend ist, dass 62 Prozent der 16-29-Jährigen angaben, dass sie »Marken, die in hochwertige Kampagnen investieren, mehr vertrauen«.

Bei den Formaten sind heute offenbar über alle Altersgruppen hinweg große Designs beliebt, aber dafür wenige Displays. 72 Prozent der Nutzer:innen sprachen sich dafür aus, dass sie Websites mit wenigen großen Display-Formaten vorziehen.

Und wie sieht es mit der Interaktion aus? Hierzu wurde herausgearbeitet, dass 59 Prozent Werbung ohne interaktive Elemente besser finden. Mit ansteigendem Alter nimmt diese Einstellung zu, wohingegen die Gruppe der 16-29-Jährigen mit knapp der Hälfte der Befragten Banner mit Interaktion gut finden.

3 Hinweise für Werbetreibende

Hochwertig gestaltete und informative Werbung lohnt sich und bleibt bei den Usern eher im Gedächtnis hängen. Außerdem können Werbungen, die beeindrucken, das Markenvertrauen fördern – vor allem bei jungen Zielgruppen.

Geht es um personalisierte Werbung, ist Fingerspitzengefühl gefragt. Die Aufmerksamkeit kann gesteigert werden, aber ein erkennbarer Mehrwert muss sichtbar sein. Ältere Zielgruppen mögen Personalisierungen übrigens weniger gerne als junge Zielgruppen.

Das Umfeld muss passen und vertrauenswürdig sein. Auch wichtig ist die Relevanz, um glaubwürdig zu wirken. Das hilft dabei, dass die User der Werbebotschaft mehr Vertrauen schenken.

In der Studie kann man sich obendrein eine Übersicht der gängigsten sogenannten Hight Impact Formate anschauen.

Dazu interessant: Wie die Gen Z Werbung konsumiert

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Wie Schrift Design wird – und einen taumeln lässt › PAGE online


Im Kindl Berlin läuft eine besondere Schau, die von dem Schwindel erzählt, den die aktuelle Weltlage auslöst – und davon, wie Design, Kunst und Typografie Möglichkeiten bieten, sich gegen diese Dizziness zu stemmen.

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»Dizziness«, Schwindel, Taumel heißt eine Ausstellung im Kindl Berlin, die sich mit dem Ausnahmezustand beschäftigt, in dem sich nicht nur die Welt, sondern auch wir selbst uns seit einigen Jahren befinden.

Pandemie, Kriege, Rechtsruck und bedrohte Demokratien, eine instabile Wirtschaftslage, die Auswirkungen von KI – als das hat dazu geführt, dass der Begriff der Polykrisen sich mittlerweile ebenso in unserem Alltag festgesetzt hat wie die Verunsicherung in uns selbst.

Uns ist »dizzy«, wir taumeln, und um dem etwas dagegenzusetzen, fehlt uns das richtige Vokabular, so die These der Schau, und fehlen uns Möglichkeiten, uns zu verbinden.

Um dem entgegenzuwirken, bieten Fotografien, Videos, Zeichnungen, Malerei, Lichtkunst und Sound neue Ideen – und auch  Typografie.

Schrift, die dizzy macht

Schrift und Typografie stammen von Open2type, dem Stuttgarter Typographic Research Lab von Stefanie Schwarz und Dirk Wachowiak. Und es ist eine Freude, ihre Arbeit in der Ausstellung zu erleben.

Zu Beginn stand für sie die Frage, ob Typografie überhaupt schwindlig machen kann. Ob bestimmte Schriften ein Gefühl von Dizziness, von Verwirrung und Desorientierung hervorrufen können.

Vielleicht indem die Schriften den Lesefluss manipulieren? Gedreht, versetzt, gezerrt oder skaliert werden? Indem sie sich auflösen? Oder wegdriften? Und das ohne ihre Funktion immer ganz aufzugeben und noch zu einem gewissen Grad lesbar zu sein.

Die Kommunikationsdesigner:innen und Typograf:innen haben dazu ausgiebig experimentiert – und sich schließlich für das Prinzip des Grundlinienversatzes entschieden.

Abheben!

Bei dem Grundlinienversatz, für den Open2type sich entschieden hat, heben sich Glyphen verschiedener Schriftschnitte in unterschiedlichen Höhen von der Grundlinie ab.

15 verschiedene Taumelzustände sind so entstanden. Buchstaben schlängeln sich wie auf Wellenlinien entlang, sie stoben auseinander und wirbeln durcheinander und verteilen sich wie ein Bild über weiße Flächen.

Die Schrift, die Open2type dafür verwendet hat, hat es aus ihrer Schriftfamilie Referenz Grotesk abgeleitet. So ist die Referenz Grotesk Groundless entstanden mit der das Studio ergründet hat, bis zu welchem Grad Schrift noch lesbar ist.

Dass dies erstaunlich lange möglich ist, war das Ergebnis.  Und auch, dass die Buchstaben trotz ihres Eigenlebens noch bestimmten Zeilen zuzuordnen sind.

Zwischen Design und Kunst

Kein Wunder also, dass die Kurator:innen der Ausstellung bei einem solchen Konzept bei Open2type anfragten, ob das Studio sich auch vorstellen könnte, seine Aufgabe zu erweitern und die Schrift wie einen roten Faden durch die gesamte Ausstellung laufen zu lassen.

Es konnte – und so erfüllt die Schrift nicht nur klassische Funktionen vom einführenden Wandtext bis zum Hand-out, sondern wird mit Zitaten verschiedener Autor:innen Teil des künstlerischen Dialogs.

Und das in einer Spannbreite, die von leicht lesbar bis hin zu nicht lesbar reicht, von Schrift bis hin zum Bild und das alles durch die verschiedenen Taumelzustände hindurch.

Das sollte man gesehen haben. Und bis zum 26. Juli 2026 ist das im KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst in Berlin möglich.



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Wie gestaltet man eine Briefmarke über Frauen in der Bundeswehr? › PAGE online


30 Jahre ist es her, dass Tanja Kreil als Waffenelektronikerin bei der Bundeswehr abgelehnt wurde, da Frauen der Dienst an der Waffe verwehrt war. Sie klagte und 2000 fällte der Europäische Gerichtshof ein zukunftsweisendes Urteil. Eine Briefmarke, gestaltet von Studio Franz, erinnert jetzt daran.

Wie gestaltet man eine Briefmarke über Frauen in der Bundeswehr? › PAGE online

Tanja Kreil hat sich letztendlich für eine Wirtschaftskarriere außerhalb der Bundeswehr entschieden. Ihre Klage in den 1990er-Jahren aber war wegweisend. Waren Frauen zuvor nur bei der Militärmusik und im Sanitätsdienst zugelassen, stehen Frauen bei der Bundeswehr seither alle militärischen Laufbahnen offen.

Der Dienst an der Waffe ist für Frauen freiwillig und mittlerweile sind rund 13 Prozent des Bundeswehrpersonals weiblich. Sie fliegen Kampfjets und leiten militärische Einheiten. Doch das Ziel eines Anteils von 20 Prozent ist noch nicht erreicht.

Auch den Fragebogen zur Wehrerfassung, der als Reaktion auf das neue Wehrdienstgesetz seit Januar an alle volljährig gewordenen jungen Leute geschickt wurde, beantworteten nur vier Prozent der Frauen. Im Gegensatz zu der Antwort der jungen Männer war ihre nicht verpflichtend.

Wie immer man zur Bundeswehr steht, war das Kreil-Urteil, wie es nach der klagenden Elektronikerin auch genannt wird, ein wichtiger Schritt in Sachen Gleichberechtigung.

Ein anderes Camouflage

Die Briefmarke, die vom Bundesministerium der Finanzen in Auftrag gegeben wurde, würdigt jetzt »25 Jahre Frauen im Waffendienst der Bundeswehr« und soll die Vielfalt, die Chancengleichheit und Inklusion zeigen, die seither in der Bundeswehr herrscht.

Mit der Gestaltung beauftragt wurde das Duisburger Studio Franz.

Das legte besonderen Wert darauf, das Thema zeitgemäß und sensibel umzusetzen und vor allem jenseits von Stereotypen, und fand die Lösung in einem Camouflagemuster, das aus weiblichen Silhouetten besteht.

Mit Dutt und Pferdeschwanz, mit kurzem Haar und immer im Profil, bestimmen sie die Gestaltung, werden zum Muster, zum Hintergrund und gleichzeitig zum Zentrum.

Sie sind in leicht pudrigen und dennoch kräftigen Tönen dargestellt, die sich in dem Schriftzug »25 Jahre Frauen im Waffendienst der Bundeswehr« in ein klassisches Camouflagemuster in Naturtönen verwandeln.

Seit Mitte Juni ist die Briefmarke erhältlich.

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